Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Elektroautos: Audi verbündet sich…

Lithium

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Lithium

    Autor: schap23 29.10.18 - 08:20

    Lithium wird weiterhin weggeworfen. Für zukünftige Generationen gibt es dann keine abbauwürdigen Vorkommen mehr, wenn riesige Mengen zuerst in Batterien verarbeitet werden und dann irgendwann als im Meerwasser gelöste Salze enden.

  2. Re: Lithium

    Autor: SJ 29.10.18 - 08:43

    Ich weiss jetzt nicht recht, was du genau sagen möchtest.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  3. Re: Lithium

    Autor: Mel 29.10.18 - 08:49

    Lithium wird deponiert weil es a) billig und b) nur recht geringe Mengen sind.

    Sobald durch die Nachfrage/Angebots Situation der Preis des Lithium steigt wird das auch stofflich recycelt. Derzeit macht das keinen Sinn.

    Das hat auch erstmal nichts mit Umweltschutz zu tun. Will ich einen Stoff rückgewinnen muss ich dafür andere Stoffe einsetzten. Die Frage ist schon bei Plastikflasche vs. Glasflasche nicht einfach zu beantworten. Bei chemischen Extrationsprozessen wird da eine Doktorarbeit daraus. Ob nun eine to Erz aus Chile oder 2 to Salzsäure, 2 to Natronlauge, diverse Hilfsstoffe und 600 kg Wasserstoffgas* besser für die Umwelt sind ist wahrlich komplex und kann durch diverse Annahmen gerne in die eine oder andere Richtung gekippt werden.

    (*: Ich gehe jetzt von einer sauren Extraktion, dann Ausfällen im Alkalischen, ggf. mehrmals aus, Anschließend Reduktion mittels Wasserstoff. Diverse Reinigungsprozesse davor und danach lassen wir jetzt mal unbetrachtet...)

  4. Re: Lithium

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.18 - 09:14

    Ich frag mich ja wieso man die restlichen 5% des akkus nicht einfach wieder an irgend einem Punkt in der Lithiumgewinnung mit rein kippt? Der Lithiumanteil in den 5% restakku dürfte doch mindestens ebenso hoch sein wie im roherz, oder wie oder was?

  5. Re: Lithium

    Autor: Harddrive 29.10.18 - 09:33

    Aus ökonomischer Sicht hast Du sicherlich recht, da macht das Recycling bei den Preisen keinen Sinn. Aber aus ökologischer Sicht ist jedes Gramm nicht wieder verwendetes Material in meinen Augen ein Desaster. Gerade die E-Autos sollen doch ein ökologisches Ziel erfüllen, sprich weniger Müll und Giftstoffe in die Umwelt zu schleudern. Aber derzeit sieht es so aus, als wäre das eigentliche Problem mit dem Schadstoffausstoss noch nicht abgeschafft, da dank unseres Strommixes die Schadstoffe jetzt am Kraftwerk ausgestoßen werden anstatt am Auspuff. Ja, das wird weniger werden, aber das dauert noch eine ganze Weile. Hinzu kommen aber jetzt die zusätzlichen Müllberge von den Akkus. Und wenn das "nur" 1 kg Abfall aus den Akkus pro PKW wären, so käme weltweit gesehen einiges auf uns zu. Laut Statistik gab es 2015 weltweit ca 1,3 Milliarden PKW. Wenn alle PKW umgerüstet wären, und deren Akku nach 15 bis 20 Jahren kaputt wären, dann käme bei 1 kg pro PKW ein Müllberg von 1,3 Millionen Tonnen auf uns zu.
    Jetzt sagt wahrscheinlich jemand, in 15 bis 20 Jahren wird man schon eine Lösung für das Problem gefunden haben. Aber das Gleiche sagten wahrscheinlich auch die Menschen über die Atommüllfässer, als die ersten Fässer angefallen sind und zwischengelagert weredn mussten.

    Ich finde im Falle der Akkus sollte man das direkt sauberer angehen, sonst ist es nachher nur noch der ökologische Gedanke, der an der Sache ökologisch bleibt. Wenn man das nicht macht, kann man gleich bei den alten Dreckschleudern bleiben.

  6. Re: Lithium

    Autor: Mel 29.10.18 - 09:37

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frag mich ja wieso man die restlichen 5% des akkus nicht einfach wieder
    > an irgend einem Punkt in der Lithiumgewinnung mit rein kippt? Der
    > Lithiumanteil in den 5% restakku dürfte doch mindestens ebenso hoch sein
    > wie im roherz, oder wie oder was?

    Die chemische Trennung ist nicht so einfach. Wenn du von einer Tonne Recyclingmasse die 15% Kobalt, Nickel und Kupfer wegnimmst hast du danach nicht 850 kg Restmasse sondern eher 4.000 kg. Die könnte man dann wohl wieder auf 2.000 kg reduzieren, aber in Summe wird das mehr und nicht weniger. Dabei wird das Lithium nicht nur verdünnt sondern auch noch in andere Kanäle verschleppt.

    Ich sage nicht das es nicht möglich wäre, aber derzeit wohl nicht wirtschaftlich.

  7. Re: Lithium

    Autor: Mel 29.10.18 - 09:50

    Du verstehst nicht auf was ich hinaus will. Aus Sicht eines Chemikers sind alle Stoffe Legosteine. Leider habe ich keine Möglichkeit diese händisch zu sortieren. Ich muss also Prozesse anwenden welche mir dieses Sortieren abnehmen. Das läuft aber immer auf Tauschgeschäfte hinaus. Ich setze einen Stoff ein um einen anderen zu gewinnen.

    Ich setzte Kohlenstoff ein um Eisen aus Eisenerz zu gewinnen.

    Ich setzte Salpetersäure ein um Silber aus Silberabfall zu gewinnen.
    Dann setzte ich Salzsäure ein um das Silber aus der Lösung zu holen.
    Dann setzte ich Soda und Hitze ein um aus dem Silberchlorid das Silber zu gewinnen.

    Immer muss ich mehr Chemikalien einsetzten als ich am Ende Zielprodukt habe. Beim Beispiel mit dem Silber wohl ~15 mol Hilfsstoffe für 1 mol Silber. Das ganze hinsichtlich des ökologischen Fußabdruckes zu untersuchen ist gelinde gesagt komplex. Ökonomisch ist das sehr viel einfacher - ein Preisschild hängt an jedem Stoff.

  8. Re: Lithium

    Autor: LRKN 29.10.18 - 10:06

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber derzeit sieht es so aus, als
    > wäre das eigentliche Problem mit dem Schadstoffausstoss noch nicht
    > abgeschafft, da dank unseres Strommixes die Schadstoffe jetzt am Kraftwerk
    > ausgestoßen werden anstatt am Auspuff. Ja, das wird weniger werden, aber
    > das dauert noch eine ganze Weile. Hinzu kommen aber jetzt die zusätzlichen
    > Müllberge von den Akkus. Und wenn das "nur" 1 kg Abfall aus den Akkus pro
    > PKW wären, so käme weltweit gesehen einiges auf uns zu. Laut Statistik gab
    > es 2015 weltweit ca 1,3 Milliarden PKW. Wenn alle PKW umgerüstet wären, und
    > deren Akku nach 15 bis 20 Jahren kaputt wären, dann käme bei 1 kg pro PKW
    > ein Müllberg von 1,3 Millionen Tonnen auf uns zu.

    Du vergisst leider, dass ein E-Auto wesentlich Energieeffizienter ist als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Und zwar um den Faktor 4x-5x. Ein Tesla S zB verbraucht ca. 20kw/h auf 100km. Ein Verbrenner sagen wir mal 8 Liter Benzin. Und 1 Liter Benzin hat den Energiemenge von 10 kw/h. Das heißt ein Verbrenner braucht für 100km 80kw/h Energie und somit 4 mal mehr als der Tesla. Somit wäre die benötigte Energie aus Kraftwerken auch nur 1/4 dessen was ein Verbrenner an Energie benötigt. Allein dadurch ist es aus der Sicht des Verbrauchs schon ökologischer E-Autos zu fahren selbst wenn der ganze Strom zu 100% aus Kohle gewonnen wäre.

    Abgesehen davon arbeiten alle Kohlekraftwerke mit einer höheren Effizienz (40-50%) als es jeglicher PKW-Verbrennungsmotor (max. 20%) tut. Ein PKW-Verbrennungsmotor produziert nämlich primär Hitze und kaum Vortrieb. Das heißt, selbst wenn ein Verbrenner genauso wenig Energie brauchen würde um 100km weit zu fahren wie ein E-Auto wäre die Energiegewinnung in einem Kraftwerk deutlich effizienter und ökologischer als das erzeugen der Energie in einem Verbrennungsmotor.

    Und wenn du die Rechnung mit Tonnen von Abfall bei Akkus aufmachst, dann mach bitte die Rechnung auch für Verbrennungsmotoren. Jeder Verbrenner erzeugt auch Tonnen von Abfall. Nur weil es in dem Fall der Verbrenner als Gas ausströmt, heißt es nicht, dass man es ignorieren kann.

  9. Re: Lithium

    Autor: Harddrive 29.10.18 - 11:40

    LRKN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du vergisst leider, dass ein E-Auto wesentlich Energieeffizienter ist als
    > ein Auto mit Verbrennungsmotor. Und zwar um den Faktor 4x-5x. Ein Tesla S
    > zB verbraucht ca. 20kw/h auf 100km. Ein Verbrenner sagen wir mal 8 Liter
    > Benzin. Und 1 Liter Benzin hat den Energiemenge von 10 kw/h. Das heißt ein
    > Verbrenner braucht für 100km 80kw/h Energie und somit 4 mal mehr als der
    > Tesla. Somit wäre die benötigte Energie aus Kraftwerken auch nur 1/4 dessen
    > was ein Verbrenner an Energie benötigt. Allein dadurch ist es aus der Sicht
    > des Verbrauchs schon ökologischer E-Autos zu fahren selbst wenn der ganze
    > Strom zu 100% aus Kohle gewonnen wäre.
    >
    > Abgesehen davon arbeiten alle Kohlekraftwerke mit einer höheren Effizienz
    > (40-50%) als es jeglicher PKW-Verbrennungsmotor (max. 20%) tut. Ein
    > PKW-Verbrennungsmotor produziert nämlich primär Hitze und kaum Vortrieb.
    > Das heißt, selbst wenn ein Verbrenner genauso wenig Energie brauchen würde
    > um 100km weit zu fahren wie ein E-Auto wäre die Energiegewinnung in einem
    > Kraftwerk deutlich effizienter und ökologischer als das erzeugen der
    > Energie in einem Verbrennungsmotor.
    >
    > Und wenn du die Rechnung mit Tonnen von Abfall bei Akkus aufmachst, dann
    > mach bitte die Rechnung auch für Verbrennungsmotoren. Jeder Verbrenner
    > erzeugt auch Tonnen von Abfall. Nur weil es in dem Fall der Verbrenner als
    > Gas ausströmt, heißt es nicht, dass man es ignorieren kann.


    Wenn Du rein den Verbrauch von dem Benziner im Vergleich zum E-Auto annimmst, dann hast Du sicherlich recht. Aber richtig gesehen müsste man den Vergleich vom Anfang bis zum Ende gehen, um zu sehen ob und wieviel weniger Energie das E-Auto verbaucht. Das heißt, wenn man schauen will wieviel beispielsweise 1 kW/h beim E-Auto und 0,1 Liter Sprit beim Benziner insgesamt an Energie gekostet haben, bis diese schlussendlich am Reifen ankommt, dann muss man die komplette Produktionskette berücksichtigen. Beim Benziner müsste man also von der Suche nach Öl, über die Förderung, bis schlussendlich der Verbrennung des Benzins im Tank alles durchrechnen. Beim E-Auto genauso, da müsste man von der Suche nach Rohstoffen (Kohle, etc. ) oder der Suche nach Standorten (Wind-, Wasserkraft) anfangen, dann den Strom Mix und deren Herstellung berücksichigen, bis der Strom schlussendlich im Akku ist und wieder abgerufen wird. Ganz ehrlich, ich wäre sehr gespannt auf das Ergebnis.
    Derzeit kenne ich leider nur die Gesamtwirkungsgrade, welche beim Benziner ca 20 % sind und beim E-Auto 35 % (liegt am derzeitigen Strommix). In dem Punkt ist das E-Auto immerhin fast doppelt so effizient.

    Ja, beim Kohlekraftwerk halbierst du die Schadtsoffausstoße im Vergleich zum E-Auto, was schon eine beachtliche Leistung ist. Aber nichts desto trotz sind es noch viel zu viele Schadstoffe. Das Problem ist also nicht weg und muss weiterhin beachtet werden.
    Zudem wird zuerst mehr Energie bei der Herstellung des E-Autos benötigt und somit fallen mehr CO2 und Co bei der Herstellung an.

    https://www.spektrum.de/news/wie-ist-die-umweltbilanz-von-elektroautos/1514423

    Irgendwann hatte ich mal gelesen, dass bei derzeitigem Strommix das E-Auto mindestens 80.000 km fahren muss, sprich bei dem Anteil an Ökostrom das CO2 einsparen muss, um auf dem gleichen ökologischen Level anzukommen, wie ein Benziner / Diesel beim Verlassen des Werks.

    Wenn man diesem Bericht glauben darf,

    https://www.focus.de/auto/news/elektroauto-klimabilanz-elektro-gas-benzin-diesel-hybrid-die-erste-studie-zur-oekobilanz-unserer-autos_id_8639500.html

    dann lohnt sich das E-Auto bei einem Kleinwagen im Vergleich zum Diesel bei Ökostrom erst ab 25.000 km und beim Strommix, den wir ja nunmal derzeit haben, erst ab 111.000 km.

    ich finde, das man das alles erstmal berücksichtigen muss, bevor man pauschal sagen kann "das E-Auto ist x-mal ökologischer als ein Benziner / Diesel".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.18 11:42 durch Harddrive.

  10. Re: Lithium

    Autor: mgutt 29.10.18 - 11:40

    "da dank unseres Strommixes die Schadstoffe jetzt am Kraftwerk ausgestoßen werden anstatt am Auspuff. Ja, das wird weniger werden, aber das dauert noch eine ganze Weile."

    Und weil es noch eine ganze Weile dauern wird, müssen wir weiter Verbrenner nutzen oder was genau soll dieser Satz aussagen? Und wann ist es denn wenig genug? Erst bei 100% Ökostrom? Irgendwann muss man eben was ändern, wenn man sich unabhängig von Erdöl, Fracking, etc machen möchte.

    Und zum Recycling: Audi spricht von 5% und das Unternehmen hier von 1% Rest:
    https://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/elektromobilitaet-batterie-recycling

    Weder das eine noch das andere sind ein Problem. Das landet dann im Straßenbelag oder sonst wo. Das ist noch lange nicht mit Atommüll oder der mangelhaften Recyclingquote des gelben Sacks vergleichbar. Und dass Kunststoffe, Altöl, etc aus einem Autowrack in einer Müllverbrennungsanlage landen, muss ich euch ja wohl nicht sagen.

    Mich persönlich stört am Elektroauto nur, dass es an meinem Bedarf vorbei entwickelt wird. Ich brauche eins mit Anhängelast und mindestens 5 Sitzen für einen Hausbesitzer mit Kindern und Garten. Damit fallen 90% der Modelle weg und der Rest ist entweder zu teuer (Tesla X) oder zu klein (Renault Zoe). Selbst der Nissan Evalia hat keine Anhängelast, obwohl die gewerbliche Version eine hat. Dass die erste Elektroautos nur 150 km weit kamen war mir dabei sogar egal.

  11. Re: Lithium

    Autor: LRKN 29.10.18 - 12:52

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn Du rein den Verbrauch von dem Benziner im Vergleich zum E-Auto
    > annimmst, dann hast Du sicherlich recht. Aber richtig gesehen müsste man
    > den Vergleich vom Anfang bis zum Ende gehen, um zu sehen ob und wieviel
    > weniger Energie das E-Auto verbaucht. Das heißt, wenn man schauen will
    > wieviel beispielsweise 1 kW/h beim E-Auto und 0,1 Liter Sprit beim Benziner
    > insgesamt an Energie gekostet haben, bis diese schlussendlich am Reifen
    > ankommt, dann muss man die komplette Produktionskette berücksichtigen. Beim
    > Benziner müsste man also von der Suche nach Öl, über die Förderung, bis
    > schlussendlich der Verbrennung des Benzins im Tank alles durchrechnen. Beim
    > E-Auto genauso, da müsste man von der Suche nach Rohstoffen (Kohle, etc. )
    > oder der Suche nach Standorten (Wind-, Wasserkraft) anfangen, dann den
    > Strom Mix und deren Herstellung berücksichigen, bis der Strom
    > schlussendlich im Akku ist und wieder abgerufen wird. Ganz ehrlich, ich
    > wäre sehr gespannt auf das Ergebnis.
    > Derzeit kenne ich leider nur die Gesamtwirkungsgrade, welche beim Benziner
    > ca 20 % sind und beim E-Auto 35 % (liegt am derzeitigen Strommix). In dem
    > Punkt ist das E-Auto immerhin fast doppelt so effizient.
    >
    > Ja, beim Kohlekraftwerk halbierst du die Schadtsoffausstoße im Vergleich
    > zum E-Auto, was schon eine beachtliche Leistung ist. Aber nichts desto
    > trotz sind es noch viel zu viele Schadstoffe. Das Problem ist also nicht
    > weg und muss weiterhin beachtet werden.
    > Zudem wird zuerst mehr Energie bei der Herstellung des E-Autos benötigt und
    > somit fallen mehr CO2 und Co bei der Herstellung an.
    >
    > www.spektrum.de
    >
    > Irgendwann hatte ich mal gelesen, dass bei derzeitigem Strommix das E-Auto
    > mindestens 80.000 km fahren muss, sprich bei dem Anteil an Ökostrom das CO2
    > einsparen muss, um auf dem gleichen ökologischen Level anzukommen, wie ein
    > Benziner / Diesel beim Verlassen des Werks.
    >
    > Wenn man diesem Bericht glauben darf,
    >
    > www.focus.de
    >
    > dann lohnt sich das E-Auto bei einem Kleinwagen im Vergleich zum Diesel bei
    > Ökostrom erst ab 25.000 km und beim Strommix, den wir ja nunmal derzeit
    > haben, erst ab 111.000 km.
    >
    > ich finde, das man das alles erstmal berücksichtigen muss, bevor man
    > pauschal sagen kann "das E-Auto ist x-mal ökologischer als ein Benziner /
    > Diesel".

    Grundsätzlich hast du vollkommen recht. Nur eine Auswertung der kompletten Herstellungs-, Liefer-, und Rohstoffquellen bringt uns die "wahre" Ökobilanz. Das sind aber so viele Faktoren, die wir alle nicht ernsthaft als Laie einschätzen können.

    Wird z.B. der Akku auf Island, Norwegen oder in Schweden gebaut ist, wegen dem hohen regenerativen Stromanteil die Ökobilanz deutlich besser als wenn der Akku in Deutschland gebaut wird. Wenn der Akku aus Polen kommt mit hohem fossilen Anteil ist die Ökobilanz noch viel schlechter.

    Was aber bei den Studien und Argumenten oft vergessen wird, ist eben der Faktor Recycling. Wenn die Akkus nach ihrem Betrieb im PKW entweder weiterbenutzt werden (z.B. als Tesla-Powerwall) oder recycelt werden wird die Ökobilanz langfristig immer besser sein als das verbrennen von fossilen Energien. Und selbst wenn es 80.000km dauert, das ein E-Auto seinen Ökorucksack ausgeglichen hat, so ist diese Laufleistung für die meisten Autos eine Laufleistung die in 99% aller fälle erreicht wird.

    Auch die Faktoren abseits des CO2 werden gerne ignoriert. Emissionen wie Stickstoffdioxid werden bei E-Autos nicht in den dicht besiedelten Gebieten erzeugt sondern durch industrielle Anlagen in wesentlich geringerem Maße erzeugt und dann auch ausgefiltert. Jedes Kraftwerk wird 24/7 technisch überwacht und im optimalsten Wirkungsgrad gehalten. Dahingegen haben wahrscheinlich 50% aller Autos seit 2 Jahren keine Fachwerkstatt gesehen und stoßen unnötig hohe Schadstoffe aus.

    Für mich steht fest, dass solange nicht der gesamte Verkehr auf das Radfahren verlagert wird, ein E-Auto langfristig die saubere und bessere Lösung ist als ein Verbrenner.

  12. Re: Lithium

    Autor: User_x 29.10.18 - 13:07

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du verstehst nicht auf was ich hinaus will. Aus Sicht eines Chemikers sind
    > alle Stoffe Legosteine. Leider habe ich keine Möglichkeit diese händisch zu
    > sortieren. Ich muss also Prozesse anwenden welche mir dieses Sortieren
    > abnehmen. Das läuft aber immer auf Tauschgeschäfte hinaus. Ich setze einen
    > Stoff ein um einen anderen zu gewinnen.
    >
    > Ich setzte Kohlenstoff ein um Eisen aus Eisenerz zu gewinnen.
    >
    > Ich setzte Salpetersäure ein um Silber aus Silberabfall zu gewinnen.
    > Dann setzte ich Salzsäure ein um das Silber aus der Lösung zu holen.
    > Dann setzte ich Soda und Hitze ein um aus dem Silberchlorid das Silber zu
    > gewinnen.
    >
    > Immer muss ich mehr Chemikalien einsetzten als ich am Ende Zielprodukt
    > habe. Beim Beispiel mit dem Silber wohl ~15 mol Hilfsstoffe für 1 mol
    > Silber. Das ganze hinsichtlich des ökologischen Fußabdruckes zu untersuchen
    > ist gelinde gesagt komplex. Ökonomisch ist das sehr viel einfacher - ein
    > Preisschild hängt an jedem Stoff.

    was ist denn eigentlich dieses SODA??? etwa Backpulver???

  13. Re: Lithium

    Autor: Kein Kostverächter 29.10.18 - 13:35

    Wer wird dein Herzblatt?

    a) Soda, das sympathische Salz-Mineral aus der Mineralklasse wasserhaltiger Carbonate?
    b) Waschsoda, das calcinierte Soda, das gerne Natriumcarbonat genannt wird?
    c) Speisesoda, Backsoda, welches den Spitznamen Natron und den Nachnamen Natriumhydrogencarbonat hat?
    Oder gar
    d) kaustisches Soda, das ätzende Ätznatron, auch bekannt als Natriumhydroxid?

    Bis die Tage,

    KK

    ----------------------------------------------------------
    Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.
    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
    ----------------------------------------------------------
    We provide AI Blockchain Cloud (ABC) enabled applications bringing Enterprise level synergies to vertically integrated business processes.

  14. Re: Lithium

    Autor: Mel 29.10.18 - 15:47

    User_x schrieb:
    > was ist denn eigentlich dieses SODA??? etwa Backpulver???


    https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumcarbonat

    Backpulver wäre Natriumhydrogencarbonat, also NaHCO3.

    Hätte man aber auch Googlen können....

  15. Re: Lithium

    Autor: pumok 29.10.18 - 16:19

    mgutt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich persönlich stört am Elektroauto nur, dass es an meinem Bedarf vorbei
    > entwickelt wird. Ich brauche eins mit Anhängelast und mindestens 5 Sitzen
    > für einen Hausbesitzer mit Kindern und Garten. Damit fallen 90% der Modelle
    > weg und der Rest ist entweder zu teuer (Tesla X) oder zu klein (Renault
    > Zoe). Selbst der Nissan Evalia hat keine Anhängelast, obwohl die
    > gewerbliche Version eine hat. Dass die erste Elektroautos nur 150 km weit
    > kamen war mir dabei sogar egal.

    +1
    Warte auch auf das von Dir umschriebene Modell :-)

  16. Re: Lithium

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.18 - 17:59

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich frag mich ja wieso man die restlichen 5% des akkus nicht einfach
    > wieder
    > > an irgend einem Punkt in der Lithiumgewinnung mit rein kippt? Der
    > > Lithiumanteil in den 5% restakku dürfte doch mindestens ebenso hoch sein
    > > wie im roherz, oder wie oder was?
    >
    > Die chemische Trennung ist nicht so einfach. Wenn du von einer Tonne
    > Recyclingmasse die 15% Kobalt, Nickel und Kupfer wegnimmst hast du danach
    > nicht 850 kg Restmasse sondern eher 4.000 kg. Die könnte man dann wohl
    > wieder auf 2.000 kg reduzieren, aber in Summe wird das mehr und nicht
    > weniger. Dabei wird das Lithium nicht nur verdünnt sondern auch noch in
    > andere Kanäle verschleppt.
    >
    > Ich sage nicht das es nicht möglich wäre, aber derzeit wohl nicht
    > wirtschaftlich.

    Okay das hatte ich irgendwie ausgeblendet das ja am ende nicht nur der rest vom akku übrig bleibt sondern eben auch weitere stoffe die nötig waren um den anderen teil zu recyceln. ^^
    Dann macht das wohl irgendwie sinn das man den rest wohl erstmal irgendwo auf halde kippt und ggf. Wieder ausbuddeld wenn es ökonomisch sinnvoll ist.

  17. Re: Lithium

    Autor: Forenforst 30.10.18 - 01:27

    Vielen Dank für diesen hochqualitativen Beitrag.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  3. ING-DiBa AG, Frankfurt am Main
  4. Techniker Krankenkasse, Hamburg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. (-81%) 11,50€
  3. 33,95€
  4. 3,74€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

In eigener Sache: Zeig's uns!
In eigener Sache
Zeig's uns!

Golem kommt zu dir: Golem.de möchte noch mehr darüber wissen, was IT-Profis in ihrem Berufsalltag umtreibt. Dafür begleitet jeder unserer Redakteure eine Woche lang ein IT-Team eines Unternehmens. Welches? Dafür bitten wir um Vorschläge.

  1. In eigener Sache Golem.de bietet Seminar zu TLS an
  2. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  3. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung
  2. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  3. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?

  1. Equiano: Googles Seekabel erschließt abgelegene Südatlantikinsel
    Equiano
    Googles Seekabel erschließt abgelegene Südatlantikinsel

    Das Equiano-Seekabel von Google wird einen Abzweig an die Insel St. Helena machen. Doch die Kapazität übersteigt den Eigenbedarf bei weitem, weshalb die Saints zahlende Mitbenutzer suchen: Satellitenbetreiber.

  2. Gipfeltreffen: US-Konzerne wollen schnelle Antworten zu Huawei-Lizenzen
    Gipfeltreffen
    US-Konzerne wollen schnelle Antworten zu Huawei-Lizenzen

    Die Chefs von Cisco Systems, Intel, Broadcom, Qualcomm, Micron Technology, Western Digital und Google wollen endlich Klarheit zu Huawei. US-Präsident Donald Trump hat am Montag eine schnelle Bearbeitung von Anträgen auf Lieferungen an Huawei zugesagt.

  3. Automated Valet Parking: Daimler und Bosch dürfen autonom parken
    Automated Valet Parking
    Daimler und Bosch dürfen autonom parken

    In Stuttgart können Besucher ohne Begleitung das automatisierte Parken eines Mercedes ausprobieren: Daimler und Bosch haben die Freigabe für das Automated Valet Parking erhalten.


  1. 19:25

  2. 17:38

  3. 17:16

  4. 16:30

  5. 16:12

  6. 15:00

  7. 15:00

  8. 14:30