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Das gibt Chaos

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  1. Re: Das gibt Chaos

    Autor: marcometer 18.09.20 - 16:13

    Immer die ewig gleichen Stories und Rechnungen der Skeptiker.
    Genau so einen Fall habe ich auch bei meinem besten Freund.
    Laslo bist du es?
    Mein Hinweis sich die Realtests anzuschauen, anstatt mit irgendwelchen angenommenen Ladungen, Gleichzeitigkeiten und Leistungen herum zu rechnen wird auch da konsequent ignoriert.
    Das, was ihr da versucht zu berechnen ist ja schön und gut, es geht aber an der Realität völlig vorbei.
    Aber gut, lasse ich mich mal drauf ein:
    Wenn diese Anlage da jetzt 80 Plätze hat, dann kann man wohl davon ausgehen, dass wir auch nicht von einer Anschlussleitung eines Einfamilienhauses ausgehen dürfen.
    Natürlich werden bei 80 Plätzen und angenommenen/hoffentlichen 80 E-Autos dort in 10 oder mehr Jahren (wird auch nicht so sein, aber egal) auch oft welche gleichzeitig laden, sogar auch öfter mehr als 2 oder 3.
    Natürlich muss man für so eine Anlage eine ordentliche Leistung bereitstellen und natürlich muss die Anlage bei einer solchen Größe auch ein Lastmanagement vorsehen.
    Und genau das wird ja auch so gemacht.
    Die ersten paar lässt man vielleicht noch spielen/selbst machen, aber ab einer gewissen Nutzeranzahl wird da eine gesteuerte Anlage hin kommen und dann lädt dein Zoe (andere Neuwagen mit 22 kW AC fallen mir aus dem Kopf kaum ein) und seine 10 gleichzeitig ladenden Clones eben mal ein paar Minuten nicht mit voller Leistung, sondern vielleicht nur mit 11 kW, bis einige von ihnen fertig sind und schalten dann wieder hoch.
    Ja, das gibt es heute schon, wird heute schon so verbaut und ist überhaupt kein Problem.
    Also bitte: Hört endlich auf mit sinnfreien Berechnungen maximal möglicher Gesamtladeleistungen zu kommen, nur um jemand einreden zu können Elektroautos funktionieren nicht wegen irgendwelcher Limits der Anschlüsse und Leitungen.
    Wir haben a) viele Jahre Zeit bis das wirklich relevant wird und b) schon heute genug Erfahrungen aus der Praxis und c) die Technologie es selbst bei schwierigen Fällen zu machen.

    Und nein: Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektroautos sind im PKW-Bereich weder kurz noch mittel oder langfristig im kommen. Das Thema ist durch, es hilft nichts E-Autos weiter runter reden zu wollen.
    Und ja, auf dem Parkplatz neben dem Mehrfamilienhaus, in dem ich wohne, steht mein Opel Corsa-e mit 50 kWh, 100 kW DC und 11 kW AC maximaler Ladeleistung.
    Ich weiß wovon ich spreche.

  2. Re: Das gibt Chaos

    Autor: MoGas 18.09.20 - 16:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentümer 1-5 richten in der Tiefgarage Ladepunkte ein auf Kosten ihrer
    > Mieter. Alle sind happy. Dann wollen die Mieter von Eigentümer 6-8 auch
    > eine Lademöglichkeit. Leider reicht der Hausanschluss dafür nicht, und bei
    > den Eigentümern 1-5 wurde auch kein Lastmanagement installiert, da es nicht
    > nötig war. Natürlich wollen 6-8 den neuen Hausanschluss nicht alleine
    > zahlen, also sollen sich 1-5 beteiligen. In den Wohnungen 1-2 sind aber
    > inzwischen neue Mieter. Wie will man die zwingen, sich daran zu beteiligen?
    > Oder müssen jetzt plötzlich deren Wohnungseigentümer ran?

    Ja, das sind die eigentlichen Fragestellungen. Die Ladekapa des Hausanschlusses mit Lademanagement und Laden über Nacht in der lastarmen Zeit sehe ich nicht so als Problem.

    Spannend ist die Kostenverteilung bei nachträglich hinzukommenden Nutzern. da hab ich hier was aus der Expertenanhörung im Bundestag:

    [...] Der Wohnungseigentümer würde dem Verwalter mitteilen, dass er den Wunsch hat, eine Ladesäule zu installieren. Der Verwalter würde ihn bei einer entsprechenden Beschlussfassung begleiten. Über den Beschluss würde dann abgestimmt werden. Sollte der Beschluss nicht zustande kommen, kann er eine Beschluss-ersetzungsklage erheben. Kommt der Beschluss zustande, ist er berechtigt, die Säule zu installieren. [...]

    So weit so gut

    [...] Sie hatten gefragt, wer die Kosten zu tragen hat. § 21 Abs. 1 WEG-E regelt, dass der Eigentümer die Kosten dafür vollständig trägt. [...]

    Das bedeutet: Wer bestellt, bezahlt

    [...] Herr Rietschel war auch gefragt. Er hatte gesagt, es gelte das Windhundprinzip. Das ist falsch. Denn wenn ein Weiterer sich daran beteiligen wollte, ist er nach § 21 Abs. 4 WEG-E berechtigt, auch daran beteiligt zu werden. Wenn dafür eine Anlage ertüchtigt werden muss, muss das entsprechend beschlossen werden und zwar auf Kosten dieser beiden oder weiterer Eigentümer, die die Lademöglichkeit für sich beanspruchen. [...]

    Das bedeutet also, wenn sich später weitere Leute beteiligen, und die Anlage erweitert werden muss, dann werden die Kosten der Erweiterung von den Alt- und den Neunutzern zusammen getragen.

    In Deinem Beispiel könnten Eigentümer 1 und 2 vielleicht aus der Anlage aussteigen.
    Das wird noch lustig...

  3. Re: Das gibt Chaos

    Autor: Lemo 18.09.20 - 19:13

    Das ist unrealistisch, wenn man aufbuddelt, dann macht man das für alle Stellplätze und nicht nur für 5 Interessenten oder so.
    Stichwort Zukunftssicherheit.

  4. Re: Das gibt Chaos

    Autor: Oktavian 18.09.20 - 23:22

    > Das ist unrealistisch, wenn man aufbuddelt, dann macht man das für alle
    > Stellplätze und nicht nur für 5 Interessenten oder so.

    Ähh nein, ganz bestimmt nicht. Wenn in einem 200-Parteien-Haus 5 Mieter eine solche Anlage haben wollen, wird man nicht den Hausanschluss direkt so erweitern, dass 200 laden können. So ein Anschluss ist teuer, richtig teuer. Und diesen Preis will man auf die 5 Mieter verteilen mit der vagen Hoffnung, dass vielleicht später mal ein paar andere auch so einen Anschluss wollen.

    Wenn ein Hauseigentümer diese Infrastruktur aus eigenen Interesse schafft, sieht das anders aus, keine Frage, aber darum geht es in diesem Gesetz ja nicht. Hier geht es darum, dass einzelne Mieter/Wohnungseigentümer etwas gegen die Beschlusslage der Eigentümerversammlung erzwingen wollen.

  5. Re: Das gibt Chaos

    Autor: Lemo 19.09.20 - 01:46

    Ich spreche hier nicht nur von den Kosten für den Anschluss selbst, ich spreche hier von den umfassenden Baumaßnahmen, von den Arbeitskosten.
    Die wird man in 10 Jahren nicht 4 Mal bezahlen, hypothetisch gesagt.

  6. Re: Das gibt Chaos

    Autor: MoGas 19.09.20 - 16:25

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich spreche hier nicht nur von den Kosten für den Anschluss selbst, ich
    > spreche hier von den umfassenden Baumaßnahmen, von den Arbeitskosten.
    > Die wird man in 10 Jahren nicht 4 Mal bezahlen, hypothetisch gesagt.

    Die beschlossene Regel ist ja: Wer bestellt, bezahlt.
    Wenn Du bei 200 Parkplätzen 5 Leute hast, die einen Ladeplatz wollen, wirst Du denen nicht auferlegen können, dass Sie die Infrastruktur für 200 Ladeplätze vorbereiten. Das sehe ich im Gesetz nicht, wäre auch unverhältnismäßig.

    Ich sehe folgendes: Entweder keiner macht das, weil zu teuer. Oder Leute machen das, und dann werden solche Fragen über die Rechtssprechung geklärt.

    Es ist ja tatsächlich sehr spannend, was für Vorgaben die WEG-Gemeinschaft machen kann.

  7. Re: Das gibt Chaos

    Autor: Oktavian 19.09.20 - 18:24

    > Oder Leute
    > machen das, und dann werden solche Fragen über die Rechtssprechung geklärt.

    Ich bin immer erschrocken, bei wie vielen Gesetzen man schon durch minimales Nachdenken die Löcher findet, die später mal die Gerichte füllen sollen. Hier hat man wieder ein Musterbeispiel eines Gesetzes, das sich um alle Fragestellungen herumdrückt, um ja konsenzfähig zu sein und niemandem auf die Füße zu treten. Man kann sich als Politiker ins Tagebuch schreiben, man hätte großes für die Umwelt vollbracht, und auch ja niemanden dabei verärgert. Sollen doch die blöden Richter die Drecksarbeit machen.

    Die einen nennen sowas Symbolpolitik, die anderen Arbeitsverweigerung. In der Schule gibt es für sowas ne 6.

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