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Zukunft für deutsche Elektromobilität?

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  1. Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Bujin 27.05.16 - 12:14

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass Deutsche Fahrzeugbauer Elektroautos bauen können. Nicht das es kompliziert wäre - es gibt sie schon länger als Benziner - aber Elektro ist doch schon lange größtenteils Asienmarkt oder sehe ich das falsch? Kann man da wirklich mit dem was sehr wahrscheinlich kommen wird konkurieren? Apple baut an seinem Auto und ich wette Samsung, Huawei und Xiaomi sind auch schon dran.

    Ich hab manchmal das Gefühl andere Technologien voranzutreiben wäre die bessere Wahl. Eine methanbetriebene Brennstoffzelle zB. wär doch mal was. Die Raumfahrt rüstet grade auf Methan um - guter Kompromis zwischen Kerosin und Wasserstoff - und wenn SpaceX Pläne auch nur ansatzweise aufgehen wird bald so viel Methan für die Raumfahrt produziert dass der Preis dramatisch sinken könnte. Ich stelle mir vor Unternehmen bauen riesige Methankraftwerke in Afrika wo die Energie quasi geschenkt ist und selbst ineffiziente Prozesse toleriert werden könnten. Wenn ich Recht hab marschieren die USA mit Trump bald nach Lybien.

  2. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: bplhkp 27.05.16 - 12:38

    Die Frage ist, ob das was dort kommen wird mit dem der erfahrenen Autobauer konkurrieren kann. Samsung hat sich auf dem Automarkt die Zähne ausgebissen; das Sagen in der ehemaligen Autosparte hat Renault. Und auch was die letzten Jahre von dort kam ist eher unterdurchschnittlich (Renault Koleos und Latitude). Bei den Batterien lief es nicht besser: Batteriezellen kann Samsung, aber die bekommt man auch günstig auf dem Weltmarkt von den asiatischen Dumpinganbietern. Interessant wird es diese Zellen zu Akkupaketen zu verschalten. Und hier hat Bosch folgerichtig das Joint Venture mit Samsung aufgekündigt. Bosch kauft heute die Zellen billig ein, Samsung muss sich das Know-how teuer in Form der Batteriesparte von Magna einkaufen.

    Ein Auto (und hier liegt der Vorteil der etablierten Anbieter) ist sehr viel komplizierter als ein Smartphone oder Fernseher, wo man nur ein paar zukaufte Komponenten zusammenkloppen muss - was selbst (wenn man sich die ganzen Shenzen-Krauter anschaut) - selbst ein Neueinstieger in die Branche halbwegs passabel hinbekommt. Eine Auto ist da ungleich schwieriger.

    Aber nichtsdestotrotz stimmte ich Dir zu, dass Brennstoffzellen hier erstmal den Vorsprung stabilisieren würden. Aber bei Brennstoffzellen ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. bzw. nur für die, die den Status Quo bei Brennstoffzellen mit den Zukunftsvisionen von Tesla abgleichen und dann zu dem Schluss kommen, dass die Brennstoffzelle chancenlos ist.

  3. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.16 - 13:15

    Die deutschen Hersteller beweisen doch, dass sie Elektroautos bauen können. Die haben inzwischen alle ganz passable Elektromodelle und/oder Plug-Ins in Serie.

    Samsung und Co. haben allenfalls die Chance, als Zellenlieferant ein Automobilzulieferer zu werden. Damit wären sie aber wie schon erwähnt wurde wahrscheinlich nur ein Zulieferer der Akkupack-Hersteller. Um die Packs zu bauen braucht man nämlich wiederum einschlägige Automotive-Erfahrung, das kann also ein Bosch oder Conti besser.

  4. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: s3bmai 27.05.16 - 13:24

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Auto (und hier liegt der Vorteil der etablierten Anbieter) ist sehr
    > viel komplizierter als ein Smartphone oder Fernseher, wo man nur ein paar
    > zukaufte Komponenten zusammenkloppen muss - was selbst (wenn man sich die
    > ganzen Shenzen-Krauter anschaut) - selbst ein Neueinstieger in die Branche
    > halbwegs passabel hinbekommt. Eine Auto ist da ungleich schwieriger.
    >
    > Aber nichtsdestotrotz stimmte ich Dir zu, dass Brennstoffzellen hier
    > erstmal den Vorsprung stabilisieren würden. Aber bei Brennstoffzellen ist
    > das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. bzw. nur für die, die den
    > Status Quo bei Brennstoffzellen mit den Zukunftsvisionen von Tesla
    > abgleichen und dann zu dem Schluss kommen, dass die Brennstoffzelle
    > chancenlos ist.


    Die etablierten Anbieter haben die Komplexität eines Verbrenner-Autos gemeister, allerdings hat diese (aka Motor, Getriebe) rein gar nichts mit der Komplexität zu tun ein Elektroauto (Akkudesign und Elektronik) zu tun, von daher haben unsere Autobauer weder das Know-How (Maschinenbauer haben absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung diesbezüglich.

    Was die Methan(ol) Brennstoffzelle angeht, bitte bitte diese Idee soll bitte endlich sterben. Akkukapazitäten wachsen um ca. 5-10% pro Jahr während der Preis sinkt, wenn die Gigafactory in den USA läuft wird der Preisverfall wahrscheinlich weiter zunehmen. Forschungstechnisch (und ich arbeite auf dem Gebiet) sind Akkus heutzutage weder von der Kapazität noch von der Schnellladefähigkeit ausgereizt, da wird noch lange Fortschritt zu erzielen sein, die jetzigen Hersteller sind zu langsam (wie so häufig) mit dem stand der Forschung mit zu halten.
    Weiterhin ist vielleicht (nur vielleicht!) eine Brennstoffzelle in der Anschaffung günstiger als ein Akku, allerdings sind die laufenden Kosten ungleich höher, die Herstellungs/Reinigungs/Transport-etc. Kosten für Methan(ol) sind mit Strom nicht zu vergleichen, von aus erneuerbaren hergestellen Methan(ol) reden wir besser gar nicht erst. Denn Brennstoffzellen benötigen SEHR reinen treibstoff, Methanol-Brennstoffzellen haben außerdem den Nachteil, dass sie vor Verwendung erst mal 5-10 Minuten heiß (laufen bei ca. 150°C) werden müssen um überhaupt funktionieren zu können.

    Die Zukunft der Mobilität beim aktuell projezierbaren Stand der Technik ist Akku, jeder der weiterhin auf Brennstoffzellen setzt hofft entweder auf ein Wunder/Durchbruch oder hat irgendwelche anderen als wirtschaftlichen Interessen

    edit: und von Wasserstoff-Brennstoffzellen reden wir besser gar nicht. Die brauchen super-sauberen Wasserstoff (unglaublich teuer), der entweder kryogenisch (-260°C) oder unter 1000Bar druck gespeichert werden muss. Die Tanks dafür sind teurer als ein Akku, und wehe das Auto baut ein Unfall und hat ein Leck, sucht mal Knallgasexplosion auf Youtube, dagegen ist jeder Akkubrand ein Tischfeuerwerk - und H2 ist zwischen 5-75% zündfähig, geruchslos und farblos! hahaha. Ich würde mich, alleine aus Selbstschutz niemals für ein H2-BSZ Auto entscheiden, von den Brennstoffkosten mal abgsehen. -> https://www.youtube.com/watch?v=8Jl5vs27SZY



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.16 13:39 durch s3bmai.

  5. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.16 - 13:32

    > Die etablierten Anbieter haben die Komplexität eines Verbrenner-Autos
    > gemeister, allerdings hat diese (aka Motor, Getriebe) rein gar nichts mit
    > der Komplexität zu tun ein Elektroauto (Akkudesign und Elektronik) zu tun,
    > von daher haben unsere Autobauer weder das Know-How (Maschinenbauer haben
    > absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung
    > diesbezüglich.
    Das haben die Hersteller - oder besser gesagt deren Zulieferer - schon lange gemeistert. Erst mit Hybridfahrzeugen und jetzt mit reinen Elektroautos. Elektronik ist in Autos schon lange nichts Neues mehr. Neu ist lediglich die Leistungselektronik mit relativ hoher Spannung, aber das ist inzwischen auch kein Hexenwerk mehr.

  6. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: bplhkp 27.05.16 - 13:39

    s3bmai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die etablierten Anbieter haben die Komplexität eines Verbrenner-Autos
    > gemeister, allerdings hat diese (aka Motor, Getriebe) rein gar nichts mit
    > der Komplexität zu tun ein Elektroauto (Akkudesign und Elektronik) zu tun,
    > von daher haben unsere Autobauer weder das Know-How (Maschinenbauer haben
    > absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung
    > diesbezüglich.

    Die Kernkompetenz der etablierten Anbieter liegt nicht nur in Verbrennungsmotoren, sondern in allererster Linie in der Systemintegration. Und dieses Know-how ist auch bei einem Elektroauto essenziell. Einen Elektromotor mit Akku auf vier Räder zu packen reicht nicht. Da braucht man eine crashsichere Karosserie, ein ordentliches Fahrwerk etc. Und selbst den Elektromotor bekommt nicht jeder hin, wie die letzten Mängelberichte über Tesla zeigen.

    > Akkukapazitäten wachsen um ca. 5-10% pro Jahr
    > während der Preis sinkt, wenn die Gigafactory in den USA läuft wird der
    > Preisverfall wahrscheinlich weiter zunehmen.

    Woher sollen die Kosten denn großartig sinken? Die Rohstoffkosten für die Akkuherstellung sind da der Glasboden und hier kann die Gigafactory nichts ändern.

  7. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Abdiel 27.05.16 - 13:41

    Plugin-Hybride als passable Fahrzeuge zu bezeichnen ist ein herrliches Oxymoron...

  8. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: s3bmai 27.05.16 - 13:44

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > s3bmai schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Die etablierten Anbieter haben die Komplexität eines Verbrenner-Autos
    > > gemeister, allerdings hat diese (aka Motor, Getriebe) rein gar nichts
    > mit
    > > der Komplexität zu tun ein Elektroauto (Akkudesign und Elektronik) zu
    > tun,
    > > von daher haben unsere Autobauer weder das Know-How (Maschinenbauer
    > haben
    > > absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung
    > > diesbezüglich.
    >
    > > Akkukapazitäten wachsen um ca. 5-10% pro Jahr
    > > während der Preis sinkt, wenn die Gigafactory in den USA läuft wird der
    > > Preisverfall wahrscheinlich weiter zunehmen.
    >
    > Woher sollen die Kosten denn großartig sinken? Die Rohstoffkosten für die
    > Akkuherstellung sind da der Glasboden und hier kann die Gigafactory nichts
    > ändern.

    Jap, Graphit, Eisenphosphat, Seperator(PE) ein bisschen Carbonat+LiPF6 (kostenfaktor) als Elektrolyt + Additiv für Stabilität. Der Glasboden für die Hauptbestandteile (die ersten 2) ist viel, viel geringer als die jetzigen $/kWh, da ist noch einiges zu holen, besonders in der Ausnutzen der theoretisch vorhandenen Kapazität des Materials selbst ist noch gut Potential (bei LiFePO4 weniger als bei anderen Materialien die es letztendlich wahrscheinlich ersetzen werden), davon abgesehen, dass langfristig Graphit durch Li-Folie und der flüssige Elektrolyt durch gel/feststoffelektrolyt ersetzt wird (wodurch der seperator gleich mit wegfällt)

    Abdiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Plugin-Hybride als passable Fahrzeuge zu bezeichnen ist ein herrliches
    > Oxymoron...
    jap, danke sehr :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.16 13:45 durch s3bmai.

  9. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Hardcoreler 27.05.16 - 13:46

    s3bmai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bplhkp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Auto (und hier liegt der Vorteil der etablierten Anbieter) ist sehr
    > > viel komplizierter als ein Smartphone oder Fernseher, wo man nur ein
    > paar
    > > zukaufte Komponenten zusammenkloppen muss - was selbst (wenn man sich
    > die
    > > ganzen Shenzen-Krauter anschaut) - selbst ein Neueinstieger in die
    > Branche
    > > halbwegs passabel hinbekommt. Eine Auto ist da ungleich schwieriger.
    > >
    > > Aber nichtsdestotrotz stimmte ich Dir zu, dass Brennstoffzellen hier
    > > erstmal den Vorsprung stabilisieren würden. Aber bei Brennstoffzellen
    > ist
    > > das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. bzw. nur für die, die den
    > > Status Quo bei Brennstoffzellen mit den Zukunftsvisionen von Tesla
    > > abgleichen und dann zu dem Schluss kommen, dass die Brennstoffzelle
    > > chancenlos ist.
    >
    > Die etablierten Anbieter haben die Komplexität eines Verbrenner-Autos
    > gemeister, allerdings hat diese (aka Motor, Getriebe) rein gar nichts mit
    > der Komplexität zu tun ein Elektroauto (Akkudesign und Elektronik) zu tun,
    > von daher haben unsere Autobauer weder das Know-How (Maschinenbauer haben
    > absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung
    > diesbezüglich.
    >
    > Was die Methan(ol) Brennstoffzelle angeht, bitte bitte diese Idee soll
    > bitte endlich sterben. Akkukapazitäten wachsen um ca. 5-10% pro Jahr
    > während der Preis sinkt, wenn die Gigafactory in den USA läuft wird der
    > Preisverfall wahrscheinlich weiter zunehmen. Forschungstechnisch (und ich
    > arbeite auf dem Gebiet) sind Akkus heutzutage weder von der Kapazität noch
    > von der Schnellladefähigkeit ausgereizt, da wird noch lange Fortschritt zu
    > erzielen sein, die jetzigen Hersteller sind zu langsam (wie so häufig) mit
    > dem stand der Forschung mit zu halten.
    > Weiterhin ist vielleicht (nur vielleicht!) eine Brennstoffzelle in der
    > Anschaffung günstiger als ein Akku, allerdings sind die laufenden Kosten
    > ungleich höher, die Herstellungs/Reinigungs/Transport-etc. Kosten für
    > Methan(ol) sind mit Strom nicht zu vergleichen, von aus erneuerbaren
    > hergestellen Methan(ol) reden wir besser gar nicht erst. Denn
    > Brennstoffzellen benötigen SEHR reinen treibstoff,
    > Methanol-Brennstoffzellen haben außerdem den Nachteil, dass sie vor
    > Verwendung erst mal 5-10 Minuten heiß (laufen bei ca. 150°C) werden müssen
    > um überhaupt funktionieren zu können.
    >
    > Die Zukunft der Mobilität beim aktuell projezierbaren Stand der Technik ist
    > Akku, jeder der weiterhin auf Brennstoffzellen setzt hofft entweder auf ein
    > Wunder/Durchbruch oder hat irgendwelche anderen als wirtschaftlichen
    > Interessen
    >
    > edit: und von Wasserstoff-Brennstoffzellen reden wir besser gar nicht. Die
    > brauchen super-sauberen Wasserstoff (unglaublich teuer), der entweder
    > kryogenisch (-260°C) oder unter 1000Bar druck gespeichert werden muss. Die
    > Tanks dafür sind teurer als ein Akku, und wehe das Auto baut ein Unfall und
    > hat ein Leck, sucht mal Knallgasexplosion auf Youtube, dagegen ist jeder
    > Akkubrand ein Tischfeuerwerk - und H2 ist zwischen 5-75% zündfähig,
    > geruchslos und farblos! hahaha. Ich würde mich, alleine aus Selbstschutz
    > niemals für ein H2-BSZ Auto entscheiden, von den Brennstoffkosten mal
    > abgsehen. -> www.youtube.com


    Ich glaub du kuckst dir mal hyundai ix35 brennstoffzelle das video an... Hyundai hat das bereits in kleinserienproduktion und der Wasserstoff ist nicht teurer als derzeit normales Tanken...

  10. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.16 - 13:47

    Abdiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Plugin-Hybride als passable Fahrzeuge zu bezeichnen ist ein herrliches
    > Oxymoron...

    Das ist Ansichtssache. Ich halte sie für einen sehr guten Kompromiss für Berufspendler und würde mir sofort selbst eines anschaffen, wenn ich die nötigen Voraussetzungen hätte.

  11. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: s3bmai 27.05.16 - 13:50

    Hardcoreler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ich glaub du kuckst dir mal hyundai ix35 brennstoffzelle das video an...
    > Hyundai hat das bereits in kleinserienproduktion und der Wasserstoff ist
    > nicht teurer als derzeit normales Tanken...

    ach und normales tanken ist günstig? wäre jetzt neu für mich (besonders im Vergleich zu Strom)

    was dabei übrigens bisher niemand erwähnt hat, selbst wenn hyundai eine Alkali-BSZ benutzt wird diese weit weniger KM brauchen bis sie verreckt (vgl. LFP-Akku) und das wird dann ähnlich teuer wie einen Akku tauschen zu müssen :)
    gott bewahre, dass sie eine PEM-BSZ eingesetzt haben, ein Austausch davon wird sehr unschön für deinen Geldbeutel werden (abgsehen davon, dass die noch kürzere Lebenszeiten haben)

    2015 war stand der Technik (das was Tesla im Moment einsetzt für ihre Supercharger):

    Multilevel-charging (verschiedene Ströme, abhängig vom Ladezustand des Akkus) für ~85% Ladung nach ca. 15-20 Minuten. mit 85% Kapazität nach 5000 Zyklen (merke, 5000 dieser aggressiven Zyklen)

    Klar, das ist 10 Minuten länger als an der Tankstelle H2 zu Tanken, allerdings ist es momentan (noch?) umsonst (Supercharger) oder zumindest sehr billig (auch hier!)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.16 14:00 durch s3bmai.

  12. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Ach 27.05.16 - 14:33

    In Deutschland herrscht ein Rückstand im Batterie Knowhow, in China herrscht ein Rückstand im Fertigen großer und komplexer Maschinen, sowie im Design im allgemeinen, also nicht nur im Sinne des Erscheinungsbildes, sondern auch im Konstruktionsdesign. Ich finde, man sollte das Rennen annehmen :].

    Ein ganz wichtiger Schlüssel in der Batteriefertigung ist die Automation. Die ist noch keinem Hersteller durchgehend gelungen weswegen noch sehr viel Handarbeit nötig ist, welche die Batteriefertigung gerade hierzulande teuer macht. Aber das kann sich ja ändern mit der Automation. Sicher wird man dagegen in China in der Konstruktion aufholen, aber so schnell wie bisher wird das nicht gehen, denn die aktuelle Chinesische Produktion betrifft so gut wie nur solche Produkte, die der Chinesischen Fertigung ausgesprochen gut liegen. Es ist dagegen ziemlich wahrscheinlich, dass, wenn denn China auf breiter Front im Automobilmarkt anschließen wird, sich deren Löhne und Produktionskosten bereits weitgehend an Europäisch/Amerikanisches Niveau angepasst haben. Quasi genauso wie in Japan. Als die Japaner damals in den Automarkt einstiegen, da dachte man in Europa ebenfalls dass der Weltuntergang vor der Tür steht. Keine Suppe wird so heiß gegessen wie sie gekocht wird :].

  13. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: simpletech 27.05.16 - 14:37

    s3bmai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die etablierten Anbieter haben die Komplexität eines Verbrenner-Autos
    > gemeister, allerdings hat diese (aka Motor, Getriebe) rein gar nichts mit
    > der Komplexität zu tun ein Elektroauto (Akkudesign und Elektronik) zu tun,
    > von daher haben unsere Autobauer weder das Know-How (Maschinenbauer haben
    > absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung
    > diesbezüglich.
    >


    Na dann bewirbt dich schnell bei VW. Mit deiner Erfahrung kriegen die das dann hin.

    Gesendet mit der Forumapp via Hitricks-Phone

  14. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Ach 27.05.16 - 14:50

    >(Maschinenbauer haben absolut 0 Ahnung von Elektronik/Elektromechanik) noch die Erfahrung diesbezüglich.

    Was? Keine Ahnung von Elektronik/Elektromechanik? Meinst du etwa, dass die unzähligen in .de gefertigten Maschinen und Geräte alle noch mit Dieselmotoren oder Dampfmaschinen angetrieben werden? Du bist ja lustig :].

  15. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Mahoni 27.05.16 - 14:55

    Ich verstehe nicht warum hier so viel schwarz gemalt wird und es so wenige den deutschen Automobilherstellern zutrauen ein vernünftiges Elektroauto zu bauen.

    Es fahren doch bereits deutsche Elektroautos auf den Straßen. Vielleicht nicht mit der Reichweite eines Teslas, aber dafür auch zu einem deutlich besseren Preis. Dass Tesla marktführend in diesem Bereich ist, liegt doch einfach nur daran, dass die von Investoren mit Geldern dermaßen zugeschüttet werden, ohne dabei auch nur ansatzweise profitabel sein zu müssen.

    Ich meine in Deutschland wurden letztes Jahr 1.582 Model S zum Preis von 88.000 Euro verkauft. Das ist aus Sicht von VW, Daimler, BMW und Co. ein so kleiner Absatz, dass die einfach noch keinen Bedarf sehen, da Vollgas zu geben.

    Aus meinem Bekanntenkreis sind einige in der Automobilbranche tätig und ich kann sagen, auch die deutschen Hersteller sind nicht doof und haben den Tesla schon längst zerlegt und sich bis ins kleinste Detail angesehen. Bosch, als weltweit führender Zulieferer von Automobilelektronik, forscht auch schon lange in diesem Bereich. Selbst Porsche hat voll einsatzfähige Prototypen. Das ist alles nur eine Kostenfrage.

    Ich vermute einfach, die deutschen Autobauer lassen Tesla gewähren. Sollen die doch den Markt entwickeln, herausfinden was den Kunden wichtig ist, was funktioniert und was nicht. Und wenn es dann einen Markt mit entsprechendem Absatz gibt, so dass da auch Geld zu verdienen ist, dann werden die deutschen Autobauer auch mit einem konkurrenzfähigen Elektroauto parat stehen.

    Da bin ich mir ziemlich sicher.

  16. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Sigma90 27.05.16 - 15:06

    Nur zur allg. Info:
    Maschinenbauer != Fahrzeugbauer
    Maschinenbauer haben im Studium Elektrotechnik und Elektronik
    Egal was produziert wird, ob nun Batterien, Elektronik oder Verbrennungsmotoren, es werden immer Maschinen benötigt ...

    Es wurden bereits vor 4 Jahren als ich bei Porsche mein Praktikum gemacht habe Elektrofahrzeuge mit Straßenzulassung ausgiebig getestet. Der Antriebsstrang ist halt deutlich teurer, aber technisch mit Sicherheit nicht komplexer. Porsche hat ausreichend Elektrotechnik Kompetenz, da besteht keine Frage.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.16 15:14 durch Sigma90.

  17. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: stiGGG 27.05.16 - 15:19

    Mahoni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermute einfach, die deutschen Autobauer lassen Tesla gewähren. Sollen
    > die doch den Markt entwickeln, herausfinden was den Kunden wichtig ist, was
    > funktioniert und was nicht. Und wenn es dann einen Markt mit entsprechendem
    > Absatz gibt, so dass da auch Geld zu verdienen ist, dann werden die
    > deutschen Autobauer auch mit einem konkurrenzfähigen Elektroauto parat
    > stehen.
    >
    > Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Nennen wir es den Nokia Plan, sind wir gespannt...

  18. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Ach 27.05.16 - 15:19

    Hey, die Leute in der Autoindustrie, das sind keine Beamten im klassischen Sinne. Soviel über-den-Tellerrand-schauen, um zwei tatsächlich vor Ort ansässige Disziplinen zu verbinden, wenn sich das als fruchtbarer Zusammenschluss herausstellt, das ist hier nicht nur seit Gedenken genauso üblich, in .de ist man sogar besonders gut in solchen organisationstechnischen Spitzfindigkeiten.

  19. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Abdiel 27.05.16 - 15:33

    Ansichtssache? Man baue zwei Antriebssysteme in ein Auto, kombiniere deren Nachteile und nenne das dann innovativ. Wow! Aus Sicht eines Ingenieurs spricht wirklich nichts für so einen Blödsinn, außer die Wünsche einer Chefetage... Unter welchen Voraussetzungen lohnt sich denn so eine Krücke? Bei vorhandener Ladesäule nutzt man ein effizienteres E-Mobil und sonst halt ein verbrauchsgünstiges Verbrennungsauto. Ein ordentliches reines Elektroauto habe ich von den deutschen Konzernen auch noch nicht gesehen. Die Versuchen im besten Fall eine bisherige Plattform umzurüsten, statt ein rein für elektrische Antriebe geeignetes Auto zu bauen.

  20. Re: Zukunft für deutsche Elektromobilität?

    Autor: Abdiel 27.05.16 - 15:43

    Das ist falsch. Wir haben z.B. schon 2012 testweise Gehäuse für Autoakkuzellen geschweißt. Das KnowHow und die Technik sind schon längst da, es liegt wie immer nur am Geld...

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