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Zellenproduktion für Europa

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  1. Zellenproduktion für Europa

    Autor: pumok 11.10.18 - 11:10

    Schade. Ich finde es gefährlich, dass Europa es nicht schafft eine eigene Zellenproduktion aufzubauen.
    Inzwischen haben wohl alle europäischen Autohersteller mehrere eAutos angekündigt. Wenn sie das durchziehen, wovon ich jetzt mal ausgehe, dann sind wir schon bald noch viel stärker von Asien abhängig, als wir es jetzt schon sind.
    Klar, ich habe das Geld auch nicht. Und wenn doch, dann wäre ich mir nicht sicher, ob ich das Risiko zur Zeit eingehen würde. Die Zukunft ist zu ungewiss, besonders weil man nicht weiss, wie es mit den Festkörperakkus weitergeht.

    Die deutschen Automobilhersteller sind to big to fail und werden vom Staat falls nötig gestützt. Mit etwas Schwarzmalerei* wäre deshalb hier dringendst Ünterstützung bei der Zellenproduktion notwendig.

    * Szenario1: Die Asiaten wollen die eigenen eAutos in Europa verkaufen und beliefern uns deshalb nicht mehr mit Zellen. Da ein grossteil der Kunden inzwischen elektrisch fahren möchte, erleiden "unsere" Autobauer schmerzhafte Verluste, welche sie nicht wegstecken können.
    Szenario2: Die Asiaten halten den Zellenpreis künstlich hoch, europäische Autos sind zu teuer und deswegen nicht mehr konkurenzfähig.

  2. Re: Zellenproduktion für Europa

    Autor: Muhaha 11.10.18 - 11:45

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > * Szenario1: Die Asiaten wollen die eigenen eAutos in Europa verkaufen und
    > beliefern uns deshalb nicht mehr mit Zellen. Da ein grossteil der Kunden
    > inzwischen elektrisch fahren möchte, erleiden "unsere" Autobauer
    > schmerzhafte Verluste, welche sie nicht wegstecken können.
    > Szenario2: Die Asiaten halten den Zellenpreis künstlich hoch, europäische
    > Autos sind zu teuer und deswegen nicht mehr konkurenzfähig.

    Szenario 3, das Szenario mit der höchsten Wahrscheinlichkeit des Eintreffens:
    Die Autobauern jammern solange bei den Regierungen herum, bis es eine nahezu vollständig durch EU-Steuergelder subventionierte Zellenproduktion in Europa geben wird. Es wird sich ja bereits in Stellung gebracht, die Vorbereitungen für die Jammertour laufen.

    Was übrigens in Ordnung ist, denn Chinas Regierung hat ja auch kein Problem damit ihre Schlüsselindustrien mit massiven Subventionen zu pushen. Man muss einfach Marktgleichheit herstellen, dann kann man wieder schön Geschäfte miteinander machen. Der Westen muss hier endlich aufhören von der unsichtbaren Hand des Marktes zu träumen, die alles nur durch Angebot und Nachfrage regelt. Wenn hier ein souveräner Teilnehmer am globalen Markt mit Subventionen massiv das Marktgefüge aufmischt, dann stellt man Waffengleichheit her, in dem man ebenso massiv subventioniert.

  3. Re: Zellenproduktion für Europa

    Autor: pumok 11.10.18 - 11:52

    +1

    Ja, Angebot und Nachfrage funktioniert gut, solange nicht (einseitig) eingegriffen wird. In diesem Fall wurde jedoch eingegriffen, also "müssen" wir das auch tun.
    Am besten mit deutlich mehr Feingefühl, als das die Amerikaner gerade tun...

  4. Re: Zellenproduktion für Europa

    Autor: Muhaha 11.10.18 - 11:58

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Am besten mit deutlich mehr Feingefühl, als das die Amerikaner gerade
    > tun...

    Die Republikaner KÖNNEN keine Subventionsprogramme starten. Dazu sind sie mental nicht in der Lage. Und wenn doch, darf es keinesfalls so klingen, als ob es Subventionen wären :)

    Also bleibt ihnen auf die Schnelle nur das ziemlich nutzlose Mittel des Strafzolls, weil sich dadurch an der Marktmacht des subventionierenden Marktteilnehmers nichts ändert. Denn der Staat als Bereitsteller der Subventionen subventioniert halt dann ein wenig mehr, um die Strafzölle wieder auszugleichen.

  5. Re: Zellenproduktion für Europa

    Autor: pumok 11.10.18 - 12:14

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Republikaner KÖNNEN keine Subventionsprogramme starten. Dazu sind sie
    > mental nicht in der Lage. Und wenn doch, darf es keinesfalls so klingen, als ob
    > es Subventionen wären :)

    Hat was, so habe ich das noch nie betrachtet.

    Sie könnten die Subventionen der Chinesen den Geschädigten im eigenen Land wieder gutschreiben. Das wären dann Anti-Subventionen welche bei den Wählern durchaus gut ankommen könnten ;-)

  6. Re: Zellenproduktion für Europa

    Autor: chefin 11.10.18 - 14:30

    Wir haben es relativ einfach so eine Zellenproduktion aufzubauen. Einfach die Leute für 2Euro/Tag beschäftigen wie in China. Dann klappt das schon.

    Den ein Auto das mit deutschen Zellen dann 150.000 statt 70.000 kostet wird keiner kaufen. Und wenn Massenproduktion es von 70 auf 35t senken, wird das Deutsche Akku Auto weiterhin 75t kosten.

    Wir sind hier einfach zu teuer, es machen nur noch wenige Firmen hier überhaupt Produktion. Selbst die ganzen großen Konzerne verwalten es nur noch hier, lassen aber im Ausland produzieren. Endkontrolle und Auslieferung dann Deutschland.

  7. Re: Zellenproduktion für Europa

    Autor: Muhaha 11.10.18 - 16:05

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wir sind hier einfach zu teuer, es machen nur noch wenige Firmen hier
    > überhaupt Produktion.

    Der deutsche Maschinenbau ist nach einigen Jahren, in denen es höchst populär in Billiglohnländer auszulagern, reumütig wieder zurückgekehrt.

    Das Märchen vom achso schröhöcklöchen Hochlohnland ist weiterhin ein dummes Märchen. Wenn ausgelagert wird, dann nicht, weil man hier wegen zu hoher Löhne nichts mehr verdienen kann, sondern weil man mit einer Auslagerung einfacher die Rendite für die Investoren erhöhen konnte. Betriebswirtschaftlich notwendig sind Auslagerungen ... NICHT!

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