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Ich hoffe

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Ich hoffe

    Autor: Arystus 26.10.16 - 15:52

    das diese Formel 1 nicht Technisch Reguliert wird.

    Gleiche reifen
    Gleiche Motoren
    usw.
    das ist LANGWEILIG!

    Spannend ist es wirklich mit den Technischen Unterschieden und den Leistungen der Techniker.

  2. Re: Ich hoffe

    Autor: spaceMonster 26.10.16 - 16:00

    Dieser naive Gedanke wird im Motorsport oft geäußert... Die Regeln sind allerdings erst entstanden als es dem Publikum zu langweilig wurde immer schon vor dem Rennen zu wissen wer gewinnen wird.
    Tatsächlich ist es so dass wenn es keine Regeln gibt wird die Leistungsstreuung viel Größer. -> es gibt dann super schlechte Teams und Teams die so weit vorne sind, dass sie einen Rentner ans Steuer setzen können und trotzdem sicher gewinnen.

    Die Regeln Bringen die Leistungen der Teams in ein engeres Feld, so dass Nuancen über den Sieg entscheiden.

  3. Re: Ich hoffe

    Autor: NeoCronos 26.10.16 - 16:19

    Das stimmt aber eigentlich auch nur für eine Saison und eigentlich auch nur weil es eben doch schon gewisse Regeln gab und ganz bewusst Lücken im Reglement genutzt wurden.
    Ein anderer Aspekt ist viel mehr, dass ohne die Regeln so ein F1-Wagen wahrscheinlich ohne Probleme 400 km/h und mehr machen würde. Die Unfälle könnte man dann aber nicht mehr vor 22 Uhr zeigen.

  4. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 26.10.16 - 16:33

    Die Formel-E Regeln werden ja Schritt für Schritt gelockert. Mit jeder Saison bleiben immer mehr technische Details den Teams überlassen. Nur dauert das auch für meinen Geschmack ein bisschen lange. Richtig interessant wird es doch erst ab dem Moment, ab dem die Teams ihre Batterien und vor allem ihre Leistungsabgabe selber auswählen dürfen.


    Selbst wenn man die Batterien über ein Maximalgewicht, ein Maximalvolumen oder eine Maximalkapazität teilreglementieren würde, würde der Rennsport ab dem Moment endlich etwas zur Entwicklung der Technik beitragen, so wie es eigentlich sein soll. Im Gegensatz zur F1 gehen aus der aktuellen Formel-E nämlich auch keine technischen Neuigkeiten oder Erfindungen hervor. Alles längst bekannte Entwicklungen aus der Serie, da schlafen jedem Nerd die Füße ein. Den Aspekt finde ich fast noch schlimmer als die Gleichförmigkeit der Rennwagen.

  5. Re: Ich hoffe

    Autor: Bouncy 26.10.16 - 17:33

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > würde der Rennsport ab
    > dem Moment endlich etwas zur Entwicklung der Technik beitragen, so wie es
    > eigentlich sein soll.
    Wer sagt denn das? Das ist ein Sport und keine Entwicklungshilfe, der hat keine andere Funktion als der Unterhaltung beim gegenseitigen Kräftemessen zu dienen. Alles andere ist praktisch ein Abfallprodukt...

  6. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 26.10.16 - 18:05

    >Wer sagt denn das? Das ist ein Sport und keine Entwicklungshilfe, der hat keine andere Funktion als der Unterhaltung beim gegenseitigen Kräftemessen zu dienen. Alles andere ist praktisch ein Abfallprodukt...

    Dann bist du aber kein echter Nerd :], oder ich hab deinen Sarkasmus zwischen den Zeilen nicht mitbekommen :]. Für Leichtathletik und klassische Gruppensportarten zählt das sicher, im Motorsport dagegen bilden die Faszination an der Technik und ein gewisser darauf aufbauender Markenfetischismus unverzichtbare Komponenten des Sports. Unzählige Entwicklungen in Seriefahrzeugen haben ihren Ursprung in Rennsport, und am Ende des Tages ist eines der definierten Ziel der Formel-E ja die Förderung des Interesse an der Elektromobilität.

  7. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 26.10.16 - 19:40

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegensatz zur F1 gehen aus der aktuellen Formel-E
    > nämlich auch keine technischen Neuigkeiten oder Erfindungen hervor. Alles
    > längst bekannte Entwicklungen aus der Serie, da schlafen jedem Nerd die
    > Füße ein.

    Das ist Blödsinn, als jemand der an dem Projekt beteiligt ist kann ich dir sagen, dass gerade hinsichtlich Motor da einige Technologien zum Einsatz kommen die wir vielleicht in 20-30 Jahren in der Serie sehen werden

  8. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 26.10.16 - 19:41

    Motoren sind jetzt schon seit letzter Saison frei

  9. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 26.10.16 - 20:26

    >Das ist Blödsinn, als jemand der an dem Projekt beteiligt ist kann ich dir sagen, dass gerade hinsichtlich Motor da einige Technologien zum Einsatz kommen die wir vielleicht in 20-30 Jahren in der Serie sehen werden

    Ja wenn man davon nichts hört? Da wäre es doch toll wenn ihr das mal kommuniziert, das dürfte für so einige Leute den Sport ein ganzes Stück interessanter machen. Was sind sind denn das für Technologien wenn man fragen darf?

    PS: und wenn jetzt die Motoren frei sind, gilt das auch für deren Leistung oder ist die noch imitiert?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.16 20:31 durch Ach.

  10. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 26.10.16 - 21:01

    > Ja wenn man davon nichts hört? Da wäre es doch toll wenn ihr das mal kommuniziert, das dürfte für so einige Leute den Sport ein ganzes Stück interessanter machen.

    Ich sags mal diplomatisch: Not my department ;)

    > Was sind sind denn das für Technologien wenn man fragen darf?

    Viele interessante Dinge darf man leider nicht verraten. Eine interessante Sache die mittlerweile mehrere Teams haben sind SiC MOSFETs statt IGBTs. Die ermöglichen deutlich höhere Schaltfrequenzen, weniger Verluste und höhere Betriebstemperaturen (falls nötig). Glaube zwar kaum dass solche Dinge die Serie für den Durschnittszuschauer interessant machen aber das ist zum Beispiel eine Technologie die ich mir schon wesentlich früher als in 20-30 Jahren in Serie erhoffe. Wirkungsgrad ist natürlich bei Elektro alles und da bringt das einiges, gleichzeitig steigt der Komfort weil die Inverter außerhalb des hörbaren Bereichs arbeiten (gut ist z.B. bei Brusa auch mit IGBTs schon so). Diese Technologie ist im Gegensatz zu anderen Dingen (Seltenerden Magnete und Batterien) auch nicht direkt durch den Materialpreis limitiert sondern kann wie in der Halbleiterbranche üblich schnell wachsen.

    > und wenn jetzt die Motoren frei sind, gilt das auch für deren Leistung oder ist die noch imitiert?

    Die ist noch limitiert (S3 170kW Race, 200kW Quali, 150kW Regen) aber steigt jede Saison an.

  11. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 26.10.16 - 22:13

    >Viele interessante Dinge darf man leider nicht verraten.

    Wahrscheinlich genau die, die am spannendsten sind :] (Ich erinnere mich da gerade auch an einen Golem Bericht über einen neuen Siemens Motor in einem Kunstflieger > Siemens-hebt-elektrisch-ab <, 260KW bei einem Gewicht von 50 Kilo)

    >Eine interessante Sache die mittlerweile mehrere Teams haben sind SiC MOSFETs statt IGBTs.

    Ich nehme mal an, dass man das parallel zu der Stromglättung bei Schaltnetzteilen oder zu einer geglätteten Impulsspannungssteuerung betrachten kann? Mosfets erreichen einfach durch ihre höhere Schaltfrequenz einen glatteren Spannungverlauf => besserer Wirkungsgrad? Hätte nicht gedacht, dass das so einen großen Einfluss nimmt(bin aber kein Profi in dem Bereich, nur vor kurzem bei einem Projekt das erste mal richtig konkret mit Elektrotechnik in Berührung gekommen).

    >Glaube zwar kaum dass solche Dinge die Serie für den Durschnittszuschauer interessant machen

    Der Einfluss des Wirkungsgrads ist halt für einen Zuschauer nicht so einfach nachzuvollziehen, und auch nicht so unmittelbar zu erleben, wie z.B. eine höhere Leistung, und die Leistung ist ja leider noch limitiert. Trotzdem; wenn es hieße, dass z.B. Renault(oder ein anderes Team, ist egal) die besseren Motoren hätte und deshalb länger auf der Strecke bleiben könnte, oder deren Motoren über einen längeren Zeitraum stärker beansprucht werden könnten weil die später übehitzten, wie und mit welchen Kniffen die anderen Team dann darauf reagierten usw., das wäre für mich das noch fehlende Flair Element, wer der bessere Konstrukteur/Ingenieur ist.

    Danke auf jeden Fall für die Infos und Grüße :]

  12. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 26.10.16 - 22:46

    > Ich erinnere mich da gerade auch an einen Golem Bericht über einen neuen Siemens Motor in einem Kunstflieger > Siemens-hebt-elektrisch-ab <, 260KW bei einem Gewicht von 50 Kilo

    Was Siemens da macht ist ganz nett, wenn man sich den Aufbau des Motors und die Position im Flugzeug ansieht (gibt da im Netz einige interessante Bilder) erkennt man recht schnell woher sie die hohe Dauerleistung nehmen. Ein Großteil des Statorträgers besteht aus breit gefächerten Kühlrippen und der Motor sitzt direkt hinter den Lufteinlässen an der Nase des Flugzeugs. Die setzen da sicherlich auf eine Hybridkühlung mit Luft und Wasser wobei der enorme Luftstrom direkt hinter dem Propeller sicherlich hilft. Das ist im Auto so allerdings nicht machbar.

    > Ich nehme mal an, dass man das parallel zu der Stromglättung bei Schaltnetzteilen oder zu einer geglätteten Impulsspannungssteuerung betrachten kann? Mosfets erreichen einfach durch ihre höhere Schaltfrequenz einen glatteren Spannungverlauf => besserer Wirkungsgrad? Hätte nicht gedacht, dass das so einen großen Einfluss nimmt

    Ja das trifft es schon so ungefähr. Es gibt da zwei Aspekte die miteinander zusammenhängen niedrigere Schaltfrequenz bedeutet mehr Oberwellen und diese erzeugen zusätzliche Verluste im Motor. SiC MOSFETs erlauben höhere Frequenzen weil sie weniger Schaltverluste haben und besser Wärme leiten dadurch sinken die Verluste im Motor. Durch die niedrigeren Schaltverluste und auch niedrigeren Verluste im An-Zustand sinken gleichzeitig auch die Verluste im Halbleiter selbst. Dazu kommt dann auch noch, dass SiC Halbleiter höhere Temperaturen aushalten.

    > Der Einfluss des Wirkungsgrads ist halt für einen Zuschauer nicht so einfach nachzuvollziehen, und auch nicht so unmittelbar zu erleben, wie z.B. eine höhere Leistung, und die Leistung ist ja leider noch limitiert.

    Das ist im Endeffekt das gleiche. Überleg mal wie viel bei einem Motor mit 85% Wirkungsgrad auf der Straße ankommt wenn man 200kW nutzen darf und wie viel bei einem mit 90%.

    > Trotzdem; wenn es hieße, dass z.B. Renault(oder ein anderes Team, ist egal) die besseren Motoren hätte und deshalb länger auf der Strecke bleiben könnte, oder deren Motoren über einen längeren Zeitraum stärker beansprucht werden könnten weil die später übehitzten, wie und mit welchen Kniffen die anderen Team dann darauf reagierten usw., das wäre für mich das noch fehlende Flair Element, wer der bessere Konstrukteur/Ingenieur ist.

    Das ist an sich jetzt schon der Fall, vielleicht kommt das für den aussenstehenden Zuschauer nur noch nicht durch. Es gibt (bzw. gab letzte Saison) Teams die im Quali oft schnell waren aber im Rennen nicht weil sie eben ineffizient waren. Im Quali ist das wie oben beschrieben natürlich auch nicht gut aber man kann es eher verkraften als in einem Rennen über viele Runden. Natürlich sind diese Teams trotzdem ins Ziel gekommen mit entsprechendem haushalten aber nachhaltig kann man so nicht siegen weil man einfach immer mehr Energie sparen muss als der Rest des Felds.

  13. Re: Ich hoffe

    Autor: chewbacca0815 27.10.16 - 11:06

    Arystus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das diese Formel 1 nicht Technisch Reguliert wird.
    >
    > Gleiche reifen
    > Gleiche Motoren
    > usw.
    > das ist LANGWEILIG!

    Schau Dir mal den Porsche Cup an oder den Lupo Cup. Das ist alles gleich und gerade das ist extrem spannend. Da geht's dann um den menschlichen Faktor, nicht um den besten Investor.

  14. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 27.10.16 - 14:26

    >Was Siemens da macht ist ganz nett, wenn man sich den Aufbau des Motors und die Position im Flugzeug ansieht (gibt da im Netz einige interessante Bilder) erkennt man recht schnell woher sie die hohe Dauerleistung nehmen. Ein Großteil des Statorträgers besteht aus breit gefächerten Kühlrippen und der Motor sitzt direkt hinter den Lufteinlässen an der Nase des Flugzeugs. Die setzen da sicherlich auf eine Hybridkühlung mit Luft und Wasser wobei der enorme Luftstrom direkt hinter dem Propeller sicherlich hilft. Das ist im Auto so allerdings nicht machbar.

    Hab ich so noch nicht betrachtet. Das trotz des hohen Wirkungsgrads eines Elektromotors das Abführen der Wärmeverluste bei einer Dauerleistung von 360 KW zu einer Herausforderung anwächst, daran denkt man zunächst gar nicht, interessant :].


    >Ja das trifft es schon so ungefähr. Es gibt da zwei Aspekte die miteinander zusammenhängen niedrigere Schaltfrequenz bedeutet mehr Oberwellen und diese erzeugen zusätzliche Verluste im Motor. SiC MOSFETs erlauben höhere Frequenzen weil sie weniger Schaltverluste haben und besser Wärme leiten dadurch sinken die Verluste im Motor. Durch die niedrigeren Schaltverluste und auch niedrigeren Verluste im An-Zustand sinken gleichzeitig auch die Verluste im Halbleiter selbst. Dazu kommt dann auch noch, dass SiC Halbleiter höhere Temperaturen aushalten.

    Cool auch warum das so ist. Ist hab da gelesen, dass egal wie schnell, der Schaltvorgang natürlich einen gewissen Zeitraum benötigt, so dass dieser Vorgang sich, auf einem Oszilloskop wiedergegeben, als eine Schräge, bzw. als eine Flanke darstellt. In diesem Zeitraum des Ein/Ausschaltens arbeitet der Schalter, egal welcher, aber nicht mehr effizient. Wobei Mosfets durch ihr extrem schnelles Schalten die Flanke extrem steil, also kurz werden lassen und damit das Verhältnis von ineffizienten Schaltungszustand zu Effizienten(An oder Aus) stark in Richtung Effizient verschieben, aber das nur am Rande, und dass Mosfets auch in den Endstellungen effizienter sind, das wusste ich auch noch nicht. Ansonsten: Oberwellen durch Impulsstrom, krass! Da muss man aber schon in leistungstechnischen Grenzbereiche vordringen, damit man auf solche Effekte und Probleme stößt. Wenn Mosfets jetzt noch wärmeresistenter sind, dann scheinen die ja tatsächlich die Eierlegendewollmilchsau zu sein nach der man gesucht hat. Was hält denn die restlichen Teams davon ab ebenfalls Mosfets zu nutzen? Zu teuer oder einfach noch zu neu?

    >Das ist im Endeffekt das gleiche. Überleg mal wie viel bei einem Motor mit 85% Wirkungsgrad auf der Straße ankommt wenn man 200kW nutzen darf und wie viel bei einem mit 90%....

    >Das ist an sich jetzt schon der Fall, vielleicht kommt das für den aussenstehenden Zuschauer nur noch nicht durch. Es gibt (bzw. gab letzte Saison) Teams die im Quali oft schnell waren aber im Rennen nicht weil sie eben ineffizient waren. Im Quali ist das wie oben beschrieben natürlich auch nicht gut aber man kann es eher verkraften als in einem Rennen über viele Runden. Natürlich sind diese Teams trotzdem ins Ziel gekommen mit entsprechendem haushalten aber nachhaltig kann man so nicht siegen weil man einfach immer mehr Energie sparen muss als der Rest des Felds.

    Eine Vorteil von 15,6 PS im Qualifying und von 11,6 PS im Rennen. Ein Stück über der Margin of Error. Im Quali ein Leistungsvorteil der sich aber sicher noch innerhalb der unterschiedlichen Fahrerqualitäten, bzw. unterschiedlichen Tagesformen bewegt, über eine ganze Renndistanz übersetzt sich der bessere Wirkungsgrad in einen Energiemengenvorteil, den man dann mit fahrerischem können nur noch sehr bedingt wettmachen kann, klar. Interessant übrigens, dass man die Leistungsobergrenze so nahe wie möglich an der Batterie, also noch vor dem Vebraucher abfragt. Da wird effizientes Design gleich doppelt belohnt :] (im Verbrauch und in der Spitzenleistung).

    Was mich mal interessieren würde, wie wird das eigentlich von dir aufgefasst und wie von innerhalb der Formel-E selber? Hättest du gerne endlich mehr Freiraum zum technischen Optimieren, Tunen und Erfinden oder kommt dir bereits das bestehende Reglement als eine mehr als ausfüllende Herausforderung vor?

    Grüße, Ach

  15. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 27.10.16 - 21:58

    > Wenn Mosfets jetzt noch wärmeresistenter sind, dann scheinen die ja tatsächlich die Eierlegendewollmilchsau zu sein nach der man gesucht hat.

    Bevor IGBTs üblich waren hat man übrigens auch MOSFETs in solchen Anwendungen eingesetzt, allerdings waren die eben nicht mit den neuen Siliziumkarbid MOSFETs vergleichbar.

    > Was hält denn die restlichen Teams davon ab ebenfalls Mosfets zu nutzen? Zu teuer oder einfach noch zu neu?

    Naja viele Teams arbeiten halt mit Zulieferern für die Leistungselektronik zusammen, nicht alle von denen können derzeit diese Technik liefern wahrscheinlich vor allem weil das in der Leistungsklasse noch relativ neu ist und nur wenige Anwendung derartige Effizienz benötigen die die aktuellen Kosten rechtfertigen.

    > Interessant übrigens, dass man die Leistungsobergrenze so nahe wie möglich an der Batterie, also noch vor dem Vebraucher abfragt. Da wird effizientes Design gleich doppelt belohnt :] (im Verbrauch und in der Spitzenleistung).

    Ja, das bietet sich aber auch einfach an weil das Batteriesystem ohnehin vorgegeben und versiegelt ist.

    > Was mich mal interessieren würde, wie wird das eigentlich von dir aufgefasst und wie von innerhalb der Formel-E selber? Hättest du gerne endlich mehr Freiraum zum technischen Optimieren, Tunen und Erfinden oder kommt dir bereits das bestehende Reglement als eine mehr als ausfüllende Herausforderung vor?

    Also auf der einen Seite haben wir natürlich genug zu tun, auf der anderen Seite würde ich mir schon mehr Freiraum wünschen. Das würde dann aktuell einfach zu einer Verlagerung von der Optimierung hin zu ein paar wirklich großen technischen Sprüngen führen, bis dann nach ein paar Saisons wieder die Detailoptimierung losgeht. Was nicht heißt, dass wir nicht auch jetzt noch konzeptionell offene Punkte haben.
    Aero und Chassis sollten weiter stark reglementiert bleiben damit es eben keine Serie wird bei letztendlich alles gemacht wird um die Aero optimal zum Arbeiten zu bringen (F1). Insbesondere dass wir ein mechanisches Differential einsetzen müssen und kein Allrad Torque Vectoring erlaubt ist finde ich aus Ingenieurssicht sehr schade, auch Batterieentwicklung würde mich reizen. Beides ist aktuell nicht gewollt, erstmal weil es sehr teuer wäre und die Serie gerade erst entsteht aber auch weil ein Auto mit perfektem Allrad Torque Vectoring wahrscheinlich weniger spannend anzusehen ist wie ein Hecktriebler mit schwerer Batterie hinten.

  16. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 27.10.16 - 22:40

    > Ist hab da gelesen, dass egal wie schnell, der Schaltvorgang natürlich einen gewissen Zeitraum benötigt, so dass dieser Vorgang sich, auf einem Oszilloskop wiedergegeben, als eine Schräge, bzw. als eine Flanke darstellt. In diesem Zeitraum des Ein/Ausschaltens arbeitet der Schalter, egal welcher, aber nicht mehr effizient. Wobei Mosfets durch ihr extrem schnelles Schalten die Flanke extrem steil, also kurz werden lassen und damit das Verhältnis von ineffizienten Schaltungszustand zu Effizienten(An oder Aus) stark in Richtung Effizient verschieben.

    Das hatte ich oben noch nicht erwähnt aber ja das ist richtig, IGBTs bzw. Bipolar Transistoren generell brauchen vor allem für das Ausschalten relativ lange (=begrenzte Schaltfrequen) dadurch verweilen sie lange im ineffizienten nicht voll durch-/ausgeschalteten Bereich.

  17. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 28.10.16 - 14:43

    >Ja, das bietet sich aber auch einfach an weil das Batteriesystem ohnehin vorgegeben und versiegelt ist.

    Oh, ja klar, da ist natürlich zweifelsfrei naheliegend :].

    >Also auf der einen Seite haben wir natürlich genug zu tun, auf der anderen Seite würde ich mir schon mehr Freiraum wünschen. Das würde dann aktuell einfach zu einer Verlagerung von der Optimierung hin zu ein paar wirklich großen technischen Sprüngen führen, bis dann nach ein paar Saisons wieder die Detailoptimierung losgeht. Was nicht heißt, dass wir nicht auch jetzt noch konzeptionell offene Punkte haben.
    >Aero und Chassis sollten weiter stark reglementiert bleiben damit es eben keine Serie wird bei letztendlich alles gemacht wird um die Aero optimal zum Arbeiten zu bringen (F1). Insbesondere dass wir ein mechanisches Differential einsetzen müssen und kein Allrad Torque Vectoring erlaubt ist finde ich aus Ingenieurssicht sehr schade, auch Batterieentwicklung würde mich reizen. Beides ist aktuell nicht gewollt, erstmal weil es sehr teuer wäre und die Serie gerade erst entsteht aber auch weil ein Auto mit perfektem Allrad Torque Vectoring wahrscheinlich weniger spannend anzusehen ist wie ein Hecktriebler mit schwerer Batterie hinten.

    Da kann ich sagen dass auch von außen, also als Zuschauer alle diese Punkte nachvollziehbaren Sinn machen. Die Aero ist wohl der Aspekt an Formel Rennwagen, der am weitesten Entfernt ist von allem was außerhalb des Sports vor sich geht. Da tut es am wenigsten weh, den hinten anzustellen. In der Batterietechnik, da wäre es auf den ersten Blick vollkommen faszinierend, wenn man mindestens ein paar der Speicher Entwicklungen die man nur vom Hören Sagen aus den Labors oder von den Universitäten kennt, live erleben könnte, und obendrein in einer Wettbewerbsumgebung. Auf der anderen Seite sind diese frühen Entwicklungen tatsächlich so unglaublich teuer, dass ein Team das wirklich die finanziellen Mittel dafür aufbringen könnte seine Fahrzeuge mit solchen teils rekord-leistungsfähigen Prototypen auszustatten, droht, über unbestimmte Zeiträume die ganze Rennserie zu dominieren, was natürlich sehr langweilig wäre. Vielleicht wäre ein gangbarer Weg der, den Akku zu splitten in einen Standardakku so wie bisher, plus eines definierten Batteriegewichts, das freigegeben würde für beliebig Batterieentwicklungen. Da würde man einerseits den Einfluss begrenzen, denn die Batteriewahl höchstens auf die Rennperformance nehmen könnte und im selben Moment die Kosten der Akku Entwicklung in Grenzen zu halten, einfach weil der dann eben kleiner ist, und so könnten dann mehr Teams daran partizipieren.

    Das mit dem mechanischem Differenzial das ist wirklich sehr schade, mindestens. Wie soll sich die Formel-E den zum Technologieträger entwickeln, wenn ihr gerade in dem aus Ingenieursicht interessantestem Bereich die Hände verbunden und statt dessen ein Relikt aus der Kolbenmotor Ära aufgezwungen wird? Selbst in der jener studentischen Elektro Gokart Klasse(die mit den 0-100 Beschleunigungsrekorden) ist man fortschrittlicher, selbst wenn man sich einen Serienstromer aus dem Geschäft zulegt. Da wird es einem Nerd ziemlich schwer gemacht die Wagen ernst zunehmen, da muss man in jedem Fall die Zügel los lassen und den Wagen gestatten ihren eigenen Charme zu entwickeln. Wo genug Power ist entsteht immer irgendein Charme, das Vertrauen muss man schon haben. Selbst wenn man dafür weitere Abstriche an den Reifen in Kauf nehmen würde, dass die größere Distanzen durchhalten müssen. Wenn die dann zwangsweise an Haftung verlieren würden, dann hätte man auch gleich das Soundproblem adressiert. Dass Reifenquietschen drohte nicht mehr das Motoren(bzw. Getriebe-)geräusch zu übertönt weil die Reifen dann eher Reib- statt Quietschgeräuche von sich gäben. Der Verlust an Haftung würde zusätzlich eine geschickte Handhabung des Vektorings belohnen, was ich viel spannender fände. Das Kurveninnenrad rekupierend bremsend und die zurückgewonnen Energie dann auf das äußere Hinterrad lenken, solche und so ähnliche technischen Leckerbissen. Irgendwo muss man schon den echten technologischen Grenzbereich streifen, jedenfalls wenn man vor hat keine Eintagsfliegen sondern echte Faszination zu erzeugen, ob bei Akteuren und/oder Zuschauern, so nehme ich das jedenfalls auf :].

  18. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 28.10.16 - 23:31

    > Selbst in der jener studentischen Elektro Gokart Klasse(die mit den 0-100 Beschleunigungsrekorden) ist man fortschrittlicher

    Gut da muss man dazu wissen dass die Formula Student vordergründig ein Ingenieurswettbewerb ist und zudem das Reglement recht frei ist. Was dort gemacht wird ist teilweise so abgefahren das sind selbst Motorsport Profis erstaunt.

  19. Re: Ich hoffe

    Autor: Ach 29.10.16 - 10:52

    > Gut da muss man dazu wissen dass die Formula Student vordergründig ein
    > Ingenieurswettbewerb ist und zudem das Reglement recht frei ist. Was dort
    > gemacht wird ist teilweise so abgefahren das sind selbst Motorsport Profis
    > erstaunt.


    Ich hab bisher nur ein paar Berichte hier überflogen, die sich eher auf die Rekordfahrten konzentrierten und ein 15 min Video gesehen, in welchem die Leute(ich weiß nicht mehr ob es das Schweitzer oder das Deutsche Team war) selber mal vorstellten mit ein paar technischen Beispielen ihres Schaffens. Was sich dabei nerdisch in mein Gehirn eingeklebt hat, das war der super kompakte, hochdrehende 50 PS Getriebemotor(für jedes Rad einen => 200PS).

    Vielen Dank für die hochspannende Sicht von innen und für die informativen und teils Augen öffnenden Details. Ich wünsche dir ein schönes WE und alles Gute.

    LG, Ach :]

  20. Re: Ich hoffe

    Autor: Xstream 29.10.16 - 19:37

    Immer gerne, dir auch schönes Wochenende

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