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Damit...

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  1. Re: Damit...

    Autor: Emanuele F. 24.07.20 - 09:15

    Wenn man sich komplett vom Netz trennt und eine Inselanlage betreibt, ist man bislang vor all diesen (aktuellen und geplanten) Regelungen gefeilt. Wie das in Zukunft einmal aussehen könnte, weiss niemand. Hätten alle Inselsysteme, würde der Staat ganz bestimmt auch dort die Hand aufhalten. Mein Vater hat einen eigenen Wald und muss sogar den Holz-Eigenbedarf versteuern. Schlimmer noch, dieser wird von Finanzamt einfach angenommen, egal ob er ihn hat oder nicht.

  2. Re: Damit...

    Autor: robinx999 24.07.20 - 10:07

    Muss man sich wirklich komplett trennen oder reicht es nicht wenn sie nicht einspeisen kann und man zusätzlichen Strom nach wie vor aus dem öffentlichen Netz bezieht

  3. Re: Damit...

    Autor: Emanuele F. 24.07.20 - 11:40

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss man sich wirklich komplett trennen oder reicht es nicht wenn sie nicht
    > einspeisen kann und man zusätzlichen Strom nach wie vor aus dem
    > öffentlichen Netz bezieht

    Meines Wissens reicht auch eine sogenannte Halbinsel, jedoch ohne Gewähr.

  4. Re: Damit...

    Autor: goto10 24.07.20 - 14:40

    DerYupp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder muss ich schon für die Tatsache, dass ich Strom für den Eigenbedarf
    > produziere zahlen?

    Wird mit Sicherheit noch kommen, sagt die Glaskugel. Du muss ja auch für Regenwasser das auf dein Grundstück fällt inzwischen zahlen.

    Die Sonne schickt keine Rechnung, die Bundesregierung schon. ;-)

  5. Re: Damit...

    Autor: vulkman 24.07.20 - 15:51

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich dachte das wäre bekannt!?
    >
    > Leider darf ich noch keine Links posten, ich versuche es trotzdem mal.
    > Ansonsten einfach nach News zu Photovoltaik und Eigenverbrauch suchen. Wie
    > gesagt, ist es bislang nur ein Vorschlag, der HOFFENTLICH nie so kommen
    > wird!
    >
    > www(PUNKT)bundesnetzagentur(PUNKT)de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/En
    > ergie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/ProsumerModell.pdf?__bl
    > ob=publicationFile&v=1
    >
    > Siehe insbesondere Seiten 19, 20 und 21. Da geht auch das mit den, pardon
    > 14,60 (hatte es falsch im Kopf, Zahlendreher!) Euro je kWp hervor.

    Hm, das musst Du mir erklären. Ganz ernsthaft, denn

    1. Es gibt keine Volleinspeisepflicht

    Das Modell 1 sagt ganz explizit: Du verbrauchst alles, was Du verbrauchen kannst, erstmal selbst; DEN REST verkauft der Netzbetreiber für Dich an der Strombörse und zahlt Dir den Erlös und, wenn Du noch in den 15 Jahre Förderungszeit bist, zusätzlich die Differenz zu den 10ct / kWh Marktprämie aus, also kriegst Du da MINDESTENS 10ct / kWh Überschuss und sparst 30ct / kWh Eigenverbrauch.

    Das ist eigentlich das Modell, von dem ich bisher dachte, dass es eh so läuft, war mir neu, dass Variante 2 eigentlich der Status quo ist.

    2. Das mit dem dreifachen Preis ist exakt so, wie es heute auch läuft

    Das steht da ja auch explizit drin, dass Variante 2 für Anlagen, die noch keine 15 Jahre alt sind, einfach so bleibt wie es jetzt auch ist, keine Änderung. Du speist voll ein, kassierst garantierte 10ct / kWh, egal ob den Strom irgendwer braucht oder nicht, egal wie viel Du selbst davon verbrauchst. Nicht unbedingt das Modell, das man will, weil das nur unnötige Überkapazitäten begünstigt. War am Anfang sinnvoll, um PV mal anzukurbeln, ist es jetzt nicht mehr.

    3. Die 14,60 ¤ in Variante 3 sind quasi deine Akku Miete

    In Variante drei deckst Du "virtuell" erstmal 100% Deines Eigenverbrauchs, indem erzeugter und bezogener Strom 1:1 gegeneinander aufgerechnet werden, was Du normal gar nicht könntest, wenn Du keinen Akku hast. D.h. bis zur Grenze Deines Eigenverbrauchs sparst Du 30ct / kWh ein. Ab dann bekommst Du weiter die üblichen 10ct / kWh für den Überschuss. Dafür musst Du 14,60 ¤ / kWp / Monat an den Netzbetreiber zahlen, was ja nur fair ist, weil der Dir dafür den Akku erspart.

    Man muss also durchrechnen, welches Modell für einen am günstigsten ist, je nach Eigenverbrauch und maximal möglicher Leistung.

    Klar ist aber: Wenn man möchte, bleibt für Anlagen, die noch keine 15 Jahre alt sind, alles, wie es ist. Die einzige harte Änderung gibt es für Anlagen, die älter als 15 Jahre alt sind, die bekommen signifikant weniger, aber das ist imo ok, die haben ja schon 15 Jahre lang Förderung kassiert und sollten dementsprechend längst abbezahlt sein, d.h. jeder Cent ist Reingewinn PLUS man hat ja immer die Möglichkeit, auf Variante 1 oder 3 zu gehen.

    Oder hab ich da was falsch verstanden?

  6. Re: Damit...

    Autor: vulkman 24.07.20 - 17:46

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss man sich wirklich komplett trennen oder reicht es nicht wenn sie nicht
    > einspeisen kann und man zusätzlichen Strom nach wie vor aus dem
    > öffentlichen Netz bezieht

    Das hängt von der Peak-Leistung der Anlage ab. Wenn die weniger als 10 kWp hat (also ein theoretisches Maximum bei perfekter Sonneneinstrahlung von 10 kW), kostet Dich der Eigenverbrauch nichts. Darüber zahlst Du 40% der EEG Umlage, das wären dann aktuell 2,68ct / kWh.

  7. Re: Damit...

    Autor: Emanuele F. 25.07.20 - 11:20

    vulkman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emanuele F. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ich dachte das wäre bekannt!?
    > >
    > > Leider darf ich noch keine Links posten, ich versuche es trotzdem mal.
    > > Ansonsten einfach nach News zu Photovoltaik und Eigenverbrauch suchen.
    > Wie
    > > gesagt, ist es bislang nur ein Vorschlag, der HOFFENTLICH nie so kommen
    > > wird!
    > >
    > >
    > www(PUNKT)bundesnetzagentur(PUNKT)de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/En
    >
    > >
    > ergie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/ProsumerModell.pdf?__bl
    >
    > > ob=publicationFile&v=1
    > >
    > > Siehe insbesondere Seiten 19, 20 und 21. Da geht auch das mit den,
    > pardon
    > > 14,60 (hatte es falsch im Kopf, Zahlendreher!) Euro je kWp hervor.
    >
    > Hm, das musst Du mir erklären. Ganz ernsthaft, denn
    >
    > 1. Es gibt keine Volleinspeisepflicht
    >
    > Das Modell 1 sagt ganz explizit: Du verbrauchst alles, was Du verbrauchen
    > kannst, erstmal selbst; DEN REST verkauft der Netzbetreiber für Dich an der
    > Strombörse und zahlt Dir den Erlös und, wenn Du noch in den 15 Jahre
    > Förderungszeit bist, zusätzlich die Differenz zu den 10ct / kWh Marktprämie
    > aus, also kriegst Du da MINDESTENS 10ct / kWh Überschuss und sparst 30ct /
    > kWh Eigenverbrauch.
    >
    > Das ist eigentlich das Modell, von dem ich bisher dachte, dass es eh so
    > läuft, war mir neu, dass Variante 2 eigentlich der Status quo ist.
    >
    > 2. Das mit dem dreifachen Preis ist exakt so, wie es heute auch läuft
    >
    > Das steht da ja auch explizit drin, dass Variante 2 für Anlagen, die noch
    > keine 15 Jahre alt sind, einfach so bleibt wie es jetzt auch ist, keine
    > Änderung. Du speist voll ein, kassierst garantierte 10ct / kWh, egal ob den
    > Strom irgendwer braucht oder nicht, egal wie viel Du selbst davon
    > verbrauchst. Nicht unbedingt das Modell, das man will, weil das nur
    > unnötige Überkapazitäten begünstigt. War am Anfang sinnvoll, um PV mal
    > anzukurbeln, ist es jetzt nicht mehr.
    >
    > 3. Die 14,60 ¤ in Variante 3 sind quasi deine Akku Miete
    >
    > In Variante drei deckst Du "virtuell" erstmal 100% Deines Eigenverbrauchs,
    > indem erzeugter und bezogener Strom 1:1 gegeneinander aufgerechnet werden,
    > was Du normal gar nicht könntest, wenn Du keinen Akku hast. D.h. bis zur
    > Grenze Deines Eigenverbrauchs sparst Du 30ct / kWh ein. Ab dann bekommst Du
    > weiter die üblichen 10ct / kWh für den Überschuss. Dafür musst Du 14,60 ¤ /
    > kWp / Monat an den Netzbetreiber zahlen, was ja nur fair ist, weil der Dir
    > dafür den Akku erspart.
    >
    > Man muss also durchrechnen, welches Modell für einen am günstigsten ist, je
    > nach Eigenverbrauch und maximal möglicher Leistung.
    >
    > Klar ist aber: Wenn man möchte, bleibt für Anlagen, die noch keine 15 Jahre
    > alt sind, alles, wie es ist. Die einzige harte Änderung gibt es für
    > Anlagen, die älter als 15 Jahre alt sind, die bekommen signifikant weniger,
    > aber das ist imo ok, die haben ja schon 15 Jahre lang Förderung kassiert
    > und sollten dementsprechend längst abbezahlt sein, d.h. jeder Cent ist
    > Reingewinn PLUS man hat ja immer die Möglichkeit, auf Variante 1 oder 3 zu
    > gehen.
    >
    > Oder hab ich da was falsch verstanden?

    Ich glaube, du hast da tatsächlich etwas grundlegend falsch verstanden. Dann vielleicht nochmal in einem Artikel aufbereitet:

    pv-magazine(PUNKT)de/2020/04/16/das-ende-der-buerger-energiewende/

    Und >=10 Cent Einspeisevergütung für 20 Jahre alte Bestandsanlagen kannst du dir abschminken, selbst Neuanlagen die jetzt ans Netz gehen bekommen nicht so viel ;)

    Um die Einspeisevergütung des evtl. Stromüberschusses geht es ohnehin nicht, es geht darum dass einem nach den Vorstellungen der Bundesnetzagentur künftig die Möglichkeit genommen werden soll, den eigenen Solarstrom direkt und ohne Umwege selbst zu verbrauchen - schließlich lohnt sich eine PV Anlage heute vor allem deswegen! Oder eben dass man im alternativen "Eigenverbrauchsmodell" pro kWp 14,60 Euro monatlich Nutzungsgebühr bezahlen soll. Ja, es stimmt zwar, dass einen dann auch virtuelle Speicherkapazität zur Verfügung steht, die Sache ist nur, dass einem diese aufgenötigt wird und man keine freie Wahl mehr hat, von den extrem hohen, vorgesehenen Kosten einmal abgesehen (alle 10 Jahre zahlt man die eigene PV Anlage dadurch gleich nochmal und könnte auf deren Bau auch genauso gut verzichten)! Und was ist, wenn man schon längst einen eigenen Batteriespeicher hat? Dann kann man (künftig, wenn es so kommt) nur noch den Kopf in den Sand stecken.

  8. Re: Damit...

    Autor: Emanuele F. 25.07.20 - 11:22

    vulkman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > robinx999 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Muss man sich wirklich komplett trennen oder reicht es nicht wenn sie
    > nicht
    > > einspeisen kann und man zusätzlichen Strom nach wie vor aus dem
    > > öffentlichen Netz bezieht
    >
    > Das hängt von der Peak-Leistung der Anlage ab. Wenn die weniger als 10 kWp
    > hat (also ein theoretisches Maximum bei perfekter Sonneneinstrahlung von 10
    > kW), kostet Dich der Eigenverbrauch nichts. Darüber zahlst Du 40% der EEG
    > Umlage, das wären dann aktuell 2,68ct / kWh.

    Ja, nach aktuellen Regelungen. Aber ich glaube, auch ihm ging es (auch) darum, wie das wäre, wenn die
    aktuell kursierenden Vorschläge der Bundesnetzagentur tatsächlich Gesetz werden.

  9. Re: Damit...

    Autor: vulkman 25.07.20 - 14:10

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube, du hast da tatsächlich etwas grundlegend falsch verstanden.
    > Dann vielleicht nochmal in einem Artikel aufbereitet:
    >
    > pv-magazine(PUNKT)de/2020/04/16/das-ende-der-buerger-energiewende/
    >
    > es geht darum dass einem nach den Vorstellungen der
    > Bundesnetzagentur künftig die Möglichkeit genommen werden soll, den eigenen
    > Solarstrom direkt und ohne Umwege selbst zu verbrauchen

    Aber Variante 1 dieses Prosumer Modells ist doch genau das?! In dem Artikel wird auch nur Variante 3 besprochen, Variante 1 und 2 werden komplett ignoriert...warum?!

    Edit: Also das wird in einem Erklärungsdokument zu dieser Präse auch nochmal ganz explizit ausgeführt:

    "Es gibt die Option 1, die Markt-Option, die für aktive Prosumer geeignet ist: Diese Option sieht für neue und ausgeförderte Anlagen eine viertelstündliche Messung und Abwicklung der Netzentnahme und der Über- schusseinspeisung vor. Darüber hinaus ist der Eigenverbrauch genau derselbe, den es auch heute gibt."

    Das ist exakt was Du willst, nur mit dem unterschied, dass Dein Verbrauch viertelstündlich gemessen wird, damit der Netzbetreiber besser abschätzen kann, wieviel Strom er für Dich vorhalten muss.

    Ich versteh wirklich absolut das Problem icht, bitte erklär's mir!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.20 14:24 durch vulkman.

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