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Pendler... die brauchen Autos.

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  1. Pendler... die brauchen Autos.

    Autor: sedremier 29.02.16 - 13:50

    "etwa durch kostenlose Parkplätze mit Ladesäulen oder die Benutzung von Busspuren."

    Also... Stadt-Infrastruktur? Schade eigentlich, als jemand der zwar täglich, aber selten weit, fahren muss wären die Mini-Reichweiten eigentlich zu tollerieren. Für das Pendel-Auto. Nicht für das 'ernsthafte'.

    In einer Hinsicht haben sie Recht: Es zählt durchaus, wie sich das langfristig rechnet und theoretisch wäre da eine Prämie hilfreich.

    Dennoch: Wenn der Staat 5000¤ übernimmt, dann wird das schon mittelfristig einfach den Druck auf die Firmen mindern, ihre Preise an zu passen und damit einfach im Unternehmensgewinn "versickern". Leitmarkt wird man so nicht. Dazu bräuchte man ein zuverlässiges Auto, dass sich langfristig (10+ Jahre) rechnet und momentan würde ich davon aus gehen, dass in 10 Jahren so viel bessere e-Autos auf dem Markt sind, dass alles was jetzt da ist nur noch Schrottreif ist (oder ein neuer Akku kostet mehr als ein Neuwagen).

    Was ich fahren würde? Als Pendelauto: Einen e-Wagen größe Polo/Golf mit Fahrwerk, dass mit den heutigen Landstraßen klar kommt, 150km Reichweite und einer Energieeffizienz, die es auch in 5-10 Jahren noch günstiger fahren lässt als ein Verbrenner ( http://www.dieeinsparinfos.de/fileadmin/_processed_/csm_entwicklung-der-strompreise-privater-haushalte-1996-2012-basis-4-personenhaushalt-mit-3900-kwh-verbrauch-pro_jahr_bc17d34996.jpg - schnelle google suche ). Da zählt dann der Anschaffungspreis natürlich mit rein. Mehr als 10 würde ich dafür nicht ausgeben wollen, da gibt es dann schon Autos, die weniger kosten, das Gleiche oder mehr können und schlicht so lange laufen, bis es Benzin/Diesel gibt. NOCH ist es deutlich schneller, einfacher und verfügbarer ein 'klassisches Auto' zu betanken als irgendein E-Auto. Kalkuliert man die Fehlinformationen für Effizienz ein, dann endet auch das modernste E-Auto heute bei 'der KM kostet deutlich mehr als mit Benzin'. Und - momentan - wird Strom deutlich schneller teurer als Sprit.

    Ich sehe einfach eine so schnelle Entwicklung, die auch noch Fahrt aufnimmt, dass der Preis einfach nicht gerechtfertigt ist. Und in den meisten "Günstiger als Verbrenner" Rechnungen fehlt die Umfeldanalyse: Wenn viele umsteigen wird der Sprit ersteinmal deutlich günstiger, dafür geht der Strombedarf rauf und die Abhängigkeit der Arbeitnehmer erlaubt so politisch korrekten Unternehmen wie unseren Energieversorgern den Preis noch ungehemmt weiter zu steigern. Wir reden hier von 10 Jahren. Da wäre selbst bei der momentanen Entwicklung ein Preis von 30-50 cent pro KWH realistisch (2000-2010 von 14 auf ~24cent). Da wird man seine alte "Energieschleuder" bestimmt nicht mehr los und, wie ich unsere Politik kenne, haftet man dann noch für die "fachgerechte Entsorgung". Dazu kommt dann noch, dass man für Mittelstrecken (also in die nächste große Stadt, zu einem Event oder zu Freunden) eigentlich einen Zweitwagen braucht oder mal versuchen darf in Hamburg einen Parkplatz für eine Nacht mit Auflademöglichkeit für ein E-Auto zu kriegen, der nicht 30 Minuten zu Fuß vom eigentlichen Ziel entfernt ist... Wenn man eh 2 Autos braucht... ok. Ansonsten kommen die Kosten des Zweitwagens noch dazu. Oder man spart sich den ganzen Mist und bleibt (erstmal) beim Verbrenner.

    Ich könnte es mir zwar leisten, aber für ein mieses Preis/Leistungsverhältnis ist mir das Geld einfach zu schade. Vor sechs Monaten stellte ich fest: Ein e-Auto müsste nicht nur steuerfrei sein, man müsste es mir auch schenken und die Versicherungskosten übernehmen. Weil es eben nur ein optionaler Zweitwagen zum Pendeln wäre. :(

    Allerdings habe ich vor 6 Monaten das letzte mal nachgesehen und bin beim besten Willen nicht gut informiert wie der Markt aussieht.

    Wenn hier also einer einen heißen Tip hat, gerne her damit.

    Ansonsten lieber auf 2018 warten... und noch 2 Jahre drauf wegen der Plaungssicherheit.
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/2018-koennen-Elektroautos-fuer-Endkunden-guenstiger-sein-als-Verbrenner-2574222.html

  2. Re: Pendler... die brauchen Autos.

    Autor: chefin 29.02.16 - 15:47

    Warte weiter, kauf dir solange einen Up. Der wird schrottreif sein bis sich Elektroautos soweit entwickelt haben.

    Unsere Regierung vergisst, wie ein Lebenszyklus eines Autos aussieht. Ich kann Geld nur einmal ausgeben. 15 Jahre ist heute normaler Lebenszyklus von Autos.

  3. Re: Pendler... die brauchen Autos.

    Autor: sedremier 01.03.16 - 09:06

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warte weiter, kauf dir solange einen Up. Der wird schrottreif sein bis sich
    > Elektroautos soweit entwickelt haben.
    >
    > Unsere Regierung vergisst, wie ein Lebenszyklus eines Autos aussieht. Ich
    > kann Geld nur einmal ausgeben. 15 Jahre ist heute normaler Lebenszyklus von
    > Autos.

    Ein Up? Das Ding ist doch schon als Neuwagen eher als Schrottreif zu werten! ;)

    Und ja, das mit dem Geld-Ausgeben, dass man nicht hat, das können Banken und Regierungen halt ohne mit der Wimper zu zucken. Notfalls muss man halt ein anderes Land zwingen sich was zu leihen, dann kann man die Zinsen ja schonmal ausgeben...

    So als privater, möglicherweise sogar arbeitender Mensch ist das etwas anders: 15 Jahre finde ich eine vernünftige Zeitschätzung. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Technologie-Unterschied bei Elektroautos in 12 Jahren sein wird...

    Wenn man mit seinen Autos umgehen soll, wie mit den Smartphones, dann muss das auch etwa die Preisspanne sein: 3 Statt 15 Jahre => 6.000¤ statt 30.000¤. (Inkl. Akku!)

    Wenn ich für 6000¤ ein e-Auto kriegen würde... ich würde vermutlich immer noch überlegen. Mehr als Pendeln ginge damit nicht und sich dafür so ein hochtechnisches, fast-noch-experimentelles Dingens ans Bein zu nageln? Na, wenigstens wären es 'nur' 3 Jahre und 'nur' 6000¤. Ja, vielleicht würde ich eins nehmen.

  4. Re: Pendler... die brauchen Autos.

    Autor: Sebbi 01.03.16 - 11:09

    Es ist niemand gezwungen ein Elektroauto zu kaufen, aber diese Antriebsart ist doch wohl ohne Zweifel die einzige Lösung um Schadstoffemissionen in den Griff zu bekommen. Kein effizienterer Verbrenner kann das.

    Warte einfach 12 Jahre. Oder bis dein Auto kaputt ist. Was immer zuerst passiert. Bis dahin haben Millionen ein Elektroauto gekauft und es wird ohne Zweifel bessere und günstigere Modelle geben. Es wird immer noch die Anfangsphase sein und immer noch die Minderheit auf den Straßen. Aber es gibt genug Menschen, die jetzt ein solches Auto wollen, denen es aber einfach zu teuer ist. Eine Prämie könnte sie dazu bewegen es trotzdem zu kaufen. Ganz einfach.

  5. Re: Pendler... die brauchen Autos.

    Autor: sedremier 01.03.16 - 11:22

    Das mit den Emissionen ist einerseits richtig, anderseits sind die Automobile - grade die privaten - ja nur ein Tropfen.

    Flugzeuge, Warentransport, Energieerzeugung über Kohlkraftwerke... alles Dinge, die wir nicht nur nicht eingrenzen, nein, sie werden sogar noch gefördert oder massiv entlastet.

    http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/emissionsquellen

    Der Strom, den die Autos dann verbrauchen, muss ja auch wo her kommen.

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