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Völlig unüberlegter Aktionismus

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  1. Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Segelschiff 29.02.16 - 14:17

    Die gesamte Debatte um Elektroautos ist im aktuellen Zustand einzig und allein Aktionismus.
    1. Ein Elektroauto erzeugt pro gefahrenem Kilometer gleich viel Emissionen wie ein normales Auto. Es fährt nur LOKAL emissionsfrei. Weil mehr Leute Elektroautos haben wird es auch nicht mehr regenerativen Strom geben. Nur weil 1 Elektroauto oder sogar alle mit regenerativem Strom getankt werden sinkt der CO2 Auststoss auch nicht. Es wird halt weniger regenerativer und mehr konventionell erzeugter Strom bei den anderen Anwendungen verbraucht.
    2. Die Akkuspeicherung ist vollkommen ineffizient. Der Akku ist schwer hat eine vergleichbar geringe Energiedichte und die Ladeeffizienz ist verglichen mit dem Einfüllen von Benzin in einen Tank gering.
    3. Die Investitionskosten wären selbst bei einer Zunahme der regenerativen Energien um den Betrag des zusätzlich verbrauchten Stroms vergleichsweise hoch.
    4. Die Verwendung von Wärmepumpen und sogar von einfachen Elektroheizungen zum Heizen der Wohnungen und öffentlichen Gebäuden würde bei vergleichbaren Investitionskosten ein vielfaches Einbringen und einen Faktor von ca. 3 länger halten.
    5. Technologisch wird auch keine bessere Batterie erfoscht weil man mehr Batterien baut, die werden höchsten billiger. Fördert lieber die Forschung!

    Demnach ist die Förderung von Elektroautos höchstens für lokale Belastungsreduktion sinnvoll, aber selbst da ist sie erst das 2te ziel.
    Radiocarbonanalysen am Feinstaub in Stuttgart würden sicherlich offenlegen, welcher Anteil des Feinstaubes von Holzöfen kommt. Der war in den letzten Untersuchungen häufig sehr hoch. Gerade Pelletheizungen haben hier zum Teil sehr schlechte Werte.

    Was soll also das Ganze?
    Klimatechnisch unsinn,
    Feinstaubsbelastungstechnisch gibt es schnellere und billigere Wege,
    Betriebswirtschaftlich unsinnig
    Forschungsmäßig nahezu irrelevant.

    Ganz große Politik

  2. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: weezet5 29.02.16 - 15:00

    Kann dir voll und ganz zustimmen, der einzige Grund warum die Politik darüber nachdenkt ist die Automobil Lobby... diese haben stark auf E-Autos gesetzt und merken nun ganz einfach das diese niemand haben möchte und Sie gewaltige Verluste einfahren werden.

    Auch der aktuell schwache Rohölpreis dürfte der Automobil Lobby nicht in die Karten spielen, also muss der Staat das Kind aus dem Brunnen ziehen.


    greetz

  3. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 15:23

    Segelschiff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die gesamte Debatte um Elektroautos ist im aktuellen Zustand einzig und
    > allein Aktionismus.
    > 1. Ein Elektroauto erzeugt pro gefahrenem Kilometer gleich viel Emissionen
    > wie ein normales Auto. Es fährt nur LOKAL emissionsfrei. Weil mehr Leute
    > Elektroautos haben wird es auch nicht mehr regenerativen Strom geben. Nur
    > weil 1 Elektroauto oder sogar alle mit regenerativem Strom getankt werden
    > sinkt der CO2 Auststoss auch nicht. Es wird halt weniger regenerativer und
    > mehr konventionell erzeugter Strom bei den anderen Anwendungen verbraucht.

    Elektroautos fahren mit dem heutigen Strommix mit weniger Emissionen als ein Verbrenner. Eine im Elektroauto gefahrene Strecke ersetzt eine im Verbrenner gefahren Strecke und das ist gut so.

    Jeder zusätzliche Verbraucher erhöht natürlich die Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken, da regenerative Quellen nicht nach Last steuerbar sind. Das ist richtig und sorgt dafür, dass der Anteil der regenerativen Quellen am Strommix sinkt. Der Zubau ist allerdings wesentlich größer, weshalb diese dämpfende Wirkung praktisch keine Rolle spielt. Und wie schon gesagt: ein Elektroauto ersetzt die verbrauchte Primärenergie eines Verbrenners. Insgesamt betrachtet sinkt der Primärenergieverbrauch und das ist gut so.

    > 2. Die Akkuspeicherung ist vollkommen ineffizient. Der Akku ist schwer hat
    > eine vergleichbar geringe Energiedichte und die Ladeeffizienz ist
    > verglichen mit dem Einfüllen von Benzin in einen Tank gering.

    Es ist die effizienteste Art Energie auf kleinem Raum zu speichern, die wir kennen. Das Gewicht spielt eine Rolle, aber Autos werden dadurch nicht wesentlich schwerer als ihre Verbrenner Pendants. Was Die "Ladeeffizienz" von Benzin angeht ... dann geh mal die ganze Kette durch, denn Benzin ist letztendlich auch nur Sonnenenergie. Die Produktion dauert ewig, gespeichert wird nur ein Bruchteil der Einstrahlung.

    Akkus sind vollkommen in Ordnung, sie sind nur recht teuer. Mit günstigeren Preisen steigt die Akkugröße und damit auch die Möglichkeit sie schneller aufzuladen (Ladegeschwindigkeit ist direkt proportional zur Akkugröße).

    > 3. Die Investitionskosten wären selbst bei einer Zunahme der regenerativen
    > Energien um den Betrag des zusätzlich verbrauchten Stroms vergleichsweise
    > hoch.

    Ein kompletter Umstieg auf Elektromobilität würde den Stromverbrauch um 15-20% anheben. Der regenerative Anteil liegt derzeit ungefähr bei 35% und steigt stetig. Er steigt auch ohne Elektroautos.

    > 4. Die Verwendung von Wärmepumpen und sogar von einfachen Elektroheizungen
    > zum Heizen der Wohnungen und öffentlichen Gebäuden würde bei vergleichbaren
    > Investitionskosten ein vielfaches Einbringen und einen Faktor von ca. 3
    > länger halten.

    Das ist alles relativ. Wie du schon schreibst halten Heizungen sehr lange. Es macht keinen Sinn eine funktionierende Heizung zu ersetzen, wenn der Nachfolger die Kosten nicht wieder reinholen kann. Dass Neuinstallationen meist auf Wärmepumpen setzen sieht man in jedem Neubaugebiet. Autos werden dagegen ständig neu gekauft und verkauft ...


    > 5. Technologisch wird auch keine bessere Batterie erfoscht weil man mehr
    > Batterien baut, die werden höchsten billiger. Fördert lieber die
    > Forschung!

    Du irrst. Natürlich werden Batterien besser. Das sind sie die letzten Jahre immer geworden und nur deshalb gibt es jetzt so flache Smartphones, die einen Tag durchhalten und so günstige und leichte Akkus für den Modellbau, so dass Quadrocopter nun weit verbreitet sind. Drehe die Zeit einfach 10-20 Jahre zurück und schau mal was es da so alles nicht gab. Pro Jahr 5% Verbesserung war der Schnitt.

    >
    > Demnach ist die Förderung von Elektroautos höchstens für lokale
    > Belastungsreduktion sinnvoll, aber selbst da ist sie erst das 2te ziel.
    > Radiocarbonanalysen am Feinstaub in Stuttgart würden sicherlich offenlegen,
    > welcher Anteil des Feinstaubes von Holzöfen kommt. Der war in den letzten
    > Untersuchungen häufig sehr hoch. Gerade Pelletheizungen haben hier zum Teil
    > sehr schlechte Werte.
    >
    > Was soll also das Ganze?
    > Klimatechnisch unsinn,
    > Feinstaubsbelastungstechnisch gibt es schnellere und billigere Wege,
    > Betriebswirtschaftlich unsinnig
    > Forschungsmäßig nahezu irrelevant.
    >
    > Ganz große Politik

    Was es soll? Die Wirtschaft für verhältnismäßig kleines Geld ankurbeln und das Weltklima retten. Eine Förderung sorgt für mehr Absatz (siehe andere Länder). Geld im Wirtschaftskreislauf, das ohne Förderung nicht oder für Verbrenner ausgegeben worden wäre.

    Es ist toll, dass im Golem Forum solche Experten verweilen. Wenn die sich nur richtig engagieren würden, dann könnten sie die Welt verändern ;-)

  4. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 15:32

    weezet5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann dir voll und ganz zustimmen, der einzige Grund warum die Politik
    > darüber nachdenkt ist die Automobil Lobby... diese haben stark auf E-Autos
    > gesetzt und merken nun ganz einfach das diese niemand haben möchte und Sie
    > gewaltige Verluste einfahren werden.

    Ich weiß nicht in wie fern die Konzerne überproduziert haben, aber mein letzter Stand war, dass es recht schwer ist ein Elektroauto einfach so zu kaufen und es Wartelisten gibt. Weltweit sind es nun 1,3 Mio Elektroautos und China und die USA haben dabei den größten Anteil. Von Jahr zu Jahr wächst der Markt um über 70%. http://www.heise.de/newsticker/meldung/1-3-Millionen-Elektroautos-weltweit-auf-den-Strassen-3119779.html

    Das Problem ist einfach der hohe Kaufpreis. Nur weniger (1,3 Mio) Menschen sind bereit so tief in die Tasche zu greifen. Es wären mehr, wenn man sie unterstützt. Und da ist eine Förderung zum frühest Möglichen Zeitpunkt nun mal am sinnvollsten.

    Und klar machen die Autokonzerne dadurch mehr Gewinn, es wird ja auch mehr verkauft. Ich verstehe nicht wo da das Problem sein soll?

    >
    > Auch der aktuell schwache Rohölpreis dürfte der Automobil Lobby nicht in
    > die Karten spielen, also muss der Staat das Kind aus dem Brunnen ziehen.

    Das ist in der Tat ein Problem, aber auch nur so lange Elektroautos teurer als Verbrenner sind. Die sinkenden Preise durch Massenproduktion werden zeigen, ob das möglich ist.

    Die Realität sieht für manche hier äußerst düster aus. Dabei gab es vor 4 Jahren noch überhaupt keine nennenswerte Zahl an Elektroautos auf diesem Planeten. Das ist der absolute Anfang und schon sollen Kinder in den Brunnen gefallen sein? Herje ;-)

  5. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Eheran 29.02.16 - 15:57

    >Es ist die effizienteste Art Energie auf kleinem Raum zu speichern, die wir kennen.
    Wenn du sagst "die ich kenne" kann das stimmen. Ansonsten "natürlich" nicht.
    Selbst wenn man sich auf elektrische Energie beschränkt gäbe es effizientere Methoden.
    Das ändert aber so oder so nichts daran, dass Akkus eine gute Möglichkeit sind für Kleinverbraucher die Energie zwischen zu speichern. Dabei geht es ja nicht nur um die Effizienz.

  6. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: violator 29.02.16 - 16:06

    Segelschiff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Ein Elektroauto erzeugt pro gefahrenem Kilometer gleich viel Emissionen
    > wie ein normales Auto. Es fährt nur LOKAL emissionsfrei.

    Stimmt, aber dafür ist der anfallende Dreck eben auch nur lokal und zwar bei den Kraftwerken und die haben Filteranlagen, die wesentlich effektiver sind als son popeliger Kat in nem Auto. Von daher ein Pluspunkt, da die Umwelt nur lokal "geschädigt" wird und nicht ÜBERALL.

    Mal davon abgesehen dass ich bezweifle, dass das Elektroauto insgesamt genauso viel Dreck verursacht, wie die gesamte Kette, die für die Benzingewinnung und -Raffinierung nötig ist.

  7. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Segelschiff 29.02.16 - 16:22

    @Sebbi: Die Aussage die Emission eines Elektroautos ist mit aktuellem Strommix geringer ist einfach nur falsch. Sie gelten ausschließlich für den Weel to Weel Verbrauch und ignorieren die höheren Emissionen bei der Herstellung. Mindestens 50% der Batterie müste recyclet werden um das auszugleichen, werden sie aber nicht. Des Weiteren: Warum steigt jetzt nochmal der Zubau von regenerativer Energie bei höherem Verbrauch? Deine Argumentation für eine Förderung der Elektroautos bezüglich der Vergänglichkeit des Wirtschaftsgutes habe ich auch nicht verstanden. Weil ein Auto schneller vergeht ist es besser es zu fördern um eine langfristige Senkung der CO2 Emissionen zu erzeugen?
    Das Gewicht einer Batterie spielt also keine Rolle, weswegen wird nochmal der i3 teilweise aus Carbon gefertigt? Um das Gewicht der neuen Sitzheizung zu kompensieren?
    Die Energiedichte von Akkumulatoren ist übrigens egal gegen was und worauf du sie beziehst solange du nicht den Akku komplett abfackelst total bescheiden.
    Diesel:11.800 Wh/kg vs. LiIonen Akku max. 200 wh/kg.

    Und weil ich jetzt die Zeit 10 Jahre zurückdrehe wird deshalb anders geforscht? Ich habe gesagt, dass nur weil man eine Endprodukt fördert die GRUNDLAGENFORSCHUNG nicht schneller geht. Das die Batterienforschung Fortschritte macht habe ich nicht angezweifelt. Nur ob es schneller geht weil man 5000¤ beim Kauf eines Elektroautos bekommt habe ich bezweifelt.
    5000¤ Förderung für KWK und Wärmepumpenheizungen zusätzlich würden mit Sicherheit eine höhere Ersparnis bringen und eine deutlich geringere Bevorzugung von Gutverdienern verursachen.

  8. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: gadthrawn 29.02.16 - 17:07

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Segelschiff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1. Ein Elektroauto erzeugt pro gefahrenem Kilometer gleich viel
    > Emissionen
    > > wie ein normales Auto. Es fährt nur LOKAL emissionsfrei.
    >
    > Stimmt, aber dafür ist der anfallende Dreck eben auch nur lokal und zwar
    > bei den Kraftwerken und die haben Filteranlagen, die wesentlich effektiver
    > sind als son popeliger Kat in nem Auto. Von daher ein Pluspunkt, da die
    > Umwelt nur lokal "geschädigt" wird und nicht ÜBERALL.

    Nein. Selbst die Kraftwerke hier haben keine verbindliche Filterung vorgeschrieben, nur ein lapidares "Stand der Technik" welches Kraftwerksbetreiber selbst definieren. Stell dir vor das dürfen Autohersteller...

    > Mal davon abgesehen dass ich bezweifle, dass das Elektroauto insgesamt
    > genauso viel Dreck verursacht, wie die gesamte Kette, die für die
    > Benzingewinnung und -Raffinierung nötig ist.

    Nur stößt schon der Transport eines läppisches Kilos Kobalt das CO2 Äquivalent einiger Tausend Kilometer Autobahnfahrt aus. Nimm mal den Tesla-Akku - befördere den nur 1600 km (und die Einzelteile nicht Aus Mittelamerika nach Kanada nach Japan, nach USA nach Deutschland) 750 kg * 320 kg CO2 für den einfachen Transport = 2,4 TONNEN CO2. Durchschnittliches Auto in D hat 20 kg CO2 / 100 km (bei über 8 Liter Verbrauch wohlgemerkt...). Jetzt überleg mal selber - wie lange dauert es nur den Transport der Batterie abzuarbeiten?

  9. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Eheran 29.02.16 - 17:31

    >Selbst die Kraftwerke hier haben keine verbindliche Filterung vorgeschrieben, nur ein lapidares "Stand der Technik" welches Kraftwerksbetreiber selbst definieren.
    Was sollte man denn sonst machen wenn nicht den stand der Technik als Richtwert zu nutzen? Alle 6 Monate neue Gesetze machen weil es eine neue Technik gibt?
    Selbstverständlich ist die Filterung nicht vorgeschrieben - wozu sollte sie das auch sein?
    Eine Gasturbine, Solarkraftwerk, ... erzeugt so gut wie keine Emissionen, das wäre also ziemlich unsinnig denen eine Gasreinigung zu verpassen.

    Die Emissionen sind mit Grenzwerten versehen. Wenn ich die überschreite, dann bleibt mir wohl meistens nichts anderes als ein Filter übrig. Mit so einer Aussage "Kraftwerke hier haben keine verbindliche Filterung vorgeschrieben" führt man gezielt in die Irre.

  10. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: jo-1 29.02.16 - 17:36

    Segelschiff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die gesamte Debatte um Elektroautos ist im aktuellen Zustand einzig und
    > allein Aktionismus.
    > 1. Ein Elektroauto erzeugt pro gefahrenem Kilometer gleich viel Emissionen
    > wie ein normales Auto. Es fährt nur LOKAL emissionsfrei. Weil mehr Leute
    > Elektroautos haben wird es auch nicht mehr regenerativen Strom geben. Nur
    > weil 1 Elektroauto oder sogar alle mit regenerativem Strom getankt werden
    > sinkt der CO2 Auststoss auch nicht. Es wird halt weniger regenerativer und
    > mehr konventionell erzeugter Strom bei den anderen Anwendungen verbraucht.
    > 2. Die Akkuspeicherung ist vollkommen ineffizient. Der Akku ist schwer hat
    > eine vergleichbar geringe Energiedichte und die Ladeeffizienz ist
    > verglichen mit dem Einfüllen von Benzin in einen Tank gering.
    > 3. Die Investitionskosten wären selbst bei einer Zunahme der regenerativen
    > Energien um den Betrag des zusätzlich verbrauchten Stroms vergleichsweise
    > hoch.
    > 4. Die Verwendung von Wärmepumpen und sogar von einfachen Elektroheizungen
    > zum Heizen der Wohnungen und öffentlichen Gebäuden würde bei vergleichbaren
    > Investitionskosten ein vielfaches Einbringen und einen Faktor von ca. 3
    > länger halten.
    > 5. Technologisch wird auch keine bessere Batterie erfoscht weil man mehr
    > Batterien baut, die werden höchsten billiger. Fördert lieber die
    > Forschung!
    >
    > Demnach ist die Förderung von Elektroautos höchstens für lokale
    > Belastungsreduktion sinnvoll, aber selbst da ist sie erst das 2te ziel.
    > Radiocarbonanalysen am Feinstaub in Stuttgart würden sicherlich offenlegen,
    > welcher Anteil des Feinstaubes von Holzöfen kommt. Der war in den letzten
    > Untersuchungen häufig sehr hoch. Gerade Pelletheizungen haben hier zum Teil
    > sehr schlechte Werte.
    >
    > Was soll also das Ganze?
    > Klimatechnisch unsinn,
    > Feinstaubsbelastungstechnisch gibt es schnellere und billigere Wege,
    > Betriebswirtschaftlich unsinnig
    > Forschungsmäßig nahezu irrelevant.
    >
    > Ganz große Politik


    100 %ige Zustimmung in allen Punkten.
    Wertfrei und richtig festgestellt!

    Danke für den guten Beitrag!

    (liest man selten hier)

  11. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 18:53

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Es ist die effizienteste Art Energie auf kleinem Raum zu speichern, die
    > wir kennen.
    > Wenn du sagst "die ich kenne" kann das stimmen. Ansonsten "natürlich"
    > nicht.
    > Selbst wenn man sich auf elektrische Energie beschränkt gäbe es
    > effizientere Methoden.
    > Das ändert aber so oder so nichts daran, dass Akkus eine gute Möglichkeit
    > sind für Kleinverbraucher die Energie zwischen zu speichern. Dabei geht es
    > ja nicht nur um die Effizienz.

    Für elektrische Energie? Welche zum Beispiel?

  12. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 19:23

    Segelschiff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Sebbi: Die Aussage die Emission eines Elektroautos ist mit aktuellem
    > Strommix geringer ist einfach nur falsch. Sie gelten ausschließlich für den
    > Weel to Weel Verbrauch und ignorieren die höheren Emissionen bei der
    > Herstellung. Mindestens 50% der Batterie müste recyclet werden um das
    > auszugleichen, werden sie aber nicht.

    Quelle? Ehrlich, das wird dauernd behauptet und alle glauben es irgendwann. Die Realität sieht anders aus. Ja, ein elektrisches Auto erzeugt mehr Emissionen bei der Herstellung. Der Strom den ein elektrisches Auto während der Fahrt verbraucht erzeugt aber deutlich weniger Emissionen als ein Verbrenner. Die Rechnung ist also recht einfach und es stellt sich heraus, dass ab einer Kilometerzahl X das Elektroauto sauberer ist. Auf die Schnell habe ich nur einen Report gefunden, der von 150000 km ausgeht und dabei 70 g / km für das Elektroauto berechnet hat und 40 g / km für einen Verbrenner. Das Elektroauto muss also nur 30 g / km weniger ausstoßen und das ist nicht schwer bei unserem Strommix.

    > Des Weiteren: Warum steigt jetzt
    > nochmal der Zubau von regenerativer Energie bei höherem Verbrauch?

    Der Zubau steigt egal wie viele Elektroautos genutzt werden. Wenn irgendwann einmal der Zubau kleiner ist als der Mehrverbrauch und der Anteil am Strommix zurückgeht, genau dann gilt dieses Argument ... hier und heute nicht.

    > Deine
    > Argumentation für eine Förderung der Elektroautos bezüglich der
    > Vergänglichkeit des Wirtschaftsgutes habe ich auch nicht verstanden. Weil
    > ein Auto schneller vergeht ist es besser es zu fördern um eine langfristige
    > Senkung der CO2 Emissionen zu erzeugen?

    Stellt dir einfach vor du hast vor 10 Jahre eine teure Heizung eingebaut. Um auf eine Wärmepumpe umzusteigen musst du eine recht hohe Summe investieren, obwohl die alte Heizung auch nicht das schlechteste Modell ist. Macht das Sinn? Nö. Stattdessen werden bei Neubauten Wärmepumpen eingesetzt und bei einer Renovierung vielleicht ein wenig besser gedämmt.

    Bei Autos sind es 3 Millionen Neuzulassungen pro Jahr in Deutschland. Wie viele Heizungen werden pro Jahr eingebaut?

    > Das Gewicht einer Batterie spielt also keine Rolle, weswegen wird nochmal
    > der i3 teilweise aus Carbon gefertigt? Um das Gewicht der neuen Sitzheizung
    > zu kompensieren?

    Das Gewicht spielt eine Rolle, aber auch ein 2,1 Tonnen Tesla oder ein 1,6 Tonnen Chevrolet Bolt verbrauchen weniger Primärenergie als entsprechende Verbrenner. Trotz Gewicht! In diesem Sinn spielt es also keine Rolle.

    > Die Energiedichte von Akkumulatoren ist übrigens egal gegen was und worauf
    > du sie beziehst solange du nicht den Akku komplett abfackelst total
    > bescheiden.
    > Diesel:11.800 Wh/kg vs. LiIonen Akku max. 200 wh/kg.

    Und trotzdem kommt man mittlerweile mit einem Akkufahrzeug so weit, dass man es täglich benutzen kann. Beeindruckend, oder?

    >
    > Und weil ich jetzt die Zeit 10 Jahre zurückdrehe wird deshalb anders
    > geforscht? Ich habe gesagt, dass nur weil man eine Endprodukt fördert die
    > GRUNDLAGENFORSCHUNG nicht schneller geht. Das die Batterienforschung
    > Fortschritte macht habe ich nicht angezweifelt. Nur ob es schneller geht
    > weil man 5000¤ beim Kauf eines Elektroautos bekommt habe ich bezweifelt.

    Wenn die Vergangenheit etwas gezeigt hat, dann dass Massenproduktion sehr oft zu iterativ besser werdenden Produktion geführt hat. Bei Batterien ist das bisher so gewesen, warum sollte es nicht weiter gehen? Die physikalische Grenze für Lithium Batterien liegt bei ca. 800 Wh /kg.

    > 5000¤ Förderung für KWK und Wärmepumpenheizungen zusätzlich würden mit
    > Sicherheit eine höhere Ersparnis bringen und eine deutlich geringere
    > Bevorzugung von Gutverdienern verursachen.

    Es ist ja nicht so als ob das nicht gefördert wird. Warum würde das Gutverdiener nicht bevorzugen? Seit wann haben arme Menschen neu gebaute Häuser? Wenn man Elektroautos haben möchte, dann muss man Neuwagenkäufer dazu bringen eines zu kaufen. Das geht mit unterschiedlichen Mitteln, aber am einfachsten ist es doch einfach eine Kaufprämie auszuschreiben und das möglichst früh.

    Stelle dir einfach vor du möchtest ein Unternehmen gründen und hast kaum Kapital. Wie viel einfacher wäre es, wenn dir jemand am Anfang ein Teil des Startkapitals schenkt? Was bringt die gleiche Summe ein Jahr später?

  13. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 19:37

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur stößt schon der Transport eines läppisches Kilos Kobalt das CO2
    > Äquivalent einiger Tausend Kilometer Autobahnfahrt aus. Nimm mal den
    > Tesla-Akku - befördere den nur 1600 km (und die Einzelteile nicht Aus
    > Mittelamerika nach Kanada nach Japan, nach USA nach Deutschland) 750 kg *
    > 320 kg CO2 für den einfachen Transport = 2,4 TONNEN CO2.
    > Durchschnittliches Auto in D hat 20 kg CO2 / 100 km (bei über 8 Liter
    > Verbrauch wohlgemerkt...). Jetzt überleg mal selber - wie lange dauert es
    > nur den Transport der Batterie abzuarbeiten?

    Da ist sie wieder ... diese merkwürdige Transportrechnung. Ich habe Zeit, ich beiße an. Also erstmal sind 750 mal 320 kg CO2 eigentlich 240 Tonnen CO2. Du scheinst von 200 g CO2 pro kg pro km an Transportemissionen auszugehen. Der Durchschnittswagen stößt 200 g pro km für seine gesamte Masse aus. Hmm ... der Massentransport auf einem Containerschiff soll also um einen Faktor 1500 mehr CO2 ausstoßen als ein PKW pro Gewichtseinheit?

    Bitte rechne das nochmal ganz langsam vor und erläutere was du meinst. Eine kurze Googlesuche ergibt übrigens 18 bis 35 Gramm CO2 pro Tonnenkilometer für den Transport per Schiff. Das sind bei 750 kg und 1600 km zwischen 21,6 und 42 Gramm CO2 ... komplett.

    Weiter findet man sehr leicht heraus, dass ein Elektroauto bei der Herstellung ca. 10500 kg CO2 erzeugt und ein Verbrenner 6000 kg. Das sind bei 150000 km 30 g/km Unterschied.

  14. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Eheran 29.02.16 - 19:46

    Kondensatoren, Supraleiter, Schwungmassen (inkl. Motor/Generator)
    Alle nahe 100% Effizienz, die Supraleiter auch langfristig ohne irgendwelche Verluste.

  15. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Eheran 29.02.16 - 19:48

    >Das sind bei 750 kg und 1600 km zwischen 21,6 und 42 Gramm CO2 ... komplett.
    Kilogramm*
    Ich beobachte auch immer wieder, dass der Transport als viel zu energieintensiv betrachtet wird. Keine Ahnung warum...

  16. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 20:03

    Kg ... Gut, habe mich selbst reingelegt. Aber weit weg von 2,4 Tonne nur für die Batterie

  17. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 29.02.16 - 20:05

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondensatoren, Supraleiter, Schwungmassen (inkl. Motor/Generator)
    > Alle nahe 100% Effizienz, die Supraleiter auch langfristig ohne
    > irgendwelche Verluste.

    Ging es nicht irgendwann mal um die Energiedichte? Was nützt ein Supraleiter, wenn man für ein paar kWh Tonnen Kabel mit schleppen muss :) auch Kondensatoren können nicht viel Energie speichern.

  18. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Eheran 29.02.16 - 20:13

    Du sagtest:
    >Es ist die effizienteste Art Energie auf kleinem Raum zu speichern, die wir kennen.
    Das habe ich zitiert und mich daher auch darauf bezogen - und sogar noch geschrieben, dass die Effizienz nicht alles ist.
    Also was soll ich jetzt antworten?

  19. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Sebbi 01.03.16 - 00:11

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du sagtest:
    > >Es ist die effizienteste Art Energie auf kleinem Raum zu speichern, die
    > wir kennen.
    > Das habe ich zitiert und mich daher auch darauf bezogen - und sogar noch
    > geschrieben, dass die Effizienz nicht alles ist.
    > Also was soll ich jetzt antworten?

    Wenn der Zusatz "auf kleinem Raum" nicht wäre würde ich der Wortklauberei durchaus zustimmen und dich dafür loben.

  20. Re: Völlig unüberlegter Aktionismus

    Autor: Moe479 01.03.16 - 03:08

    hä, wer auch nur etwas über die entstehung der fahrzeuge und der energieformen nachdenkt muss zu dem schluss kommen:

    alter benziner vs neuer elektro ... alter beznier wurde schon gebaut, deswegen ist der günstiger, die emmissionen wurden egal wie schon ausgeben und sind nicht rückholbar, die für elektro würden erst noch ausgegeben werden müssen, zugegeben ein historischer vorteil, aber er ist nach wie vor existent bis, der alte benziner nicht reparabel verschrottet werden kann, fakt.

    benzin vs strom ...
    da strom heute nur zu einem geringen teil aus regenarativen quellen entrsteht, und zu einem beträöchtlichen teil aus fossilen stoffen gewonnen wonnen wird, ist er nicht wirklich ökologischer, auch bei regenerativ erzeugter energie stellt sich die bilanzfrage der anlage gegenüber vorhandenen fossilien verbrennenden.

    also ist elektro heute nicht umweltfreundlicher als benzin, nur teuer in der anschaffung.

    PS: für diese erkenntnis brauchte ich keine quelle, sondern nur meinen allgemein wissenden verstand.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.16 03:25 durch Moe479.

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Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
  2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
  3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

Mobile-Games-Auslese: Märchen-Diablo für Mobile-Geräte
Mobile-Games-Auslese
Märchen-Diablo für Mobile-Geräte

"Einarmiger Schmied" als Klasse? Diablo bietet das nicht - das wunderschöne Yaga schon. Auch sonst finden sich in der neuen Mobile-Games-Auslese viele spannende und originelle Perlen.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Fantasypixel und Verkehrsplanung für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
  3. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs

Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

  1. Smartphone: Oppo zeigt verbesserte Version seiner lochlosen Frontkamera
    Smartphone
    Oppo zeigt verbesserte Version seiner lochlosen Frontkamera

    Der chinesische Hersteller Oppo hat eine neue Version einer Frontkamera für Smartphones vorgestellt, die ohne Öffnung direkt unter dem Display eingebaut ist. Die neue Version der Kamera scheint kleiner zu sein, auch die Bildqualität ist offenbar besser.

  2. 3D-gedruckte Siedlung: Gemeinnütziges Projekt druckt Häuser in Mexiko
    3D-gedruckte Siedlung
    Gemeinnütziges Projekt druckt Häuser in Mexiko

    Die Organisation New Story hat mit dem 3D-Drucken von Häusern im Süden Mexikos begonnen. In die Siedlung sollen arme Landarbeiter einziehen.

  3. Kassen-Richtlinie: Bundesfinanzministerium plant papierlosen Bon
    Kassen-Richtlinie
    Bundesfinanzministerium plant papierlosen Bon

    Der papierlose Bon soll per E-Mail, über Kundenkonten oder NFC auf das Mobiltelefon gesendet werden. Damit würde die Bon-Ausgabepflicht ab dem 1. Januar 2020 entschärft und ein neuer Müllberg vermieden.


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