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Keine dickeren Stromkabel nötig

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  1. Keine dickeren Stromkabel nötig

    Autor: norbertgriese 11.12.19 - 12:57

    Wenn da 45 Wohnungen mir 45 Tiefgaragen Plätzen versehen wurden, da werden auch 45 eMobile noch mit drin sein.
    Anschlussleistung 20kW pro Wohnung sind 900kW. Rechnet man mit 60% Gleichzeitigkeitsfaktor, sind das 540kW vermutliche Anschlussleistung für das Mehrfamilienhaus.
    124kW Mehrbelastung sollte problemlos sein.

    Norbert

  2. Re: Keine dickeren Stromkabel nötig

    Autor: chefin 11.12.19 - 13:27

    kann zwar die 124KW nicht nachvollziehen, aber teile ich durch 45 Autos komme ich auf 2,7KW/Auto. Damit darf das Auto nicht wirklich viel gefahren werden pro Tag. Bei 10 Ladestunden sind das 27KWh(Brutto), im Akku ca 20KWh. I3 an Steckdose zieht 10A bei 235V, zeigt 2KW Ladeleistung im Display an.

    Wir haben 2 Kunden die mit einem Firmen I3 hier ins Labor kommen. Und uns hat das alles mal interessiert, also nutzen wir unsere Messeinrichtungen dafür. Rechnerisch zieht das Auto 2,35KW aus der Steckdose. Immerhin schonmal 15% Verlustleistung. Der Wandler selbst wird recht warm(ist so eine externe Box mit passenden Anschlusskabeln). Im Akku wird es auch deutlich wärmer. Wohin diese verluste wandern sieht man recht gut.

    20KWh pro Tag sind also drin. Aber wenn du mehr brauchst, läuft dir das Auto leer. Wenn du mal später kommst, weil du noch einkaufen gehst, fehlt dir Ladezeit. Trotzdem willst du den Akku voll bekommen. Also sollte man da Reserven haben und lieber mit 11KW laden dafür nur 2-3 Std.

    Natürlich haben die Hausanschlüsse Reserven. Die Frage ist halt wieviel. Und welche Vorschriften man den Menschen bzgl ihrem Auto machen kann. Wenn ich statt eines E-Golf einen 500KW SUV fahren will und bei meiner Fahrweise 30-40KWh/100km brauche ist das meine Sache und mein Stromanschluss hat mir das zu liefern.

    Spätestens dann bekomme ich eine teure Vorrangschaltung. Wenn ich laden will, schaltet ihr ab, dafür zahle ich eben 60ct/KW statt 30. Meine Kiste hat nach 2 Std voll zu sein, da ich nie weis wohin ich abends will. Diese Individualität wird man verlangen wenn man umsteigt. Und die geht nunmal zu lasten derer die sich sowas nicht leisten können.

    Wir leben nicht mehr in der DDR(ich sowieso nie), wo jeder das gleiche bekommt und jeder seinen Trabi. Hier gehts nach Geld und Komfort. Und wer sich für 100.000 Euro einen Tesla S leisten kann, wird sich auch einen Scheiss drum scheren ob andere noch vernünftig laden können.

  3. Re: Keine dickeren Stromkabel nötig

    Autor: Dwalinn 11.12.19 - 13:49

    Der Durchschnitt liegt in Deutschland bei rund 40km am Tag Fahrweg, das sind dann 10 kWh oder von mir aus 20 wenn du mit einen 2,5t SUV 160km/h fährst. Das reicht doch locker aus bei 10h Ladezeit. Zumal abends kaum Verbraucher in den Wohnungen an sind. Das bisschen standby und der Kühlschrank reizen den Stromanschluss nicht aus.

  4. Re: Keine dickeren Stromkabel nötig

    Autor: chefin 11.12.19 - 14:47

    Der Durchschnitt ist schön und nett. Durchschnittlich wäre dein Akku voll, leider ist heute kein Durchschnittstag.

    Wir sind nicht durchschnittlich aufs Auto angewiesen sondern absolut. Heist wir müssen Peak und nicht Durchschnitt zugrunde legen. Durchschnittlich warst du 99% im Geschäft. Real hast du nach 3x Fehlen die Kündigung. (1% von 250 Arbeitstagen = 2,5 Tage). Den leerer Akku ist nicht das Problem deines Chefs.

    Durchschnittlich reicht mir im Moped 2l Sprit, aber wenn ich meine Tour fahre sind 2 Tankfüllungen voll rausgeblasen in 5 Std. Dann ist wieder 1-2 Wochen Ruhe.

    Genauso muss man den Durchschnitt vergessen, wenns um die potentielle Ladezeit geht. Wir laden kaum tagsüber. Wobei...10% vieleicht und 10% von 45 Millionen Fahrzeuge sind 4,5 Millionen. Das heist, es sind viele, aber die Tagsüber Autos sind wohl eher die kleineren Einkaufskisten. Mama will keine 5m Schüssel, sie will ein Auto, wo 2 Kinder reinpassen ODER die Einkäufe. Weil mit Kinder geht man eh nicht einkaufen, den Stress lässt man. Stattdessen will sie leicht parken können(sagen jedenfalls Frauen bei Kleinwagen). Und sie brauchen keine 50KW Akkus, ihnen reichen 30KWh für die ganze Woche. Daher wird auch nur einmal pro Woche geladen.

    Es gibt also sehr viele verschieden Scenarien, die mit einfliesen. Und kaum eine Statistik anhand derer man abschätzen kann, welche Scenarien wie anzutreffen sind. Deswegen Feldversuche wie diese. Und dann können wir mal dran gehen und ausrechnen, wie teuer der Ausbau der Infrastruktur ist und wie sicher wir sind, das wir nicht doch eine andere Technologie bekommen werden. Das wird noch viel Stress machen und es werden viele ne Menge an dieser Investition aus eigener Tasche mitfinanzieren müssen. Wer E-Auto will, soll das finanzieren.

    Ich möchte da auf einen Umstand aus der Vergangenheit verweisen: in den 60er kamen die Atomkraftwerke auf. Anfang der 70er waren viele im Bau, die Stromkonzerne haben massive Werbekampangen gefahren ihren Strom loszuwerden. 50% der Haushalte wurden auf Nachtspeicheröfen umgerüstet, viele Ölbrenner sind rausgeflogen. Gas gabs allenfalls als Stadtgas hier und da, seltene Ausnahmen. Das funktionierte bis anfang der 90er, als die Strompreise angezogen sind. In den 80er und später den 90er nahmen die AKW-Gegner massiv zu. Seit Fukushima ist der Ausstieg beschlossen. 50 Jahre insgesamt, davon bestenfalls 20 Jahre eine billige Alternative. Heute kannst du mit Stromheizungen bestenfalls eine Abfuhr kassieren. Aber...wir haben ja Stromautos nun. Woher der Strom kommt ist doch egal(oder wie in den 80er...er kommt aus der Steckdose). Das wir den E-Auto Strom praktisch zu 100% aus Kohlekraft bekommen, will keiner realisieren. Dabei ist der Ökostrom schon lange für Ökoanlagen und Ökorechnenzentren und sonstigen Öko verbraten. Google ist grün, wir können ohne schlechtes Gewissen googlen. 100% Ökostrom. Aber die E-Auto Fanatiker rechnen natürlich diesen Strom weiterhin in den Ökomix mit rein. Der Ökoanteil muss also zweimal herhalten. 1KWh Windkraft wird zu 2 KWh Ökoenergie. Ein KWh bei Google und eine KWh im Ökomix beim Auto(also nur 2KWh aus Kohle pro 3kWh Ladestrom). Aber selbst das....ein Kohlekraftwerk erzeugt 300Gr CO2 pro KWh, ein Auto heute im Schnitt 170gr (bezogen auf den Energiegehalt des Brennstoffes, nicht auf die Abgabeleistung).

  5. Re: Keine dickeren Stromkabel nötig

    Autor: Dwalinn 11.12.19 - 15:31

    Du hattest ja an anderer Stelle schon so schön ausgerechnet das der WorstCase 28 kWh pro Auto in der Nacht sind, das reicht bei jedem Auto für 100-200km.
    Damit das eintrifft muss von Punkt 18 Uhr bis 4 Uhr jedes Auto angeschlossen werden und seit 100-200km nicht mehr geladen worden sein.... selbst dann kommst du sicherlich zur Arbeit oder solltest ohnehin Kündigen und dir was in der nähe suchen.

    In der Realität kommt der eine um 15 Uhr von der Arbeit und ein anderer fährt am nächsten Tag um 9 Uhr erst los. Der eine kommt aus dem Urlaub und muss das leere Auto laden der andere kam schon gestern nach Hause und hat bereits ein volles. In der Realität wirst du also eher mehr Energie Zuladen können.

    Sollte es regelmäßig so sein das du nach einer 500km fahrt nach Hause kommst um dann 10h später wieder 500km zu fahren soll dir der Diesel ruhig gegönnt sein.

    Bezüglich des Ökostroms stimme ich dir zu aber was hindert den Anbieter daran seinen Ökostromanteil auszubauen wenn das alle Kunden buchen. Deine Argumentation neulich war doch das man nicht mit dem Strommix rechnen darf wenn an anderer Stelle der Ökostrom explizit genannt wurde. Stimme ich dir zu aber das hat doch an der Stelle nichts damit zu tun.

  6. Re: Keine dickeren Stromkabel nötig

    Autor: norbertgriese 11.12.19 - 21:15

    Du kannst exakt das an Ladeleistung in einer Eigentümer Gemeinschaft bekommen, was diese pro Wohneinheit beschlossen hat. Wenn eine Lastverteilung beschlossen wurde, dann isses eben so.

    So du mehr Strom brauchst, kannst du anderswo laden. Z.B. Eine Garage anmieten mit entsprechender Ladeleistung oder an einer Säule laden.

    Alle weiteren Überlegungen kannste knicken.

    Natürlich gibt's Verluste beim Wechselstromladen. 10% wurde von Teslas berichtet. Aber egal, geht nicht ohne aufladen. Nachgemessen mein Pedelec 300Wh Akku und 450 Wh Energie aus der Schukosteckdose. 1/3 Verlust. Den eSmart hab ich nicht nachgemessen - zu was solls gut sein?

    Norbert

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