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Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

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  1. Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: fanreisender 11.05.21 - 11:51

    Karosserie dürfte sich kostenmäßig wenig von einem Verbrenner unterscheiden und ist ein erheblicher Kostenanteil. Antrieb ist billiger, vermutlich sogar deutlich billiger, Batterie ist natürlich deutlich teurer als ein Tank. Wäre dann noch die Software.

    So ein wenig beschleicht mich das gefühl, dass der hohe Preis der E-Autos nicht unerheblich mit der umlage der Entwicklungskosten auf eine überschaubere Anzahl verkaufter Fahrzeuge zusammenhängt.

    Sollte die vermutung stimmen, müsste eigentlich recht bald ein Effekt der Masenproduktion auf die Preise zu sehen sein.

  2. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: smonkey 11.05.21 - 12:02

    Wie bei allen neuen Technologien sind die Preise am Anfang auf Grund hoher Entwicklungskosten bei geringen Stückzahlen relativ hoch. Diese skalieren dann im Laufe der Zeit mit dem Anstieg der Produktion deutlich nach unten. Es wäre sehr verwunderlich, wenn es bei BEVs anders wäre.

  3. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: picaschaf 11.05.21 - 12:31

    Siehst du ja alleine schon an Tesla wo sich der Preis zB. des Model S innerhalb von nichtmal 3 Jahren halbiert hat.

  4. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: Dino13 11.05.21 - 13:22

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siehst du ja alleine schon an Tesla wo sich der Preis zB. des Model S
    > innerhalb von nichtmal 3 Jahren halbiert hat.

    Ich hab das ganze nicht wirklich verfolgt, wie ist denn der Neupreisverlauf vom Model S. Ich hab nur eine Ankündigung aus dem Jahre 2007 das Whitestar (Model S) die Hälfte vom Raodster kosten sollte also um die 50k.

  5. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: chefin 11.05.21 - 13:22

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Karosserie dürfte sich kostenmäßig wenig von einem Verbrenner unterscheiden
    > und ist ein erheblicher Kostenanteil. Antrieb ist billiger, vermutlich
    > sogar deutlich billiger, Batterie ist natürlich deutlich teurer als ein
    > Tank. Wäre dann noch die Software.
    >
    > So ein wenig beschleicht mich das gefühl, dass der hohe Preis der E-Autos
    > nicht unerheblich mit der umlage der Entwicklungskosten auf eine
    > überschaubere Anzahl verkaufter Fahrzeuge zusammenhängt.
    >
    > Sollte die vermutung stimmen, müsste eigentlich recht bald ein Effekt der
    > Masenproduktion auf die Preise zu sehen sein.

    Kupfer für den Motor ist schweineteuer. Magnetmaterial ebenfalls. Ein E-Motor kostet doppelt so viel wie ein Verbrenner. Allerdings muss der Verbrenner dann noch Nebenaggregate wie Lichtmaschine und Einspritzpumpe bekommen. Aber bereits Wasserpumpe, Servopumpen, Kimatisierunbgsaggregate sind bei beiden vorhanden. Der E-Motor kostet also zumindest nicht weniger. Je nach leistungsklasse kann das aber sich annähern. Sportverbrennungsmotoren scalieren nicht Linear mit der Motorleistung, E-Motoren schon. Daher holen die verbrenner bei extrem hoher Leistung preislich auf.

    Karrosserie ist wie du sagst Kostenneutral zueinander. Kommen also dei Akkus. bei 100Euro/kwh sind wir bei 50kwh Akku und 200km Realreichweite 5000 Euro, kann bis über 10.000 Euro steigen. Dazu kommt noch Leistungselektronik die so 1000-5000 Euro kommen wird. Kauft mal einen Wechselrichter mit 200KW für Solarpanels. Nix anderes macht der Wechselrichter im Auto nur das er statt Solarzellen Akkus als Lieferant benutzt und hinten statt sich ans 400V Netz aufzumodulieren einfach selbst ein Drehstromfeld erzeugt wie ein Inselwechselrichter. Dazu kommt dann noch Ladeschaltungen, um den Strom zum Akku zu managen. Diese Elektronik kostet richtig Geld. Wechselrichter sind ja bereits etablierte Technik als Massenware. Preislich sind die bereits an der Untergrenze. Man kann sich die Preise also anschauen, wo die aktuell liegen.

    Tesla Preise haben nie kostendeckung erreicht, der gesenkte Preis dient nur dazu, Käufer zu finden um die Kosten durch Massenproduktion runter zu bekommen. 100.000 Euro für einen Tesla sind keinesfalls Kostendeckend. Sonst würde Tesla nicht 3 Milliarden CO2 Subventionen einfahren und nur 300 Millionen Gewinn haben.

    Allerdings macht hier ca 1/3 die Autopilotelektronik aus, die man kauft aber noch nicht nutzen kann. Bis die dann Softwareupdates bekommt um mal nützlich zu sein, ist das Fahrzeug so alt das man es verschrottet oder zumindest ein Teil der Sensorig erneuert werden muss. Sieht man dran, wieviel an anderen Autos repariert wird im laufe des Betriebes

    PS: so eine nakte Karrosserie kostet ca 1000Euro im EK.Während bereits ein einfacher Sitz bei über 500 Euro(EK) liegt und man 2 davon einbaut. Dann noch Verkleidungen je nach Geldbeutel. Das kann 1000 oder 10000 Euro dann kosten, den Innenraum auszustatten.

  6. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: Sharra 11.05.21 - 13:25

    Natürlich werden die Entwicklungskosten umgelegt. Diese Gelder wurden verbraten, und die müssen wieder rein, egal wie. Und wo bekommt man diese wieder? Natürlich von denen, die immer das Neuste haben wollen.
    Woher sollten Firmen sonst das Geld für die Entwicklung haben? Klar Kredite und Investoren, aber die wollen das auch mal wieder zurück.

  7. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: thrust26 11.05.21 - 15:36

    Selten so gelacht. Danke!

  8. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: gadthrawn 11.05.21 - 16:41

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Karosserie dürfte sich kostenmäßig wenig von einem Verbrenner unterscheiden
    > und ist ein erheblicher Kostenanteil.

    Das stimmt nur so halb. Da die Elektroautos schwerer sind, muss auch entsprechend die Karosserie verstärkt werden und ebenso Schutz für den Akku eingebaut werden, andere Öffnungen für Kabel, Kühlungen etc.pp.

    300 kg schwerer bedeutet dann eben auch, dass andere Aufhängungen und Stoßdämofer und Stabilisatoren genutzt werden müssen...

    > Antrieb ist billiger, vermutlich
    > sogar deutlich billiger,

    Nicht unbedingt. Ein Elektromotor in ner 90 kW Klasse kostet etwas mehr wie ein reines Verbrenneraggregat.

    Problem sind beim Verbrenner meist als Kostentreiber die Nebenaggregate.
    Allerdings hast du dann bei dem Verbrenner als Nebenleistung eben den Betrieb der Nebenaggregate, Heizleistung etc.pp.

    Wenn du dann Elektro heizen willst, kommst du auf ne teure Wärmepumpe.
    Für den Motor, den Akku etc.pp. brauchst du Inerter, Leistungselektronik, etc.pp. die teuer sind.

    Batterie ist auch teuer.

  9. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: thrust26 11.05.21 - 17:20

    Die notwenigen Verstärkungen werden zumindest teilweise durch die i.d.R. reduzierte Höchstgeschwindigkeit wieder überflüssig. Die maximalen Kräfte nehmen dadurch deutlich ab.

    Allerdings steigt die Dauerbelastung durch das höhere Gewicht auch bei langsamen Geschwindigkeiten. Hier hilft aber wiederum die reduzierte Höchstgeschwindigkeit, denn dadurch kann man das Fahrwerk komfortabler abstimmen. Das reduziert dann die Belastungen auch dort.

  10. Re: Wie setzen sich eigentlich die Kosten eines Elektroautos zusammen?

    Autor: gadthrawn 11.05.21 - 22:19

    thrust26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die notwenigen Verstärkungen werden zumindest teilweise durch die i.d.R.
    > reduzierte Höchstgeschwindigkeit wieder überflüssig. Die maximalen Kräfte
    > nehmen dadurch deutlich ab.

    nicht wirklich, da manche ja das Ampelrennen befürworten und du gerade bei Beschleunigung wieder Versteifung brauchst.

    Wahrscheinlich überkompensieren sie da was.

    > Allerdings steigt die Dauerbelastung durch das höhere Gewicht auch bei
    > langsamen Geschwindigkeiten. Hier hilft aber wiederum die reduzierte
    > Höchstgeschwindigkeit, denn dadurch kann man das Fahrwerk komfortabler
    > abstimmen. Das reduziert dann die Belastungen auch dort.

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