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Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

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  1. Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: FlowPX2 19.09.18 - 14:35

    Ich habe mir in den letzten 5 Jahren schon zwei Neuwagen geholt, aber kein Elektroauto hat den Anforderungen entsprochen.

    - Zu teuer
    - Geringe Reichweite
    - Und die Höchstgeschwindigkeiten sind lachhaft
    - Zulange Ladezeiten!
    - Oft zu hässlich

    Für um die 30 Tausend bekomme ich einen sparsamen sportlichen Diesel. Der in allen Bereichen deutlich besser ist als ein Elektroauto in dieser Preisklasse.

    Ich möchte nicht maximal nur 160 oder 180 fahren können, ich möchte auch nicht jeden zweiten Tag an einer Ladestation eine Stunde verbringen, damit der Akku wieder voll ist. Und nein, laden auf der Arbeit oder Zuhause an einer Steckdose ist nicht möglich, ich bin froh das ich hier überhaupt einen Parkplatz habe, neue gibt es keine mehr sind alle schon vermietet. Dann sind diese möchte gern "futuristischen" Designs oft auch nicht schön. Und dafür soll ich dann auch noch mehr hinblättern... Nein Danke.

  2. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: tovi 19.09.18 - 14:44

    Das ist genau das Problem.

    Und da kommt die Regierung ins Spiel:

    - Schaffung von Lademöglichkeiten
    - Steuererleichterungen bei Installation von Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz

    Damit zumindest die Pendler problemlos wechseln können und auch wollen.

  3. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: solaris1974 19.09.18 - 15:06

    Du kannst auch weiterhin Diesel kaufen und 250km/h fahren.

    Es wird aber endlich Zeit, dass der Diesel pro Liter so viel kostet, wie er Energie in sich trägt, also 10% mehr als Benzin. Dazu muss die Steuer für Diesel dramatisch erhöht werden, Faktor 5 mindestens. Eine weitere Maßnahme ist auch die Beschränkung von Diesel auf Autobahnen mit max. 120km/h.

  4. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: solaris1974 19.09.18 - 15:13

    Genau anders herum wird ein Schuh daraus. Sowie Fahrzeuge bestellbar & lieferbar wären, springen X private Unternehmen kurzfristig in die Ladeinfrastruktur ein.

  5. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: Heldbock 19.09.18 - 15:13

    Und da ist schon das nächste Problem: Keine Standards definiert für Stecker und Laden... Jeder Hersteller koch sein eigenes Süppchen, dadurch wird die Infrastruktur pro Hersteller kleiner insgesamt gesehen. Und dann kann man nur noch über Apps tanken und so ein Quark, da blickt doch keiner durch!
    Stellt euch vor jeder Automobilhersteller würde einen eigenen Anschluss für den Zapfhahn entwickeln, das ist doch pures Chaos! Und unsere Politik hat schon vor Jahren verschlafen, in diesem Bereich auch nur ansatzweise tätig zu werden...

  6. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: solaris1974 19.09.18 - 15:14

    Wir haben einen Standard! Typ2 mit/ohne Combo (CCS)

  7. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: Heldbock 19.09.18 - 15:22

    Aha...
    Mode 1, Mode 2, Typ 1, Typ 2, Combo (CCS), CHAdeMO, Tesla Supercharger, CEE, ...

    Blick da mal einer durch...

  8. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: Aluz 19.09.18 - 15:53

    Heldbock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha...
    > Mode 1, Mode 2, Typ 1, Typ 2, Combo (CCS), CHAdeMO, Tesla Supercharger,
    > CEE, ...
    >
    > Blick da mal einer durch...

    ich muss da leider zustimmen. Obwohl ich ein E-Auto haben will finde ich das Lade- und Steckerdebakel mit lauter Apps fuer verschiedene Saeulenanbieter, sowie die Probleme mit dem Eichgesetz und darum laden auf Zeit und pauschal einfach nur erschreckend.
    So erschreckend, dass ich nach wie vor nicht sicher bin ob mein naechstes Auto wirklich ein E-Auto sein soll.
    Ja, ich will mitmachen bei der Mobilitaetswende, aber nicht gewiss zu sein ob das Auto dann fuer den eigenen Zweck nutzbar ist ist schon doof. Naja, hab ja noch etwas Zeit, vielleicht verbessert sich die Lage bis zur Neuanschaffung ja noch.

  9. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: KingTobi 19.09.18 - 16:01

    Heldbock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha...
    > Mode 1, Mode 2, Typ 1, Typ 2, Combo (CCS), CHAdeMO, Tesla Supercharger,
    > CEE, ...
    >
    > Blick da mal einer durch...

    Nein, nur Typ2, CCS und CHAdeMO.

    Typ 1 ist nur am Auto, trotzdem verwenden diese Autos die Typ 2 Dose. Mode 1 + 2 sind eigentlich nur einphasiges, bzw. mehrphasiges laden, wobei manche Autos trotz Typ 2 ja entweder Mode 1 oder Mode 2 können, bzw. nicht können.

    CEE ist ja nur der rote / blaue Drehstromdose. Damit kann ich ja erstmal gar nichts am Auto ohne Ladeadapter / Wallbox machen.

    Und Tesla können halt an den SuC.

  10. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: HarryG 19.09.18 - 16:12

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist genau das Problem.
    >
    > Und da kommt die Regierung ins Spiel:
    >
    > - Schaffung von Lademöglichkeiten
    > - Steuererleichterungen bei Installation von Lademöglichkeiten am
    > Arbeitsplatz
    >
    > Damit zumindest die Pendler problemlos wechseln können und auch wollen.


    Die Regierung kommt da nirgends ins Spiel.
    Das sind Lobbyisten.
    Da vertritt jeder Politiker seine eigenen Interessen, aber nicht die des Volkes und der Umwelt.
    Kennen keinen der ein eDienstfahrzeug fährt oder eines privat nutzt.
    Selbst der Özdemier sagt er bleibt bei seinem Dieselstinker, weil es in seiner Straße keine Ladesäule gibt.

    Das diese Leute nichts für Deutschland tun, sollte man so langsam mitbekommen haben anstatt denen devot Beifall zu spenden.

  11. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: chefin 19.09.18 - 16:33

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist genau das Problem.
    >
    > Und da kommt die Regierung ins Spiel:
    >
    > - Schaffung von Lademöglichkeiten
    > - Steuererleichterungen bei Installation von Lademöglichkeiten am
    > Arbeitsplatz
    >
    > Damit zumindest die Pendler problemlos wechseln können und auch wollen.

    Und da kommt das Geld ins Spiel. Geld das wir aktuell nicht haben (als Konsumenten). Wäre die Benzin-Infrastruktur nicht schon da, wir würden 20-30 Jahre benötigen sie aufzubauen.

    Und was helfen Erleichterungen. Wir müssen immer noch viel Geld aufbringen. Würden die Fahrzeuge weniger kosten, wäre sicherlich auch Geld über um in Infrastruktur zu investieren. Aber die Elektroautos kosten deutlich mehr und sind eigentlich bis auf wenige Ausnahmen nur als Zweitfahrzeug tauglich. Selbst Menschen in Ballungszentren mit guter Nah und Fernverkehrsanbindung und Flughafen kommen nicht ohne Auto aus mit höhere Reichweite. Es kann nicht sein. Aktuelle Reichweiten lassen sich erreichen, wenn man 100-100kmh fährt, dann schafft man 300-350km Reichweite. Das bedeutet aber, das der Durchschnitt auf 70 sinkt. Das bedeutet das eine Fahrt von Süddeutschland nach Norddeutschland benötigt 2 Tage. Fährt man schneller, ist der Akku füher leer, man braucht die Zeit zum Laden.

    Ja, irgendwann wird das anders, wenn dieses irgendwann gekommen ist, wird man sich auch Elektroautos kaufen. Aktuell aber nicht. Und solange man weiterhin einen Verbrenner benötigt, wird zwangsläufig nicht das Geld zusammen kommen die Infrastruktur auszubauen.

  12. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: emdotjay 19.09.18 - 17:00

    solaris1974 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du kannst auch weiterhin Diesel kaufen und 250km/h fahren.
    >
    > Es wird aber endlich Zeit, dass der Diesel pro Liter so viel kostet, wie er
    > Energie in sich trägt, also 10% mehr als Benzin. Dazu muss die Steuer für
    > Diesel dramatisch erhöht werden, Faktor 5 mindestens. Eine weitere Maßnahme
    > ist auch die Beschränkung von Diesel auf Autobahnen mit max. 120km/h.

    wieso muss die Steuer um den Faktor 5 erhöht werden wenn Benzin nur 90% der Energie /Liter hat als Diesel?

  13. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: blaub4r 19.09.18 - 17:12

    Ich fahre hier ab und an hier bei uns beim Landkreistag und habe mal die Fahrer gefragt was sie da machen.

    Meine Frage war : warum sollen wir so ein Auto fahren und ihr fahrt selber dicke Diesel / Benzin Autos.

    Die Antwort war: sie haben mal welche getestet. Sogar Hybrid Fahrzeuge. Aber die Dinger waren nicht brauchbar. Zu lange Ladezeiten und kaum Reichweite. Eine Reise 2 Städte weiter war damit eine Tagesfahrt was mit einem Diesel nur ein 5 Minuten tankstop ist.

    Sie haben die Dinger dann wieder abgeschafft.

    War sehr erstaunt und sie haben zugegeben das diese Autos für normale Leute unbrauchbar sind aktuell

  14. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: Dragos 19.09.18 - 18:06

    auch hier noch mal an alle.
    Macht euch doch erstmal gedanken wie unsere umgebung aussehen soll wenn alle autos mit akku laufen.

    Bitte macht euch darüber bitte gedanken. Bitte macht es.

    und dann reden wir weiter.

  15. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: matzems 19.09.18 - 20:27

    FlowPX2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe mir in den letzten 5 Jahren schon zwei Neuwagen geholt, aber kein
    > Elektroauto hat den Anforderungen entsprochen.
    >
    > - Zu teuer
    > - Geringe Reichweite
    > - Und die Höchstgeschwindigkeiten sind lachhaft
    > - Zulange Ladezeiten!
    > - Oft zu hässlich
    >
    > Für um die 30 Tausend bekomme ich einen sparsamen sportlichen Diesel. Der
    > in allen Bereichen deutlich besser ist als ein Elektroauto in dieser
    > Preisklasse.
    >
    > Ich möchte nicht maximal nur 160 oder 180 fahren können, ich möchte auch
    > nicht jeden zweiten Tag an einer Ladestation eine Stunde verbringen, damit
    > der Akku wieder voll ist. Und nein, laden auf der Arbeit oder Zuhause an
    > einer Steckdose ist nicht möglich, ich bin froh das ich hier überhaupt
    > einen Parkplatz habe, neue gibt es keine mehr sind alle schon vermietet.
    > Dann sind diese möchte gern "futuristischen" Designs oft auch nicht schön.
    > Und dafür soll ich dann auch noch mehr hinblättern... Nein Danke.

    Ich habe mir zwar in meinem ganzen Leben noch nie ein Neuwagen geholt, aber ich stimme dir fast zu. Alle E-Autos taugen noch nix, und sind eigentlich nur unreife Versuchswagen...ausser natürlich Teslas. Hier ist bei deinen 30.000¤ natürlich noch das Problem. Aber für die die 60.000 haben sind die Model S schon geile Kisten. Wer hat der hat, ich habe nicht.
    Im Moment sehe ich E Autos nur im Gewerbe sinnvoll. Post+Paket Dienste, Pizza Taxis, Taxis, Städtische, Feuerwehr, Krankenwagen.
    Denke diese werden den Markt+Technik vorantreiben und noch vor Fertigstellung des Flughafens BER das E-Auto massentauglich machen.

  16. Bitte was?

    Autor: McWiesel 19.09.18 - 22:17

    > ist auch die Beschränkung von Diesel auf Autobahnen mit max. 120km/h.


    Was soll das bitte bringen? Gerade auf der Autobahn ist die Domäne des Diesels, ganz anders als der tolle Benziner-Kleinwagen mit 5-Gang-Getriebe, der dann bei 4000 Umdrehungen säuft wie ein Loch.

  17. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: User_x 19.09.18 - 22:36

    Die Tes(t)las regeln aber auch konstant auf 120 km/h runter, bei längeren Fahrten. 170/180 konstant ist da auch nicht drin - oder?

    Und zur Politik, gewiss muss die Politik aktiv werden. Genauso wie Xeon Nachbausets verboten sind, wenn nicht ab Werk eingetragen müssten eben Vorgaben auch für Elektro geschaffen werden. Evtl. sowas wie eine VW-Plattform die verbindlich für alle Hersteller verwendet werden muss - also ein genormter Akku in Höhe und Breite, welcher vielleicht von der restlichen Karosserie getrennt werden kann (sowas wie ein Unterboden).

    Einheitliche Ladestandards (Auch Benzin ist auf Roz95 oder mit E10, bzw. Diesel genormt), da gibt es auch keine Abweichungen, weil es die Motoren schädigen würde. Abblend-, Fern- und Rück- wie Bremslicht sind alles Vorgaben und der TüV bzw. die grünen kassieren ein, wenn davon etwas abweicht und nicht eingetragen ist.

    Mit der Ladeoption überall wird indes teuer werden. Man schaue doch nur aktuellen Zustand mit Kommunen und Parkplätzen an. Überall wird die Hand aufgehalten, und nein es geht hier schon lange nicht mehr darum ein Bild von Sauberkeit und Ordnung zu prägen, sondern ist nur noch ein lukrativer Nebenverdienst der Gemeinden. Die Ord***saffen haben Quoten welche die einhalten müssen, sonst werden die Strafversetzt. Der private Rest wird auch gerne die Hand aufhalten, sieht man doch schon auch am Mietpreisdilemma in Ballungszentren - die Preise gehen bei viel Nachfrage hoch, und Autos haben wir dort jetzt schon zu viele. Parkhäuser verdienen sich weiterhin jetzt schon eine goldene Nase die eben nicht nur zum Selbsterhalt wirtschaften.

    Und zu guter letzt, sollte man auch prüfen, in wie weit die Fahrbahnen zum System gehören. Heutige Autos sind auch auf Asphalt genormt und würden im Wald oder abseits der Straßen hilflos stecken bleiben, natürlich gibt es auch hier Spezialfahrzeuge wie Panzer oder Jeeps, aber eben nicht die Massen. Zudem ist die Frage, wie sehr der Wechsel auf Akkutechnologie die Straßen deformiert, da die Fahrzeuge zumeist schwerer sind und der Asphalt nicht dafür ausgelegt ist. Die Schiersteiner Brücke bei Wiesbaden ist doch letztens abgesackt, einfach weil man vor 30 Jahren mit aktuellem Verkehrsaufkommen nicht gerechnet hat. Warum dann nicht die unliebsame Akku-Technologie nicht tatsächlich nur zum Überbrücken nutzen, und die ohnehin anfallenden Kosten in das Straßennetz investieren, ein Stromabnehmer halt wie bei Carerra... eigentlich ist alles schon irgendwie erfunden, muss nur konsequent umgesetzt werden.

  18. Re: Hab mir in den letzten 5 Jahren zwei Neuwagen geholt, aber...

    Autor: katze_sonne 20.09.18 - 01:39

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Tes(t)las regeln aber auch konstant auf 120 km/h runter, bei längeren
    > Fahrten. 170/180 konstant ist da auch nicht drin - oder?
    Doch, solange du bei unter ca. 180 km/h bleibst, scheint das wohl drin zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=0x207XOHcoI

    Wohlgemerkt beim Model X. Das verbraucht um einiges mehr als ein Model S, der sollte also vermutlich länger schaffen (effizienter = weniger Abwärme - es sei denn, das Kühlsystem ist entsprechend kleiner dimensioniert; glaube ich aber nicht).

    Wenn du allerdings nicht dauernd laden willst, bleibst du wohl besser bei ca. 150 km/h. Das ist eine Geschwindigkeit, die auch viele Tesla-Youtuber immer wieder nennen. Achso und der Autopilot funktioniert auch nur bis max. 150 km/h. Das ist für viele Tesla-Fahrer wohl auch ein guter Grund, nicht schneller zu fahren. Es sei denn, sie wollen das "Spaßpedal" mal ausreizen ;)

    Sicherlich, "perfekt" ist das noch nicht unbedingt. Andererseits ein rein deutsches Problem - und selbst hier eigentlich nur für wenige Leute. Die meisten fahren nicht oder nur ganz selten über 180 km/h.

    Oh und das neue Tesla Model 3 scheint wohl eine noch bessere Kühlung bekommen zu haben, also noch weniger Probleme mit dem Überhitzen zu haben: https://insideevs.com/tesla-model-3-battery-transfer-twice-heat-model-s/ (und verbraucht außerdem noch mal weniger, weil kleiner -> weniger Abwärme) - wie gut sich das dann wirklich auf der deutschen Autobahn schlägt, wird sich aber wohl erst zeigen, wenn es wirklich in Deutschland ausgeliefert wird.

    > Evtl. sowas wie eine
    > VW-Plattform die verbindlich für alle Hersteller verwendet werden muss -
    > also ein genormter Akku in Höhe und Breite, welcher vielleicht von der
    > restlichen Karosserie getrennt werden kann (sowas wie ein Unterboden).
    No way, vergiss es. Das würde die Entwicklung eines Autos enorm einschränken. Wird nicht passieren.

    > Einheitliche Ladestandards (Auch Benzin ist auf Roz95 oder mit E10, bzw.
    > Diesel genormt), da gibt es auch keine Abweichungen, weil es die Motoren
    > schädigen würde.
    Es gibt einen einheitlichen Ladestandard in der EU: CCS. Dummerweise nicht so 100% verbindlich, bzw. nur auf Seite der Ladesäule verbindlich. Jede neue öffentliche Ladesäule muss einen CCS-Port haben.

    Tesla hat einen Typ-2 Stecker, kocht aber beim Schnellladen ein bisschen anderes Süppchen (nämlich weil es den Standard damals noch nicht gab). Langsames Laden ("destination charging") funktioniert damit aber ganz standardkonform.

    Außerdem gibt es etliche Spekulationen und Hoffnungen, dass die europäische Version des Tesla Model 3 mit CCS-Ladeport kommen wird. Der wäre nämlich phsyikalisch kompatibel mit dem Tesla Typ 2 Stecker (den Tesla auch an den Superchargern einsetzt). Nur die Ladeelektronik müsste natürlich entsprechend damit umgehen können. Ob das so kommt oder nicht, wird in den nächsten bekannt werden. Für das Model S und X gibt es noch einen Adapter zum Laden an CHAdeMO, beim Model 3 funktioniert dieser aber nicht. Auch das heizt die Spekulationen über CCS beim Model 3 an.

    Nissan (mit dem Leaf) setzt (soweit ich weiß) als einziger auf CHAdeMO. Nur doof, dass z.B. die neuen Ionity-Schnellladesäulen alle kein CHAdeMO mehr erhalten werden. Mittelfristig wird das in Europa aussterben. In Japan, wo der Standard ursprünglich herkommt mag der sich ja durchsetzen, hier aber nicht. (Warum zur Hölle hat die EU den Ladestandard nur auf Seiten der Ladesäule festgelegt? Ich habe keine Ahnung...)

    Renault wechselt mit den neuen ZOEs jetzt auch auf CCS. Hyundai setzt sowieso schon immer auf CCS. Die Deutschen sowieso.

    (und wie die Situation mit den Steckern in den USA aussieht: Keine Ahnung - und ist mir auch egal)

    Also ganz einfach: Es gibt einen Standard, CCS für Schnellladen. Typ 2 für langsam Laden (zuhause etc.). Stell dir CCS einfach folgendermaßen vor: Du nimmst einen Typ 2 Stecker und klebst unten noch zwei extra Pins dran. Deswegen passen Typ 2 Stecker einfach in eine CCS-Buchse.

    > Zudem ist die Frage, wie sehr der Wechsel auf Akkutechnologie die
    > Straßen deformiert, da die Fahrzeuge zumeist schwerer sind und der Asphalt
    > nicht dafür ausgelegt ist.
    Quark. So viel schwerer sind die Autos dann auch nicht. Im Gegensatz zu Bussen, LKWs usw. - die wiegen aber auch gleich ein Vielfaches eines normalen PKWs.

    > Die Schiersteiner Brücke bei Wiesbaden ist doch
    > letztens abgesackt, einfach weil man vor 30 Jahren mit aktuellem
    > Verkehrsaufkommen nicht gerechnet hat.
    Oder das aus extra 3 bekannte Beispiel der Bremer Stephanibrücke. Aber zumindest da war es das *LKW*-Verkehrsaufkommen, mit dem man damals nicht gerechnet hatte.

    > Warum dann nicht die unliebsame
    > Akku-Technologie nicht tatsächlich nur zum Überbrücken nutzen, und die
    > ohnehin anfallenden Kosten in das Straßennetz investieren, ein
    > Stromabnehmer halt wie bei Carerra... eigentlich ist alles schon irgendwie
    > erfunden, muss nur konsequent umgesetzt werden.
    Wird an mit Oberleitungs-LKW experimentiert... aber naja. Kann man dran glauben oder auch nicht.

  19. Nachtrag...

    Autor: katze_sonne 20.09.18 - 02:07

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User_x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Tes(t)las regeln aber auch konstant auf 120 km/h runter, bei
    > längeren
    > > Fahrten. 170/180 konstant ist da auch nicht drin - oder?
    > Doch, solange du bei unter ca. 180 km/h bleibst, scheint das wohl drin zu
    > sein: www.youtube.com
    >
    > Wohlgemerkt beim Model X. Das verbraucht um einiges mehr als ein Model S,
    > der sollte also vermutlich länger schaffen (effizienter = weniger Abwärme -
    > es sei denn, das Kühlsystem ist entsprechend kleiner dimensioniert; glaube
    > ich aber nicht).
    >
    > Wenn du allerdings nicht dauernd laden willst, bleibst du wohl besser bei
    > ca. 150 km/h. Das ist eine Geschwindigkeit, die auch viele Tesla-Youtuber
    > immer wieder nennen. Achso und der Autopilot funktioniert auch nur bis max.
    > 150 km/h. Das ist für viele Tesla-Fahrer wohl auch ein guter Grund, nicht
    > schneller zu fahren. Es sei denn, sie wollen das "Spaßpedal" mal ausreizen
    > ;)
    >
    > Sicherlich, "perfekt" ist das noch nicht unbedingt. Andererseits ein rein
    > deutsches Problem - und selbst hier eigentlich nur für wenige Leute. Die
    > meisten fahren nicht oder nur ganz selten über 180 km/h.
    >
    > Oh und das neue Tesla Model 3 scheint wohl eine noch bessere Kühlung
    > bekommen zu haben, also noch weniger Probleme mit dem Überhitzen zu haben:
    > insideevs.com (und verbraucht außerdem noch mal weniger, weil kleiner ->
    > weniger Abwärme) - wie gut sich das dann wirklich auf der deutschen
    > Autobahn schlägt, wird sich aber wohl erst zeigen, wenn es wirklich in
    > Deutschland ausgeliefert wird.

    Bin gerade über folgendes Video gestolpert, das gerade erst gestern veröffentlicht wurde: https://www.youtube.com/watch?v=Ff0F5f9bmwc

    Da kannst du gut sehen, wie das Tesla Model 3 reagiert, wenn du auf der Autobahn Vollstoff gibst, soweit der Verkehr es hergibt. Selbst, wenn es limitiert, dann erholt es sich schnell. Und naja, jetzt wäre noch die Frage, wie die Karre bei einer konstanteren Geschwindigkeit durchhält. Gerade das ständige Abbremsen (Rekuperieren erzeugt viel Wärme im Akku!) und Beschleunigen wie hier im Video bedeutet halt auch viel Wärme.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.18 02:08 durch katze_sonne.

  20. Re: Bitte was?

    Autor: matzems 20.09.18 - 07:31

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ist auch die Beschränkung von Diesel auf Autobahnen mit max. 120km/h.
    >
    > Was soll das bitte bringen? Gerade auf der Autobahn ist die Domäne des
    > Diesels, ganz anders als der tolle Benziner-Kleinwagen mit 5-Gang-Getriebe,
    > der dann bei 4000 Umdrehungen säuft wie ein Loch.

    Habe einen alten mittelklasse Saugbenziner der bei 130 mit genugsamen 6 liter super auskommt. Wo ist da das problem. Im Gegensatz zum diesel: geringe Steuern, einfach günstiger Motor ohne Turbo, startstop, commonrail oder direkteinspritzung -> damit langlebiger Motor. In der Summe vermutlich einiges günstiger als die Diesel mit ihren heutigen irre komplexen und anfälligen Motoren.

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