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Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

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  1. Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: Eheran 13.10.17 - 00:02

    Selbst innerhalb von <4 Jahren kann sich die politische Richtung plötzlich um 180° drehen.
    Also wen interessiert soetwas, was angeblich mal in 13 Jahren passieren soll?

  2. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: B.I.G 13.10.17 - 04:21

    Nun ja, das wäre so die Vorlaufzeit welche Industrie und Infrastruktur dafür brauchen...

    Wenn nun die Politik dazu alle 4 Jahre etwas neues beschließen würde würde es in 13 Jahren dann gar kein Produkt mehr am Markt geben.

  3. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: Reitgeist 13.10.17 - 08:31

    Aktuell ändert sich viel in dieser Branche. Sich jetzt schon festlegen was in 13 Jahren sein wird ist spekulativ. Wenn es sich anders entwickelt als gedacht, dann muss man noch reagieren können und das auch tun.

  4. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: RicoBrassers 13.10.17 - 09:07

    Reitgeist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktuell ändert sich viel in dieser Branche. Sich jetzt schon festlegen was
    > in 13 Jahren sein wird ist spekulativ. Wenn es sich anders entwickelt als
    > gedacht, dann muss man noch reagieren können und das auch tun.

    Sehe ich genauso.
    Daher bin ich zumindest aktuell auch ein Gegner eines "Verbrennerverbots" in Deutschland. Was ist denn, wenn wir in den 13 Jahren einen Durchbruch bei synthetischen Kraftstoffen haben, wodurch auch bestehende Autos im Grunde emissionslos fahren können (auch hier Voraussetzung: Strom 100% aus erneuerbaren Energien)? Was ist mit Brennstoffzellen, zählen die auch als "Verbrennermotor"?

    Meine Strategie wäre: Planung für "Verbrennerausstieg" bis z.B. 2030 (öffentlich, damit die Strategie bekannt ist), aber das entsprechende Gesetz erst in der Legislaturperiode kurz davor festlegen und verabschieden. So hat man genug zeitlichen Spielraum, um den technischen Fortschritt (auch in einem Aspekt der Technologieoffenheit) besser miteinbeziehen zu können.

  5. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: |=H 13.10.17 - 10:16

    Was willst du denn dann planen? Zumal der Staat nicht die Produkte für die Automobilindustrie plant. Um denen zu zeigen, dass es auch nur ansatzweise ernst gemeint ist, müssen die schon ein Gesetz erlassen.
    Zumal das dann auch jetzt dann dagegen geklagt werden kann und nicht erst in 15 Jahren, wodurch sich die Umsetzung dann noch einmal verschieben könnte.

    Statt Verbrennerverbot nennt man es dann Emissionsverbot und fertig. Dann sind auch saubere Verbrenner und andere alternative Antriebe einbezogen. Es gibt auch noch gar kein Gesetz, sondern nur die Einigung der Koalition. Es lohnt also auch gar nicht auf einem Wort rumzureiten, welches noch gar nicht im Gesetzestext geschrieben steht und zur Abstimmung vorgelegt wird.

  6. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: Reitgeist 13.10.17 - 10:44

    Genau das: die sollen sich Gedanken machen was denn der konkrete Punkt ist den sie wollen und den dann ins Gesetz schreiben.

    Sprich: wenn sie weniger Emissionen wollen dann sollen sie weniger Emissionen vorschreiben. Die Technik entwickelt sich dann schon, die Firmen wollen ja weiter Geld verdienen.

  7. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: stiGGG 13.10.17 - 11:14

    RicoBrassers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich genauso.
    > Daher bin ich zumindest aktuell auch ein Gegner eines "Verbrennerverbots"
    > in Deutschland. Was ist denn, wenn wir in den 13 Jahren einen Durchbruch
    > bei synthetischen Kraftstoffen haben, wodurch auch bestehende Autos im
    > Grunde emissionslos fahren können (auch hier Voraussetzung: Strom 100% aus
    > erneuerbaren Energien)?
    >Was ist mit Brennstoffzellen, zählen die auch als "Verbrennermotor"?

    Nein, nur der Unsinn für den Daimler und BMW die letzten Jahrzehnte Millionen an Fördergeldern kassiert haben, also den Schwachsinn Wasserstoff durch einen leicht modifizierten Otto-Motor zu jagen und dabei wieder 2/3 zu verschwenden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverbrennungsmotor

    In 13 Jahren interessiert sich ansonsten auch niemand mehr für synthetische Voodoo Kraftstoffe und die heute bestehenden Autos sind bis dahin Schrott. Elektroautos stehen gerade noch am Anfang, aber es ist total absehbar was kommen wird. Es ist eine disruptive Technologie, die auf lange Sicht allem anderen so überlegen ist, dass es keine Alternativen mehr geben wird.

  8. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: RicoBrassers 13.10.17 - 12:02

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was willst du denn dann planen? Zumal der Staat nicht die Produkte für die
    > Automobilindustrie plant. Um denen zu zeigen, dass es auch nur ansatzweise
    > ernst gemeint ist, müssen die schon ein Gesetz erlassen.
    > Zumal das dann auch jetzt dann dagegen geklagt werden kann und nicht erst
    > in 15 Jahren, wodurch sich die Umsetzung dann noch einmal verschieben
    > könnte.
    >
    > Statt Verbrennerverbot nennt man es dann Emissionsverbot und fertig. Dann
    > sind auch saubere Verbrenner und andere alternative Antriebe einbezogen. Es
    > gibt auch noch gar kein Gesetz, sondern nur die Einigung der Koalition. Es
    > lohnt also auch gar nicht auf einem Wort rumzureiten, welches noch gar
    > nicht im Gesetzestext geschrieben steht und zur Abstimmung vorgelegt wird.

    Nein, "Emissionsverbot" ist nicht korrekt. Denn auch synthetische Kraftstoffe verursachen Emissionen. Nur gibt es da eben den Vorteil, dass vorher bei der Produktion die gleiche Menge an Emissionen bereits aufgenommen wurde.

    Sprich: Es ist "emissionsneutral". ;)

  9. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: |=H 13.10.17 - 12:06

    Da ist dann die Frage, ob das gewünscht ist, denn eigentlich möchte man die Emissionen auch möglichst aus der Stadt raus halten. Es geht ja nicht nur um die globalen, sondern auch die lokalen Auswirkungen.

    Emissionsneutral wäre für mich dann nur eine Übergangslösung für Fahrzeuge, die nicht Emissionsfrei fahren können, wobei dies z.B. durch die Nutzung von Wasserstoff selbst bei schweren LKW möglich sein sollte.

  10. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: |=H 13.10.17 - 12:11

    Also existiert der Toyota Mirai nicht, der in Großserie produziert wird und der für 2018 angekündigte Mercedes-Benz GLC F‑Cell ist auch nur ein Traum?

  11. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: stiGGG 13.10.17 - 12:27

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also existiert der Toyota Mirai nicht, der in Großserie produziert wird

    Der existiert nur, weil der Zeitpunkt zu realisieren, dass diese Technologie ein Irrweg ist, zu spät für Toyota kam.

    >und
    > der für 2018 angekündigte Mercedes-Benz GLC F‑Cell ist auch nur ein
    > Traum?

    Ja, wetten der kommt nie?

  12. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: |=H 13.10.17 - 12:48

    Wenn die das Fahrzeug für 2020 angekündigt hätten, ok, aber bei einer Ankündigung für das nächste Jahr gehe ich schon davon aus, dass das Fahrzeug kommt.
    Auf der IAA wurde ein Vorserienmodell ausgestellt. Kein wildes Konzept.
    Im Grunde das, was Tesla aktuell mit dem Model 3 auch produziert.

  13. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: NeoTiger 13.10.17 - 13:05

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst innerhalb von <4 Jahren kann sich die politische Richtung plötzlich
    > um 180° drehen.
    > Also wen interessiert soetwas, was angeblich mal in 13 Jahren passieren
    > soll?

    Leute die heute Geld in die Infrastruktur von 13 Jahren investieren möchten.

    Wenn ich z.B. eine Wohungsbaugesellschaft bin und neue Mehrfamilienhäuser baue, dann ist die Frage, ob es sich lohnen würde die Stellplätze zukunftstauglich mit Ladestationen für E-Autos auszustatten.

    Wenn ich z.B. ein Elektriztätsversoger bin, so sollte ich durchaus bei der Planung neuer Kraftwerke wissen, ob wir es in 13 Jahren mit einem rapiden Anstieg an Elektroautos als Verbraucher zu tun bekommen.

    Natürlich können Gesetze später wieder geändert werden, aber wenn sie das tun, habe ich möglicherweise Aussicht auf Entschädigung.

  14. Re: Entscheidungen über "ferne" Zukunft sind irrelevant

    Autor: KingTobi 13.10.17 - 13:16

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also existiert der Toyota Mirai nicht, der in Großserie produziert wird und
    > der für 2018 angekündigte Mercedes-Benz GLC F‑Cell ist auch nur ein
    > Traum?

    Was ist denn Großserie? 2840 wurden innerhalb von 2 Jahren hergestellt.

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