1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Elektromobilität: Niederlande…

Modulare Fahrzeuge?

Helft uns, die neuen Foren besser zu machen! Unsere kleine Umfrage dauert nur wenige Sekunden!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Modulare Fahrzeuge?

    Autor: Johnny Cache 13.10.17 - 10:20

    Ich glaube daß die elektrischen Antriebe eine großartige Chance sein können um die Vielfalt der Hersteller wieder zu erweitern. Zumindest wenn das die Gesetzgeber auch entsprechend hergeben.

    Erst mit dieser Technik ist es beispielsweise möglich auf vergleichsweise einfache Weise Fahrzeugvarianten zu schaffen die man heute gar nicht haben konnte.
    So wäre z.B. für viele Mütter ein Van mit einer geringen Reichweite vollkommen ausreichend, da sie die meiste Zeit nur damit beschäftigt sind ihre Kinder ihn ihrer Heimatgegend von A nach B zu chauffieren.
    Auf der anderen Seite könnte es den selben Van aber auch mit einer dicken Batterie geben, damit man damit auch größere Strecken, z.B. als Servicefahrzeug zurücklegen kann.
    Oder man möchte mit dem gleichen Fahrzeug doch lieber etwas ziehen und verbaut dann eben vier Motoren für bessere Kraftverteilung.

    Der Punkt ist daß man mit solchen Fahrzeugen völlig neue Chancen für Zulieferer schaffen kann, denn bisher war man bei vielen Fahrzeugkomponenten einzig und allein auf den Fahrzeugherstellern festgenagelt gewesen, was damit zumindest technisch nicht meht notwendig sein dürfte.
    Selbstverständlich hat da auch noch der TÜV ein Wörtchen mitzureden, aber auch der dürfte wohl keine Probleme damit haben wenn man zwischen verschiedenen Batteriegrößen von unterschiedlichen Herstellern wählen könnte, oder wenn mal zwei oder viel Räder angetrieben werden.

    Wenn man es richtig macht könnte sich ein völlig neuer Markt, mit Herstellern die nur einzelne Komponenten herstellen und Werkstätten die auf Basis dieser Fahrzeuge nach Kundenwünschen zusammenbauen, ergeben, welcher unseren bisher recht starren Markt ordentlich durcheinander würfeln könnte.
    Man stelle sich nur mal vor daß man einen Unfall hat, das Chassis völlig am Arsch ist und die Werkstatt muß einem nur die wenigen teuren Komponenten die das überlebt haben in ein neues Chassis umbauen. Wenn man das nicht vielleicht sogar selber könnte.
    Da könnte aus Muttis kaputten Van vielleicht auch ganz schnell ein schickes Super Seven Spaßmobil für Papa werden.

  2. Re: Modulare Fahrzeuge?

    Autor: B.I.G 13.10.17 - 13:12

    Schöne Utopie, die hälfte des Postings beschreibt den derzeitigen Ist Zustand, die andere hälfte wird sich aus den gleichen Gründen weshalb sich das heute schon nicht lohnt auch in Zukunft nicht lohnen bzw. technisch unmöglich sein.

  3. Re: Modulare Fahrzeuge?

    Autor: Johnny Cache 13.10.17 - 13:51

    B.I.G schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schöne Utopie, die hälfte des Postings beschreibt den derzeitigen Ist
    > Zustand, die andere hälfte wird sich aus den gleichen Gründen weshalb sich
    > das heute schon nicht lohnt auch in Zukunft nicht lohnen bzw. technisch
    > unmöglich sein.

    Und welche Hälfte wird sich auch in Zukunft nicht lohnen?
    Ich gehe schwer davon aus daß Firmen wie z.B. Bosch, welche heute "nur" Zulieferer der Automobilindustrie sind, bald die wahren Hersteller dessen sind, was ein Fahrzeug ausmachen wird. Alle anderen werden dann noch nur das Blech dafür liefern, in das das ganze Zeug eingebaut werden wird.

  4. Re: Modulare Fahrzeuge?

    Autor: B.I.G 16.10.17 - 12:04

    Fast alle Hersteller haben schon heute modulare Plattformen um Kosten zu sparen. Also eine Basis welche dann an die jeweiligen Modelle angepasst wird.

    Und dass ein Van auch in Zukunft nicht zum Spassmobil umgebaut werden kann liegt an Primär 2 Punkten: Kosten und Sicherheit.

    Sicherheit da die ganze Struktur teil des Sicherheitskonzepts ist, dazu müssen auch die Aufbauten entsprechend mit der Plattform verbunden sein. Ein Teil der Aufprallenergie wird über den ganzen Rahmen ins Heck geleitet. Einfach so mal die A Säule, B Säule und C austauschen ist also nicht, das muss Grundsolide sein.

    Was uns zu Punkt 2 bringt: die Kosten. In der Produktionsstraße wird das Auto von weitgehend von Robotern zusammengebaut. Die Werkstatt muss das von Hand machen entsprechend hohe Kosten kommen zusammen. Das ist auch der Grund dafür weshalb es sich heute oft nicht lohne ein Unfallauto zu reparieren und man von einem Totalschaden spricht auch wenn man die kaputten Teile allesamt ersetzen könnte. Der Arbeitsaufwand ist zu hoch, bzw. die Produktion zu effizient. Diese kaputten Autos werden dann zum Teil nach Osteuropa und Afrika gekarrt wo die Arbeitszeit günstiger ist bzw. der Zukünftige Besitzer das noch selbst machen kann.

  5. Re: Modulare Fahrzeuge?

    Autor: Azzuro 17.10.17 - 14:06

    Verstehe ich nicht. Schon jetzt gibt es Autos in zig Varianten. Man kann zwischen Zweirad und Vierradantrieb wählen, zwischen Automatik und Manuellem getriebe, zwischen diversen schwachen und starken Motoren, Diesel und Benzin, Hybrid... das alles in ein und dem gleichen Auto. Und dann gibt es einen Markt für Dritthersteller, die zig Modifikationen für Autos anbieten, das machen dann eben Tuning-Läden.

    Es ist stattdessen doch eher umgekehrt so, dass bei Elektroantrieb eher befürchtet wird, dass die Tuning-Buden nichts mehr zu tun haben, und überhaupt die Autos alle gleicher werden, an Charakter verlieren, weil man eher weniger Optionen anbieten kann. Verschiedene Akkugrößen sind jetzt nichts besonderes; ist bei Tesla so und werden auch die kommenden Autos der großen Hersteller anbieten. Schon bei der Leistung kann man fast wenig machen bzw. ist dann oft er nur eine Softwaresache (naja, ist es bei Verbrennern mittlerweile auch...)

    Ich würde sagen, dass die Variantenvielfalt bei Elektroautos sogar eher geringer sein wird als bei aktuellen Autos.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  2. NEXPLORE Technology GmbH, Essen, Darmstadt, München
  3. Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt am Main
  4. ECOM Trading GmbH, Dachau

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme