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Effizienz

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  1. Effizienz

    Autor: taschenorakel 11.02.19 - 07:59

    Oder den Leuten bei Nikola ist endlich aufgefallen, was jedem brauchbaren Physik-Student bekannt ist: Mobile Brennstoffzellen sind mit ihrem geringen Wirkungsgrad von 35% viel zu ineffizient, viel zu unwirtschaftlich. Besonders wenn man bedenkt, dass man auch noch Hydrolyse betreiben und das gewonnene Gas komprimieren muss. Ach, und sprachen wir schon von den Transportverlusten durch Ausgasung? Mobile Brennstoffzellen sind und waren schon immer Unsinn. Besonders, da reine Batterielösungen auf Wirkungsgrade um die 90% kommen.

  2. Re: Effizienz

    Autor: Vash 11.02.19 - 08:19

    Was vielleicht stimmt, aber vielleicht werden Dinge besser oder es werden durch praktische Nutzung Fortschritte gemacht. Meiner Meinung nach ist ein Mix aus verschiedenen Antrieben sinnvoll um jedes Nutzungsprofil abzudecken.

    Batterie betrieben Langstrecke ist kompletter Irrsinn wenn man eine oder mehrere Ladezyklen a 8 Stunden einlegen muss. Für den Berufsverkehr aber wünschenswert wo die kleinen Batterien während der Arbeit/Nacht aufgeladen werden

  3. Re: Effizienz

    Autor: schap23 11.02.19 - 08:33

    Milchmädchenrechnung.

    Erstens haben auch Akkus einen Verlust. Schon mal gemerkt, Akkus sich beim Laden erheblich erhitzen?

    Zweitens stellt Wasserstoff eine gute Möglichkeit dar, umweltfreundlich gewonnen Strom zu speichern. Ansonsten kann man nur bei entsprechenden Wetterbedingungen laden oder muß auf konventionelle Stromerzeuger zurückgreifen.

    Drittens geht Dein Effizienzgewinn bei den Akkus durch das reine Gewicht der Akkus, die mittransportiert werden müssen drauf.

    Viertens ist bei der Brennstoffzellentechnik sicher noch viel mehr Luft für die Effizienzsteigerung drin als bei den recht ausgereiften Li-Akkus.

    Bei mir würde jedenfalls ein Physikstudent, der so einfach denkt, kein Vordiplom erhalten.

  4. Effizienz, Schmeffizienz

    Autor: demon driver 11.02.19 - 08:37

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Milchmädchenrechnung

    Richtig.

    Mal ganz abgesehen davon, dass die Beurteilung einer Technologie allein aufgrund einer solchen Effizienzbetrachtung ohnehin reichlich autistisch ist.

  5. Re: Effizienz

    Autor: azeu 11.02.19 - 08:39

    > Viertens ist bei der Brennstoffzellentechnik sicher noch viel mehr Luft für die Effizienzsteigerung drin als bei den recht ausgereiften Li-Akkus.

    Also eigentlich ist es anders herum. Bei der Brennstoffzellentechnik hat die Physik schon Grenzen gesetzt, bei den Akkus noch nicht.

    ... OVER ...

  6. Re: Effizienz

    Autor: s3bmai 11.02.19 - 08:53

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Milchmädchenrechnung.
    >
    > Erstens haben auch Akkus einen Verlust. Schon mal gemerkt, Akkus sich beim
    > Laden erheblich erhitzen?
    >
    > Zweitens stellt Wasserstoff eine gute Möglichkeit dar, umweltfreundlich
    > gewonnen Strom zu speichern. Ansonsten kann man nur bei entsprechenden
    > Wetterbedingungen laden oder muß auf konventionelle Stromerzeuger
    > zurückgreifen.
    >
    > Drittens geht Dein Effizienzgewinn bei den Akkus durch das reine Gewicht
    > der Akkus, die mittransportiert werden müssen drauf.
    >
    > Viertens ist bei der Brennstoffzellentechnik sicher noch viel mehr Luft für
    > die Effizienzsteigerung drin als bei den recht ausgereiften Li-Akkus.
    >
    > Bei mir würde jedenfalls ein Physikstudent, der so einfach denkt, kein
    > Vordiplom erhalten.

    da hat aber jemand die falsche milch getrunken.. ;)

    bei brennstoffzellen stellt der verlust des H2 gewichts ca. 5% der gesamtmasse dar, wenn nicht weniger. z.B. beim Toyota Mirai wiegen die H2 Tanks voll ca. 100 kg, davon sind 5 kg H2 :D (natürlich besser als 100% akku).
    die well-to-wheel effizienz von akkus ist um ein vielfaches besser als die von H2, wir reden hier von 20-30% vs. 80-90% das steht komplett außer frage
    was du mit dem effizienzgewinn meinst ist das mpg equivalent, und das stimmt. jedoch niveliert sich das durch die katastrophalen wirkungsgrad der mobilen brennstoffzelle wieder :)
    Ich denke als Speicherlösung ist Wasserstoff sehr gut, es ist jedoch fraglich wie sinnvoll es im Transportsektor ist.

    Ein weiterer Faktor den wenige hier ausdrücklich genug ansprechen: H2 ist sehr, sehr gefährlich.
    Ich bin Chemiker, das heißt ich habe wirklich von wenigen chemikalien Angst, respekt- sicher, aber H2 ist einer dieser Stoffe die einem gesunden Menschen Angst machen.
    Es riecht nicht, es kommt überall durch, es ist 100% transparent. Es bildet explosionsfähige gemische mit Luft zwischen 5-95% und jeder der schon mal ne Wasserstoffexplosion gesehen hat ...wirklich mit eigenen Augen bzw. Ohren - wird sich zwei mal drüber nachdenken ob er sich in der Nähe davon aufhalten will, geschweige sich eine 700 Bar Falsche mit equivalent meheren 100 L gas (bei 1bar) under den hintern klemmen möchte.
    Hinzu kommt noch, dass die Zündenergie für diese Explosionen sehr gering ist (vgl. mit Benzin z.B.) sodass schon statisch elektrische Entladungen ausreichen.
    Sicher, die Herstellen bulen damit, dass ihr Tank nicht explodiert (und das ist auch gut so), sollte das verpuffende H2 jedoch nicht SOFORT entzünden (was durch die mit überschall entweichende Gasmenge durchaus möglich ist) dann hat man sofort eine explosionsfähige Mischung. Ein Rezept für ein Desaster unglaublichen Ausmaßes.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.19 08:56 durch s3bmai.

  7. Re: Effizienz

    Autor: Mel 11.02.19 - 08:55

    Vash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was vielleicht stimmt, aber vielleicht werden Dinge besser oder es werden
    > durch praktische Nutzung Fortschritte gemacht. Meiner Meinung nach ist ein
    > Mix aus verschiedenen Antrieben sinnvoll um jedes Nutzungsprofil
    > abzudecken.
    >
    > Batterie betrieben Langstrecke ist kompletter Irrsinn wenn man eine oder
    > mehrere Ladezyklen a 8 Stunden einlegen muss. Für den Berufsverkehr aber
    > wünschenswert wo die kleinen Batterien während der Arbeit/Nacht aufgeladen
    > werden

    Wer redet denn von 8 Stunden? Entsprechende Anschlüsse vorausgesetzt kann der Akku in einer Stunde voll geladen werden. Relevante Teilladungen sogar noch schneller. Gerade in Europa würde sich das problemlos in den gesetzlichen Ruhepausen ausgehen.

    Zu den Pauseregelungen in den Staaten kann ich nichts sagen, aber eine Stunde alle 10 Stunden (1 MW Akku) sollte selbst dort drin sein.

  8. Re: Effizienz

    Autor: tovi 11.02.19 - 08:59

    Der Wirkungsgrad eines Akku gegenüber Wasserstoff ist > Faktor 3.
    Das heisst selbst wenn die Brennstoffzelle doppelt so gut werden würde wäre sie immer noch schlechter.
    Und die Batterieentwicklung ist noch nicht am Ende.
    Dazu kommt die Infrastruktur. Es wird gemeckert wir hätten zu wenig Schnelladesäulen - ja, aber Wasserstoff Tankstellen gibt es ja viele.
    Diese Wasserstoff Geschichte ist gut um bestehende Strukturen (Monopole) aufrechtzuerhalten.
    Strom kann jeder heute selber einfach herstellen. PV aufs Dach fertig.
    Bei Wasserstoff - komprimiert auf 700 bar - sieht das wieder anders aus.
    In die Nähe der Wirtschaftlichkeit eines BEV betrieben aus der eigenen PV-Anlage kommt keine andere Technik auch nur ansatzweise heran.

  9. Re: Effizienz

    Autor: DeathMD 11.02.19 - 09:04

    Bei Lithium-Ionen Akkus kratzen wir noch an der Oberfläche des theoretisch möglichen, also da ist noch sehr viel Luft nach oben. Die derzeitige Akkugeneration halte ich für Langstrecken-LKW allerdings auch für ungeeignet.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  10. Re: Effizienz

    Autor: chefin 11.02.19 - 09:07

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder den Leuten bei Nikola ist endlich aufgefallen, was jedem brauchbaren
    > Physik-Student bekannt ist: Mobile Brennstoffzellen sind mit ihrem geringen
    > Wirkungsgrad von 35% viel zu ineffizient, viel zu unwirtschaftlich.
    > Besonders wenn man bedenkt, dass man auch noch Hydrolyse betreiben und das
    > gewonnene Gas komprimieren muss. Ach, und sprachen wir schon von den
    > Transportverlusten durch Ausgasung? Mobile Brennstoffzellen sind und waren
    > schon immer Unsinn. Besonders, da reine Batterielösungen auf Wirkungsgrade
    > um die 90% kommen.

    Zum Glück wird die Welt von cleveren Menschen designt und nicht von Physikstudenten mit Tunnelblick. Vom Wirkungsgrad her hat man mit Akku sicherlich große Vorteile. Aber der Wirkungsgrad ist nur ein kleiner Faktor im Gesamtsystem. Strom ist nicht Speicherbar. Man muss ihn immer umformen um ihn zu speichern. Sei es in chemischer Form, in mechanisch Form oder als Wärme.

    Und Energie muss transportabel und schnell verfügbar sein, weil die Energiekosten im verhältniss zur Arbeitszeit stehen. Und wenn ich 30% Energiekosten spare, aber dafür das selbe als Arbeitszeit opfern muss, fällt zusätzlich die Transportkapazität ab und man muss mehr LKWs und mehr Fahrer bereit halten um das auszugleichen.

    Deswegen muss man das Gesamtsystem im Auge behalten. Und gerade LKWs wären größtenteils nachts am Laden. Fahr doch mal ab 22.00 Uhr auf der Autobahn. Da kannst viele km rechts fahren, was Tagsüber fast nicht mehr geht. Aber Nachts sind die Solarzellen tot. Da haben wir Wind und Speicherenergie. Und mit dem Kohleausstieg müssen wir uns was einfallen lassen um auch mal 2 Wochen ohne Solar auszukommen. Musst mir mal erklären, wie du zb 4 Wochen Energiepuffer für Worstcase bereit stellen willst. Spätestens dann landest beim Wasserstoff oder Methanolsynthese. Aber wenn ich das dann als Puffer benutzten muss, kann ich es auch direkt verarbeiten.

  11. Re: Effizienz

    Autor: PearNotApple 11.02.19 - 09:09

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder den Leuten bei Nikola ist endlich aufgefallen, was jedem brauchbaren
    > Physik-Student bekannt ist: Mobile Brennstoffzellen sind mit ihrem geringen
    > Wirkungsgrad von 35% viel zu ineffizient, viel zu unwirtschaftlich.
    > Besonders wenn man bedenkt, dass man auch noch Hydrolyse betreiben und das
    > gewonnene Gas komprimieren muss. Ach, und sprachen wir schon von den
    > Transportverlusten durch Ausgasung? Mobile Brennstoffzellen sind und waren
    > schon immer Unsinn. Besonders, da reine Batterielösungen auf Wirkungsgrade
    > um die 90% kommen.

    Es ist nicht nur die geringe Effizienz bei der Herstellung von Wasserstoff und Umwandlung in elektrische Energie (übrigens wird der große Anteil an Wasserstoff nicht durch Elektrolyse gewonnen, sondern durch Wassergas-Shift-Reaktion aus Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid wiederum stammt aus Synthesegas, das aus Kohle gewonnen wird. Sogesehen ist der Wasserstoff in Deutschland nicht einmal "sauber".)
    Die Betreiber der Brennstoffzellen-Lkwflotte muss auch ein Wasserstoffinfrastruktur aufbauen. Das kostet mindestens so viel wie eine herkömmliche Tankstelle plus man muss regelmäßig Wasserstoff liefern lassen. Das ist ein erheblicher Kostenblock. Hinzu kommt der teure Wasserstoff und höhere Wartungskosten (Brennstoffzelle muß vor Katalysatorgiften geschützt werden).

  12. Re: Effizienz

    Autor: MadCat_me 11.02.19 - 09:11

    Bleibt auch die Frage, wie man überhaupt Wasserstoff in ausreichenden Mengen zu den Tankstellen bringen kann? In sonnigen Regionen könnte man sicher einiges vor Ort herstellen, aber spätestens im Winter müsste zugeliefert werden.

    In großen Mengen kann man Wasserstoff eigentlich nur sinnvoll kryogen transportieren, aber das alleine bringt enorme Kosten mit sich. Flüssig bleibt er nur zwei -259° bis -252° C, also nahe am absoluten Nullpunkt. Dementsprechend braucht man Materialien, die das auf Dauer aushalten und auch Wasserstoff-Versprödung widerstehen -- man möchte sicherlich Tanks öfter als ein- oder zweimal verwenden. Oben drauf kommt ein enormer Energieverbrauch für die Kühlung.

    In gasförmigem Zustand, macht der Transport IMO keinen Sinn. Das sind einfach zu geringe Mengen, die man sinnvoll transportieren kann.

    btw: der Stromverbrauch für die Hochdruckpumpen eines Wasserstoff-Tanksystems wäre auch mal interessant. Um 700 bar aufzubauen, wird's wohl kaum bei ein paar kWh pro Auto bleiben. Außerdem dauert das ganze auch etwas.

  13. Re: Effizienz

    Autor: Captain 11.02.19 - 09:17

    Haben einige schon mal an Gegenden gedacht, die Sonne im Überfluss haben? Ich denke da jetzt an die Sahara oder die arabische Halbinsel. Wenn man die mit PV Anlagen zupflastert, hat man genug Energie zusammen, um die Wasserstoffherstellung zu bewerkstelligen.
    Dann wird die Gesamtbetrachtung des geringen Wirkungsgrads der Brennstoffzelle schon in einem anderen Licht zu sehen sein.

  14. Re: Effizienz

    Autor: MadCat_me 11.02.19 - 09:27

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Haben einige schon mal an Gegenden gedacht, die Sonne im Überfluss haben?
    > Ich denke da jetzt an die Sahara oder die arabische Halbinsel. Wenn man die
    > mit PV Anlagen zupflastert, hat man genug Energie zusammen, um die
    > Wasserstoffherstellung zu bewerkstelligen.
    > Dann wird die Gesamtbetrachtung des geringen Wirkungsgrads der
    > Brennstoffzelle schon in einem anderen Licht zu sehen sein.

    Richtig, aber willst Du Dich von mehrheitlich instabilen (Nord-Afrika) bis radial-islamischen Ländern (Saudi-Arabien) noch abhängiger machen, als wir es aktuell beim Öl sind?

    Die benötigte Fläche wäre nicht mal sonderlich groß, aber wie gesagt, damit wäre man komplett von einzelnen Ländern abhängig, die gerade in dieser Region, alles andere als unproblematisch sind.

  15. Re: Effizienz

    Autor: SJ 11.02.19 - 09:28

    Und nicht zu vergessen: Es gibt erhebliche Wartezeiten zwischen dem Erstwasserstofftanker und dem Zweitwasserstofftanker.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  16. Re: Effizienz

    Autor: M. 11.02.19 - 09:51

    > > mit PV Anlagen zupflastert, hat man genug Energie zusammen, um die
    > > Wasserstoffherstellung zu bewerkstelligen.
    [...]
    > Die benötigte Fläche wäre nicht mal sonderlich groß, aber wie gesagt, damit
    > wäre man komplett von einzelnen Ländern abhängig, die gerade in dieser
    > Region, alles andere als unproblematisch sind.
    Hinzu kommt, dass es auch dann deutlich effizienter waere, den Strom per Hochspannungs-Gleichstromkabel zu transportieren und ueber das Verbundnetz zu verteilen, als ihn zur Elektrolyse zu nutzen, Wasserstoff zu komprimieren, diesen per Tanker nach Europa zu fahren und dort per Tanklaster zu verteilen.

    Das Stromnetz muss leistungsfaehiger und internationaler werden. Dann gibt es weder ein Speicher- noch ein Transportproblem.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  17. Re: Effizienz

    Autor: azeu 11.02.19 - 09:58

    Nicht zu vergessen, dass sowohl die Tanker als auch die LKWs die diesen Wasserstoff dann transportieren natürlich ebenfalls Treibstoff brauchen.

    Aber die können ja elektrisch fahren, dann erhöht sich der Wirkungsgrad vom Wasserstoff ;)

    ... OVER ...

  18. Re: Effizienz

    Autor: Nec 11.02.19 - 10:31

    MadCat_me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bleibt auch die Frage, wie man überhaupt Wasserstoff in ausreichenden
    > Mengen zu den Tankstellen bringen kann? In sonnigen Regionen könnte man
    > sicher einiges vor Ort herstellen, aber spätestens im Winter müsste
    > zugeliefert werden.

    Warum kann man nicht einfach den Strom per Stromleitung zuliefern, wenn die Sonnenenergie lokal nicht reicht?

  19. Re: Effizienz

    Autor: taschenorakel 11.02.19 - 10:47

    Der erste Denkfehler der Wasserstoffverfechter ist zu glauben, dass es sinnvoll wäre, Distanzen > 100 km per LKW, statt Bahn zurückzulegen. Fracht-Container sind seit nahezu 100 Jahren etabliert und selbst wenn man sich die fragwürdigen Effizienzgewinne beim Beladen eines langen Trailers statt einzelner Container erhalten möchte, gibt es bereits heute die Möglichkeit Trailer direkt auf Bahnwagen zu verladen. Das geht schnell, automatisierbar und preiswert.

    Der zweite Denkfehler ist zu glauben, dass man Batterien im LKW aufladen muss. Bereits heute sind elektrische LKW erfolgreich mit Batteriewechselsystemen unterwegs (siehe z.B. https://www.futuricum.com/). Statt Energie und Zeit beim Schnellladen zu verschwenden, werden standardisierte Akkus einfach auf dem Betriebshof, beim Kundenlager binnen Minuten getauscht. Die Wechselakkus hingegen werden Lebenszeit- und Energie schonend langsam geladen.

  20. Re: Effizienz

    Autor: emdotjay 11.02.19 - 11:05

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der erste Denkfehler der Wasserstoffverfechter ist zu glauben, dass es
    > sinnvoll wäre, Distanzen > 100 km per LKW, statt Bahn zurückzulegen.
    > Fracht-Container sind seit nahezu 100 Jahren etabliert und selbst wenn man
    > sich die fragwürdigen Effizienzgewinne beim Beladen eines langen Trailers
    > statt einzelner Container erhalten möchte, gibt es bereits heute die
    > Möglichkeit Trailer direkt auf Bahnwagen zu verladen. Das geht schnell,
    > automatisierbar und preiswert.
    >
    > Der zweite Denkfehler ist zu glauben, dass man Batterien im LKW aufladen
    > muss. Bereits heute sind elektrische LKW erfolgreich mit
    > Batteriewechselsystemen unterwegs (siehe z.B. www.futuricum.com Statt
    > Energie und Zeit beim Schnellladen zu verschwenden, werden standardisierte
    > Akkus einfach auf dem Betriebshof, beim Kundenlager binnen Minuten
    > getauscht. Die Wechselakkus hingegen werden Lebenszeit- und Energie
    > schonend langsam geladen.


    zum ersten Denkfehler: auch in D gibt es Bereiche die durch die "pünktliche" Bahn nicht erreicht werden. Würde die Politik hier entgegen Steuern und ab einer bestimmten Distanz die Unternehmen verpflichten mit der Bahn zu befördern dann ließen ich die Waren energieärmer Transportieren. Energieärmer != Zeiträume oder Zeitkritischer

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