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Hätten sich die arroganten Deutschen ...

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  1. Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: TomKay1985 07.04.22 - 06:13

    ... Autohersteller zusammengetan und 3 Standard-Wechselbatterien entwickelt und dann mit den örtentlichen Tankstellen die Infrastruktur ausgebaut, hätten wir heute kein Versorgungsproblem, da man seinen Akku eines Deutschen Fahrzeugherstellers an jeder Tankstelle hätte tauschen können - die wiederum die Aufladung gegen Entgelt vorgenommen hätten.

  2. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Nore Ply 07.04.22 - 06:29

    TomKay1985 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Autohersteller zusammengetan und 3 Standard-Wechselbatterien entwickelt
    > und dann mit den örtentlichen Tankstellen die Infrastruktur ausgebaut,
    > hätten wir heute kein Versorgungsproblem

    Ach, und das angebliche Versorgungsproblem (welches wäre das?) haben wir also wegen der arroganten deutschen Autohersteller? Und warum haben dann die Briten, Holländer, Franzosen, Italiener, Schweden, Koreaner, ... keine 3 Standard Wechselbatterien entwickelt? Haben die arroganten deutschen Autobauer denen etwa ein Killerkommando angedroht?

    Ihr Troll-Bots seid doch einfach zu lustig.

  3. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Oekotex 07.04.22 - 07:53

    Nore Ply schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach, und das angebliche Versorgungsproblem (welches wäre das?) haben wir
    > also wegen der arroganten deutschen Autohersteller?
    Wir haben ein Problem was öffentliche Ladeinfrastruktur angeht. Beim besten Willen, wegreden lässt sich das nicht und mit mangelhaft wäre diese Infrastruktur noch sehr wohlwollend benotet.

    Die Ladesäulen die es gibt sind i. d. R. an irgendwelchen Einkaufszentren (also eben genau da, wo die Menschen nicht wohnen und auch nicht unbedingt täglich sind, wenn sie nicht da arbeiten) und an Autobahnrastplätzen (also auch nix, wo man über Nacht lädt), aber eben nicht in den Siedlungen, wo die Menschen leben. Um die paar Zentrumsnahen Ladepunkte sollen sich dann hunderttausende Mieter und Laternenparker der Stadt kloppen.

    Ich könnte zwar eine Garage mieten, aber die hat nicht einmal Haushaltsstrom und ist noch dazu so eng, dass es mit neuen Autos darin eher knapp wird.

    > Und warum haben dann
    > die Briten, Holländer, Franzosen, Italiener, Schweden, Koreaner, ... keine
    > 3 Standard Wechselbatterien entwickelt? Haben die arroganten deutschen
    > Autobauer denen etwa ein Killerkommando angedroht?
    Ich glaube, dem TE ging es mehr um den "Heimatmarkt". Und der ist für Audi, BMW, Mercedes und BMW zumindest auf dem Papier noch Deutschland.

    > Ihr Troll-Bots seid doch einfach zu lustig.
    Ihr Eigenheim und Garage-mit-Strom-Besitzer auch.

  4. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: bernd71 07.04.22 - 08:48

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nore Ply schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ach, und das angebliche Versorgungsproblem (welches wäre das?) haben wir
    > > also wegen der arroganten deutschen Autohersteller?
    > Wir haben ein Problem was öffentliche Ladeinfrastruktur angeht. Beim besten
    > Willen, wegreden lässt sich das nicht und mit mangelhaft wäre diese
    > Infrastruktur noch sehr wohlwollend benotet.
    >

    Und wie Akkuwechselstationen und die zusätzlich benötigten Akkus fallen dann einfach vom Himmel, oder wie paar das zum Thema?

  5. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Oekotex 07.04.22 - 09:14

    Ich würde Wetten eingehen, dass sich eine Station schneller mit 50 Akkus ausstatten lässt, also das irgend eine Großstadt in Deutschland 50 Ladepunkte in eine Wohnsiedlung stellt.

  6. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: rawcode 07.04.22 - 09:41

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde Wetten eingehen, dass sich eine Station schneller mit 50 Akkus
    > ausstatten lässt, also das irgend eine Großstadt in Deutschland 50
    > Ladepunkte in eine Wohnsiedlung stellt.

    Was meinst du, wie viele Jahre das dauern wird, bis Nio die ersten Akkuwechselstationen in Wohngebieten baut? Also nachdem alle Autobahnen in DE voll ausgerüstet sind.

    Und evtl. auch andere, _falls_ sich das Modell als erfolgreich erweisen sollte. Denn irgendwie habe ich heftige Zweifel. Aber wie man dauernd liest, scheint der Durchschnittsdeutsche wirlich unheimlich an dem Tankstellenmodell zu hängen, also "ich fahre rum und zwei-dreimal im Monat stelle ich mich zu einer Versorgungsstelle und mache auf einen Schlag wieder voll". Diese Gewohnheit könnte natürlich dem Modell einen von mir unerwarteten Schub geben.

    Warum macht das eigentlich keiner beim Handy? Gibt doch überall genug Handyshops, die als Akkuwechselstationen fungieren könnten. Dann muss man doch nicht mehr "dauernd daran denken, das Ding irgendwo zu laden".

    Aber irgendwie scheint sich bei Handys das Modell "ich lade immer da wo ich eine Dose finde" durchgesetzt zu haben. Niemand geht zu einer "Ladestell" für sein Handy. Oder gar Wechselstation.

    Und ehrlich, was ist teurer und/oder aufwändiger pro 10.000 Einwohner?
    a) 10 Wechselstationen (was kostet eine nochmal?)
    b) 5000 Langsamlader (7-11kW) für 2000¤ pro Stück? Oder nehmen wir von mir aus ¤4000 pro Stück. Ist immer noch billiger. Und braucht nebenbei nichtmal Extraplatz.

  7. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Oekotex 07.04.22 - 10:04

    rawcode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum macht das eigentlich keiner beim Handy? Gibt doch überall genug
    > Handyshops, die als Akkuwechselstationen fungieren könnten. Dann muss man
    > doch nicht mehr "dauernd daran denken, das Ding irgendwo zu laden".

    Da hab ich eine Idee:
    Die meisten Menschen verfügen zuhause über Steckdosen - häufig sogar über mehr als eine - an denen sie ihr Handy aufladen können. Tags und nachts, im Sommer, im Winter.

    > Aber irgendwie scheint sich bei Handys das Modell "ich lade immer da wo ich
    > eine Dose finde" durchgesetzt zu haben. Niemand geht zu einer "Ladestell"
    > für sein Handy. Oder gar Wechselstation.

    Ich bin sicher, wenn Ladepunkte da wären, wo Menschen wohnen, also in Siedlungen und dann in einer Siedlung gerne auch mehr als 2 Ladepunkte, dann gäbe es den Bedarf einer Akkuwechselstation auch nicht.

    > Und ehrlich, was ist teurer und/oder aufwändiger pro 10.000 Einwohner?
    > a) 10 Wechselstationen (was kostet eine nochmal?)
    > b) 5000 Langsamlader (7-11kW) für 2000¤ pro Stück? Oder nehmen wir von mir
    > aus ¤4000 pro Stück. Ist immer noch billiger. Und braucht nebenbei nichtmal
    > Extraplatz.

    Da unsere Städte es aber seit Jahren nicht hinbekommen E-Mobilität auch für Laternenparker interessant zu machen (obwohl es nebenbei nichtmal Extraplatz braucht *) sehe ich in Akkuwechselstationen ein großes Plus. Das wir damit bis Ende 2023 nicht alle erreichen und wohl kauf auf die ca. 14.100 Tankstellen können, die es heute in Deutschland gibt ist klar. Aber man muss ja mal anfangen.

    * Ist eine Ladesäule nicht schon ein Extraplatz? Also in meiner Stadt steht nicht neben jedem Parkplatz eine Ladesäule. Ganz im Gegenteil: Es sind verschwindend wenige Plätze, für die man sogar extra Karten und Apps anbietet, damit man sie überhaupt findet.

    Klar, wenn man nur in EUR denkt und nicht in Verfügbarkeit, dann machen solche Konzepte keinen Sinn. Aber dann machen auch Ladepunkte mit 11 kW keinen Sinn. Da könnten wir ja auch einfach entlang der Straßen Schuko-Dosen in den Boden legen und dann sollen die Leute halt da laden. Wäre auch billiger. Dauert für einen ID3 dann halt 20-34 Stunden, aber so viel Zeit wird man ja wohl haben.

    So nebenbei: Zweifler haben noch nie Fortschritt bewirkt.

  8. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: rawcode 07.04.22 - 10:21

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rawcode schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum macht das eigentlich keiner beim Handy? Gibt doch überall genug
    > > Handyshops, die als Akkuwechselstationen fungieren könnten. Dann muss
    > man
    > > doch nicht mehr "dauernd daran denken, das Ding irgendwo zu laden".
    >
    > Da hab ich eine Idee:
    > Die meisten Menschen verfügen zuhause über Steckdosen - häufig sogar über
    > mehr als eine - an denen sie ihr Handy aufladen können. Tags und nachts, im
    > Sommer, im Winter.
    > > [...]
    > Ich bin sicher, wenn Ladepunkte da wären, wo Menschen wohnen, also in
    > Siedlungen und dann in einer Siedlung gerne auch mehr als 2 Ladepunkte,
    > dann gäbe es den Bedarf einer Akkuwechselstation auch nicht.
    >[...]
    > Da unsere Städte es aber seit Jahren nicht hinbekommen E-Mobilität auch für
    > Laternenparker interessant zu machen (obwohl es nebenbei nichtmal
    > Extraplatz braucht *) sehe ich in Akkuwechselstationen ein großes Plus. [...]
    >
    > * Ist eine Ladesäule nicht schon ein Extraplatz? Also in meiner Stadt steht
    > nicht neben jedem Parkplatz eine Ladesäule. Ganz im Gegenteil: Es sind
    > verschwindend wenige Plätze, für die man sogar extra Karten und Apps
    > anbietet, damit man sie überhaupt findet.
    >
    [...]
    >
    > So nebenbei: Zweifler haben noch nie Fortschritt bewirkt.

    Also den generellen "Zweifler" lasse ich nicht auf mir sitzen. Ich behaupte nur, dass Wechselstationen wirtschaftlicher Unfug sind und nur in sehr wenigen Szenarien überhaupt einen Vorteil ergeben, z.B. wenn's drum geht, möglichst schnell tausende von Kilometern mit fast null Pause runterzureißen. Da sind Schnellladestationen klar im Nachteil ggü. Wechselstationen.

    Ich behaupte nur, dass das Alternativmodell, das ja ebenfalls noch am Wachsen ist, besser ist: Ladepunkte an jeder Ecke. Wenn ich mir z.B. Stuttgart so anschaue, gibt es dort schon flächendeckend Ladestationen alle 500m. Reicht noch nicht, wenn alle E-Auto fahren, aber die, die heute schon eins haben, haben die Möglichkeit, alle 4-5 Tage mal vollzumachen, wenn sie gerade einkaufen, schwimmen, Behördengang machen, usw. Reicht für das tägliche Pendeln vollkommen, bei einem angenommenen 50kWh-Akku. Man muss nicht _jede_ Nacht an die Dose. Und jetzt kommt mir bitte nicht wieder mit den "jeden Tag 300km"-Pendlern. Die fahren mit ihrem Diesel noch eine ganze Weile ökonomisch und sogar ökologisch.

  9. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Jennss 07.04.22 - 10:26

    Das Akkutauschsystem ist doch für die Reise gedacht, also an Autobahnraststätten, dachte ich. Im Alltag lädt man doch eher. Das System ist auch nur als Ergänzung, nicht als alleiniges System. Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt man also trotzdem nicht herum. Die zusätzliche Infrastruktur für den Austausch wird sicherlich nicht weniger Aufwand sein als die Ladeinfrastruktur. Es müssen viele Akkus bereit aufgeladen liegen (wg. Lagerung wohl nur bis 80 oder 90%).

    Der Zeitvorteil ist da, ganz klar. Statt 30 Minuten aufladen braucht man nur 5 Minuten für den Akkutausch. Aber: Laden macht man nebenbei, das kostet eigentlich keine Zeit. Mit Ladesäulen an Einkaufszentren, Supermärkten, Baumärkten etc. dürfte es für jeden gut funktionieren. 2 Einkäufe mit Aufladen reichen den meisten wohl pro Woche. Wer kein E-Auto hat, überschätzt das Problem womöglich. Und beim Akkutausch müsste man warten bis der Akku fast leer ist. Sonst lohnt es kaum. Laden kann man jederzeit, z.B. von 50% auf 100% für die Abfahrt zur Reise.

  10. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: bplhkp 07.04.22 - 10:43

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da unsere Städte es aber seit Jahren nicht hinbekommen E-Mobilität auch für
    > Laternenparker interessant zu machen


    Nicht-können wohnt in der Nicht-wollen-Straße.

    In Nordschweden habe ich schon vor 15 Jahren an vielen öffentlichen Stellplätzen eine Steckdose gesehen - damals für eine Art Tauchsieder fürs Kühlwasser.

    Und Autos will man sowieso aus der Stadt raushaben.
    Wenn man dann schon Ladesäulen baut, werden die maximal unattraktiv indem der Stellplatz nur während des Ladevorgangs genutzt werden darf. Herzlichen Glückwunsch wenn man dann Abends um 10 sein Auto umparken darf.

  11. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Jennss 07.04.22 - 11:05

    Für die meisten Laternenparker führt kein Weg an Schnellladern vorbei, also irgendwo, wo man eh das Auto mal stehenlässt, z.B. beim Einkaufen. 50 kW sind dabei schon ein guter Kompromiss. Das ist langsam genug, um schonend zu laden, aber schnell genug, um reichlich Kilometer beim Einkaufen zu laden. Die Lösung mit 3,7 kW und ewigen Ladezeiten halte ich nur in wenigen Fällen für praktisch.

  12. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Oekotex 07.04.22 - 11:11

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht-können wohnt in der Nicht-wollen-Straße.
    Also, ich will, kann aber nicht. Demnach wohnt Wollen in der Nicht-können-Straße.

    > Und Autos will man sowieso aus der Stadt raushaben.
    Wer genau ist "man"?
    Junge, sportliche Menschen, für die Laufen und Radfahren so selbstverständlich ist wie amen, oder einfach Menschen, die in Ihrer Mobilität aufgrund z. B. einer Gehbehinderung eingeschränkt, oder sogar auf einen Rollstuhl angewiesen sind?

    > Wenn man dann schon Ladesäulen baut, werden die maximal unattraktiv indem
    > der Stellplatz nur während des Ladevorgangs genutzt werden darf. Herzlichen
    > Glückwunsch wenn man dann Abends um 10 sein Auto umparken darf.
    Genau das ist ja eines der vielen, vielen Probleme. Damit bekommt man die Menschen, für die das Auto nicht nur ein "Ich will auch eins, weil so viele eins haben" nicht erreicht.

    Wenn das Auto aus der Stadt soll, brauchen wir ein echtes Mobiltätskonzept, das weiterdenkt als bis zum Bau von Fahrradwegen. Einfach, weil heute Menschen in der Stadt wohnen, die eben nicht mit dem Fahrad ein paar Kilometer zum P&R-Platz an der Autobahnauffahrt fahren können.

    Es sei denn, "man" will nicht nur das Auto, sondern auch alte und Menschen mit Behinderung aus der Stadt raushaben. Aber dann steh auch dazu!

  13. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: bplhkp 07.04.22 - 11:36

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also, ich will, kann aber nicht.

    Du entscheidest auch nicht darüber.


    > Wer genau ist "man"?
    Die Leute die in vielen Städten in die Rathäuser gewählt wurden.


    > Junge, sportliche Menschen, für die Laufen und Radfahren so
    > selbstverständlich ist wie amen, oder einfach Menschen, die in Ihrer
    > Mobilität aufgrund z. B. einer Gehbehinderung eingeschränkt, oder sogar auf
    > einen Rollstuhl angewiesen sind?

    Man wird ja trotzdem gewählt.

    > Wenn das Auto aus der Stadt soll, brauchen wir ein echtes Mobiltätskonzept,
    > das weiterdenkt als bis zum Bau von Fahrradwegen.

    Ja natürlich. Aber viele Politiker denken offenbar nicht weiter.
    Vor allem ist hochwertiger weil schienengebundener ÖPNV ein Projekt von vielen Politikergenerationen. Die Autos will man am besten gestern aus der Stadt raushaben. Natürlich bis auf die eigenen Dienstfahrzeuge, denn das sind Arbeitsmittel.

  14. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Oekotex 07.04.22 - 11:54

    Jennss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Zeitvorteil ist da, ganz klar. Statt 30 Minuten aufladen braucht man
    > nur 5 Minuten für den Akkutausch. Aber: Laden macht man nebenbei, das
    > kostet eigentlich keine Zeit. Mit Ladesäulen an Einkaufszentren,
    > Supermärkten, Baumärkten etc. dürfte es für jeden gut funktionieren.
    Eben, aber so lange nur mal ein Lidl oder ein Kaufland zwei Ladepunkte anbietet (mit wie vielen Kunden Pro Stunde rechnen so Läden eigentlich?) ist das eben auch zu wenig.

    > Wer kein E-Auto hat, überschätzt das Problem womöglich.
    Wenn er rechnen kann nicht.
    Nehmen wir, weils ja für viele nur Tesla sein darf, mal das Model Y.
    LR ist angegeben mit 533 Km Reichweite. Unter WLTP (wir ahnen, dass der WLTP-Wert mit Realität nicht so viel zutun hat). Aber versuchen wir es mal: 533 Km x 0,8 = 426 (0,8 weil man die Batterie ja nicht auf Null fährt und fahren soll).

    426 WLTP-Kilometer klingen gut.
    Wenn die Klimaanlage oder Heizung laufen soll, oder wenn es Winter ist und der Akku deshalb nicht voll leistungsfähig, dann sind das wahrscheinlich eher 350-360 Km.

    Wer also mehr als diese Stecke pro Woche zurücklegt, der kommt mit "einmal Laden pro Woche" eher nicht hin. Ich bin höchstens noch einmal pro Monat in einem stationären Handel einkaufen. Lidl, Kaufland und Co nutze ich schon seit weit über 1,5 Jahren nur noch in Ausnahmefällen. Stattdessen bestelle ich Lebensmittel und Getränke. Das spart mir das "Schleppen", was mir Aufgrund einer Gehbehinderung ohnehin manchmal Probleme macht.

    > Und beim Akkutausch müsste man
    > warten bis der Akku fast leer ist. Sonst lohnt es kaum. Laden kann man
    > jederzeit, z.B. von 50% auf 100% für die Abfahrt zur Reise.

    Auch daran kann man ja noch arbeiten.
    Nur, weil es heute so ist muss man es ja nicht optimieren.
    So könnte der Akku identifiziert werden und gemessen werden.
    Wenn man also weiß, dass Kunde Jenss den Akku AZ23876uhjhhZk7936478346hhGfR "abgegeben" hat, dann kann man diesen messen und sehen das nur 46 kW/h nachgeladen werden mussten und dem Kunden Jenss dann nur 46 kW/h berechnen, meinetwegen zzgl. eine Akkutauschpauschale oder was auch immer.

  15. Re: Hätten sich die arroganten Deutschen ...

    Autor: Jennss 07.04.22 - 12:54

    Die aktuelle Ladeinfrastruktur ist natürlich noch nicht fertig. Ich finde vor allem, dass jetzt kostenlose Ladesäulen der falsche Weg sind. Fann fehlen sie in den Apps und man weiß nicht, ob die belegt sind. Außerdem werden kostenlose Ladesäulen oft schlecht gepflegt und sind manchmal defekt. Eine gute Ladeinfrastruktur bietet den Leuten mehr Gelegenheiten zum Laden als sie brauchen. Das braucht noch Zeit.

    Beim Akkuwechsel verursacht nicht nur der verbrauchte Strom Kosten, sondern auch der Wechsel selbst inkl. Wartung der Anlage, die da 500 kg-Akkus austauscht. Von daher wird man wohl eher vermeiden, einen nur halbleer gefahrenen Akku zu tauschen.

    Die Wechselmöglichkeit der Akkus dürfte auch einiges bei der Bauform der Autos vorschreiben und somit vielleicht nicht die optimale Raumausnutzung für die Akkus erlauben.

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