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Gut So

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  1. Gut So

    Autor: Isodome 15.04.21 - 13:48

    Wenn wir unseren Planeten irgendwie retten wollen, müssen private Autos wohl deutlich unattraktiver werden. Ich habe jedenfalls noch keine Studie gesehen, dass E-Autos 10x oder 100x besser sind als Verbrenner.

    Langfristig solle gelten: Wer die Umwelt belastet, sollte immer direkt die "Reinigung" mitfinanzieren.

  2. Re: Gut So

    Autor: BlindSeer 15.04.21 - 14:31

    Ab einem gewissem Alter kenne ich keinen mehr, der nur aus Lust und Laune durch die Gegend fährt. Also forderst du entweder, dass sich Arbeit nicht lohne, den starken Ausbau von öffentlichem Nah- und Fernverkehr (und dessen Bezahlbarkeit, ebenso die Nutzbarkeit im ländlichem Raum), die komplette Umkremplung des Systems, oder hast ganz tolle Ideen zur Umsetzung, die du uns nur nicht mitteilst...

  3. Re: Gut So

    Autor: Carl Ranseier 15.04.21 - 14:44

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ab einem gewissem Alter kenne ich keinen mehr, der nur aus Lust und Laune
    > durch die Gegend fährt. Also forderst du entweder, dass sich Arbeit nicht
    > lohne, den starken Ausbau von öffentlichem Nah- und Fernverkehr (und dessen
    > Bezahlbarkeit, ebenso die Nutzbarkeit im ländlichem Raum), die komplette
    > Umkremplung des Systems, oder hast ganz tolle Ideen zur Umsetzung, die du
    > uns nur nicht mitteilst...

    Er fordert, hat aber keine Lösungen.

  4. Re: Gut So

    Autor: Isodome 15.04.21 - 14:52

    Letztendlich ist es doch so, dass wir nur diesen einen Planeten haben. Das Argument "aber wie soll ich denn dann zur Arbeit kommen" scheint dagegen geradezu lächerlich unwichtig. Nichtsdestotrotz muss man natürlich Lösungen finde. Es gibt viele, einige schlägst du ja schon vor. Dazu kommt Home Office, Firmeneigene Shuttle Services. Oder Supermärkte auf Rädern, der 2 mal in der Woche im Dorf ist (hat es alles schon gegeben).

    Ich kenne quasi niemand, der Auto fährt, weil er muss. Alle tun es aus Gemütlichkeit. Was ich vorschlage: Jeder kommt für die Kosten und die Schäden auf, die er verursacht. Ja das ist ungemütlich und bedarf evtl. einer Umstellung der Gewohnheiten. Wenn wir das aber langsam einführen, so dass jeder 20 Jahre Zeit hat, sich darauf vorzubereiten (zb 5% im Jahr), dann ist am Ende jeder selbst schuld. Wer dann in schlechtisolierten Einfamilienhaus im grünen Wohnen möchte und mit dem SUV 30 min zur Arbeit fahren möchte, kann das tun. Ist halt teuer.

    Ein Wort noch zur sozialen Gerechtigkeit. Es sind im überwältigendem Ausmass die oberen Gesellschaftsschichten, die zum Klimawandel beitragen. Insofern scheint mir die Gerechtigkeit kein grösseres Problem zu werden als heute.

  5. Re: Gut So

    Autor: Isodome 15.04.21 - 14:57

    Carl Ranseier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Er fordert, hat aber keine Lösungen.

    Natürlich habe ich nicht für jedes Problem eine Lösung. Aber deswegen mit den Schultern zu zucken und so weiter zu machen wie bisher ist doch Wahnsinn. Wie oben schon geschrieben: Ich denke es braucht einen langfristigen gesetzlichen Rahmen, so dass jeder weiß, was kommt. Mir ist klar, dass das Leben für viele ungemütlicher, teurer und weniger luxuriös wird, wir haben aber nunmal keine Zeit auf Technologien zu warten, die das Klimaproblem ohne Einschnitte in den Griff bekommen.

  6. Re: Gut So

    Autor: BlindSeer 15.04.21 - 15:06

    Gemütlichkeit ist relativ, wenn Auto 20 Minuten dem ÖPNV mit 1h+ gegenübersteht rede ich nicht mehr von Gemütlichkeit, dazu noch Gegenden wo es im Grunde gar keinen ÖPNV gibt.
    Der Supermarkt auf Rädern... Ja, da waren alle froh als de ersetzt wurde. Der war nämlich teuer und klein bestückt.

    Ich sage nicht, dass man nichts tun muss. Man muss es aber global tun zum einen und zum anderen so, dass man die Menschen nicht in Scharen zu Parteien treibt die keinen Klimaschutz im Programm haben. "Teuer machen!" ist immer ein Ausruf für "Ich weiß nicht was man sonst machen kann!", weil es für niemanden was besser aber für viele schlechter macht.

  7. Re: Gut So

    Autor: Hotohori 15.04.21 - 16:04

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ab einem gewissem Alter kenne ich keinen mehr, der nur aus Lust und Laune
    > durch die Gegend fährt. Also forderst du entweder, dass sich Arbeit nicht
    > lohne, den starken Ausbau von öffentlichem Nah- und Fernverkehr (und dessen
    > Bezahlbarkeit, ebenso die Nutzbarkeit im ländlichem Raum), die komplette
    > Umkremplung des Systems, oder hast ganz tolle Ideen zur Umsetzung, die du
    > uns nur nicht mitteilst...

    Oder er ist simpel ein typischer Stadtmensch.

  8. Re: Gut So

    Autor: Isodome 15.04.21 - 23:48

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Oder er ist simpel ein typischer Stadtmensch.

    Ja hast Recht. Wüsste ich, wie es auf dem Land zugeht, würde ich sofort einsehen, dass es wichtigeres gibt, als unseren Planeten zu retten.

  9. Re: Gut So

    Autor: Blaubeerchen 16.04.21 - 01:07

    Wärst du ein Landmensch hättest du vielleicht eine realitätsnähere Lebenserfahrung mit der Mobilitätssituation dort.

    Man kann den Konsomenten keinen Vorwurf machen, dass er sich ein Auto kauft, wenn es einfach für Arbeit, Familie und Einkäufe völlig alternativlos ist, während irgendwelche Städter von Fahrradfahren und ÖPNV als Lösung faseln.

  10. Re: Gut So

    Autor: BlindSeer 16.04.21 - 06:45

    Unsere Provinzhauptstadt hat ein Einzugsgebiet von 50km+, nun bist du dran zu erklären wie der Arbeiter um 6 Uhr zur Frühschicht kommen soll...

  11. Re: Gut So

    Autor: Isodome 16.04.21 - 07:25

    Ich habe doch den Konsumenten keinen Vorwurf gemacht. Eher indirekt der Politik. Selbstverständlich kann der einzelne kaum was ausrichten.

    Ich sagt ja ich habe nicht alle Lösungen. Wenn wir aber ins Gesetz schreiben, dass wir in 20 oder 30 Jahren klimaneutral sein müssen, dann haben wir Planungssicherheit und Zeit uns vorzubereiten.

    Und wenn es die einzige Lösung ist, dass die Menschen, die Schicht arbeiten, fußläufig zum Arbeitgeber wohnen müssen, dann ist das so. Wir haben nunmal keine Wahl.

    Im übrigen habe ich nie gefordert, Individualverkehr zu verbieten. Wenn der Arbeitgeber das fordert, muss er eben zahlen, damit wo anders das CO2 kompensiert werden kann.

  12. Re: Gut So

    Autor: BlindSeer 16.04.21 - 07:43

    Zwangsscheidung für Schichtarbeiter? 0_o

  13. Re: Gut So

    Autor: Isodome 16.04.21 - 08:26

    Gut. Ich bin raus. An einer ernsthaften Diskussion scheint hier kein Interesse zu bestehen. Schönes Wochenende.

  14. Re: Gut So

    Autor: d0p3fish 16.04.21 - 08:26

    Na wie im chinesischem arbeitslager. Also machen wer da so 5qm Boxen hin, da kommen die Hühner äh Arbeiter rein, fertig.

  15. Re: Gut So

    Autor: xSureface 16.04.21 - 08:28

    Das liegt daran, dass du die Individualität des einzelnen einschränken möchtest. Statt auf Nachhaltigkeit zu setzen, wünscht du dir die Steinzeit zurück.

  16. Re: Gut So

    Autor: BlindSeer 16.04.21 - 09:13

    Auch das es eben bei komplexen Problemen keine "einfache Lösung" gibt. Wer bei sowas komplexen sagt "einfach XYZ machen", dem kann man sehr schnell zeigen was er übersehen hat. Und wie ich schon dargestellt habe ist "teurer machen" IMHO einfach ein Zeichen für Ideenlosigkeit, weil es für niemanden was verbessert. So tickt der Mensch allerdings, es muss besser werden als vorher, sonst entwickeln sich Antipathien und Zwang führt zu Gegenhalten.

    Vor allem halte ich Panik für den schlechtesten Ratgeber, weil Panik niemals Lösungsorientiert ist.

  17. Re: Gut So

    Autor: Isodome 16.04.21 - 09:23

    xSureface schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das liegt daran, dass du die Individualität des einzelnen einschränken
    > möchtest.
    Wo will ich denn Individualität einschränken? Ganz im Gegenteil, ich möchte anreize setzen, so dass jeder eine individuelle Lösung finden kann.


    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch das es eben bei komplexen Problemen keine "einfache Lösung" gibt. Wer bei sowas
    > komplexen sagt "einfach XYZ machen", dem kann man sehr schnell zeigen was er übersehen hat.
    Diese Auffassung teile ich. Deswegen denke ich ja gerade nicht, dass Verbote und Regulierung zielführend sind. Das Problem ist viel zu komplex und die Regulierung müsste extrem kleinteilig sein. Stattdessen sollten wir den Machanismen des Markts vetrauen, nachdem wir sichergestellt haben, dass die billigste Lösung immer die umweltfreundlichste ist.

  18. Re: Gut So

    Autor: flasherle 16.04.21 - 09:34

    und die frau muss dann in die andere richtung 40 km kommen im öffis? klingt fair....

  19. Re: Gut So

    Autor: BlindSeer 16.04.21 - 09:48

    Naja, du meintest als Beispiel dass Schichtarbeiter in fußläufiger Reichweite der Arbeit wohnen müssen, als Regulierungsvorschlag. Da habe ich dir schlicht und ergreifend gezeigt wie das daneben geht. Wenn er Schicht arbeitet und 20km in Richtung A muss und sie Schicht arbeitet und 25km in Richtung B. Das wäre bei dieser Regel dann "Zwangsscheidung fürs Klima", abgesehen von Entwurzelung der Kinder.
    Bei Jobverlust ständiges umziehen, inklusive ständigem Schulwechsel für Kinder? Wohnen nur noch in Arbeiterkasernen, damit es fußläufig ist?

    Alleine schon die Argumente der Grünen zum Thema Eigenheim sind 1:1 die Argumente der Bauern die Stallhaltung, bzw. Käfighaltung propagieren: Mehr auf engerem Raum, bei geringeren Energiekosten.

    Dein Vorschlag schränkt die Individualität ein, weil dein Wohnort dann Arbeitsplatzabhängig ist. Er verschlechtert also. Es liegt im Grunde gar nicht in der Natur zu verschlechtern. Simpler werden ja, schlechter nein. Wir brauchen ökologische Dinge die besser sind als das Jetzige. Sonst bringst du nur Leute gegen dich auf. Beiespiel E-Auto: Derzeit (!) Ist es halt für viele nicht besser als der Verbrenner. Es ist teurer, langsamer zu laden bei geringerer Reichweite und die INfrastruktur ist in vielen Gegenden für Nichteigenheimbesitzer bescheiden und die Preisstruktur kompliziert und Mist. Nun hast die die Brandrodungsmöglichkeit (schnell, einfach und nicht nachhaltig) und den Benziner so lange zu verteuern bis er teurer als der Stromer ist.
    Das hat aber NULL an der Situation verbessert. Wer jetzt nicht laden kann und sich keinen Stromer leisten kann, kann das danach auch nicht. Du hast seine Situation nur verschlechtert und ihn sauer gemacht.
    Dann hast du die 2. Möglichkeit: Betrachten wie man den Stromer allgemein attraktiver macht. Da hätten wir Regulierung für Preisstrukturen, Koppelung der Förderung an den Ausbau von "unattraktiven gegenden" (Du darfst eine Säule im Sahnestück bauen, wenn du eine im unterversorgtem Gebiet baust), Förderung der Akkuforschung...
    Da wird die Situation der Menschen besser und das E-Auto attraktiver (nicht der Benziner unattraktiver) und die Leute wechseln von ganz alleine, weil das Bessere des Guten Feind ist.

  20. +100

    Autor: flasherle 16.04.21 - 09:55

    Danke für diesen Beitrag.

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