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Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

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  1. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: goto10 18.07.18 - 10:53

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du solltest aber mal anfangen dir gedanken übers Tanken zu machen.
    > > Irgendwann ist das Öl leer.
    >
    > Ja, ich erinnere mich. Das Ende der Ölreserven innerhalb der nächsten 10
    > Jahre wird seit etwa 40 Jahren prognostiziert. Ja, irgenwann wird es weg
    > sein, aber meine Prognose ist, dass ich das nicht mehr erleben werden und
    > meine Kinder wahrscheinlich auch nicht.

    Und selbst wenn, es ist keine große Kunst mehr Sprit künstlich herzustellen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, lassen wir mal außen vor. ;-)

    >
    > > Weniger auf das modell Privat PKW
    > > setzen wäre auch einer. Das muss noch nicht mel mit großem
    > Komfortverlust
    > > einher gehen. Wie wäre es denn wenn wir das mit dem autonomen Fahren nur
    > so

    Natürlich geht der Verzicht auf einen privaten PKW mit einem großen Komfortverlust einher. Nur zwei: Dir steht eine Fahrt nicht augenblicklich ohne Wartezeit jederzeit zur Verfügung (insbesondere auf dem Land!). Du kannst keine privaten Dinge einfach mal im Fahrzeug lassen. Wie wichtig einem diese Punkte sind, kann man nur selbst beurteilen. Man muss diese Tatsachen ehrlich ansprechen und nicht einfach wegwischen.

    > > weit hinbekommen dass die Dinger sich selbst an eine Ladestation fahren
    > > können und sich bei bedarf vor deiner Tür einfinden würden.
    >
    > Wäre schön, reden wir in 20 Jahren weiter. Wenn alle Haftungsfragen geklärt
    > sind.

    Haftungsfragen zu klären sind einfach nur eine Frage des Willens und kein unabänderliches Naturgesetz. Wenn man nur will, kann das fast augenblicklich gelöst werden.

  2. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Oktavian 18.07.18 - 10:58

    > Hier noch mal die Fakten, schön vom TO zusammengefasst:
    > >Die durchschnittliche tägliche Fahrleistung eines PKW in D beträgt 38km.
    > >Bei 15kWh/100km sind das 5,7kWh pro Fahrzeug.
    > >D.h. die 30kW Leitung könnte pro Nacht ca. 63 E-Autos laden.
    >
    > Da braucht man nicht kommen mit "oh aber vielleicht sind das 60 Pendler,
    > alle haben schon E-Autos und fahren täglich 400km". Dieser Vergleich hinkt
    > an so vielen Punkten, dass es eig. unnötig sein sollte, das überhaupt
    > diskutieren zu müssen.

    Na wenn Du das sagst, dann ist die Diskussion halt beendet. Das nützt nur leider für die Praxis nichts.

    > Der Durchschnitt ist genau das, wonach man gehen
    > muss. Nicht nur beim Stromnetz. Unsere Infrasturktur wäre unbezahlbar, wenn
    > wir die extremsten 1% als den Richtwert nehmen und 100x überdimensionieren,
    > nur damit auch die 0,001% Wahrscheinlichkeit ausgeräumt sind.

    In meinem Haus muss ich danach gehen, was in meinem Haus für Mieter leben. Wenn mein Haus etwas außerhalb liegt, dann werden meine Mieter weiter pendeln als der Durchschnitt. Mir nutzt es nichts, dass das jetzt doof ist. So ist das halt mit Durchschnitten, die eine hohe Varianz haben.

    > Aber mal ansonsten: Selbst wenn es jetzt wirklich 60 Pendler in dieser
    > Garage gibt und alle fahren elektrisch: Warum sollte es nicht möglich sein,
    > dass diese sich dort einfach zusammen 3x400A reinlegen?

    Oh, frag das doch mal deinen örtlichen Stromversorger. Aber wenn man die Kosten vollständig auf die Mieter umlegen kann, warum nicht.

    > Das kostet doch
    > niemals mehr als 50'000¤. Ein Hausanschluss mit 3x63A kostet auch "nur" ein
    > paar tausend ¤ und das "gönnt" sich ja auch jeder - ganz alleine. 50'000¤
    > auf 60 Personen sind gerade mal 830¤ pro Person. Das ist nichts. Wird aber
    > so hingestellt, als ob das eine unüberwindbare Hürde wäre.

    Wie gesagt, verifiziere die Schätzung doch mal beim örtlichen Energieversorger. Wir sind in nem früheren Firmengebäude mal hoch von 3x60 auf 3x150. Da kam an Erdarbeiten, Anschlussleitung, neue Verteilung etc. ein wenig mehr zusammen als die 50.000.

  3. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: goto10 18.07.18 - 11:04

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > diskutieren zu müssen. Der Durchschnitt ist genau das, wonach man gehen
    > muss. Nicht nur beim Stromnetz.

    Nein, man darauf achten, dass ein Großteil der Fälle abgedeckt wird. Wenn du nur bis zum Durchschnitt abdeckst, werden sich die Menschen zu Recht gegen E-Mobil auflehnen. Den Worst Case abdecken muss man natürlich auch nicht. ;-)

    > Aber mal ansonsten: Selbst wenn es jetzt wirklich 60 Pendler in dieser
    > Garage gibt und alle fahren elektrisch: Warum sollte es nicht möglich sein,
    > dass diese sich dort einfach zusammen 3x400A reinlegen? Das kostet doch
    > niemals mehr als 50'000¤. Ein Hausanschluss mit 3x63A kostet auch "nur" ein
    > paar tausend ¤ und das "gönnt" sich ja auch jeder - ganz alleine. 50'000¤
    > auf 60 Personen sind gerade mal 830¤ pro Person. Das ist nichts. Wird aber
    > so hingestellt, als ob das eine unüberwindbare Hürde wäre.

    Woher hast du die Zahl von 50'000 ¤? Und wenn nur 10 Personen laden müssen, kostet der Anschluss verlegen nur noch 8'300 ¤ inkl. aller Nebenkosten wie Baugenehmigung etc.? ;-)

  4. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Oktavian 18.07.18 - 11:04

    > Ja, aber es werden nicht von jetzt auf gleich sämtliche PKW durch E-Autos
    > ersetzt. Wenn wir aber nicht jetzt anfangen, Weichen zu stellen, wann dann?

    Das ist der Punkt. Wenn ein Vermieter jetzt anfängt, Lademöglichkeiten anzubieten, dann soll es eine Investition sein, die 15 bis 20 Jahre trägt. Alle paar Jahre wieder was umbauen kann jemand, der ein Einfamlienhaus hat, aber keine große Wohnanlage. Da man auch nie weiß, wer ein E-Auto haben wird, wird man Lademöglichkeiten an allen Stellplätzen schaffen wollen. Und da abzusehen ist, das in 10 Jahren die Ladeströme deutlich höher sein werden, muss man dies jetzt bei der Investition berücksichtigen.

    > Warum sollten nicht zumindest bei Neubauten und Vollsanierungen
    > entsprechende Infrastruktur und Hausanschlüsse vorgesehen werden? Weil man
    > ggf ein Stück Straße aufreissen muss? Das muss man für neue Abwasserrohre
    > auch.

    Weil man immer noch nicht sicher weiß, was man einbauen soll. Welchen Hersteller der Wallbox, wenn die untereinander nicht kompatibel sind? Welche Anschlussleistung? Als Vermieter wäre mir das auch noch zu unausgereift. Als Hausbesitzer für mich selbst hätte ich da gar keine Probleme.

  5. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: wurstfett 18.07.18 - 11:05

    goto10 schrieb:
    >
    > > > Weniger auf das modell Privat PKW
    > > > setzen wäre auch einer. Das muss noch nicht mel mit großem
    > > Komfortverlust
    > > > einher gehen. Wie wäre es denn wenn wir das mit dem autonomen Fahren
    > nur
    > > so
    >
    > Natürlich geht der Verzicht auf einen privaten PKW mit einem großen
    > Komfortverlust einher. Nur zwei: Dir steht eine Fahrt nicht augenblicklich
    > ohne Wartezeit jederzeit zur Verfügung (insbesondere auf dem Land!). Du
    > kannst keine privaten Dinge einfach mal im Fahrzeug lassen. Wie wichtig
    > einem diese Punkte sind, kann man nur selbst beurteilen. Man muss diese
    > Tatsachen ehrlich ansprechen und nicht einfach wegwischen.
    >
    Wartezeit holst du bei einem autonom fahrenden Auto mit der Zeit für die Parkplatzsuche locker wieder raus. Wie oft kommt es denn vor dass du sagen wir mal 15 minuten vor abfahrt noch nicht weist dass du ein Auto brauchst? Klar kannst du die privaten dinge im Fahrzeug lassen. dann buchst du halt das Storage paket und die kiste bleibt halt so lange zu bis du sie wieder frei gibst. Sich nicht mehr um Parken, reperaturen, tanken und wartung kümmern zu müssen ist ein Komfortgewinn. Auch dass nicht mehr überall alles mit autos vollgeparkt ist wäre ein gewinn für alle. Schau dir mal an wie viele Flächen extra dafür vorgehalten werden dass dort fahrzeuge ungenutzt rumstehen.

  6. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Eheran 18.07.18 - 11:12

    >Na wenn Du das sagst, dann ist die Diskussion halt beendet. Das nützt nur leider für die Praxis nichts.
    Die Praxis ist, dass es vielleicht 1 Elektroauto gibt. Als Zweitwagen.

    >Wenn mein Haus etwas außerhalb liegt, dann werden meine Mieter weiter pendeln als der Durchschnitt.
    Dann haben diese überdurchschnittlichen Autofahrer eben nicht die möglichkeit, zu 60st(!) an einer einzigen kleinen(!) 30kW Leitung zu nuckeln. Sondern müssen mal zusammen <500¤ in die Hand nehmen und aufrüsten.

    >Oh, frag das doch mal deinen örtlichen Stromversorger.
    Üblichge Anschlüsse mit 3x63A sind ~40kW, dann wären das schon 80 standard-pendler. Bzw. zusätzliche 80, wenn die vorherige Leitung drin bleibt, also 140 zusammen.

    Hier auf Seite 4 mal die Kosten für einen Hausanschluss. Der kostet nur ein paar Tausend ¤.
    >Herstellung eines Standardhausanschlusses bis 15 m Grabenlänge oder bis 40 m Spannfeldlänge ohne Arbeiten an der Dacheindeckung (Absicherung bis max. 100 A)
    1800¤ für 3x100A. Das sind auf 60 Personen einmalig 30¤.

    >dann ist die Diskussion halt beendet
    Weil der Realitätscheck so schmerzhaft ist oder warum?

  7. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Oktavian 18.07.18 - 11:13

    > Und selbst wenn, es ist keine große Kunst mehr Sprit künstlich
    > herzustellen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, lassen wir mal außen vor.
    > ;-)

    Ich vermute, das wird langfristig wieder ein Thema. Nicht Sprit im heutigen Sinne, Benzin also, sondern als chemischer Energiespeicher für eine Brennstoffzelle. Die Energiedichte bei chemischer Speicherung ist einfach ungleich höher. Aber warten wir das mal ab...

    > Haftungsfragen zu klären sind einfach nur eine Frage des Willens und kein
    > unabänderliches Naturgesetz. Wenn man nur will, kann das fast
    > augenblicklich gelöst werden.

    Okay, dann mach mal nen kreativen Vorschlag. Wer ist im zivilrechtlichen Sinne haftbar, wenn jemand schuldlos vom einem autonomen Auto überfahren wird? Wenn Du das über eine Versicherung lösen willst, wer zahlt die Prämie? Und wer ist im strafrechtlichen Sinne Schuld, wenn jemand selbst schuldlos bei so einem Unfall tödlich verunglückt? Verurteilt man den Entwickler, der den Fehler gemacht hat, wegen fahrlässiger Tötung? Oder den Tester, der den Fehler nicht bemerkt hat?

  8. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Eheran 18.07.18 - 11:13

    >Und da abzusehen ist, das in 10 Jahren die Ladeströme deutlich höher sein werden, muss man dies jetzt bei der Investition berücksichtigen.
    Warum sollte die durchschnittliche Fahrleistung deutlich steigen? Quelle bzw. Begründung?

  9. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Tantalus 18.07.18 - 11:17

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist der Punkt. Wenn ein Vermieter jetzt anfängt, Lademöglichkeiten
    > anzubieten, dann soll es eine Investition sein, die 15 bis 20 Jahre trägt.
    > Alle paar Jahre wieder was umbauen kann jemand, der ein Einfamlienhaus hat,
    > aber keine große Wohnanlage. Da man auch nie weiß, wer ein E-Auto haben
    > wird, wird man Lademöglichkeiten an allen Stellplätzen schaffen wollen.

    Moment, bisher geht es nur darum, die Möglichkeit zu schaffen, *überhaupt* eine Lademöglichkeit installieren zu können. Das heisst nicht, dass jeder Vermieter jetzt gleich eine Ladestation an jeden Parkplatz pappen muss.

    > Und
    > da abzusehen ist, das in 10 Jahren die Ladeströme deutlich höher sein
    > werden, muss man dies jetzt bei der Investition berücksichtigen.

    Werden sie das? Warum? Der kW-Verbrauch pro km wird nicht exorbitant steigen, eher noch etwas sinken. Daruf musst Du kalkulieren, nicht darauf, was ein E-Auto theoretisch aus der Leitung ziehen könnte, um in 10 Minuten wieder voll zu sein. Wie gesagt, es geht *nicht* ums Schnelladen, daher werden sich die Ladeleistungen nicht deutlich erhöhen.

    > Weil man immer noch nicht sicher weiß, was man einbauen soll.

    Na, zumindest mal einen Hausanschluss, dre passende Leistungen zu Verfügung stellt (siehe oben)., Leerrohre, ggf. vorverlegte Kabel (5x1,5mm² sollten auf absehbare Zeit dicke reichen).

    > Welchen
    > Hersteller der Wallbox, wenn die untereinander nicht kompatibel sind?

    Kann dem Vermieter egal sein, wenn der Mieter, der eine Lademöglichkeit will, für eine kompatible Wallbox zu sorgen hat. Ausserdem, sobald sich der Markt entsprechend entwickelt, werden sich auch passende standardisierte Schnittstellen etablieren. Es kann sich dann irgendwann nämlich kein Wallbox-Hersteller mehr leisten, *nicht* kompatibel zu sein. Aber wie gesagt, dafür brauchts den entsprechenden Marktdruck.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  10. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Oktavian 18.07.18 - 11:20

    > >Und da abzusehen ist, das in 10 Jahren die Ladeströme deutlich höher sein
    > werden, muss man dies jetzt bei der Investition berücksichtigen.
    > Warum sollte die durchschnittliche Fahrleistung deutlich steigen? Quelle
    > bzw. Begründung?

    Die Fahrleistung muss nicht steigen. Zur Zeit sind E-Autos (von Tesla abgesehen) ehre in der Kategorie der Klein- und Kleinstwage zu suchen. In eine Zoe oder BMW i möchte ich mich lieber nicht reinfalten. Diese haben dank geringem Gewicht auch nur überschaubaren Verbrauch, brauchen also auch nur überschaubare Ladung.

    Wenn die Elektifizierung fortschreiten sollte, wird es deutlich mehr Autos in Größen der Familienkutsche geben. Die haben einen höheren Verbrauch durch mehr Gewicht und durch das Mehr an Akkus ein nochmal höheres Gewicht. Somit brauchen sie deutlich höhere Ladeströme, um in akzeptabler Zeit voll zu werden.

  11. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: chefin 18.07.18 - 11:23

    Klausens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss halt mal halbwegs intelligente Systeme entwickeln, dann kommt man
    > mit so ziemlich jedem Stromanschluss zurecht.
    > Also sagen wir, dass 1-2 * 22kW (aus dem Artikel) machbar sind.
    >
    > Wären grob 30kW (und die würde sogar mein Einfamilienhaus packen).
    > Müssten alle E-Fahrzeugt in 12 Stunden über Nacht geladen werden. hätte man
    > 360kWh.
    >
    > Die durchschnittliche tägliche Fahrleistung eines PKW in D beträgt 38km.
    > Bei 15kWh/100km sind das 5,7kWh pro Fahrzeug.
    >
    > D.h. die 30kW Leitung könnte pro Nacht ca. 63 E-Autos laden.
    >
    > Und wo ist jetzt das Problem?
    >
    > Und wenns jemand eilig hat drückt er den Turbo-Knopf, kriegt dann 22kW und
    > zahlt ein paar Cent pro kWh mehr.


    Punkt1: Trafos sind für eine geringere Peaklast ausgelegt. 100 Häuser mit 35A Anschlüsse könnten theoretisch 3500A ziehen, der Trafo bringt aber nur 2000. Bisher war das ausreichend und die Preise sind dafür kalkuliert. Zieht man nun dauerhaft mehr, knallen da die Sicherungen.

    30KW ziehen heist nicht 30KW laden. Hier gehen eher so 25KW in den Akku, der rest in Wirkungsgradverluste. Dazu kommt, das 30KW bereits einen 50A Anschluss brauchen. Den haben nur wenige Haushalte. Und lädt dann das Auto damit, reicht es nicht mehr für die Kaffeemaschine.

    Einfamilienhäuser können da vieleicht noch ausweichen und laden auch nur ein Fahrzeug damit. Aber das wars dann auch. Mehrfamilienhäuser haben in der Regel 35A Anschlüsse, die dann maximal 22KW bringen. Wenn sonst nichts an ist. Nun bring deiner Familie mal bei, das beim Laden des Autos weder Waschmaschine, noch Spülmaschine, noch Heisswasser gemacht werden darf (Kaffee, Tee, Kochen allgemein). Mehr als Computer oder TV an und Licht geht dann nicht mehr. Man kann ein bischen überlasten und die Sicherungen halten eine kleine Überlast durchaus auch aus. Aber diese Reserven sind Notfallreserven. Man darf sie kurz benutzen, weil kurze Stromspitzen eben nur kurz Fehlerstellen erwärmen und damit kein brand entsteht. Aber 2 h laden sind nunmal nicht kurz.

    Und nein, man darf nicht argumentieren, das zu 90% eh nicht leer ist und die Ladezeit kurz. Auch 99% sind unzulässig. Weil es reicht ein einziger Vorgang um einen Brand auszulösen. Das ist keine statistische Wahrscheinlichtkeit, sondern eine Sicherheit wenns eine bestimmte Zeit überschreitet.

    Jeder einzelne wird sich argumentativ das zurecht legen können und via "statistik" jedes Gegenargument ausräumen. Aber von einer statistischen Quote von nur 10% Autos auszugehen um zu erklären, das ein Trafo mit 40% Reserven locker reicht, funktioniert genau so lange, wie die Menschen nur ihren Drittwagen elektrisch fahren. Und dann kommen die Kosten. Was meinst du eigentlich, wer die Infrastruktur deines Hauses mal bezahlt hat? Wenn ein Wohngebiet neu erschlossen wird, zahlt man Erschliessungskosten. Dazu gehören die Stromkabel zum Haus, das Abwasser, die Strassen und Laternen, eben das ganze Allgemeine. Muss also nun der Trafo erneuert werden und die Kabel dicker gemacht, zahlen das wiederum alle in diesem Gebiet. Denk mal drüber nach, wie du da stehst, wenn du gerichtlich durchsetzt, das es erneuert werden muss und dabei einige der Nachbarn finanziell hart an die Grenze bringst. Meinst du das du da noch ein ruhiges Leben haben wirst? Nicht jeder wohnt ja in einem Reichenviertel, die 10.000 Umbaukosten mal eben so wegstecken. So mancher der Häuslebauer hat auf 30 Jahre finanziert und kann sich in dieser Zeit kaum was leisten. Mit viel Geschick alle 3 Jahre ein Urlaub und du versaust ihnen das 9 Jahre lang bis sie das geschluckt haben.

    So eine Lösung funktioniert eben nicht. Lösungen müssen für alle tauglich sein. Und wenn du als Einfamilienhaus eine Ladestation brauchst, warum lässt du dir das nicht legen und hinbauen? DU musst doch keinen Fragen, fragen müssen die Mehrfamilienhäuser bzw deren Bewohner. Und die bekommen es auch, wenn sie es bezahlen. Aktuell aber lohnt sich die Investition für Hausbesitzer nicht, da zuwenige Elektroauto haben.

  12. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Tantalus 18.07.18 - 11:32

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Elektifizierung fortschreiten sollte, wird es deutlich mehr Autos
    > in Größen der Familienkutsche geben. Die haben einen höheren Verbrauch
    > durch mehr Gewicht und durch das Mehr an Akkus ein nochmal höheres Gewicht.
    > Somit brauchen sie deutlich höhere Ladeströme, um in akzeptabler Zeit voll
    > zu werden.

    Der Tesla X verbraucht bei pendeltypischer Fahrt maximal(!) 23kWh/100km. Da man eigentlich davon ausgehen kann, dass die wenigsten Pendler mehr als 100km am Tag zurücklegen, können wir diese mal als gute Obergrenze für das benötigte nächtliche laden annehmen. Wenn wir von 10h laden ausgenen (20h bis 6h), wären das 2,3kW pro zu ladendes Elektrofahrzeug. Echt exorbitant, diese Ladeströme, meinst Du nicht?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  13. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Eheran 18.07.18 - 11:42

    >Nun bring deiner Familie mal bei, das beim Laden des Autos weder Waschmaschine, noch Spülmaschine, noch Heisswasser gemacht werden darf (Kaffee, Tee, Kochen allgemein).
    Wie kommst du auf solche Ideen? Wenn du Herd + Backofen einschaltest kannst du nebenbei noch die Kaffeemaschine laufen lassen... oder...?
    Das Auto soll nachts laden, das sind >8h. Realistisch sind >12h; 8h Arbeiten + 2h Fahrt sind gerade mal 10h. Nun müssen in den 8h die meinetwegen 2,5-fache durchschnittliche Fahrleistung (100km) nachgeladen werden, was bei üppigen 20kWh/100km dann eben 20kWh sind. 20kWh / 8h = 2,5kW. Das entspricht einer normalen Herdplatte, wovon die meisten wohl 4 haben (bzw. 2 kleinere und 2 größere). Das geht problemlos durch eine einzige Kupferader von 2,5mm².

  14. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: Kay_Ahnung 26.07.18 - 15:59

    Um mal einen neuen Punkt in die Diskussion zu bringen wieso sollten die Fahrzeuge alle nur Nachts laden es reicht wenn sie Nachts mit geringer Leistung laden. Man sieht doch bereits heute das Supermärkte und Arbeitgeber Ladestationen Aufstellen. Das wird immer mehr werden zukünftig wird man deswegen zuhause weniger Laden müssen. (Für vielfahrer gibt es wie oben schon geschrieben Schnellladestationen und selbst wenn es bei den 15-30 Minuten laden bleibt kann man ja in der Zeit beim Cafe daneben (so ein Angebot wird es mit der Zeit bestimmt geben) schnell Frühstücken gehen)

    @chefin wenn du in einer Wohnsiedlung in einem Einfamilienhaus lebst und unbedingt schnell zuhause laden willst (und dir die oben beschriebenen möglichkeiten bei Arbeitgeber und Supermarkt und Schnelllader nicht reichen) dann kannst du auch Solarplatten aufs Dach hauen und dir Akkus für zuhause kaufen. (Oder ohne Solarplatten Akkus kaufen diese laden dann Tagsüber auf und abends kannst du darüber dann dein Auto laden ohne einen neuen Anschluss zu brauchen)

  15. Re: Wenn mans intelligent anstellt ist garnichts überlastet.

    Autor: nasenweis 14.08.18 - 11:03

    wurstfett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du solltest aber mal anfangen dir gedanken übers Tanken zu machen.
    > Irgendwann ist das Öl leer. Vielleicht ist halt irgendwann einfach Schluss
    > mit Mobilität wie wir sie momentan leben und mal ehrlich gerade hier auf
    > golem. Wie viel von uns müssten eigentlich nicht jeden Tag auf die Arbeit
    > fahren. Den Großteil könnte man doch auch an einem beliebigen Ort erledigen
    > und nur noch bei Bedarf ins Büro kommen.

    Da kann man nur zustimmen, ich bin sicher 80% der Büroarbeitsplätze könnten von Zuhause bedient werden

  16. Du baust einen Strohmann auf, um draufzuschlagen.

    Autor: Rainald62 19.08.18 - 14:40

    Oktavian schrieb:
    > Die Akkus werden immer größer
    > Wenn man spontan was mehr braucht, ...
    dann hat man vorher schon mehr gebraucht, sonst hätte der (große) Akku noch vllt. 80 % Restladung. Es geht also um die seltenen Fälle, wo jemand kurz hintereinander mehr braucht. Aber auch dieser Bedarf könnte gedeckt werden: Die große Mehrheit der Fahrzeuge braucht regelmäßig nur einen kleinen Teil der Akkukapazität und könnte spontan lokale Ladeleistung spenden.

    Zudem kannst du davon ausgehen, dass die Mehrheit der E-Mobile nicht abends zuhause geladen wird, wenn Strom eh knapp ist, sondern am Arbeitsplatz, mit Solarstrom. Das wird Realität bevor wir 30 % E-Mobile haben, und vorher wird auch das Problem nicht akut, dass viele E-Mobile den ältlichen Hausanschluss eines Mietshauses/einer Eigentümergemeinschaft überlasten.

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