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Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

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  1. Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

    Autor: Gero 23.04.19 - 11:31

    Gefördert werden sollten nicht die einzelnen Autos sondern eine sinnvolle Ladeinfrastruktur.

    - Ladestationen in (Tief-) Garagen für Mieter
    - Keine Blockade durch Eigentümergemeinschaft
    -- AFAIK fehlt hier noch ein Standard zum Lastmanagement, um in ferner Zukunft allen Stellplätzen eine Ladesäule zu ermöglichen.

    - Es braucht noch mehr Schnellladestationen entlang der Reiserouten auf den Autobahnen.
    - Einige Schnellladestationen über die Städte und Dörfer verteilt werden ebenfalls notwendig sein, für die Tage an denen man dann doch mal zwei Akkufüllungen benötigt.

    - "Kostenloses" Tanken für Firmenwagen per Tankkarte muss ebenso für Elektroautos möglich sein. Auch in der eigenen Garage zu Hause oder eben Abschaffung dieses Privilegs für Verbrenner.

  2. Re: Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

    Autor: Anonymer Nutzer 23.04.19 - 12:34

    Für die Infrastruktur müssen dann aber auch die Netzbetreiber irgendwie was bekommen, denn mit der aktuellen Infrastruktur (Also Stromleitungen etc.) wird das Stromnetz das auf Dauer nicht aushalten. Wobei das generell passieren muss. Ich bezweifle dass auch nur 20% der E-Auto Besitzer in Zukunft Solarzellen auf dem Dach haben werden (Wobei das gut ist, zu viele Solarzellen im Sommer können das Stromnetz auch stören).
    Laut KFBA sind in DE zurzeit ~47 Mio. PKW registriert (https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/bestand_node.html) , wenn davon nur 20% E-Autos sind, und davon nur 20% jede Nacht laden, sind das 1,88 Mio. E-Autos, die nächtlich laden. Wenn wir 50kWh Akkus als Schnitt nehmen und diese dann im Schnitt 60% laden, sind das 56.400.000 Kilowattstunden = 56.400 Megawattstunden die pro Tag zusätzlich produziert und abgerufen werden müssen (Schätzwerte). Ein Mittleres AKW schafft 1200 Megawatt, bei "normalen" Windrädern wären das ca. 200 Windräder.
    Quelle für die Zahlen AKW/Windräder: https://www.tagesschau.de/ausland/strahlung128.html
    Das sind 47 mittlere AKWs. Für 20% der PKW, von denen 20% pro Tag laden, zu 60% bei Durchschnittlich 50kWh Akkus.
    Das ist jetzt alles im Kopf durchgerechnet, Milchmädchenrechnung halt. Da ich aber mit Energie(Produktion), Infrastruktur etc. wenig am Hut habe, sieht man mir das hoffentlich nach. Ebenso lasse ich mich gerne korrigieren, wenn ich da was grob falsch gerechnet habe.

  3. Re: Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

    Autor: das_mav 23.04.19 - 13:29

    Du darfst in deiner Rechnung die Ergebnisse durch 24 teilen, die MW Angaben der Energieproduzierer beziehen sich auf Stunden, nicht Tage.

    Dass das Dass mit das verwechselt wird, führt irgendwann dazu, dass das Dass das nicht mehr erträgt und dass das Dass das Das dann tötet.

  4. Re: Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

    Autor: DeeMike 23.04.19 - 13:30

    Snowi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn wir 50kWh Akkus als Schnitt
    > nehmen und diese dann im Schnitt 60% laden

    Hier liegt ein Denkfehler. Ein Auto fährt durchschnittlich etwa 40 km am Tag. Das entspricht etwa 6 bis 10 kWh. Wenn man davon ausgeht, das 75% zuhause geladen wird, muss also nur 5 bis 8 kWh pro Nacht geladen werden. Also eher 10 bis 15 Prozent eines 50-kWh-Akku. Oder gehst Du davon aus, dass nur jede 5. Nacht geladen wird? Dann kommt es hin.

    > 56.400 Megawattstunden die pro Tag zusätzlich produziert und abgerufen werden müssen
    > (Schätzwerte). Ein Mittleres AKW schafft 1200 Megawatt, bei "normalen" Windrädern wären
    > das ca. 200 Windräder.

    Hier liegt ein Fehler vor. Ein Kernkraftwerk hat eine Nettoleistung von 1.300 bis 1.400 MW. In 24 Stunden können also 32.400 MWh produziert werden. Um 20% der Autos als Elektroautos versorgen zu können, bräuchte man also etwa 1,8 Kernkraftwerke.

    Ich kenne eigentlich die Zahl, dass, wenn alle PKW durch Elektroautos ersetzt werden, die deutsche Stromproduktion um etwa 20% erhöht werden muss. Da das Ersetzen der Verbrenner durch Elektroautos sicher noch 20 bis 30 Jahre dauern wird, muss die Produktion pro Jahr weniger als 1 Prozent steigen. Sollte drin sein.

    Da Elektroautos ja auch eine gewisse Flexibilität beim Laden haben, spielen sie auch gut mit erneuerbaren Energien zusammen. Es wird dann mehr geladen, wenn viel Strom verfügbar ist, und weniger, wenn weniger Strom verfügbar ist.

    Da die größten Überschüsse meist nachts vorliegen, wenn die Elektroautos hauptsächlich geladen werden, aber sonst die Stromnachfrage gering ist, muss auch in den meisten Fällen das Stromnetz nicht ausgebaut werden.

    Machbar scheint mir das alles.

    Jetzt müssen die Elektroautos nur noch günstiger werden.

  5. Re: Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

    Autor: Bonarewitz 23.04.19 - 20:26

    Und zusätzlich muss noch die Energie abgezogen werden, die die Ölraffinerie nicht mehr benötigt, wenn kein Sprit mehr hergestellt wird....

    Googlet mal nach "grauer Energie" insbesondere mit Blick auf Kraftstoffgewinnung.

  6. Re: Infrastruktur JA, einzelne Autos NEIN

    Autor: sg-1 23.04.19 - 22:29

    beides. Natürlich muss man Anreize schaffen, dass Leute die Autos auch kaufen...ich meine die Verbrenner funktionieren ja. und praktisch gesehen sehr gut (Reichweite). Technisch gesehen, sind aber andere Technologien besser. und deswegen sollte auch der Ausbau der notwendigen Infrastruktur gefördert werden sowie die Forschung in Akkutechnik.

    Für mich immer noch unverständlich, warum wir noch keine eigene Akku Fab haben/bauen.Meinetwegen auch andere Technologien, deren Wirkungsgrad besser ist als bei Verbrennern.

    Und langfristig hat man dann die Energieerzeuger als Verschmutzen. Diese (wenigen) kann man allerdings besser reglementieren und kontrollieren. Auch klar, dass sich das auf den Preis niederschlagen kann. Aber viel zu lange ist einfach nichts passiert.

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