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Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

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  1. Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: PaBa 05.02.18 - 11:49

    Ich kann mich nicht erinnern, dass der Semi gratis laden sollte, also muss irgendwie Strom in die Kiste kommen.

    Und selbst wenn, wenn ein Unternehmen seine Flotte auf dem eigenen Grundstück laden will, dann muss man schon mit Tesla zusammenarbeiten. Alleine schon um denen den Zutritt zum Grundstück zu erlauben. Und warum sollte die Ladestation auf dem Firmengelände (die ggfs. nur von Fahrzeugen der Firma genutzt werden darf) gratis von Tesla gebaut werden? Hinzu kommt, dass die Unternehmen auch entsprechende Strom-Zuleitungen für die Megacharger benötigen, da werden ggfs. neue Leitungen vom Trafo zum Grundstück notwendig sein.

    Ich würde gern wissen, wie viele Megacharger je Firmengelände so gebaut werden. Bei uns im Umkreis gibt es 2 Logistiker, die haben übers Wochenende je so 50 LKW da stehen (sonst sind die halt immer unterwegs). Wie will man die alle Laden? Verlegt man zu jedem Parkplatz eine Steckdose und die Ladeautomatik lädt die LKW alle nach und nach, oder muss da einer in der Nacht alle 30 Minuten das lange Ladekabel umstecken?

    Und wie macht man das im Betrieb? An jeder Laderampe eine Ladestation? Dann kann der LKW beim Be- und Entladen geladen werden? Oder geht da was mit Induktion?

  2. Re: Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: Pixel5 05.02.18 - 12:06

    Große Logistiker mit vielen LKW werden die dinger wohl erstmal nicht nutzen, insbesondere nicht von heute auf morgen.

    Die Infrastruktur wird mit den LKW wachsen müssen, vermutlich schafft sich einen FIrma erstmal einen oder zwei an und baut dann entsprechen die Ladeinfrastruktur mit auf bzw. integriert das ganze wirklich direkt an der Laderampe.

    Induktion ist hier blödsinn weil zu Ineffizient und wenn man schon weiß das der LKW für X Minuten beim Laden/Entladen an einer Stelle steht kann man da auch direkt eine Ladestation mit Kabel anbauen.

    Die Leute müssen sich mal von der Vorstellung lösen das von heute auf morgen jemand alle Fahrzeuge verkauft und alle durch Elektro ersetzt, das wird Jahre dauern und sich langsam entwickeln.

    Eventuell wird es Firmen geben die einen neuen Standort eröffnen und direkt alles auf E-LKW ausrichten wenn man eh schon neu baut aber das wird eher die Ausnahme sein.

  3. Re: Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: bofhl 05.02.18 - 12:14

    Bei den Firmen, die die Fahrzeuge nicht sofort wieder auf die Strecke schicken wollen aka 24/7-Betrieb - und das dürften eigentlich alle sein - reicht ein "simples" Supercharger-Netzwerk aus. Megacharger sind nur dazu gedacht, extrem schnell wieder die Fahrzeuge ins Hauptlager (z.B.) zurück schicken zu können! Für alles andere dürfte die Installation von einer größeren Anzahl Superchargerladesysteme reichen, auch weil neben den Ent- und Wiederbeladevorgänge auch Ruhezeiten der Fahrer zu beachten sind.

    Ähnliches gibt es ja bereits bei einigen Firmen, die Model S und X in größerer Anzahl nutzen (z.B. Taxiunternehmen und Vermieter!) - die haben alle vor Ort ein eigenes Supercharger-Ladesystem von Tesla hingestellt bekommen. Diese Ladestationen sind dann nur für deren Kunden und von "Außen" nicht zu erreichen! (ist jedenfalls im Westen der USA so aufgebaut)

  4. Re: Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: chefin 05.02.18 - 15:17

    wie süß das klinkt, einfach einen neue Leitung vom Trafo legen. So ein Trafo ist ja ein Wunderwerk der Scalierbarkeit. Und jeder Netzbetreiber baut Trafos mit 10% Auslastung hin, damit man Reserven hat.

    Den wenigsten ist bewusst was wir da vorne unter der Haube an Power umschleppen und wieviel Energie in ein paar Litern Diesel wirklich steckt bzw wie das im verhältniss zum restlichen Energieverbrauch ist.

    Nehmen wir mal an, pro Hektar Lagerfläche braucht so en Unternehmen ca 50kw Licht. Licht ist bei einer Spedition der Hauptstromverbrauch. Eine 200x300m große Lagerhalle (zb das Zentrallager von Lidel & Schwarz, Discounter Lidl und die Handelshof/Kaufland Märkte) benötigt also 300KW Licht. Der trafo an dieser Stelle dürfte also so ein 500-750KW Trafo sein.

    Ein LKW mit 800Km Reichweite würde ich dabei mit 500KWh Akkukapazität ansiedeln. Ich weis, das ein 350KW LKW Bergauf mit seinen 40t Vollgas fahren muss, also die vollen 350KW benötigt und somit auch 350KWh verbrauchen würde für 1 Std Bergauffahren mit 6% Steigung. einen Verbrauchsschnitt von 60kWh pro 100km halte ich also für mehr als realistisch um nicht zu sagen, optimistisch. Aber ich will ja auch wissen, was das Minimum ist das ich aufrüsten muss.

    Also 500KWh Akku, davon 400KWh in 30 Minuten = 800KWh Ladeleistung. Mit mindestens 5 LKW gleichzeitig braucht man 4MWh Trafoleistung. Ohne extra trafo geht also garnichts. Und der muss ans HV-Netz, also mindestens ans 110KV Netz, besser an 400KV. Der 750KW Trafo wird aber unterirdisch ans 20KV Netz angeschlossen sein. Heist das schon diese Leitung völlig überfordert sein würde. Man muss also erstmal schauen wo die nächste HV-Leitung liegt, dann einen Abzweig beantragen, bauen lassen, Trafo setzen (HV-trafos werden auf Kundenauftrag produziert und dauern ungefähr 2 Jahre, weil die ewig lange trocknen müssen).

    Allerdings, wenn das ganze klappt, reicht also so ein 4 MW Trafo auch nicht mehr, weil wenn mal die Flotte von 500LKW umgerüstet wäre und geladen werden will, hat man eine Gleichzeitigkeit von mindestens 50LKWs. Soll man also jetzt schon einen 50MW-Trafo setzen um Reserven zu haben? Der wird incl transport mal locker im hohen 7 Stelligen bereich liegen, vieleicht so gar über 10 Millionen kosten. Nur der Trafo, da kommt noch der Aufbau dazu, der weitere 1-2 Millionen kostet. Und dann eine Leitung ans nächste HV-Netz, so ein Mast stellen und Leitung ziehen schlägt auch mit Millionen pro KM zu Buche.

    Also da sind die Anschaffungskosten der LKws fast zu vernachlässigen. 100 LKWs a 150.000 = 15 Millionen. Billiger als die Stromversorgung. wenn er dann nicht am Zielort laden kann, reicht ein 800km Akku also nur 400km weit. Und da NEFZ extrem weit neben der realität liegt eher so 500-550km weit, also Reichweite 250km. Ich vermute mal nicht, das die belieferten Kneipen und Supermärkte überall 500KW Anschlüsse bereit stellen um schnell mal nachzuladen. Und auf der Raststätte...naja, schauts euch selbst ab, wenn da mal wenig los ist, stehen nur 30 LKW rum (und würden versuchen nachzuladen). Diese Leistungen kannst du nicht mehr per Mittel oder Niederspannungsnetz übertragen, du musst nahezu flächendeckend HV-Netze haben. Und das als oberirdische Masten, na danke. Und als unterirdisch verlegte HV-DC richtig teuer.

    Die LKws haben in ihren Tanks Energie für eine Kleinstadt dabei. so ein 2500 Seeledorf mit 1000 Haushalten und einem Jahresverbrauch von 3000kWh/Haushalt kommen am Tag auf 10KWh im Schnitt. 10.000KWh = 1000L Diesel. Große international Transporter haben 2000l Diesel dabei, kleinere Inlandstransporter 800-1000L. Nur im Nahverkehr hat man meist nur 400L Tanks. Jedes Kg Gewicht kostet eben Energie, man baut den LKW passend zum Einsatzspektrum auf.

  5. Re: Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: Dwalinn 05.02.18 - 15:45

    >Die LKws haben in ihren Tanks Energie für eine Kleinstadt dabei. so ein 2500 Seeledorf mit 1000 Haushalten und einem Jahresverbrauch von 3000kWh/Haushalt kommen am Tag auf 10KWh im Schnitt. 10.000KWh = 1000L Diesel. Große international Transporter haben 2000l Diesel dabei, kleinere Inlandstransporter 800-1000L. Nur im Nahverkehr hat man meist nur 400L Tanks. Jedes Kg Gewicht kostet eben Energie, man baut den LKW passend zum Einsatzspektrum auf.

    Ist ja schön und gut ändert aber nichts daran das du mit den 10.000KWh 3-4 mal so weit kommst wie mit den 1000L Diesel.
    Ohnehin sind die Tanks oftmals schlicht überdimensioniert, das mag praktisch sein um günstig im Ausland zu tanken ist aber ansonsten nicht dringend erforderlich.

  6. Re: Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: tingelchen 05.02.18 - 17:07

    Hast du eigentlich den Artikel gelesen? Über 100 LKW's sind nun wahrlich jenseits von ein oder zwei. Da wird eine Ladestation definitiv nicht ausreichen.

  7. Re: Sehe ich nicht als problematisch, aber die Lösung interessiert mich

    Autor: dev2035 05.02.18 - 17:57

    Ist jetzt Spekulation (wie der Großteil des Artikels ja auch), ich vermute die Charger werden mit lokalen Powerpacks kombiniert werden. Damit sollte sich zumindest die Peaklast deutlich reduzieren lassen. Ob das allein ausreicht um keine neuen Trafos bauen zu müssen sei mal dahin gestellt. Ich schlage vor wir warten einfach mal ab bis es wirkliche Infos dazu gibt und überlassen das Spekulieren den Autoren von Golem :D

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