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  5. › Elektromobilität: Tesla Truck soll…

Zu lang?

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  1. Zu lang?

    Autor: JohannesKn 17.11.17 - 08:48

    Für mich sieht es so aus, als ob das Führerhaus ziemlich lang ist. Damit wird es mit der Zulassung in Deutschland (Europa?) eher schwierig, oder?

  2. Re: Zu lang?

    Autor: Iomegan 17.11.17 - 08:52

    Keine Ahnung, aber würde mich schon sehr wundern wenn sie daran nicht gedacht hätten.

  3. Re: Zu lang?

    Autor: kayozz 17.11.17 - 09:14

    JohannesKn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich sieht es so aus, als ob das Führerhaus ziemlich lang ist. Damit
    > wird es mit der Zulassung in Deutschland (Europa?) eher schwierig, oder?

    Das gilt für alle amerikansichen Trucks.

    In Deutschland ist die Maximallänge begrenzt, daher gibt es bei uns diese aerodynamisch nicht sonderlich sinnvolle Bauweise.

    Hier nachzulesen: http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/warum-lastwagen-in-deutschland-und-den-usa-unterschiedlich-aussehen-a-855319.html

    > Bis Ende der fünfziger Jahre nämlich waren auch in Deutschland überwiegend Lkw mit bis zu zwei Meter langen Motorhauben unterwegs. Doch dann kam Hans-Christoph Seebohm - und rottete die Langhauber aus.
    >
    > Der Verkehrsminister der Adenauer-Regierung erließ eine Verordnung, nach der Lkw nur noch 14 Meter lang sein und 24 Tonnen wiegen durften.

    Mit anderen Worten, für den eurpoäischen Markt wird Tesla die Bauform ändern müssen.

  4. Re: Zu lang?

    Autor: bplhkp 17.11.17 - 09:15

    Tesla hat an vieles nicht gedacht oder bewusst ausgeblendet, wie die Nutzlast. Dafür geben sie die Beschleunigung - wenn das relevant für die Kaufentscheidung wäre, würden auf unseren Straßen vielen mehr Scania V8 fahren.


    Aber zumindest in den USA ist die Länge nicht das Problem, darum fahren dort nach wie vor Fronthauber.

  5. Re: Zu lang?

    Autor: Kondratieff 17.11.17 - 09:45

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tesla hat an vieles nicht gedacht oder bewusst ausgeblendet, wie die
    > Nutzlast. Dafür geben sie die Beschleunigung - wenn das relevant für die
    > Kaufentscheidung wäre, würden auf unseren Straßen vielen mehr Scania V8
    > fahren.
    >

    Ich verstehe die Argumentation nicht. Das Drehmoment bzw. die Leistung (als Produkt aus Drehmoment und Winkelgeschwindigkeit) korreliert nicht perfekt mit der Anzahl an Zylindern. So muss sich ein 3,2l V8 bezüglich Höchstdrehmoment und Höchstleistung nicht von einem 3,2l V6/I6 unterscheiden, obwohl die Drehmomentkurven je nach Zylinderzahl und -auslegung variieren werden.

    Dieser Argumentation folgend muss ein Reihensechser von Mercedes im Actros bzgl. Drehmoment und Leistung einem Scania mit V8 Motor nicht unterlegen sein. Hinzu kommt, dass die Beschleunigung (neben dem Drehmomentverlauf) von der Getriebeauslegung und -art sowie von den Übersetzungen der Gänge und zusätzlich natürlich auch von dem Gewicht abhängt.

    Ich habe kein Daten zu den LKWs parat, aber ich wüsste nicht, wieso ein Scania besser beschleunigen sollte als ein entsprechendes Konkurrenzfahrzeug, nur weil der Scania einen V8-Motor hat.

    Zudem gibt es möglicherweise andere (technikexterne) Effekte, die zu berücksichtigen wären. So z.B., dass wir als Deutsche möglicherweise deutsche Produkte bevorzugen und somit eher Mercedes und MAN wählen, als Scania.

  6. Re: Zu lang?

    Autor: Psy2063 17.11.17 - 09:56

    kayozz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit anderen Worten, für den eurpoäischen Markt wird Tesla die Bauform
    > ändern müssen.

    oder Europa die für E-Truck Effizienz nicht mehr zeitgemäßen Gesetze. Für Gigaliner bzw EuroCombis gibt es ja auch entsprechende Ausnahmen, warum also nicht für E-Lkw?

  7. Re: Zu lang?

    Autor: chefin 17.11.17 - 10:02

    Obwohl ich tesla nicht viel zutraue, muss man doch die Kirche im Dorf lassen. Die Bauform eines Antriebsstrangs ist bei Elektroautos irrelevant. Weil viele Dinge inzwischen so kompakt geworden sind, das man die Autoform nicht dran ausrichten muss. gerade bei LKWs. USA fährt ja nicht nur Langschnauzer rum, die haben durchaus auch Unterflurmotoren.

    Der Unterschied ist dabei wessentlich geringer als das Führerhaus optisch erscheinen lässt. Ein Unterflurmotor und ein Frontmotor sitzen an der selben Stelle. Lediglich Anbauaggregate und sonstige Bauteile werden anderes dazu gebaut. zB der wuchtige Luffilter, Batterien, Kompressoren werden beim Unterflurmotor nach hinten versetzt, beim Frontmotor links und rechts des Motors angeordnet. Das Führerhaus beim Langschnauzer ist tiefer und weiter hinten, während der Unterflurtyp seinen Fahrer auf der Achse sitzen hat.

    Der Leiterrahmen und die Motoraufhängung sind Baugleich. Der Frontmotor hat dabei einen längeren Unterbau, da die Sattelkupplung einen bestimmten Abstand vom Aufbau haben muss. Und die Amikisten sind mit einem 2,5m Zusatzaufbau versehen in dem der Fahrer wohnt. Unsere Kisten haben da allenfalls ein 70cm Doppelstockpritsche.

    Jedenfalls, ein Europäisches Modell muss nicht viel ändern, da die Batterien im Leiterrahmen hängen, die Motoren direkt an der Achse angeflanscht sind und Getriebelos. Die Fronthaube in der Designstudie auf den Bildern ist praktisch leer und wird allenfalls mit Elektronik vollgestopft, wie Ladegerät, Motorregler, Bordcomputer. Für Europa schraubt man sich das nicht gestapelt aufeinander, sondern nebeneinander entlang der Längsachse und kann das Führerhaus oben drauf setzen.

  8. Re: Zu lang?

    Autor: thinksimple 17.11.17 - 12:49

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bplhkp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Tesla hat an vieles nicht gedacht oder bewusst ausgeblendet, wie die
    > > Nutzlast. Dafür geben sie die Beschleunigung - wenn das relevant für die
    > > Kaufentscheidung wäre, würden auf unseren Straßen vielen mehr Scania V8
    > > fahren.
    > >
    >
    > Ich verstehe die Argumentation nicht. Das Drehmoment bzw. die Leistung (als
    > Produkt aus Drehmoment und Winkelgeschwindigkeit) korreliert nicht perfekt
    > mit der Anzahl an Zylindern. So muss sich ein 3,2l V8 bezüglich
    > Höchstdrehmoment und Höchstleistung nicht von einem 3,2l V6/I6
    > unterscheiden, obwohl die Drehmomentkurven je nach Zylinderzahl und
    > -auslegung variieren werden.
    >
    > Dieser Argumentation folgend muss ein Reihensechser von Mercedes im Actros
    > bzgl. Drehmoment und Leistung einem Scania mit V8 Motor nicht unterlegen
    > sein. Hinzu kommt, dass die Beschleunigung (neben dem Drehmomentverlauf)
    > von der Getriebeauslegung und -art sowie von den Übersetzungen der Gänge
    > und zusätzlich natürlich auch von dem Gewicht abhängt.
    >
    > Ich habe kein Daten zu den LKWs parat, aber ich wüsste nicht, wieso ein
    > Scania besser beschleunigen sollte als ein entsprechendes
    > Konkurrenzfahrzeug, nur weil der Scania einen V8-Motor hat.
    >
    > Zudem gibt es möglicherweise andere (technikexterne) Effekte, die zu
    > berücksichtigen wären. So z.B., dass wir als Deutsche möglicherweise
    > deutsche Produkte bevorzugen und somit eher Mercedes und MAN wählen, als
    > Scania.

    Scania und MAN sind ja inzwischen Volkswagen.

    Wenn ein Mensch immer online ist spricht man dann von einer KI?

  9. Re: Zu lang?

    Autor: Kondratieff 17.11.17 - 13:04

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scania und MAN sind ja inzwischen Volkswagen.

    Danke für den Hinweis. Eine Vermutung, womit ich natürlich vollkommen daneben liegen kann, ist, dass es trotzdem den von mir besagten Effekt geben könnte: Scania ist im Gedächtnis vielleicht immer noch nicht deutsch (was in Teilen ja stimmt) und da könnte es unter- und unbewusst eine Hemmschwelle geben.

    Das ist natürlich nur Spekulation, die bei mir als zusätzliche Erklärungsstütze fungiert, um ein wenig die Frage zu beantworten, warum "auf unseren Straßen (nicht) (viel) mehr Scania V8 fahren".

  10. Re: Zu lang?

    Autor: kayozz 17.11.17 - 13:16

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder Europa die für E-Truck Effizienz nicht mehr zeitgemäßen Gesetze. Für
    > Gigaliner bzw EuroCombis gibt es ja auch entsprechende Ausnahmen, warum
    > also nicht für E-Lkw?

    * Weil dann die anderen Hersteller sofort klagen, wenn E-Autos bauformbedingt bevorzugt werden
    * Weil LKW-Parkplätze auf 20m optimiert sind

    Andere Hersteller machen das auch, es wird ein Modell für den amerikanischen Markt gebaut und eine angepasste Variante für den europäischen. So schwer ist das nicht.

  11. Re: Zu lang?

    Autor: bplhkp 17.11.17 - 18:48

    Kondratieff schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------

    > Dieser Argumentation folgend muss ein Reihensechser von Mercedes im Actros
    > bzgl. Drehmoment und Leistung einem Scania mit V8 Motor nicht unterlegen
    > sein.
    > Ich habe kein Daten zu den LKWs parat, aber ich wüsste nicht, wieso ein
    > Scania besser beschleunigen sollte als ein entsprechendes
    > Konkurrenzfahrzeug, nur weil der Scania einen V8-Motor hat.

    Fernab von deinen grundsatztheoretischen Ausführungen ist der Scania V8 (Modell R730) der stärkste Sattelschlepper am Markt und hat die schnellste Beschleunigung.
    Die meisten Modelle von Scania werden mit dem kleineren, langsamer beschleunigenden, aber sparsameren und vor allem billigeren Sechszylindermotor verkauft

    > Zudem gibt es möglicherweise andere (technikexterne) Effekte, die zu
    > berücksichtigen wären. So z.B., dass wir als Deutsche möglicherweise
    > deutsche Produkte bevorzugen und somit eher Mercedes und MAN wählen, als
    > Scania.

    Auch dort sieht man die Modelle mit dem Top-Motor sehr selten auf der Straße.
    In diese, Geschäft zählen einfach andere Argumente als Beschleunigung.
    Tesla spricht nur von Beschleunigung und Energiekosten, aber was die Mühle zieht und was sie kostet wird offengelassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.11.17 18:52 durch bplhkp.

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