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50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

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  1. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: silverbeard 11.04.22 - 08:17

    Nur weil die Fachpresse den Wagen falsch einordnet brauchen wir uns nicht anzuschliessen. Im VW Konzern gibt es nun mal noch keinen elektrischen Passat. Womit also soll den das Model 3 oder Y verglichen werden?

    Das Argument mit dem Preis ist ziemlich lächerlich, wenn man bedenkt, das Tesla jeden Wagen sofort verkauft, der produziert ist und die gesamte Produktion zu 100% ausgelastet wird.
    Wieviel Käufer könnte Tesla dann dazugewinnen, wenn jetzt bereits alle Fahrzeuge verkauft werden, die maximal produzeirt werden können?

    Klar müssen die Verbrenner mit 25% Abschlag und mehr verkauft werden. Die will ja keiner mehr und schon gar nicht zum Listenpreis.

  2. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: silverbeard 11.04.22 - 08:29

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dasbinich schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > - nicht das passende Auto dabei ist (Preis, Kategorie, z.B. Kombi,
    > > Hersteller, Gebrauchtwagen, usw.). Das wird sich ändern
    > >
    >
    > Exakt, das Tesla Model 3 würde für mich schon passen. Mehr als ein Model 3
    > oder ein Astra ST brauche ich nicht (beim nächsten Kauf, aktuell habe ich
    > ein Auto, kein Opel).
    >
    > Während der Astra ST mit 24% Rabatt am Ende inkl. notwendiger Extras,
    > Automatik usw. bei ca. 25k Euro landet, kann das Model 3 da nicht
    > konkurrieren.

    Aber natürlich. Der Astra ist ein Verbrenner und damit eine Dreckschleuder, die den Planeten für alle nachfolgenden Generationen unbewohnbar macht. Was genau interessiert da dessen billiger Preis wenn man sich ein vernünftiges Auto, also einen BEV leisten kann?
    >
    > Das Thema ist die Angmessenheit des Preises im Vergleich zu für mich (!)
    > vollkommen gleichwertiger Verbrenner-Alternativen.

    OK., das muß eben jeder für sich selbst entscheiden.
    Der elektrische Astranachfolger wird bestimmt auch nicht verschleudert werden. Aber irgend einen billigen Verbrenner wird es wohl noch lange geben. Vielleicht dann eine Marke aus Indien oder Afrika?

  3. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: Myrso 11.04.22 - 08:31

    Nochmal, die x-te Wiederholung. Als profitorientiertes Unternehmen macht Tesla alles richtig. Massives Premium an einige, wenige dafür extreme Tesla-Fans. Lieber 0,9 Mio. Autos massiv über Wert verkaufen also 10 Mio. Autos zu einem Preis, welcher alle Marktteilnehmer mehr oder minder anspricht (auch Nicht-Tesla-Fans, welche die Marke indifferent zu Opel oder Ford bewerten, aber für deutlich unter 25k Euro ein Model 3 kaufen würden).

    Es geht mir um die Elektromobilität an sich. Da kann man nicht nur Tesla-Fans ansprechen, sondern die breite Masse. Knapp 90% entscheiden sich immer noch für den Verbrenner, knapp über 10% für eine Elektroauto. In Deutschland, was da eher ein Vorreiter weltweit ist.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass knapp 90% extreme Elektroauto-Hasser sind. Keinesfalls. Es gibt vielleicht 10% Elektro-Fanboys, 10% Petrolheads und 80% interessiert Preis und Preis/Leistung viel mehr als Antriebsart oder Marke.

    Für diese Leute ist der Tesla etwa um den Faktor 2 zu teuer im Vergleich zu Verbrennen. Damit wuppen wir keine Elektromobilität, damit fahren 2030 noch 80, 90% des Fahrzeugbestands mit Verbrennern.

    Nicht für Teslas Bottom Line, sondern für das Projekt Elektromobilität brauchen wir einen Tesla Model 3 oder ein vergleichbar mittelmäßig Elektroauto (nicht wertend gemeint, geht mir nur darum, dass man mit einem Zoe usw. niemanden überzeugt und ein eTron Overkill ist) für 25k Euro. Noch 6k Prämie vom Staat und dann läuft die Elektromobilität.

    Es braucht keinen neuen 25k Tesla. Es braucht das Model 3 zum Preis von 25k.

  4. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: Myrso 11.04.22 - 08:44

    silverbeard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Astra ist ein Verbrenner und damit eine Dreckschleuder,
    > die den Planeten für alle nachfolgenden Generationen unbewohnbar macht. Was
    > genau interessiert da dessen billiger Preis [...]

    Der Einfluss Deutschlands auf das weltweite CO2 Budget ist schon verschwindend gering - der Einfluss einer Einzelperson nicht mehr messbar. Ob du persönlich Monstertruck fährst oder selbst jede 50-60 Kilometer Fahrt mit dem Rad, ändert tatsächlich gar nichts. Also, wirklich - gar nichts.

    Das Thema lässt sich nur politisch lösen. Oder durch Unternehmen. Ein Tesla Model 3 für 25k abzgl. 6k Prämie und der Fahrzeugbestand würde sich deutlich schneller in die richtige Richtung entwickeln.

    P.S. Elon Musk gehört mit seinem zahlreichen Privatjet-Flügen zu den schlimmsten Umweltsündern überhaupt. Dieses Verhalten ist so typisch Wasser predigen und Wein saufen. Er selbst stößt vermutlich tausende Tonnen CO2 pro Jahr aus, aber erzählt uns, wir könnten 1-2 Tonnen CO2 sparen, wenn wir auf ein Elektroauto umsteigen.

  5. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: orsg2 11.04.22 - 09:01

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Massives Premium an einige, wenige dafür extreme
    > Tesla-Fans.

    Ich fahre inzwischen seit 3 Jahren Tesla, war damals sicherlich noch eher unter den early adoptorn, aber seitdem ist die Quote an "Fanboys" stetig gesunken. Es sind eben nicht mehr nur die Nerds und PS-Freaks, die solche Autos fahren, sondern zunehmend auch ganz normale Familien.

    Wie passt das? Warum sollten die doppelt so viel Geld ausgeben, obwohl ein Astra doch völlig offensichtlich ein gleichwertiges Auto ist? Die naheliegende Erklärung ist dass die einfach doof sind, gehirngewaschen, ideologisch, Fanboys, wie auch immer du es nennen magst. Dass sie eine ganz rationale Entscheidung getroffen haben könnten ist für dich scheinbar undenkbar.

    Dabei ist die Erklärung ganz simpel: Für verschiedene Leute spielen verschiedene Kriterien eine Rolle beim Fahrzeugkauf. Für dich gehts offenbar ausschließlich um Außenmaße, und ich will gar nicht sagen dass das falsch ist, denn Autokauf ist so ein vielschichtiges Thema dass es gar kein richtig und kein falsch gibt.

    Ich erklär dir mal, welche Gründe bei mir für den Tesla gesprochen haben:

    1. ich will BEV. aus vielen Gründen, auch weil es sich ganz unabhängig von der reinen Spitzenleistung einfach viel besser fährt als jede Automatik. Nicht zuletzt aber tatsächlich aus Umweltgesichtspunkten. Ich bekomme gerade einen Sohn und mir liegt schon viel daran, dass der auch in Zukunft eine lebenswerte Welt hat. Mir ist bewusst, dass mein einer PKW das Ruder nicht rumreißt, aber ich will meinen Teil dazu beitragen. Wenn Einsatz für das Gemeinwohl als "ideologisch" diffamiert wird, aber tagtäglich Putins Öl an der Tanke zu zapfen als die "pragmatische" Lösung gilt, dann finde ich das exakt falsch herum.

    2. wenn man den Lösungsraum einmal auf BEV eingegrenzt hat, dann bietet Tesla die einfachste Experience, Punkt. Dein Gerede von wegen viel PS zeigt, dass du vom Alltag der Elektromobilität keine Ahnung hast. (Relativ) viele PS haben praktisch alle E-Autos, das ist nicht der Grund warum Tesla mehr Model 3 absetzt als z.B. Polestar 2. Du forderst ein E-Auto um die 25k¤, und das gibts, sogar schon ziemlich lange. Das kostet der mittlere ID.3 nach Abzug der Prämie und ist damit nicht nennenswert teurer als ein vergleichbarer Diesel-Golf. Und trotzdem kaufen Leute auch im Jahr 2022 noch Teslas. Warum? Nun, wenn man nicht nur im Sessel sitzt und philosophiert sondern die Karre tatsächlich benutzt, dann hat lernt man so Kleinigkeiten zu schätzen wie z.B.: Ich kann jederzeit ohne Vorplanungen zu meinem Auto gehen, im Navi "Lissabon" eintragen und losfahren. Das Auto macht vollautomatisch die Planung der Ladestops, hat eine sehr genaue Verbrauchsprognose die mir böse Überaschungen erspart und lotst mich zu Ladepunkten, die schnell, zuverlässig, günstig, einfach zu bedienen und in ganz Europa verfügbar sind. Du gähnst wahrscheinlich, weil dein Verbrenner das auch kann, aber halt nur wenn man kein Problem mit fossilen Energieträgern, Klimawandel und Kriegsverbrechen hat. Wenn man damit ein Problem hat, aber trotzdem mit dem Auto in den Urlaub fahren können will, dann gibt es zwei Möglichkeiten: 1. man muss leidensfähig sein (das sind i.a.R. eher die early adoptors und die fanboys) oder 2. man kauft einen Tesla

    EDIT: offensichtlich wirst du mir nicht zustimmen, du legst eben eine andere Gewichtung an den Tag. Aber bitte sei so offen mit dir selbst und erlaube anderen Leuten andere Gewichtungen an den Tag zu legen ohne sie dafür mit Phrasen belegen zu müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.22 09:03 durch orsg2.

  6. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: Myrso 11.04.22 - 09:29

    Ja, für dich sind andere Punkte wichtig als für die breite Masse. Sag ich doch. Aber deine Kriterien entsprechen nicht der breiten Masse.

    Die breite Masse kauft nun mal weiter Verbrenner (knapp unter 90% in 2021 in Deutschland). Die sind, wie du ja sagst, nicht dumm oder so, sondern entscheiden rein rational. Verbrenner ist billiger und eine individuelle Entscheidung hat 0 Einfluss auf Klima, auf Putin, auf irgendwas. Ist halt wirklich so.

    Fanboys und gehirngewaschen oder ideologisch sind übrigens komplett unterschiedliche Sachen. Fans oder Fanboys sind Begriffe aus dem Marketing. Gekennzeichnet durch eine hohe emotionale Bindung zu einer Marke. Die hast du ja in deinem Post gut dargelegt. Das ist keine rationale Entscheidung, aber aus Marketing-Sicht absolut üblich, dass ein Teil der Konsumenten seine Entscheidung so trifft. Dass es nicht rational ist, sagst du ja selbst ("Mir ist bewusst, dass mein einer PKW das Ruder nicht rumreißt").

    Das hat nichts mit gehirngewaschen oder ideologisch zu tun. Das ist jetzt Markting-Sprech ("Fan/Fanboy", "rational", ...).

    Es gibt die Tesla/eAuto-Fans, es gibt die Verbrenner-Fans. Die einen kaufen auf jeden Fall einen Tesla oder ein eAuto, die anderen niemals. Dazwischen gibt es die breite Masse, welche rational (also ohne emotionale Kriterien) entscheidet.

    Die holt man mit einem 40k, 50k Model 3 nicht ab. Mit einem 25k Model 3 und 6k Prämie = 19k schon. Irgendwo bei 25k ist ein fairer Preis für die Nicht-Fans (also eine Marketing-Zielgruppe, welche keine besondere emotionale Bindung zu einer Marke und/oder Technologie hat), wo die breite Masse sagen wird, Hyundai i30, Opel Astra, Ford Focus und Co. - oder Tesla Model 3 - mir egal - nehme beides. Mit Prämie entscheidet sich der Konsument der breiten Masse dann für den Tesla Model 3.

  7. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: orsg2 11.04.22 - 11:06

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, für dich sind andere Punkte wichtig als für die breite Masse. Sag ich
    > doch. Aber deine Kriterien entsprechen nicht der breiten Masse.

    An die Vorstellung einer "breiten Masse" glaub ich nicht. Ich denke PKW-Wahl ist sehr viel individueller und nicht so über einen Kamm zu scheren wie das in Diskussionen gerne versucht wird. Deswegen freue ich mich auch über jedes BEV anderer Hersteller, denn offensichtlich ist der Markt groß genug für mehrere Firmen.

    > eine individuelle Entscheidung hat 0 Einfluss auf Klima, auf Putin, auf irgendwas

    Für jeden einzelnen PKW stimmt das.
    Für jede einzelne Gasheizung auch.
    Für jede einzelne Ölbohrinsel auch.
    Für jedes einzelne Kohlekraftwerk auch.

    Es gibt kein einziges Ding auf der Welt, das man nur ändern müsste und dann wird alles gut.
    Die Erkenntnis mag banal klingen: Wir müssen alles davon anpassen, und ja, das umfasst in Konsequenz dann auch deinen und meinen persönlichen PKW, aber eben nicht nur.

    > Dazwischen
    > gibt es die breite Masse, welche rational (also ohne emotionale Kriterien)
    > entscheidet.

    Nach welcher Denke ist der Erhalt einer lebenswerten Biosphäre denn nicht rational?

    > Die holt man mit einem 40k, 50k Model 3 nicht ab.

    Natürlich muss man sich die Karre leisten können, aber die die das können* tun das in den seltensten Fällen weil sie dem Elon so gern huldigen oder weil sie alles was Tesla tut für das beste seit geschnitten Brot halten, sondern weil es einfach und praktisch ist, wie ich dir gerade erklärt habe.

    * und das sind überaschenderweise doch ziemlich viele. Guck dich doch mal auf unserem Straßen so um, da fahren mehr BMWs als Dacias, und ich wohn im Osten und nicht in München.

  8. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: Myrso 11.04.22 - 11:15

    orsg2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach welcher Denke ist der Erhalt einer lebenswerten Biosphäre denn nicht
    > rational?
    Dein PKW hat 0 Einfluss auf das Klima, auf Putin, auf irgendwas. Die Begründung, du willst eine lebenswerte Zukunft für deine Kinder, deswegen kaufst einen Tesla ist komplett irrational und komplett emotional. Nicht böse gemeint und nicht verwechseln. Das ist die Erklärung deiner Kaufentscheidung aus Marketing-Sicht. Bitte also hier nicht mehr interpretieren, als ich geschrieben habe.

    Rein rational ändert dein PKW nichts am Weltklima. Deine Kaufgründe sind rein emotional und das trifft m.E. nicht auf die Mehrheit der Autokäufer zu.

  9. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: orsg2 11.04.22 - 12:11

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein PKW hat 0 Einfluss auf das Klima, auf Putin, auf irgendwas.

    Mein Anteil mag klein sein, aber er ist >0.

    Diese Teile-und-Herrsche-Argumentation, die im Endeffekt besagt dass jede Einzelentscheidung für sich betrachtet nichts bringt, ist 1:1 das playbook der fossilen Lobby. Wie gesagt, mit exakt dem selben Argument kann man sich vermeintlich auch jedes einzelne Kohlekraftwerk der Welt schönreden.

    > Die Begründung, du willst eine lebenswerte Zukunft für deine Kinder, deswegen
    > kaufst einen Tesla ist komplett irrational und komplett emotional.

    Kennst du den Unterschied zwischen einer hinreichenden und einer notwendigen Bedingung?
    Ölauto aufgeben ist nicht hinreichend den Klimawandel zu begrenzen, aber notwendig.

  10. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: thinksimple 11.04.22 - 12:27

    silverbeard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil die Fachpresse den Wagen falsch einordnet brauchen wir uns nicht
    > anzuschliessen. Im VW Konzern gibt es nun mal noch keinen elektrischen
    > Passat. Womit also soll den das Model 3 oder Y verglichen werden?
    >
    > Das Argument mit dem Preis ist ziemlich lächerlich, wenn man bedenkt, das
    > Tesla jeden Wagen sofort verkauft, der produziert ist und die gesamte
    > Produktion zu 100% ausgelastet wird.
    > Wieviel Käufer könnte Tesla dann dazugewinnen, wenn jetzt bereits alle
    > Fahrzeuge verkauft werden, die maximal produzeirt werden können?
    >
    > Klar müssen die Verbrenner mit 25% Abschlag und mehr verkauft werden. Die
    > will ja keiner mehr und schon gar nicht zum Listenpreis.


    Jeder verkauft derzeit jeden Wagen den er produziert. Und 25% Abschlag sind derzeit nicht drin.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  11. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: Myrso 11.04.22 - 12:56

    Eine Einzelentscheidung einer Privatperson bringt tatsächlich nichts für oder gegen den Klimawandel. Tatsächlich rein gar nichts.

    Entscheidungen der Politik können aber eine gesamtgesellschaftliche Änderung hervorbringen. Wenn Wärmepumpen mit 90-100% statt mit 35% gefördert werden. Wenn bei Photovoltaik Net Metering vorgeschrieben wird ohne Wenn und Aber. Wenn Elektroautos so günstig werden, dass ein Model 3 deutlich unter 25k kostet. Dann ändert sich etwas denn die meisten Menschen entscheiden stets mit dem Geldbeutel (nicht im Sinne davon, dass sie arm sind, sondern im Sinne davon, dass sie ihr Geld bestmöglich für ihre Zwecke einsetzen). Nur nicht die Fans (im Sinne der Marketing-Definition von diesem Begriff), die hat ja Tesla schon.

  12. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: orsg2 11.04.22 - 13:51

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Einzelentscheidung einer Privatperson bringt tatsächlich nichts für
    > oder gegen den Klimawandel. Tatsächlich rein gar nichts.
    >
    > Entscheidungen der Politik können aber eine gesamtgesellschaftliche
    > Änderung hervorbringen.

    Der ist gut...

    meine Konsumentscheidungen haben überhaupt gar keinen, exakt 0, nada Einfluss, und deswegen bringt das alles nichts

    ok, und wie groß ist mein (oder dein) Einfluss auf das Handeln der Bundesregierung? na?
    ob ich meine Stimme dieser oder jener Partei gebe, ob ich diese oder jene Petition unterschreibe oder dieser oder jener Demo beiwohne hat...du hast es erraten: überhaupt gar keine Auswirkungen.

    jedenfalls für sich betrachtet...in Summe dann aber eben schon, genau wie bei Konsumentscheidungen.

    Das ist kein entweder-oder, kein sondern natürlich ein sowohl-als-auch. Dass du das hier als Widerspruch zu skizzieren versuchst ist wieder so eine Teile-und-Herrsche-Nummer, die im Endeffekt zu Resignation führt (und damit dem Erhalt des fossilen Status Quo). Einfach mal den Ball zur Politik spielen ist emotional betrachtet super bequem.

    Natürlich muss auch die Politik entsprechende Vorgaben machen, aber auch die Politik ist beeinflusst von dem was in der echten Welt so passiert. Und wenn die irgendwas erlassen, dann muss die Bevölkerung auch mitziehen, und das ist bei leibe keine Selbstverständlichkeit:

    > Wenn Elektroautos so günstig werden, dass ein Model 3
    > deutlich unter 25k kostet. Dann ändert sich etwas denn die meisten
    > Menschen entscheiden stets mit dem Geldbeutel (nicht im Sinne davon, dass
    > sie arm sind, sondern im Sinne davon, dass sie ihr Geld bestmöglich für
    > ihre Zwecke einsetzen).

    Warum verlangst du das 25k¤-Auto nur von Tesla und nicht von z.B. VW? lass mich raten, vll weil es den ID.3 tatsächlich für 25k¤ gibt? Der kostet rein auf die Anschaffung bezogen längst nicht mehr als ein Golf Diesel (und der Golf ist gerade in D nicht irgendein Auto). Trotzdem kaufen die Leute Golf Diesels. Ich könnte jetzt über Ideologie herziehen, aber das würde auch niemanden zum Umstieg bewegen. Lass uns einfach anerkennen, dass es komplizierter ist als die Frage nach Geld. Einer der Punkte ist: Man muss eben auch wollen. Aber wozu sollte man den Wechsel denn wollen, wenn es ja so wie so nichts bringt (laut deiner Aussage)?

  13. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: SlowLoris 11.04.22 - 16:52

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht mir um die Elektromobilität an sich. Da kann man nicht nur
    > Tesla-Fans ansprechen, sondern die breite Masse. Knapp 90% entscheiden sich
    > immer noch für den Verbrenner, knapp über 10% für eine Elektroauto. In
    > Deutschland, was da eher ein Vorreiter weltweit ist.

    Junge das haben dir jetzt zig andere hier versucht klar zu machen: Es werden 100% der hergestellten Autos verkauft.
    Nehmen wir mal an Tesla aktualisiert morgen den Preis auf der Webseite auf 25k. Was denkst du wie hoch die Zulassungsquote von BEV's im nächsten Monat sein wird?
    Es herrscht einfach ein Nachfrageüberhang bei BEV's und beim Verbrenner eben nicht. Deshalb sind BEV's teurer als Verbrenner und zwar bei jedem Hersteller.

    Ich denke du bist hier nur unterwegs um Stunk zu machen und nicht um zu diskutieren.
    Kauf doch einfach deinen Astra ST und sei glücklich :-)

  14. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: HauSer 11.04.22 - 17:03

    Was soll dieses ganze PS gequatsche. Es ist nun mal so, dass die Batteriegröße vorgibt wie viel Leistung ein Auto haben kann und nicht der Motor. Klar, Tesla könnte es machen wie die deutschen. Softwaremäßig begrenzten und für jede Version die dann 30ps mehr hat als die vorherige 10000¤ mehr nehmen und GTX oder so dahinter schreiben. Ich wusste genau das die deutschen diese Praxis von den Verbrennern übernehmen. Alleine schon deshalb würde es bei mir ein Tesla geworden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.22 17:13 durch HauSer.

  15. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: dasbinich 11.04.22 - 18:29

    Also in etwa so wie Model 3 LR oder Performance

  16. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: superdachs 13.04.22 - 13:12

    sashman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Myrso schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Tesla Model 3 ist etwa mit einem Astra Sports Tourer vegleichbar,
    > > jedenfalls für mich und meinen Use Case. Kein
    > > Marken-/Premium-/Luxusprodukt. Brauche 4 Türen und bisschen Kofferraum.
    > > Fahre im Straßenverkehr und keine Rennstrecke, daher sind mir
    > > Beschleunigungswert vollkommen egal.
    > >
    > > Ein Sports Tourer Jahreswagen mit Automatik und allen Extra gibt es für
    > > weniger als die Hälfte. Der Wagen ist also doppelt so teuer wie der
    > > Marktpreis für vergleichbare Wirtschaftsgüter. Wow.
    > >
    > > Es brauch kein 25k USD Tesla. Es braucht das Model 3 für 25k USD.
    >
    > Während des Studiums hatte ich auch einen Astra. Nun ein Model 3. Und ganz
    > ehrlich. Da liegen in allen Aspekten Welten zwischen. Der stra ist eher ein
    > Polo und das Model 3 eher ein 3er BMW.
    >
    > Verkauf deinen Astra und kauf dir einen Mitsubishi Space Star. Entsprivht
    > genau deinen Vorstellungen. Hat 4 Türen, einen Kofferraum, ist mit 71 PS
    > langsam genug für dich und kost neu irgendwas um 9.000. Also nochmal die
    > Hälfte.

    Also von BMW oder anderen Premiumherstellern dürfte Tesla in etwa so weit entfernt sein wie Fiat oder Dacia.

  17. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: silverbeard 13.04.22 - 15:08

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nochmal, die x-te Wiederholung. Als profitorientiertes Unternehmen macht
    > Tesla alles richtig. Massives Premium an einige, wenige dafür extreme
    > Tesla-Fans. Lieber 0,9 Mio. Autos massiv über Wert verkaufen also 10 Mio.
    > Autos zu einem Preis, welcher alle Marktteilnehmer mehr oder minder
    > anspricht (auch Nicht-Tesla-Fans, welche die Marke indifferent zu Opel oder
    > Ford bewerten, aber für deutlich unter 25k Euro ein Model 3 kaufen
    > würden).
    >
    > Es geht mir um die Elektromobilität an sich. Da kann man nicht nur
    > Tesla-Fans ansprechen, sondern die breite Masse. Knapp 90% entscheiden sich
    > immer noch für den Verbrenner, knapp über 10% für eine Elektroauto. In
    > Deutschland, was da eher ein Vorreiter weltweit ist.
    >
    > Ich kann mir nicht vorstellen, dass knapp 90% extreme Elektroauto-Hasser
    > sind. Keinesfalls. Es gibt vielleicht 10% Elektro-Fanboys, 10% Petrolheads
    > und 80% interessiert Preis und Preis/Leistung viel mehr als Antriebsart
    > oder Marke.
    >
    > Für diese Leute ist der Tesla etwa um den Faktor 2 zu teuer im Vergleich zu
    > Verbrennen. Damit wuppen wir keine Elektromobilität, damit fahren 2030 noch
    > 80, 90% des Fahrzeugbestands mit Verbrennern.
    >
    > Nicht für Teslas Bottom Line, sondern für das Projekt Elektromobilität
    > brauchen wir einen Tesla Model 3 oder ein vergleichbar mittelmäßig
    > Elektroauto (nicht wertend gemeint, geht mir nur darum, dass man mit einem
    > Zoe usw. niemanden überzeugt und ein eTron Overkill ist) für 25k Euro. Noch
    > 6k Prämie vom Staat und dann läuft die Elektromobilität.
    >
    > Es braucht keinen neuen 25k Tesla. Es braucht das Model 3 zum Preis von
    > 25k.

    Ich akzeptiere diese Meinung. Aber mir ist eben auch klar, dass das zur Zeit nicht möglich ist.

    E-autos sind eine komplette Neuentwicklung. Das kostet viel Geld. Aber durch die geringen Produktionsmengen und dem notwendigen Aufbau von Zulieferkapazität bei Teilen und Rohstoffen, wird das bei niedrigen Preisen nicht eingenommen. Kleinwagen oder gering ausgestattete Varianten würden fast soviel kosten wie die aktuellen Modelle.

    Übrigens gibt es doch bereits billige E-Autos auf dem EU Markt. Z.B. den Dacia Spring. Man darf eben nur nicht erwarten, dass diese Fahrzeuge das gleiche leisten und bieten wie dreimal so teure.

  18. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: silverbeard 13.04.22 - 15:23

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, für dich sind andere Punkte wichtig als für die breite Masse. Sag ich
    > doch. Aber deine Kriterien entsprechen nicht der breiten Masse.
    >
    > Die breite Masse kauft nun mal weiter Verbrenner (knapp unter 90% in 2021
    > in Deutschland).

    Die breite Masse kauf vor allem Gebrauchtfahrzeuge. Und da sind nun mal zur Zeit fast nur Verbrenner zu haben.

    > Die sind, wie du ja sagst, nicht dumm oder so, sondern
    > entscheiden rein rational. Verbrenner ist billiger und eine individuelle
    > Entscheidung hat 0 Einfluss auf Klima, auf Putin, auf irgendwas. Ist halt
    > wirklich so.
    >
    > Fanboys und gehirngewaschen oder ideologisch sind übrigens komplett
    > unterschiedliche Sachen. Fans oder Fanboys sind Begriffe aus dem Marketing.
    > Gekennzeichnet durch eine hohe emotionale Bindung zu einer Marke. Die hast
    > du ja in deinem Post gut dargelegt. Das ist keine rationale Entscheidung,
    > aber aus Marketing-Sicht absolut üblich, dass ein Teil der Konsumenten
    > seine Entscheidung so trifft. Dass es nicht rational ist, sagst du ja
    > selbst ("Mir ist bewusst, dass mein einer PKW das Ruder nicht rumreißt").
    >
    > Das hat nichts mit gehirngewaschen oder ideologisch zu tun. Das ist jetzt
    > Markting-Sprech ("Fan/Fanboy", "rational", ...).
    >
    > Es gibt die Tesla/eAuto-Fans, es gibt die Verbrenner-Fans. Die einen kaufen
    > auf jeden Fall einen Tesla oder ein eAuto, die anderen niemals. Dazwischen
    > gibt es die breite Masse, welche rational (also ohne emotionale Kriterien)
    > entscheidet.
    >
    > Die holt man mit einem 40k, 50k Model 3 nicht ab. Mit einem 25k Model 3 und
    > 6k Prämie = 19k schon.

    Sag mal, warum begreifst Du nicht, dass das aktuell wirtschaftlich nicht möglich ist?
    Natürlich wäre das sowohl von der Logik, als auch vom eigenen Geldbeutel schön, wenn es diese Preise gäbe. Da sind doch alle voll bei Dir. Glaubst Du, die zahlen alle gerne so viel Geld für ein Auto? Natürlich würden die das auch billiger nehmen, wenn das ginge!

    Warum gibt es denn die Kaufprämien? Weil E-Autos nicht so billig hergestellt werden können wie Verbrenner. Wenn das so wäre, würden Firmen wie Sono Motors ja nicht pleite gehen, sondern produzieren und verkaufen wie blöd...

    >Irgendwo bei 25k ist ein fairer Preis für die

    Es geht doch nicht um Fairness, sondern um Realismus!

    > Nicht-Fans (also eine Marketing-Zielgruppe, welche keine besondere
    > emotionale Bindung zu einer Marke und/oder Technologie hat), wo die breite
    > Masse sagen wird, Hyundai i30, Opel Astra, Ford Focus und Co. - oder Tesla
    > Model 3 - mir egal - nehme beides. Mit Prämie entscheidet sich der
    > Konsument der breiten Masse dann für den Tesla Model 3.

  19. Re: 50k Euro für ein Model 3? Extrem überteuert!

    Autor: silverbeard 13.04.22 - 15:42

    Myrso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Astra ist nur ein x-beliebiges Beispiel. Insgesamt liegt bei den
    > Neuzulassungen der Marktanteil der BEVs bei 10-15%. Knapp 90% entscheiden
    > sich für einen Verbrenner.
    >
    > Aber egal, dann bleibt das halt so. Ich fahre auch weiter Verbrenner, wenn
    > die eben 25k günstiger sind bei gleicher Größe, Ausstattung, Raumangebot
    > etc...

    Ja, fahre eben weiter eine Dreckscheuder, die deinen Kindern das Leben zur Hölle machen wird.

    Aber mal im Ernst. Mit der Produktion in Grünheide wird Tesla eine genauso deutsche Marke wie Ford. D.h. zukünftig wird ein Model Y bei vielen Unternehmen als Wahlmöglichkeit bei den Firmenwagen zur Verfügung stehen. Das dürfte den Prozentsatz an neu zugelassenen E-Autos deutlich steigern. Im März musste sich das Model 3 nur dem Golf bei den Neuzulassungen geschlagen geben. Und zwar insgesamt, MIT Verbrennern!

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