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Der eigentliche Masterplan war ein anderer

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  1. Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: luke93 08.04.22 - 10:46

    Elektrische Mobilität für jedermann war doch das eigentliche Ziel. Dass das zwingend mit dem Besitz eine Teslas einhergehen muss, davon war nie die Rede. Nicht umsonst hat Musk jahrelang das Mantra des Robotaxis vor sich her getragen.

    Wenn Tesla an einem wirklich gescheitert ist, dann an der Vision vom zeitnahen autonomen Fahren nach Level 5 und dem Betrieb einer entsprechenden Taxiflotte. Selbst bei Mitbewerbern ist nichts dergleichen in Sicht. Am nächsten dran ist vermutlich noch Waymo, deren Taxen aber auch nur in zentimetergenau kartografierten Gebieten herumfahren. Mit echtem, vollautonomen Fahren hat auch das nur bedingt zu tun.

    Tesla dürfte das trotzdem nicht Schaden, im Moment generiert man Geld wie Heu mit dem althergebrachten Geschäftsmodell, und solange das so bleibt gibt es keinen Grund in Selbstzweifel zu verfallen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.22 10:47 durch luke93.

  2. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 08.04.22 - 10:51

    Die beiden Masterpläne sind zum Nachlesen im Artikel verlinkt und die Entwicklung eines erschwinglichen Autos gehörte dazu. Ein Einstiegspreis oberhalb von Mercedes spricht nicht dafür, dass Teslas erschwinglich sind.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: luke93 08.04.22 - 10:57

    Richtig, und im zweiten Mastetplan wird der Punkt explizit genannt:

    "You will also be able to add your car to the Tesla shared fleet just by tapping a button on the Tesla phone app and have it generate income for you while you're at work or on vacation, significantly offsetting and at times potentially exceeding the monthly loan or lease cost. This dramatically lowers the true cost of ownership to the point where almost anyone could own a Tesla."

    Unterm Strich besitzt man zwar noch nominell einen Tesla, die TCO ist aber so niedrig dass es quasi Elektromobilität für jedermann bedeutet. Der Unterschied zu Waymo & Co ist dann nur noch, dass nicht der Hersteller die Flotte betreibt sondern die Kunden.

  4. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 08.04.22 - 11:04

    Der Autopilot existiert in dieser Form aber noch lange nicht. Natürlich hat Elon Musk große Hoffnung auf die Entwicklung (die ich teile) und steckt viel Geld hinein. Aber KI ist ein schwieriges Feld, beim dem der Aufwand nicht immer gut mit dem Ergebnis korreliert. Und dieses Ergebnis müsste erst einmal da sein, bevor man daraus eine sinnvolle Strategie formuliert. Das ist zur Zeit alles pure Spekulation, weil die Realität dem Autopiloten bislang sehr schwere Probleme in den Weg gelegt hat., die noch nicht gelöst sind.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: nuclear 08.04.22 - 14:29

    > Unterm Strich besitzt man zwar noch nominell einen Tesla, die TCO ist aber so niedrig dass es quasi Elektromobilität für jedermann bedeutet.

    So und jetzt überlegen wir mal wie das passen kann. Entweder wir nutzen alle Roboter Taxis oder nicht. Falls wir alle die nutzen, dann hat keiner mehr ein Auto. Wieso sollte ich beides haben.
    Wenn alles einen Tesla haben, braucht aber keiner mehr ein Taxi, also keine Einnahmen mehr durch die Vermietung des Wagens.

    Das hat für mich noch nie Sinn gemacht. Noch dazu skalieren Taxis auch extrem bescheiden. Denn die Nutzungszeiten der PKW sind sehr gebündelt. Es gibt halt Zeiten, da sind fast alle Fahrzeuge unterwegs (6-8 und 15-17) und die Zeiten dazwischen, wo der Verkehr drastisch niedriger ist.

    Klar könnte man da noch was einsparen, aber mehr als 20-30% der KFZ dürfte das nicht werden. Da die höchsten Kostenpunkte ja sowieso nicht die Betriebskosten bei Neuwägen sind, sondern der Wertverlust, sehe ich auch ehrlich kaum eine Preisreduktion durch die vollständige Automatisierung.

    Klar das fahren wird angenehmer, aber weder wird der Verkehr geringer noch sehe ich eine drastische Reduktion der Kosten. Und auch keine Einnahmen durch die Teslas.

  6. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: thinksimple 08.04.22 - 17:28

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Autopilot existiert in dieser Form aber noch lange nicht. Natürlich hat
    > Elon Musk große Hoffnung auf die Entwicklung (die ich teile) und steckt
    > viel Geld hinein. Aber KI ist ein schwieriges Feld, beim dem der Aufwand
    > nicht immer gut mit dem Ergebnis korreliert. Und dieses Ergebnis müsste
    > erst einmal da sein, bevor man daraus eine sinnvolle Strategie formuliert.
    > Das ist zur Zeit alles pure Spekulation, weil die Realität dem Autopiloten
    > bislang sehr schwere Probleme in den Weg gelegt hat., die noch nicht gelöst
    > sind.

    So ist es.
    Es wäre ja schon schön wenn wir in der Industrie eine stabile Erkennungsrate von 999.500 ppm hätten.
    Und das bei einem gleichen Teil. Bei einem Fahrzeug ist noch einiges mehr an "Abfragen" zu tätigen.
    Eine Level 2 "Autonomie" wäre nicht ratsam.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  7. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: luke93 08.04.22 - 18:11

    Sehe ich nicht als Problem. Ist wie bei Wohnungen mit Vermieter und Mieter. Es kauft sich auch nicht jeder eine Immobilie und vermietet diese, viele wollen einfach nur stressfrei mieten oder können sich schlicht die Anschaffung eines solchen Objekts nicht leisten. Das wird bei Robotaxis nicht viel anders sein.

  8. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: thinksimple 08.04.22 - 19:34

    luke93 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich nicht als Problem. Ist wie bei Wohnungen mit Vermieter und Mieter.
    > Es kauft sich auch nicht jeder eine Immobilie und vermietet diese, viele
    > wollen einfach nur stressfrei mieten oder können sich schlicht die
    > Anschaffung eines solchen Objekts nicht leisten. Das wird bei Robotaxis
    > nicht viel anders sein.


    Daher least man sich ein Auto.....
    Und warum mehr zahlen für ein "Robotaxi" das nicht verfügbar ist wenn ich es brauche....
    Besonders in der Urlaubszeit wenn das Robotaxi den Wohnwagen zieht.
    Es gäbe heute schon Robotaxis. Wenn man den Fahrer als Robo bezeichnet. Sprich man könnte sich schon fahren lassen. Per App anfordern, Auto steht da, einsteigen, fährt mich zur Arbeit aussteigen, Auto fährt zum nächsten...
    Das geht seit Jahren schon und trotzdem wirds dafür nicht genutzt.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  9. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: nuclear 08.04.22 - 19:51

    Das funktioniert aber nur, da die Differenzen zwischen mieten und kaufen nicht so dramatisch sind und die Zeiträume größer sind. Bei einem Auto reden wir von nur 10 Jahren Lebensdauer.
    Gerade wenn ich das Auto selber brauche, ist der Zeitraum der Vermietung auch massiv geringer. Damit sich was groß bezahlt macht muss das Fahrzeug aber viel unterwegs sein.

    Ne ich sehe es einfach nicht. Vor allem wenn man da auch noch die Probleme mit möglichen Schäden oder Verschmutzungen rein rechnet. Und den Fakt, dass ich keinerlei private Sachen in dem Auto lassen kann.

  10. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: MasterMind187 08.04.22 - 23:01

    Naja das Tesla den Wandel nicht alleine schafft, war glaube ich auch Elon Musk klar. Nicht umsonst hat er immer dafür Werbung gemacht, Patente zur Nutzung angeboten usw.

    Ihm war auch klar das das nur funktionieren kann, wenn sich Elektromobilität auf breiter Masse durchsetzt.

    Zumal das Elektroauto eh nur ein Zwischenschritt ist. Denn ob ein Auto mit Benzin oder Strom angetrieben wird, ist für Großstädte und Metropolregionen völlig irrelevant. Beide Varianten haben das selbe Problem, sie brauchen viel Platz.

    Sollte Tesla es schaffen das autonome Fahren zu knacken, werden Sie damit den Verkehr weltweit revolutionieren, denn in der Zukunft werden die wenigstens ein eigenes Auto haben.
    Eine Flotte von Roboter Taxen kann eigentlich alle Probleme in den Großstädten lösen, auch die die Straßenbahn und co nicht können.

    Nicht umsonst hat er dazu auch the Boring Company gegründet.

  11. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: southy 09.04.22 - 08:38

    MasterMind187 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumal das Elektroauto eh nur ein Zwischenschritt ist. Denn ob ein Auto mit
    > Benzin oder Strom angetrieben wird, ist für Großstädte und Metropolregionen
    > völlig irrelevant. Beide Varianten haben das selbe Problem, sie brauchen
    > viel Platz.
    >
    > Sollte Tesla es schaffen das autonome Fahren zu knacken, werden Sie damit
    > den Verkehr weltweit revolutionieren, denn in der Zukunft werden die
    > wenigstens ein eigenes Auto haben.
    > Eine Flotte von Roboter Taxen kann eigentlich alle Probleme in den
    > Großstädten lösen, auch die die Straßenbahn und co nicht können.



    Äääähh… Moment:
    „Das Grösste Problem“ ist mit dieser Vision gar nicht angesprochen: CO2.
    Ja ich fahre auch elektrisch und habe eine PV, aber ich mache mir nix vor: die Modellrechnungen zeigen klar dass Individualverkehr mit e-Auto beim heutigen Energienmix ca 30% ggü. Verbrenner spart; bei sehr viel höheren Anteil erneuerbarer dann vllt. 50% oder ähnlich… aber alle das wird NICHT reichen um das CO2-Problem zu lösen.

    In kurz: Individualverkehr braucht schlicht so viele Fahrzeuge die so viel CO2 alleine schon bei der Produktion freisetzen, dass Umstieg auf „E“ das Problem nicht lösen kann, nur mindern.

  12. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: silverbeard 11.04.22 - 08:40

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MasterMind187 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zumal das Elektroauto eh nur ein Zwischenschritt ist. Denn ob ein Auto
    > mit
    > > Benzin oder Strom angetrieben wird, ist für Großstädte und
    > Metropolregionen
    > > völlig irrelevant. Beide Varianten haben das selbe Problem, sie brauchen
    > > viel Platz.
    > >
    > > Sollte Tesla es schaffen das autonome Fahren zu knacken, werden Sie
    > damit
    > > den Verkehr weltweit revolutionieren, denn in der Zukunft werden die
    > > wenigstens ein eigenes Auto haben.
    > > Eine Flotte von Roboter Taxen kann eigentlich alle Probleme in den
    > > Großstädten lösen, auch die die Straßenbahn und co nicht können.
    >
    > Äääähh… Moment:
    > „Das Grösste Problem“ ist mit dieser Vision gar nicht
    > angesprochen: CO2.
    > Ja ich fahre auch elektrisch und habe eine PV, aber ich mache mir nix vor:
    > die Modellrechnungen zeigen klar dass Individualverkehr mit e-Auto beim
    > heutigen Energienmix ca 30% ggü. Verbrenner spart;

    Das stimmt so nicht.
    Alle Rechnungen ergeben inzwischen für neue E-Autos mit Produktion und Entsorgung eine CO2 Einsparung auf 200.000km von etwa 69% gegenüber gleichwertigen Verbrennern.
    Bei höherem EE Anteil kann das dann bis zu 80% werden. Theoretisch sogar 100%, wenn auf 100% EE umgestellt ist.

    > bei sehr viel höheren
    > Anteil erneuerbarer dann vllt. 50% oder ähnlich… aber alle das wird
    > NICHT reichen um das CO2-Problem zu lösen.
    >
    > In kurz: Individualverkehr braucht schlicht so viele Fahrzeuge die so viel
    > CO2 alleine schon bei der Produktion freisetzen, dass Umstieg auf
    > „E“ das Problem nicht lösen kann, nur mindern.

    Wenn autonomes Fahren zu 100% funktionert, benötigen die wenigsten Menschen in unserem Kulturkreis noch ein eigenes Auto. Nur noch für Spezialanwendungen. Z.B. Handwerker oder Menschen mit Turnierpferden.

  13. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: silverbeard 11.04.22 - 08:50

    Ich sehe das auch so, dass die meisten im Artikel angesprochenen Theman überhaupt nicht zum 'Masterplan' gehören. Tesla hat immer auf die Entwicklung reagiert und seine Pläne angepasst.

    Der eigentliche Masterplan ist es, so schnell wie möglich die Verbrenner zu verdrängen. Ob dafür FSD oder andere Zellen gebraucht werden war und ist Tesla egal.

    Gerade das Kapitel Zellen passt für mich gar nicht. Tesla nutzt für die kleinen Akkus inzwischen LFP Zellen. Die 4680 werden wahrscheinlich für die leistungsstarken Modelle gebraucht. Z.B. den CT, den Semi und den Roadster.

    Selbst wenn Zellenhersteller die Zellen etwas billiger fertigen könnten, hat Tesla dann immer noch den Vorteil der Herstellungskontrolle und die Gewinnspanne des Zulieferers.

  14. Re: Der eigentliche Masterplan war ein anderer

    Autor: thinksimple 11.04.22 - 12:33

    MasterMind187 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja das Tesla den Wandel nicht alleine schafft, war glaube ich auch Elon
    > Musk klar. Nicht umsonst hat er immer dafür Werbung gemacht, Patente zur
    > Nutzung angeboten usw.
    >
    > Ihm war auch klar das das nur funktionieren kann, wenn sich
    > Elektromobilität auf breiter Masse durchsetzt.
    >
    > Zumal das Elektroauto eh nur ein Zwischenschritt ist. Denn ob ein Auto mit
    > Benzin oder Strom angetrieben wird, ist für Großstädte und Metropolregionen
    > völlig irrelevant. Beide Varianten haben das selbe Problem, sie brauchen
    > viel Platz.
    >
    > Sollte Tesla es schaffen das autonome Fahren zu knacken, werden Sie damit
    > den Verkehr weltweit revolutionieren, denn in der Zukunft werden die
    > wenigstens ein eigenes Auto haben.
    > Eine Flotte von Roboter Taxen kann eigentlich alle Probleme in den
    > Großstädten lösen, auch die die Straßenbahn und co nicht können.
    >
    > Nicht umsonst hat er dazu auch the Boring Company gegründet.


    Wie gesagt Um den Verkehr zu revolutionieren braucht es keine autonomen Fahrzeuge. Man kann heute schon "per App" anfordern und dahin gefahren werden wo man will. Ohne selbst zu fahren oder ein eigenes Auto zu brauchen.
    Trotzdem steigt der Bestand an eigenen Autos keden Monat. Autonome Fahrzeuge werden dann dafür genutzt noch mehr zu fahren, da man ja stressfrei wohinkommt.
    Nöö...autonome Fzge werden Probleme bringen statt lösen....

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

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