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Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

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  1. Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: derdiedas 31.03.19 - 20:38

    Wer schafft sich eine Ladestation an - Menschen die auch den Aufpreis für ein Elektroauto nebst eigener Immobilie besitzen.

    Ich kann mich also fördern lassen, obwohl mein Gehalt 6 Stellig ist. Das nenn ich doch mal eine super Umverteilung von Steuergeldern. Wenn ich also meiner Frau als 2. Wagen ein Elektroauto kaufe (als Erstwagen läuft so gut wie kein Elektroauto) zahlt mir der Staat schon beim eAuto 4000 Euro dazu, und nun auch noch 50% der Ladestationskosten (also etwa 300-700 Euro).

    Kein Wunder das so viele auf die Idee kommen den Namen des Verkehrsministers zu verhohnepipeln.

    Ich habe hier an der Wand noch das Schreiben des KBA das mich so nett darauf aufmerksam macht von welchen Automobilherstellern ich in Zukunft die Finger lassen sollte (Werbung als Amtsschreiben ist einfach Rotzefrech). Und dieser Verkehrsminister kommt jeden Tag auch noch... na ja Name ist halt Programm.

    Kein Wunder dass unser Sozialgefüge auseinander fällt, wenn auch noch diejenigen die nicht so viel haben Ihre Steuern für diejenigen zahlen die nicht geförderter werden müssten.

    Eigentlich sollten die starken Schultern die Lasten tragen und nicht diejenigen die schauen müssen wie Sie überhaupt klarkommen.


    Gruß DDD

  2. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Anonymer Nutzer 31.03.19 - 21:01

    So ähnlich dachte ich auch.
    Leuten die Ladestation in der eigenen Garagen mit bezahlen heißt auch das diese leute eine eigene Garage haben, diese steht zu 95% nicht auf freier Wiese sondern ist an einem entsprechenden (eigenen) haus angeschlossen. Weiter bedeutet es das derjenige genug asche hat bzw. hatte um sich einen Stromes in die Garage zu stellen.
    Wieso soll man ausgerechnet nun diesen leuten die Ladestation daheim bezahlen?

    Wieso nicht die Milliarden nehmen und in ladepunkte auf Parkplätzen von Behörden und ähnlichem stecken?

  3. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: matok 31.03.19 - 21:18

    So ist es. Genau wie das Baukindergeld. Lächerlich undurchdacht. Aber typische Idee für Politiker dieser Partei.

    Zumal, wieso sollte man Infrastruktur fördern, die lediglich für wahrscheinlich nicht mehr als ein Fahrzeug dient? Das Geld sollen sie in öffentliche Ladeinfrastruktur stecken, nicht in private.

  4. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Kay_Ahnung 31.03.19 - 21:51

    Also die Wohneigentumsquote lag 2016 bei ca. 51%, es gibt schon Elektroautos für unter 30.000 und der Durchschnittspreis für neuwägen liegt knapp über 30.000. Ich wusste gar nicht das über 50% der Deutschen 6 stellig verdienen.

    Ganz abgesehen davon ist die Förderung z.B. auch für Arbeitgeber (es gibt auch kleine Firmen die sich sowas nicht so schnell leisten können)

    Außerdem wer sagt den bitte das sich manche Vermieter nicht darauf einlassen eine Ladestation aufzubauen?


    https://ec.europa.eu/eurostat/en/web/products-eurostat-news/-/DDN-20171102-1
    https://www.motor-talk.de/news/deutsche-geben-30-250-euro-fuer-den-neuwagen-aus-t6253426.html

    Übrigens mal angenommen die Förderhöhe wird maximal ausgeschöpft und es werden zur hälfte Schnelllader gebaut und zur anderen hälfte normale Ladestationen, dann wären das ca. 16.650 Schnelllader und 165.650 Ladestationen das ist schon ordentlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.19 21:55 durch Kay_Ahnung.

  5. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Quantium40 31.03.19 - 22:16

    Kay_Ahnung schrieb:
    > Also die Wohneigentumsquote lag 2016 bei ca. 51%,

    Womit sie innerhalb der EU das Schlusslicht bildet.

    > Außerdem wer sagt den bitte das sich manche Vermieter nicht darauf einlassen eine Ladestation
    > aufzubauen?
    Wenn die sich als Modernisierungsmaßnahme auf die Miete umlegen lässt, besteht doch gar kein Interesse daran, den Preis der Modernisierungsmaßnahme zu senken. Im Gegenteil - je teurer diese ausfällt, desto höher sind langfristig die Einnahmen durch die Mieterhöhung per Modernisierungsumlage.

  6. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Kay_Ahnung 31.03.19 - 22:44

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > > Also die Wohneigentumsquote lag 2016 bei ca. 51%,
    >
    > Womit sie innerhalb der EU das Schlusslicht bildet.

    Ja stimmt aber es heißt trotzdem das es viele Leute in Deutschland mit Häusern und Wohnungen gibt.

    > > Außerdem wer sagt den bitte das sich manche Vermieter nicht darauf
    > einlassen eine Ladestation
    > > aufzubauen?
    > Wenn die sich als Modernisierungsmaßnahme auf die Miete umlegen lässt,
    > besteht doch gar kein Interesse daran, den Preis der
    > Modernisierungsmaßnahme zu senken. Im Gegenteil - je teurer diese ausfällt,
    > desto höher sind langfristig die Einnahmen durch die Mieterhöhung per
    > Modernisierungsumlage.

    Ja es gibt ja auch nur Böse gemeine Vermieter die alle Abzocken und garantiert keine Vermieter die das zulassen. Es ist auch vollkommend unmöglich das man sowas evtl. den Mieter zahlen lässt oder zur Verfügung stellt gegen einen etwas teuereren Stellplatz oder ähnliches.

  7. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Kleba 01.04.19 - 07:34

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ist es. Genau wie das Baukindergeld. Lächerlich undurchdacht. Aber
    > typische Idee für Politiker dieser Partei.

    Also bei der Förderung für Ladestationen (in dieser vorgestellten Form) stimme ich dir zu. Aber wieso ist das Baukindergeld so undurchdacht? Das Baukindergeld wirkt relativ simpel in den Bedingungen und auch die Förderungshöhe und -grenze scheint einigermaßen sinnvoll.
    Auf jeden Fall hat jemand aus meiner Familie schon davon profitieren können, bei dem es wirklich sinnvoll ist und kann so mit insgesamt 24.000 EUR Förderung rechnen.

  8. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: matok 01.04.19 - 07:44

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bei der Förderung für Ladestationen (in dieser vorgestellten Form)
    > stimme ich dir zu. Aber wieso ist das Baukindergeld so undurchdacht? Das
    > Baukindergeld wirkt relativ simpel in den Bedingungen und auch die
    > Förderungshöhe und -grenze scheint einigermaßen sinnvoll.
    > Auf jeden Fall hat jemand aus meiner Familie schon davon profitieren
    > können, bei dem es wirklich sinnvoll ist und kann so mit insgesamt 24.000
    > EUR Förderung rechnen.

    Ganz einfach. Das Baukindergeld führt weder zur Entscheidung zu bauen, noch zur Entscheidung dagegen. Und was vor allem stört, ist, dass es ungerecht ist, Familien mit Bauwunsch mehr zu fördern, als Familien ohne Bauwunsch. Wer sich eine Immobilie leisten kann, bedarf i.d.R. keiner extra Förderung.
    Das Geld wäre besser aufgehoben im Bildungs-, Kinderbetreuungs- und Pflegesystem.

  9. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Palerider 01.04.19 - 10:27

    Immer wieder dasselbe Argument gegen die Förderung der E-Mobilität...

    Wieso muss denn jede Subvention/staatliche Förderung/... einen sozialen Aspekt haben? Bei Förderung neuer Technologien ist das selten möglich.

  10. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Kleba 01.04.19 - 11:20

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach. Das Baukindergeld führt weder zur Entscheidung zu bauen, noch
    > zur Entscheidung dagegen.

    Bist du sicher? Also je nach Anzahl der Kinder zwischen 12.000 - 60.000 EUR (natürlich kann es auch mehr als 5 Kinder geben, aber mal als Beispiel) Förderung zu erhalten, kann denke ich schon ein Grund sein sich dafür anstelle von dagegen zu entscheiden.

    > Und was vor allem stört, ist, dass es ungerecht ist, Familien mit Bauwunsch mehr
    > zu fördern, als Familien ohne Bauwunsch.

    Natürlich kann man fragen, ob eine Steigerung der Eigenheim-Quote sinnvoll ist und es einer Subventionierung bedarf. In Anbetracht der Lage auf dem Immobilienmarkt und, dass DE Schlusslicht in der EU ist, was Eigenheime angeht, ist es aber eine - imho - legitime Förderung.
    Und da jede Familie davon profitieren kann, wenn sie sich entscheidet zu bauen (oder zu kaufen wohlgemerkt), finde ich es auch nicht ungerecht. Das Ziel ist nun mal eine Steigerung der Eigenheim-Quote.

    > Wer sich eine Immobilie leisten kann, bedarf i.d.R. keiner extra
    > Förderung.

    Das mag im Einzelfall der Fall sein. Aber es gibt auch Familien, die kein sehr hohes Einkommen haben und trotzdem gerne eine Immobilie hätten. Bei den vielen 80 - 120% Finanzierungen die es gibt, fallen mehrere 10.000 EUR weniger aber schon ins Gewicht.
    Außerdem gibt es das Geld ja eh nicht für Leute die sehr viel verdienen: 75K EUR (ohne Kind; jedes Kind erhöht die Grenze um 15K EUR) ist die Brutto-Einkommensgrenze. Wenn man sich die Kosten anschaut, die ein Kind verursacht, sind 75K auch nicht so arg viel.
    Statistisch kostet ein Kind bis zum 18. Geburstag etwa 130K EUR, das bedeutet etwas über 70K für die ersten 10 Jahre. Innerhalb dieser 10 Jahre gibt es insgesamt 12K EUR pro Kind.
    Rechnen wir also mal rein mit statistischen Werten für 2 Kinder, wobei das Einkommen der Förderungsgrenze entspricht (105K EUR); Werte jeweils gerundet:

    Brutto: 105.000 EUR
    Netto : 64K (Durchschnitt vom Ergebnis aus Steuerklasse 1 und 3)
    Kosten Kinder: 14K EUR
    Zwischensumme: 50K EUR

    Ein Haus kostet in DE aktuell durchschnittlich 337.000 EUR (Durchschnitt der verschiedenen Haustypen, außer Villa von hier).

    Nehmen wir also eine Kredithöhe von 300K EUR an auf 25 Jahre, ergibt sich eine Rückzahlung (je nach Zinssatz) von etwa 1.150 EUR/Monat.

    Kreditrate: 14K EUR
    Zwischensumme: 36K EUR

    Bleiben also nach Abzug der Kosten für Kind und Immobilie noch 3.000 EUR/Monat. Ja, da ist nicht wenig (sogar relativ viel), aber irgendwo muss halt eine Grenze sein.
    Setzen wir jetzt mal ein geringeres Einkommen an (65K Brutto; das ist in etwa das Haushaltsmedianeinkommen in DE):

    Brutto: 65.000 EUR
    Netto : 40K (Durchschnitt vom Ergebnis aus Steuerklasse 1 und 3)
    Kosten Kinder: 14K EUR
    Kreditrate: 14K EUR
    Zwischensumme: 12K EUR

    Bleiben also monatlich noch 1.000 EUR übrig, da sieht das also schon wieder ganz anders aus. Da sind 1.200 EUR Förderung pro Jahr (120 EUR/Monat) praktisch ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei solchen Einkommen ist es auch wahrscheinlich, dass mehrere Zehntausend Euro Eigenkapital vorhanden sind und dadurch der Zinssatz schlechter ist. Tendenziell werden solche Familien zwar auch nach günstigeren Eigenheimen suchen, aber hier geht es ja erst mal um ein paar statistische Werte.

    > Das Geld wäre besser aufgehoben im Bildungs-, Kinderbetreuungs- und
    > Pflegesystem.

    Auch hier kann man denke ich trefflich streiten. Einer Familie mit Kindern ein stabiles Zuhause (zumindest was die Wohnsituation angeht) zu bieten, kann denke ich auch als positiver Faktor gesehen werden. Vor allem darf man auch nicht die sekundären Effekte vergessen (bspw. ggf. verringte Altersarmut durch eigene Immobilie, u.ä.).

  11. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: matok 01.04.19 - 11:21

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso muss denn jede Subvention/staatliche Förderung/... einen sozialen
    > Aspekt haben? Bei Förderung neuer Technologien ist das selten möglich.

    Die Frage ist, wieso das Geld für private Investitionen ausgegeben werden soll und nicht für öffentliche. Baut von der 1 Mrd. öffentliche Ladestationen. Da haben sicherlich mehr Leute was von, sprich dem Aufwand steht ein höherer Nutzen entgegen.

  12. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Palerider 01.04.19 - 12:40

    In diesem speziellen Fall ganz einfach: zu Hause und am Arbeitsplatz hat man 'natürliche Standzeiten', die man nutzen will/sollte. Zu öffentlichen Ladesäulen muss man hinfahren oder unterwegs anhalten und steht dann ne ganze Weile rum.

  13. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: thinksimple 01.04.19 - 13:03

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also die Wohneigentumsquote lag 2016 bei ca. 51%, es gibt schon
    > Elektroautos für unter 30.000 und der Durchschnittspreis für neuwägen liegt
    > knapp über 30.000. Ich wusste gar nicht das über 50% der Deutschen 6
    > stellig verdienen.
    >
    > Ganz abgesehen davon ist die Förderung z.B. auch für Arbeitgeber (es gibt
    > auch kleine Firmen die sich sowas nicht so schnell leisten können)
    >
    > Außerdem wer sagt den bitte das sich manche Vermieter nicht darauf
    > einlassen eine Ladestation aufzubauen?
    >
    > ec.europa.eu
    > www.motor-talk.de
    >
    > Übrigens mal angenommen die Förderhöhe wird maximal ausgeschöpft und es
    > werden zur hälfte Schnelllader gebaut und zur anderen hälfte normale
    > Ladestationen, dann wären das ca. 16.650 Schnelllader und 165.650
    > Ladestationen das ist schon ordentlich.

    Wohneigentum in der Statistik ist immer schön.
    Wenn man mal Stadt und Land aufteilt. Dann Wohneigentum in der Stadt mit Garage oder Stellplatz verknüpft wirds enger. Und wenn man dann den Stellplatz oder die Garage in die normale Entfernung des Wohneigentums rückt wirds noch enger.
    Auf dem Land ist das alles rosig. Kein Problem.
    Und wenn man in der Stadt die Kosten einer Ladestation nimmt wo erstmal Kabel verlegt werden muss usw. Da sind die paar Euro nix.
    Auf dem Land null Problem.
    Es ist immer gut wenn man Statistik bemüht, aber leider ists manchmal nicht ideal. Ich will hier bei mir in der Firma 2 Ladestationen installieren für firmeneigene E-Autos. 22kw Lader. Die Kosten incl. Tiefbau und Nebenkosten belaufen sich auf über 48.000¤. Wie lange muss man E-Auto fahren das sich das amortisiert?
    Sollte jetzt einer auf Steckdosen hinweisen hat er das gewerbliche nicht verstanden.
    Es ist nicht so einfach wie mancher meint.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  14. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: matok 01.04.19 - 18:43

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bist du sicher? Also je nach Anzahl der Kinder zwischen 12.000 - 60.000 EUR
    > (natürlich kann es auch mehr als 5 Kinder geben, aber mal als Beispiel)
    > Förderung zu erhalten, kann denke ich schon ein Grund sein sich dafür
    > anstelle von dagegen zu entscheiden.

    Nettes konstruiertes Beispiel. Die meisten Häuslebauer dürften nicht mehr als 2 Kinder haben. In vielen Städten ist man mittlerweile bei einem Haus bei nicht selten eine halbe Million EUR. Die 24k die da den 500k gegenüber stehen, spielen für die Entscheidung null Rolle.
    Wo kann es eine Rolle spielen? Im ländlichen Bereich. Dort verfehlt die Förderung dann aber ihr Ziel, weil es dort gar kein Problem gibt, nämlich keinen aufgeblähten Immobilienmarkt.

    > Natürlich kann man fragen, ob eine Steigerung der Eigenheim-Quote sinnvoll
    > ist und es einer Subventionierung bedarf. In Anbetracht der Lage auf dem
    > Immobilienmarkt und, dass DE Schlusslicht in der EU ist, was Eigenheime
    > angeht, ist es aber eine - imho - legitime Förderung.

    Wie bereits geschrieben, in Regionen mit problematischem Immobilienmarkt ändert es nichts, weil die Preise, die dort der Förderung gegenüber stehen, einfach nichts an der Bauentscheidung ändern.
    Und weiterhin, wer sagt, dass man unbedingt eine hohe Eigenheim-Quote benötigt?!

    > Und da jede Familie davon profitieren kann, wenn sie sich entscheidet zu
    > bauen (oder zu kaufen wohlgemerkt), finde ich es auch nicht ungerecht. Das
    > Ziel ist nun mal eine Steigerung der Eigenheim-Quote.

    Exakt das ist das ungerechte. Eine Familie, die sich keine Immobilie kaufen will oder kann, die wird weniger gefördert, als eine Familie, die sich eine Immobilie kaufen will und kann. Jetzt soll mal einer erklären, wieso die eine Familie dem Staat mehr Geld wert ist, als die andere.
    Den gesellschaftlichen Wert einer hohen Eigenheimquote kann ich nicht erkennen. Aber vielleicht klärst du mich ja auf, inwiefern es Menschen in Spanien oder Griechenland mit ihrer höheren Eigenheimquote soviel besser geht, als uns.

    > Auch hier kann man denke ich trefflich streiten. Einer Familie mit Kindern
    > ein stabiles Zuhause (zumindest was die Wohnsituation angeht) zu bieten,
    > kann denke ich auch als positiver Faktor gesehen werden. Vor allem darf man
    > auch nicht die sekundären Effekte vergessen (bspw. ggf. verringte
    > Altersarmut durch eigene Immobilie, u.ä.).

    Ach komm. Jetzt erzähl mir nichts von Altersarmut. Wer sich mit oder ohne Baukindergeld eine Immobilie leisten kann, der gehört überhaupt nicht zur Gruppe der potenziell betroffenen.
    Und ohne Baukindergeld hätten Familien auch kein instabiles Zuhause.

    Das Baukindergeld wird sicherlich gerne mitgenommen, aber es erfüllt keinerlei sinnvollen gesellschaftlichen Zweck. Wie gesagt, auf den Immobilienmärkten, wo man Bauvorhaben gerne pushen würde, dort spielen die paar Ocken gar keine Rolle für oder gegen die Entscheidung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.04.19 18:45 durch matok.

  15. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: matok 01.04.19 - 18:50

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In diesem speziellen Fall ganz einfach: zu Hause und am Arbeitsplatz hat
    > man 'natürliche Standzeiten', die man nutzen will/sollte. Zu öffentlichen
    > Ladesäulen muss man hinfahren oder unterwegs anhalten und steht dann ne
    > ganze Weile rum.

    Stimmt, wenn es um den Komfort Einzelner geht, dann ist diese Art der Förderung sicherlich sinnvoll. Ich betrachte den Komfort Einzelner allerdings nicht als Nutzen. Bei gesamtgesellschaftlichen Investitionen erwarte ich auch möglichst hohen gesamtgesellschaftlichen Nutzen.

  16. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: teenriot* 01.04.19 - 21:02

    Ganz einfach weil man mit falschen Subventionen die Gesellschaft spaltet in die finanziell abgehängten und die, die auf der Welle schwimmen und alles mitnehmen können, weswegen sie auch in Zukunft alles mitnehmen können. Soziale Spaltung kostet den Staat dann im übrigen wieder.

    Um das Henne-Ei-Problem bei Lademöglichkeiten zu beheben, sollte der Staat im ersten Schritt selbst massiv als Markteilnehmer auftreten und öffentliche Ladestationen bauen, mit dem Ziel die später zu privatisieren und zwar am besten mit Gewinn. Jedes Parkhaus, jedes Einkaufszentrum, jeder größere Parkplatz sollte ausgestattet werden. Allein die Ankündigung würde glaube ich schon dafür sorgen, dass einige Privatinvestoren in die Puschen kommen und Investionen vorziehen um Standorte zu besetzen, auch wenn die erst später rentabel werden.

    In einem zweiten Schritt könnte man dann auf Steuern beim Verkauf von Privatanlagen verzichten.

  17. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: derdiedas 01.04.19 - 22:13

    ( )Du hast den Begriffes des Staates als Gemeinschaft verstanden?

    Nochmals für Dich - die eAuto Subvention kann nur jemand abgreifen den es zu gut geht als das er eine Subvention bedarf. Zudem ist es so das die Subvention 1zu1 in die Taschen der Automobil und in diesem Fall eKonzerne geht!

    So was lernt ein BWLer spätestens im 2. Semester. Der Verkaufspreis ist abhängig von Angebot und Nachfrage. Kommt da eine Komponente wie eine Subvention hinzu ändert das nichts an der Angebot/Nachfrage Situation. Sprich man gibt den Leuten schlichtweg genau den Subventionsbetrag weniger Discount. Und damit landet die Subvention zu 100% bei den Konzernen und nicht auf dem Konto der Endkunden.

    Kaufst Du ein E-Auto kannst Du genau Null euro handeln, da di ja 4000 Euro Subvention bekommst. Und der Verkäufer wird Dir sagen, wer weiss wie lange es diese Subvention noch gibt, also greifen sie lieber jetzt zu und akzeptieren sie das ich leider keinen Discount anbieten kann.

    So funktioniert halt Sales, und Subventionen erhöhen den Druck auf den Kunden und verringern die Bereitschaft am Verkaufspreis was zu machen. Daher ist auch JEDE Subvention für die Tonne - sie haben noch nie funktioniert und werden es auch nie. Das einzige Ergebnis ist das Steuergelder 1zu1 in die betreffenden Konzerne (die ja die Lobbyarbeit für diese Subventionen getätigt haben) fließen und etwaiger besserer Konkurrenz das Wasser abgraben.

    Also denke bitte das nächste mal nach bevor Du postest.

    Gruß H.

  18. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Kleba 02.04.19 - 07:08

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach komm. Jetzt erzähl mir nichts von Altersarmut. Wer sich mit oder ohne
    > Baukindergeld eine Immobilie leisten kann, der gehört überhaupt nicht zur
    > Gruppe der potenziell betroffenen.

    Tut mir leid, aber das kann ich nicht so stehen lassen. Ich habe gerade ein Beispiel in der Familie, das fast meiner zweiten Rechnung entspricht (also von den Einkommensverhätlnissen her; tatsächlich ist das Einkommen noch etwas geringer). Eltern und 2 Kinder, die gekaufte Immobilie befindet sich (klein)städtischen Bereich, Kostenpunkt ca. 225K EUR. Da macht das Baukindergeld knapp über 10% des Kaufpreises aus.
    Man könnte darüber streiten, ob es bei den Einkommen überhaupt sinnvoll ist eine Immobilie zu kaufen. Aber die Kreditrate fürs Haus entspricht nun ungefähr der Miete des vorher gemieteten Hauses.
    Und da das Einkommen (ca. 62K EUR) aufgeteilt ist auf beide Elternteile (ca. 2/3 zu 1/3) ist das sehr wohl ein Bereich bei dem man von Altersarmut sprechen kann, wenn nicht anderweitig etwas zurück gelegt werden kann. Da kann eine Immobilie schon ein stabilisierender Faktor sein.

  19. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: ibsi 02.04.19 - 10:34

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist auch vollkommend
    > unmöglich das man sowas evtl. den Mieter zahlen lässt
    Bitte? Der Mieter soll es zahlen? :D Natürlich zahle ich meinem Vermieter gern die Ladestation für mehrere Tausend Euro um nach X Jahren auszuziehen um dann ... NICHTS mehr zu haben :D

  20. Re: Förderung für Leute die keiner Förderung bedürfen

    Autor: Palerider 02.04.19 - 14:35

    >
    > Also denke bitte das nächste mal nach bevor Du postest.
    >
    Bei solchen Sprüchen solltest Du vorher zum einen den Artikel lesen (kleiner Hinweis: es geht nicht um die Kaufprämie) und zum anderen meinen Post. Wenn Du das erledigt hast UND natürlich nachgedacht hast, kannst Du mir sicher sagen wie man E-Mobilität fördert ohne die zu fördern, die sich E-Autos leisten können.

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