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Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

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  1. Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: derJimmy 16.06.20 - 13:27

    So ein Blödsinn muss direkt aus der Marketingbroschüre kommen. Ich bin ja der unpopulären Meinung, dass 1000 A schon auch gefährlich sein können.

    Und dass z.B. ein Weidezaun mit etwa 10.000 Volt betrieben wird.
    Es gibt es einen Satz: "Es ist nicht die Spannung, es ist der Strom, der dich tötet". Korrekter wäre "es ist die Kombination aus Spannung und Strom die tötet". Aber ein paar mA direkt durchs Herz, bringt dir die Pumpe so durcheinander, dass man am Kammerflimmern stirbt.

  2. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: MarcusK 16.06.20 - 13:43

    derJimmy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Blödsinn muss direkt aus der Marketingbroschüre kommen. Ich bin ja
    > der unpopulären Meinung, dass 1000 A schon auch gefährlich sein können.
    >
    > Und dass z.B. ein Weidezaun mit etwa 10.000 Volt betrieben wird.
    > Es gibt es einen Satz: "Es ist nicht die Spannung, es ist der Strom, der
    > dich tötet". Korrekter wäre "es ist die Kombination aus Spannung und Strom
    > die tötet". Aber ein paar mA direkt durchs Herz, bringt dir die Pumpe so
    > durcheinander, dass man am Kammerflimmern stirbt.

    Warum es wohl in der VDE eine Schutzkleinspannung gibt die zufällig bei 50V (AC) liegt?

    Bei dieser Spannung kann man bedenkenlos anfassen, weil damit kein gefährlicher Strom durch den Körper fließt.

    Von der Seite macht es schon sinn, so etwas bei (salz) Wasser einzusetzen.

  3. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: derJimmy 16.06.20 - 13:48

    Fass mal in den Lichtbogen eines Schweißgeräts und erzähl mir dann, wie es ausgegangen ist. Ich stör mich nicht an der Tatsache, dass die niedrige Spannung die Haut nicht penetrieren kann - sondern an der Aussage, dass dies ungefährlich sein soll. Wir reden hier von mehreren hundert, ja sogar tausend Ampere.

    EDIT: Hier mal (k)ein Link, der bei Punkt eins meine Zweifel beschreibt:
    http://vbg.de/apl/arbhilf/unterw/76_gbe.htm



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.20 13:50 durch derJimmy.

  4. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: MarcusK 16.06.20 - 14:03

    derJimmy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fass mal in den Lichtbogen eines Schweißgeräts und erzähl mir dann, wie es
    > ausgegangen ist. Ich stör mich nicht an der Tatsache, dass die niedrige
    > Spannung die Haut nicht penetrieren kann - sondern an der Aussage, dass
    > dies ungefährlich sein soll. Wir reden hier von mehreren hundert, ja sogar
    > tausend Ampere.

    das verbrennt man sich die Finger, genauso wie an einer Kerze - hat aber nichts mit der Wirkung vom Strom auf den Menschen zu tun.

  5. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: mainframe 16.06.20 - 14:50

    Was mich wundert... Bei Gleichspannung liegt die Schutzkleinspannung sogar bei 120V

    Mich würde aber auch mal der Wirkungsgrad des gesamten Systems interessieren.

  6. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: MarcusK 16.06.20 - 15:22

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mich wundert... Bei Gleichspannung liegt die Schutzkleinspannung sogar
    > bei 120V

    da der Motor keine Schleifringe hat, muss er aber mit Wechsel/Drehstrom arbeiten.
    Die Steuerung wird dies umformen.

  7. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: TGu 16.06.20 - 15:24

    wie sollen denn durch dich 1000A fließen wenn 48V anliegen? Auf's einfachste runtergebrochen: U=R*I heißt bei 48V und 1000A müsste dein Körper einen Innenwiderstand von 48mOhm haben, es sind aber 45kOhm (IEC Rechenwert, Wikipedia "Körperwiderstand") heißt es fließt nur ca 1mA durch den Körper. Daran sieht man warum es "ungefährliche Kleinspannung" ist...

    Den Lichtbogen erzeugt man erst wenn in direktem Kontakt hohe Ströme fließen und die Pole dann auseinandergezogen werden...

    TG

  8. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: chefin 17.06.20 - 07:48

    Ich habe gerade einen Satz Akkus in der Mangel, 36V für eine Akku-Maschine. Ein Umbau von NC auf LiPo. Leider nicht aufgepasst und kurzschluss gemacht. Nix passiert, weil ein 10qmm Draht instant verdampft ist und den Kurzschlusss dadurch unterbrochen hat. 1000A aus dem Akku wird dein Kurzschlussmaterial ebenso verdampfen. Die heissen Partikel können dich verletzen, aber wohl kaum töten.

    Für den Körper sind 48V absolut ungefährlich, da es nicht möglich ist mehr als 3mA durch den Körper zu jagen. Man kann zwar diese 3mA provozieren, indem man im Wasser steht auf einer polarität und mit nassen händen die andere Polarität angreift. Aber mehr als ein Muskelzucken und ein sofort loslassen passsiert da nicht. 3mA ist der Grenzwert ab dann wird es gefährlich.

    Um mehr als 3mA zu treiben sind höhere Spannungen erforderlich. Deswegen sagt man das der Strom dich tötet. Das dafür eine Spannung nötig ist ist auch klar. Diese ist aber von den äusseren Umständen abhängig. Und wie sschon vorher erwähnt, 10KV am Weidezaun. Aber aufgrund eines Kondensators der sich entlädt wird der Strom so begrenzt das die 10KV eben nicht gefährlich werden, sondern nur schmerzhaft.

    Deswegen sind die Anforderungen bzgl Isolation an 48V Anlagen geringer und die hohen Ströme verursachen nur Plasma und Verdampfungen, welche man mit einem einfachen Lochblech vom Körper fern halten kann. Luft zur Kühlung kann da locker durch.

  9. Re: Was hat denn die Spannung mit der Gefährlichkeit zu tun?

    Autor: Amsel 17.06.20 - 19:09

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mainframe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was mich wundert... Bei Gleichspannung liegt die Schutzkleinspannung
    > sogar
    > > bei 120V
    >
    > da der Motor keine Schleifringe hat, muss er aber mit Wechsel/Drehstrom
    > arbeiten.
    > Die Steuerung wird dies umformen.


    Du meinst wohl keinen Kommutator ;)
    Mit Schleifringen überträgt man lediglich Gleichströme auf einen Rotor.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.20 19:14 durch Amsel.

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