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Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

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  1. Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: derdiedas 03.12.20 - 08:37

    Das fundamentalste Problem ist der Einkaufspreis.

    Denn bei Handwerkerkarren und Paketdiensten ist das Problem das man vom geringen Wertverlust der Elektroautos nicht profitieren kann, da die Karren so hergenommen werden das Sie am Ende schlichtweg nur noch Schrottwert besitzen.

    Sprich man muss als Firma den Preisaufschlag der nach Förderung und Abschreibung übrig bleibt selber zahlen. Und wenn nicht gerade ein Citymaut wie in London, oder Gegenden wo nur noch Elektroautos erlaubt sind (wie einige Inseln) das gegenfinanziert bleibt man auf den Mehrkosten sitzen.

    Ein Berlingo geht mit mehr als 35% Rabatt über den Tisch und kostet derzeit rund 14500 Euro. Das Auto schreibt man dann übere die vom Finanzamt geforderten 3 Jahre ab und am Ende ist die Karre danach auch nichts mehr wert.

    Damit sich das Rechnet müsste PSA die Karren auf rund 25.000 Euro bekommen (9000 Euro Förderung und halt keine KFZ Steuer- die ja wiederum Werbungskosten sind). Nur wie viel Reichweite gibt es für 25.000 Euro? Wenn ich sehe das kaum ein Handwerker hier in München wohnt sondern die teilweise mehr als 100km anfahrtsweg haben habe ich da schon eine Fragezeichen.

    Wenn man 10 oder mehr Firmenwagen kauft macht es halt schon einen Unterschied ob man als Firma 140000 Euro finanzieren muss oder halt weit mehr als 200.000. Die Aufwände die Subventionen abzuholen sind auch mit Kosten verbunden genauso wie die Prozesse um sicherzustellen das die MA immer mobil sein können.

    Wenn man mehr als 20 Fahrzeuge hat muss man auch die "Dummheit" der eigenen MA einrechnen die einfach mal vergessen abends die Karre zu laden, technsiche Probleme mit der eigenen Ladeinfrastruktur und deren Kosten usw... usw... usw...

    Ohne das Firmen von der Umstellung einen signifikanten Vorteil haben (etwa bei Ausschreibungen bevorzugt zu werden, oder verkürzte Abschreibungsdauer) werden die meisten das einfach nicht machen - da es sich nicht rechnet.

    Gruß DDD

  2. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: M.P. 03.12.20 - 08:55

    Wenn ich mir im Verkehr die Gewerbe-Kisten so anschaue, sehen viele davon aber aus, als ob sie deutlich mehr, als drei Jahre auf dem Buckel hätten ....

  3. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: goggi 03.12.20 - 09:12

    Neulich habe ich mir mal ein Reisevideo angesehen, von DK zum Nordkap mit dem eCrafter. Ja, er hat es geschafft, aber (das Video war mehr oder weniger in Echtzeit) das Frzg war quasi aller 70 bis 100km an einer Ladesäule UND hat mit max. 22kW geladen. Also 30 bis 60 min Pause.

    Dann habe ich mal in die Specs geschaut und ja, VW baut hier nur 38kWh ein -> damit das Zugladungsgewicht nicht beeinträchtigt wird. Das alles bei einem Startpreis von um die 70k ¤.

    Ich bin also echt gespannt, wie das mit eAntrieben & NFZs werden wird. Immerhin hat man hier nicht den Luxus eines Kleinfahrzeuges, bei dem 300kg Zuladung das Maß der Dinge ist.

  4. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: bplhkp 03.12.20 - 09:25

    derdiedas schrieb:
    ------------------------

    > Damit sich das Rechnet müsste PSA die Karren auf rund 25.000 Euro bekommen

    PSA kann mit der Einsparung von CO2-Strafzahlungen auch was in den Hut werfen, damit die Rechnung aufgeht.



    > Nur wie viel Reichweite gibt es für 25.000 Euro? Wenn
    > ich sehe das kaum ein Handwerker hier in München wohnt sondern die
    > teilweise mehr als 100km anfahrtsweg haben habe ich da schon eine
    > Fragezeichen.
    >

    Die Reichweite ist für einen Großteil der Kunden ausreichend.
    Der kleine Handwerksbetrieb dürfte nicht unbedingt die Zielgruppe für solche Nutzfahrzeuge sein.
    Die großen Paketdienste setzen gerade alle öffentlichkeitswirksam auf eine mehr oder weniger große Flotte an Nutzfahrzeugen. Die geben die Mehrkosten teilweise an den Kunden weiter, siehe DHL GoGreen

  5. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: Fernando-05 03.12.20 - 12:32

    Gerade für Ausliefer-Fahrzeuge sind E-Autos Gold, weil ein Verbrenner für die vielen Stop and Go`s viel Energie und Bremsen benoetigt. Bei einem E-Auto fällt dabei kein Verschleiss an.

    Bald eine Million TESLA Autos!
    https://www.live-counter.com/tesla-motors/

  6. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: M.P. 03.12.20 - 12:43

    Es gibt da nur ein prinzipbedingtes Problem: Das ewige Auf-und-Zu der Türen im Lieferverkehr entlässt die Wärme aus dem Innenraum immer wieder. Deshalb muss man im Winter entweder warm angezogen sein, oder viel Akku-Energie für das Heizen einsetzen ...

    Und Lieferfahrer im Skioverall kann ich mir auch nicht so recht vorstellen - die müssen ja auch mal Treppauf-Treppab über viele Stockwerke schwer schleppen ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.20 12:46 durch M.P..

  7. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: Ach 03.12.20 - 15:21

    Warum nur freust du dich nicht über diese Entwicklung? Es gibt ja wohl keinen besseren Weg in den mengengetriebenen Preisverfall, als wenn drei große Fahrzeughersteller dazu übergehen alle ihre Transporter als elektrifizierte Modelle anzubieten!

  8. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: M.P. 03.12.20 - 16:15

    In Wiklichkeit ist es nur eine Fabrik, in der all diese Modelle hergestellt werden ....

    Seat Mii, VW Up und Skoda Citigo würde ich auch nicht als unabhängige Produkte dreier Fahrzeughersteller sehen ;-)

    Der neue Opel-Zafira gleicht gewissen Modellen von Citroen und Peugeot schon in ähnlicher Weise, wie die dre VW Up Derivate sich untereinander gleichen ...

  9. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: berritorre 03.12.20 - 19:19

    Erzähl das mal den Firmen die hier solche Elektrovans z.B. von Byd gekauft haben. Denen solltest du mal vorrechnen, dass sich das nicht lohnt. :-)

  10. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: Ach 03.12.20 - 21:35

    Das stimmt natürlich schon, dass die auf die gleiche Basis zurück greifen wie drei Geschwister. An der hohen Stückzahl, an den damit verbundenen Kostenvorteilen, an der großen Auswahl verschiedener Ausführungen sowie an der Signalwirkung für die Konkurrenz ändert das glücklicher Weise aber nichts. VW/Merc/Fiat/Nissan, etc, die sind jetzt gleich mal sehr viel deutlicher gefordert mit ihren Angeboten auf Augenhöhe zu bleiben.

  11. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: berritorre 04.12.20 - 02:37

    Dass Fiat in dieser Liste auftaucht... Die haben mit Elektro doch im Moment so gut wie gar nichts am Hut, oder hab ich was verpasst? Ich sehe da bei FCA jedenfalls sehr, sehr wenig Bewegung, was E-Autos angeht.

  12. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: JackIsBlackV8 04.12.20 - 05:30

    Fiat baut doch den 500er elektrisch.

  13. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: Ach 04.12.20 - 05:49

    Dass sich Fiat/Iveco in der E-Mobilität so weit im Rückstand befinden, befreit das Unternehmen ja nicht von der Notwendigkeit, an der Entwicklung teil zu nehmen, ganz im Gegenteil. Bei den Kurz- bis Mittelstrecken Transportern, also in dem Feld in dem Iveco hauptsächlich vertreten ist, verspricht die Elektrifizierung noch mehr Vorteile mit sich zu bringen als bei den PKWs.

    Ob es sich dabei um "natürliche" Vorteile handelt, wie der Rekuperation, der einfachen Handhabung, Wartungsarmut, Lautlosigkeit, etc. oder um gesetzliche Vorteile, wie der geplanten Erlaubnis für Belieferungen an Wochenenden/Nachts, freier Fahrt in die Citys ohne Umweltgebühren, Befreiung vom den drohenden Komplettverboten für Verbrenner in immer mehr Ländern, etc., wobei außer Fiat/Iveco tatsächlich jeder Europäische Hersteller schon auf den E-Zug aufgesprungen ist und sich sogar noch eine Hand voll neuer Unternehmen wie Streetscooter, Rivian(Amazon-Lieferwagen), sowie ein paar Englischen Firmen ins Geschehen einmischen, tja, und dann kann man sich in gar nicht mehr so weit entfernter Zukunft auf die Ankunft der Chinesischen Modelle freuen.

    Deswegen habe ich Fiat in die Liste der in Zugzwang stehende Konkurrenten mit aufgenommen, weil Fiat mittelfristige das Aus droht, falls sie auf Herausforderungen nicht reagieren. Dass die Firma durchaus was hinstellen kann, hat sie indes mit dem in Testerkreisen sehr gut angekommenen Fiat 500e unter Beweis gestellt. Wen ich in der Liste der E-Konkurrenten noch vergessen habe, ist Ford.

  14. Re: Und abseits von Behörden wird das keiner kaufen

    Autor: berritorre 04.12.20 - 16:55

    Natürlich, jeder hat irgendwie ein Alibi-E-Fahrzeug im Programm. Aber alleine, dass wir uns auf den 500er beschränken müssen zeigt eigentlich schon viel.

    Von Jeep höre ich auch nicht viel, dass da was im Bereich zumindest Hubrid kommen würde.

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