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Porsche die alten Sparfüchse

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  1. Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 08:02

    800V hat ja einen großen Vorteil: Niedrigere Ströme. D.h. man kann am Frequenzumrichter massiv sparen, man kann an den Kabel massiv sparen. Erkauft wird das allerdings mit Halbleitern, die halt nicht im Ansatz so effizient sind, wie im niedrigeren Spannungsbereich.

    Und was heißt unüblich? Das ist die einzig sinnvolle Angabe. Alles andere ist vollkommen unerheblich. Genauso wie wir mit l/100 km rechnen. Wer sagt denn, dass es hier unüblich ist?

    Und dass Porsche gnadenlos versagt, wenn nicht nach Muster-Schema geprüft wird, sondern unter realen Nutzungsbedingungen, ist jetzt auch nichts neues. Ich möchte an das peinliche Pressephoto von Porsche vom Cheyenne erinnern, das irgendwie 20 oder 30 Liter / 100km angezeigt hat.

    Wenn Porsche dann mal die 10 Jahre Forschungsrückstand aufgeholt hat, dann kann man sich ja nochmal ansehen, ob so eine Karre überhautp in Betracht kommt. Ich fürchte aber, dass es dem gemeinen Porschefahrer ziemlich egal ist.

  2. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: Kondratieff 17.01.20 - 08:27

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 800V hat ja einen großen Vorteil: Niedrigere Ströme. D.h. man kann am
    > Frequenzumrichter massiv sparen, man kann an den Kabel massiv sparen.
    > Erkauft wird das allerdings mit Halbleitern, die halt nicht im Ansatz so
    > effizient sind, wie im niedrigeren Spannungsbereich.
    >

    So sehr auch ein Unternehmen wie Porsche natürlich die Material-, Transaktions-, Fertigungs- und sonstige Kosten senken möchte, um profitabler zu werden: Ich glaube mit Blick auf die technischen Daten nicht, dass die hohe Spannung primär Kosten senken soll.

    Ja, niedrige Ströme heißt natürlich, dass die Kabelquerschnitte reduziert werden können (und das spart natürlich auch Geld), aber das spart auch Gewicht, was vermutlich weniger in die Reichweite einfließen soll als in die Fahrdynamik. Zudem bedeuten niedrigere Ströme auch weniger Hitzeentwicklung, u.a. mit folgenden Konsequenzen.

    1) Der Akku kann schneller geladen werden.
    2) Das Fahrer kann dauerhaft höhere Leistungen abrufen. Es wäre vermutlich nicht mit dem Selbstverständnis Porsches vereinbar, wenn die Leistung nach mehreren "Kavalierstarts" oder nach der ersten Rennstreckenrunde einbrechen würde, oder wenn man den Wagen für ein Rennen auf einen Block Eis legen müsste, wie man es eben vom Tesla S kennt.

  3. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 08:59

    Du vergisst, dass die Halbleiter bei hohen Spannungen weitaus schlechter sind, und damit weitaus höhere Verluste haben, obwohl der Strom niedriger ist.

    Schau z.B. mal hier: Infineon hat ganze 3 800V Typen im Angebot

    https://www.infineon.com/cms/de/product/power/mosfet/20v-800v-automotive-mosfet/600v-800v-n-channel-automotive-mosfet/

    Keiner hat weniger als grob 300mOhm RDSon. Die 600V Typen gibt's < 50 mOhm. Die 200V mehr Spannungsfestigkeit erkauft man sich mit einem 6-fach höheren Durchlasswiderstand.

    Dieses Plus an Verlusten muss man entweder damit ausgleichen, dass man mehr Mosfet parallel schaltet (teuer), oder einfach akzeptiert und wegkühlt (das klingt doch eher nach Automobilist, oder?)

  4. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: Kondratieff 17.01.20 - 09:12

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du vergisst, dass die Halbleiter bei hohen Spannungen weitaus schlechter
    > sind, und damit weitaus höhere Verluste haben, obwohl der Strom niedriger
    > ist.
    >
    > Schau z.B. mal hier: Infineon hat ganze 3 800V Typen im Angebot
    >
    > www.infineon.com
    >
    > Keiner hat weniger als grob 300mOhm RDSon. Die 600V Typen gibt's < 50 mOhm.
    > Die 200V mehr Spannungsfestigkeit erkauft man sich mit einem 6-fach höheren
    > Durchlasswiderstand.
    >
    > Dieses Plus an Verlusten muss man entweder damit ausgleichen, dass man mehr
    > Mosfet parallel schaltet (teuer), oder einfach akzeptiert und wegkühlt (das
    > klingt doch eher nach Automobilist, oder?)

    Du hast natürlich recht mit deinen obigen Aussagen, aber mit deinem letzten Abschnitt lädst du mich dazu ein, mit dir zu spekulieren. Ich bin, was diese Spekulationen betrifft, sicherlich nicht bewanderter als du und deshalb spekuliere ich in der Regel nicht gerne.

    Ich verweise eher auf die Praxis: Der Wagen scheint wirklich lange hohe Leistungen abrufen und schnell laden zu können. Ob Porsche also den teureren oder den günstigeren Weg gegangen ist, ist zunächst im Grunde fast egal, die gewünschte Wirkung wurde erreicht.

  5. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 09:32

    Die Dauerleistung ist nur eine Frage der Kühlung. Das ist relativ unspektakulär. Die Zellen erwärmen sich auch nicht so, wie beim Tesla, weil die Entladeströme niedriger sind. Vielleicht ist auch nur das der Grund, warum der Prosche hier so leistungsfähig ist.

    Das sind aber Ausnahmesituationen. Die Regel ist der Regelbetrieb und der sieht solche Sprints nicht vor.

    Daher halte ich es auch für untragbar, wenn ein Auto dermaßen viel verbraucht. "Die Reichen können es sich leisten" ist langsam kein Argument mehr, wenn ich draußen auf der Terasse sitze, und bei 12 °C im Januar einen Kaffee trinke. Solche Fahrzeuge müssen sanktioniert werden, z.B. damit, dass auch sie eine KFZ-Steuer zahlen müssen, wenn sie gewisse Effizienzkriterien nicht erfüllen.

  6. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: ml (golem.de) 17.01.20 - 10:08

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und was heißt unüblich? Das ist die einzig sinnvolle Angabe. Alles andere
    > ist vollkommen unerheblich. Genauso wie wir mit l/100 km rechnen. Wer sagt
    > denn, dass es hier unüblich ist?
    >
    Schreiben die Hersteller hier, wie weit das Auto mit einem Liter Benzin kommt? Vergleichen wir hier auf diese Weise? Nein, hier wird in Litern pro Kilometern gerechnet.

  7. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: Kondratieff 17.01.20 - 10:32

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Dauerleistung ist nur eine Frage der Kühlung. Das ist relativ
    > unspektakulär. Die Zellen erwärmen sich auch nicht so, wie beim Tesla, weil
    > die Entladeströme niedriger sind.
    > Vielleicht ist auch nur das der Grund, warum der Prosche hier so leistungsfähig ist.

    Ja, darum geht es doch bei dieser Diskussion ;-)

    Porsche hat ja das 800V-System eingeführt, um niedrigere Ströme zu erreichen und somit u.a. auch weniger Abwärme abführen zu müssen.

    >
    > Das sind aber Ausnahmesituationen. Die Regel ist der Regelbetrieb und der
    > sieht solche Sprints nicht vor.

    Es geht Porsche, so wie ich Porsche (und das eingesetzte 2-Gang-Getriebe) verstehe, nicht nur um Sprints; Das Beispiel des 20-fachen Sprints von 0 auf 200 verstehe ich dabei nur als Leistungsdemonstration.

    Porsche wollte ein Fahrzeug bauen, das möglichst schnell (1) eine möglichst hohe Geschwindigkeit (2) erreicht und diese möglichst lange (3) hält.

    Zu (1): Mit niedrigerer Spannung wäre die Kühlung vermutlich früher am Ende gewesen (Beispiel Tesla), was zu einer verminderten Leistung und damit zu einer geringeren Beschleunigung und Endgeschwindigkeit geführt hätte

    Zu (2): Es wurde ein 2-Gang-Getriebe eingesetzt, um das Drehzahlniveau des Elektromotors zu senken, weil das Drehmoment eines Elektromotors irgendwann dramatisch abfällt.

    Zu (3): Natürlich wirkt der dritte Aspekt irgendwie absurd, da mit dem dauerhaften Abrufen hoher Leistungen der Akku entsprechend schnell geleert wird.

    > Daher halte ich es auch für untragbar, wenn ein Auto dermaßen viel
    > verbraucht. "Die Reichen können es sich leisten" ist langsam kein Argument
    > mehr, wenn ich draußen auf der Terasse sitze, und bei 12 °C im Januar einen
    > Kaffee trinke.

    Zunächst müsste, wie die Diskussionen hier im Forum zeigen, erörtert werden, ob das Fahrzeug wirklich so viel verbraucht.

    > Solche Fahrzeuge müssen sanktioniert werden, z.B. damit, dass auch sie eine KFZ-Steuer zahlen
    > müssen, wenn sie gewisse Effizienzkriterien nicht erfüllen.

    Von solchen jährlichen oder gar einmaligen Steuern (siehe NoVA in Österreich) halte ich absolut gar nichts. Erläuterung:

    Es ist zwar unwahrscheinlich, aber absolut denkbar, dass ein Porsche Taycan einfach nur gekauft wird, um es zum Anschauen in die heimische Garage zu stellen, ohne dass das Fahrzeug bewegt wird. In dem Fall hätte die Produktion des Fahrzeugs natürlich Ressourcen verbraucht und für eine Umweltbelastung gesorgt, aber nicht die Nutzung durch den Besitzer. Da wäre die höhere Besteuerung unsinnig. Das soll jedoch nicht heißen, dass ein hoher Ressourcenverbrauch in der Nutzungsphase nicht hoch besteuert werden sollte. Das kann man sehr gut über den Verbrauch des Fahrzeugs machen, wofür ich auch in Bezug auf "herkömmliche" Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren plädiere.

    Wenn ein Fahrzeug doppelt so viel Energie verbraucht wie ein anderes, kostet der Verbrauch eben doppelt so viel. Dafür wäre es natürlich sinnvoll, die Steuern so anzupassen, dass der Strom für Fahrzeuge eben anders besteuert wird als für andere Sachen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 10:33 durch Kondratieff.

  8. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 10:46

    Ich verstehe die Antwort nicht.

    Jeder Hersteller gibt den Verbrauch (innerorts, überland, kombiniert) an; in l/100km.

    Die Zahl / 100 zu teilen ist wohl keine erwähnenswerte geistige Leistung.

  9. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: bulli007 17.01.20 - 12:20

    Ganz so einfach ist es nicht um so höher die Spannung um so höher überschlagsgefahr umso besser muss die Isolierung sein........
    Wer schon mal einen 380V Lichtbogen/Kurzschluss gesehen hat der weiß wie gefährlich 800V sind!

  10. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: ChMu 17.01.20 - 12:41

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe die Antwort nicht.
    >
    > Jeder Hersteller gibt den Verbrauch (innerorts, überland, kombiniert) an;
    > in l/100km.
    >
    > Die Zahl / 100 zu teilen ist wohl keine erwähnenswerte geistige Leistung.

    Ich glaube es geht darum, das anderswo anders gerechnet wird. ZB liegt der Verbrauch eines alten Ford den ich besitze (tolles Auto) bei 13mpg. in der Realitaet wenn man die “Muskeln” spielen laesst, eher 11mpg. Der Wagen ist aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Was verbraucht er nun? In meinem Tesla steht bei der Verbrauchsanzeige im Schnitt 260Wh/mi, damit koennen die meissten Europaeer auch nichts anfangen. Es gibt dann so schoene Umrechnungen, da kommt der Tesla dann auf 131mpg (remember, der Ford hatte 13mpg) aber ich habe keine Ahnung wie man so eine Rechnung aufstellt.
    In Europa wird der Verbrauch auf 100km hochgerechnet, was wiederum im Rest der Welt niemand versteht. Wer faehrt denn genau 100km? Viel wichtiger waere, wie weit man mit einem Liter kommt, oder mit einer kWh Strom. Damit kann man easy die Kosten (um die geht es) fuer jede gegebene Strecke sehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 12:44 durch ChMu.

  11. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 13:39

    Ich verstehe deinen Punkt, aber das ist ja nichtmal ein Mathe, sondern ein Rechenproblem.

    Meilen pro Gallone ist ein hier unübliches Maß (bzw. km pro Liter). Es ist halt das Reziprog von l / km.

    Und wer nicht rechnen kann: 6 Liter / 100 km = 0,06 Liter / km, dann ist da halt nicht mehr viel zu erwarten. Das sind Menschen, für die das derart gedankenfremd ist, dass ihnen die Angabe ohnehin nichts bringt. Was diese Menschen aber verstehen: Große Zahl = schlecht, niedrige Zahl = gut. Für die meisten reicht das eigentlich aus, denn der Wert ist so empfindlich, dass er praktisch nicht zu erreichen ist.

    Abgesehen davon ist l / 100 km ein Durchsatz. Man muss keine 100km fahren, um die Zahl zu verstehen. Im Prinzip ist das nichts anderes, als l / min beim Wasserhahn. Da weiß jeder intuitiv: Je mehr Liter, umso schneller ist die Badewanne voll.

    Beispiel oben: 6 l / 100 km = 0,06 l / km => 1 / (0,06 l / km) = 16,6 km / l.

  12. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: saubermann 17.01.20 - 14:06

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abgesehen davon ist l / 100 km ein Durchsatz. Man muss keine 100km fahren,
    > um die Zahl zu verstehen. Im Prinzip ist das nichts anderes, als l / min
    > beim Wasserhahn. Da weiß jeder intuitiv: Je mehr Liter, umso schneller ist
    > die Badewanne voll.

    Ein sehr schönes Beispiel. Denn bei der Badewanne wird durchaus etwas völlig anderes gemessen. Nämlich der Durchsatz auf die Zeit gesehen. Das wäre im Automobilbereich ebenso möglich (Liter pro Stunde) und meines Erachtens sogar wesentlich sinnvoller! Anstatt also die gleiche Rechnung nun in grün zu machen (l/km oder km/l), könnte man eher diesen Wert angeben. Dann bekommt auch Standzeit (Stadtverkehr and der Ampel) endlich ein Verhältnis.
    Was kostet mich das Auto stehend an einer Ampel mit einem Verbrenner und mit einer Elektroauto. Oder: Wieviel Liter Sprit/wieviel Kilowatt verbrenne ich denn pro Stunde, wenn ich jetzt weiter mit 380km/h durch die Landschaft heize?

    Der Sprit wird ja schließlich auch nicht pro Kilometer in den Brennraum des Motors geblasen, sondern eng in Zusammenhang mit der Zeit (1800 Umdrehungen pro Minute auf 4/6/8 Zylinder, macht je nach Last 0,01-0,1 ml Sprit pro Minute). Alle Werte sind fiktiv und passen im Zweifel nur zufällig.

  13. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: Kondratieff 17.01.20 - 14:23

    saubermann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Abgesehen davon ist l / 100 km ein Durchsatz. Man muss keine 100km
    > fahren,
    > > um die Zahl zu verstehen. Im Prinzip ist das nichts anderes, als l / min
    > > beim Wasserhahn. Da weiß jeder intuitiv: Je mehr Liter, umso schneller
    > ist
    > > die Badewanne voll.
    >
    > Ein sehr schönes Beispiel. Denn bei der Badewanne wird durchaus etwas
    > völlig anderes gemessen. Nämlich der Durchsatz auf die Zeit gesehen. Das
    > wäre im Automobilbereich ebenso möglich (Liter pro Stunde) und meines
    > Erachtens sogar wesentlich sinnvoller! Anstatt also die gleiche Rechnung
    > nun in grün zu machen (l/km oder km/l), könnte man eher diesen Wert
    > angeben. Dann bekommt auch Standzeit (Stadtverkehr and der Ampel) endlich
    > ein Verhältnis.
    > Was kostet mich das Auto stehend an einer Ampel mit einem Verbrenner und
    > mit einer Elektroauto. Oder: Wieviel Liter Sprit/wieviel Kilowatt verbrenne
    > ich denn pro Stunde, wenn ich jetzt weiter mit 380km/h durch die Landschaft
    > heize?
    >
    > Der Sprit wird ja schließlich auch nicht pro Kilometer in den Brennraum des
    > Motors geblasen, sondern eng in Zusammenhang mit der Zeit (1800 Umdrehungen
    > pro Minute auf 4/6/8 Zylinder, macht je nach Last 0,01-0,1 ml Sprit pro
    > Minute). Alle Werte sind fiktiv und passen im Zweifel nur zufällig.

    Ich gebe dir zwar im Allgemeinen recht, der Durchsatz ist durchaus ein interessanter und wichtiger Wert (und wird bei einigen Fahrzeugen im Stand angezeigt) , aber die Aussagekraft für einen "Laien" im Alltag wäre trotzdem begrenzt und würde vermutlich ähnliche Fragezeichen hervorrufen wie die Erklärung des Zusammenhangs von Drehmoment, Drehzahl, Leistung, Übersetzung und Zugkraft.

    Die meisten wollen vermutlich wissen, ob sie mit dem vorhandenen Kraftstoff (oder mit dem vorhandenen Geld) eine bestimmte Strecke zurücklegen können, möglicherweise um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Fahrer überfordert wären, wenn sie aus der momentanen Geschwindigkeit, dem Energie-/Kraftstoffdurchsatz pro Zeiteinheit und der Entfernung zum Zielort berechnen müssten, ob sie es überhaupt dahin schaffen...

  14. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: Dwalinn 17.01.20 - 14:33

    >Wer faehrt denn genau 100km? Viel wichtiger waere, wie weit man mit einem Liter kommt, oder mit einer kWh Strom. Damit kann man easy die Kosten (um die geht es) fuer jede gegebene Strecke sehen.

    Wahrscheinlich die gleichen Leute die genau eine Gallone weit fahren. :D

    Also ich finde die Rechnung l/100km schon sehr praktisch. Einfach durch 100 mal gefahrene km.
    33 km (20 Meilen) sind also 6l / 100 * 33 = 2l
    Alternativ. 1 / 39 (mpg) * 20 = 0,5 (? oder gibt es da einen simpleren Weg)
    Habe hier stark gerundet aber im Kopf ist die europäische Variante doch sicher einfacher.

  15. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: saubermann 17.01.20 - 14:40

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die meisten wollen vermutlich wissen, ob sie mit dem vorhandenen Kraftstoff
    > (oder mit dem vorhandenen Geld) eine bestimmte Strecke zurücklegen können,
    > möglicherweise um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich könnte mir
    > vorstellen, dass einige Fahrer überfordert wären, wenn sie aus der
    > momentanen Geschwindigkeit, dem Energie-/Kraftstoffdurchsatz pro
    > Zeiteinheit und der Entfernung zum Zielort berechnen müssten, ob sie es
    > überhaupt dahin schaffen...
    In der Praxis ist aber das genau mein Anwendungsfall auf meinen Reisen: Ich habe in der Regel ein Navigationsgerät laufen, welches mir - Google ist da z.B. aus datensammelnden Gründen sehr genau - sagt, wie lange ich noch brauche. Die Kilometerzahl kann dabei schwanken - je nachdem, ob ich verkehrsbedingt anders geleitet werde.
    Anderes Beispiel: Zwei Routen haben eine Kilometer-Differenz von 50km, aber die gleiche Reisezeit, weil man auf der Autobahn schneller fährt, als über Landstraße + kleinere Ortschaften. Der tatsächliche Verbrauch (20l für die Reise) ist dabei unter Umständen sogar bei der längeren Strecke geringer, weil ich hier konstant 120km/h fahren kann, während ich bei der kürzeren Strecke öfter beschleunigen, abbremsen und in unvorteilhaften Übersetzungen/Drehmomenten fahren muss.

    [edit]
    Wenn man davon ausgeht, dass bei beiden Strecken sogar die gleiche Spritmenge verbraucht wurde, dann ist der Verbrauch pro Stunde bei beiden gleich, aber der Verbrauch auf 100km unterschiedlich. Mir wird also ein Unterschied suggeriert, der überhaupt nicht vorhanden ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 14:51 durch saubermann.

  16. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: Copper 17.01.20 - 16:11

    Allerdings ist Isolierung billiger und leichter als Kupfer, vermutlich auch preisstabiler. Lieber doppelt so viel Isolierung als doppelt so viel Kupfer (stark vereinfacht)
    Sowas kann natürlich auch eine Rolle spielen.

  17. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: mgutt 18.01.20 - 08:20

    saubermann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein sehr schönes Beispiel. Denn bei der Badewanne wird durchaus etwas
    > völlig anderes gemessen. Nämlich der Durchsatz auf die Zeit gesehen. Das
    > wäre im Automobilbereich ebenso möglich (Liter pro Stunde) und meines
    > Erachtens sogar wesentlich sinnvoller! Anstatt also die gleiche Rechnung
    > nun in grün zu machen (l/km oder km/l), könnte man eher diesen Wert
    > angeben. Dann bekommt auch Standzeit (Stadtverkehr and der Ampel) endlich
    > ein Verhältnis.
    > Was kostet mich das Auto stehend an einer Ampel mit einem Verbrenner und
    > mit einer Elektroauto.

    Beide gar nichts? Der Verbrenner hat ein Start-Stopp-System und der Elektromotor verbraucht im Stand nichts.

  18. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: BTICronox 18.01.20 - 09:02

    Wenn man sich nur mal ein bisschen informieren würde...

    1) Die EPA lässt neuerdings zwei Testverfahren zu:
    a) mehrere Läufe bei unterschiedlichen Temperaturen (alt)
    b) pauschale Multiplikation mit Faktor 0,7 (neu)
    Porsche hat zweiteres gemacht, weil ersteres keine großen Auswirkungen hatte und unrealistisch für Winter + Klima wäre. Nach Dieselgate nur nachvollziehbar. Die EPA will mit der Methode sicherstellen, dass die Werte für alle Bewohner hinhauen. Der Taycan Turbo hat im FTP-75 selbst eigentlich 463km (288 miles) geschafft. Quelle: AMS

    Das wird dadurch bestärkt, dass AMCI im Taycan Turbo S (schlechteste Effizienz von allen) unter idealen Verkehrsbedingungen real 466km geschafft hat und im Turbo unter schlechteren Bedingungen 463km, beide Stadtfahrt im Range Modus.

    Auch carwow hatte bessere Werte. Über 25km ein Verlust zwischen 5 und 6% ergeben theoretisch mindestens 416km im gefahrenen Taycan 4S. Allerdings wurde die Fahrt im Winter auf Schnee gemacht - höhere Reibung, dickere Luft, Heizung.

    Sogar Car Maniac, der den Turbo S "dynamisch mit Autobahn 200km/h+ bewegt hat, kam umgerechnet auf 38kWh/100 miles, das sind immer noch 11 weniger als im EPA Test.

    Auch im WLTP liegt der Taycan deutlich über dem EPA Wert. Sowohl WLTP als auch EPA nehmen übrigens nicht den Range Modus, sondern den "Normal". Dadurch wird das 2-Gang Getriebe zugeschaltet, das wiederum für Verluste sorgt.

    2) Der Tesla Model S hat eine deutlich größere Nettokapazität von 98,2kWh (Brutto 102,2kWh), der Taycan hat Brutto zwar 93,4kWh, netto aber nur 83,7kWh.

    3) Der Taycan hat einen höheren Rollwiderstand durch die breiteren Reifen (in jeder Version, sogar 4S) und einen höheren Energieaufwand wegen des Kühlsystems und größerer rotierender Massen (Reifen, Bremsscheiben).

  19. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: schnedan 18.01.20 - 13:19

    http://www.mitsubishielectric.com/semiconductors/content/product/powermodule/hvigbt_ipm/h_series/cm1200ha-34h_e.pdf

    hat bei 1200A ~3mOhm
    Und Thyristoren gibts mit noch weniger...
    http://search.abb.com/library/Download.aspx?DocumentID=5SYA1214-02&LanguageCode=en&DocumentPartID=&Action=Launch

    Natürlich gibt es entsprechend Leistungsfähige Halbleiter!

    P=I²*R
    bei 50mOhm und den 700A (560KW / 800V) eines Porsche Taycan wären 24,5kW Verlust...(Abwärme)

  20. Re: Porsche die alten Sparfüchse

    Autor: saubermann 18.01.20 - 15:01

    mgutt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > saubermann schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was kostet mich das Auto stehend an einer Ampel mit einem Verbrenner und
    > > mit einer Elektroauto.
    >
    > Beide gar nichts? Der Verbrenner hat ein Start-Stopp-System und der
    > Elektromotor verbraucht im Stand nichts.
    Mein Auto hat kein Start-Stop-System. Die Statistik deutet darauf hin, dass ich damit wahrscheinlich nicht allein bin. 40% der
    47 Millionen Autos in Deutschland sind 10 Jahre oder älter.
    Deine Kritik greift also nur zum Teil.

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