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Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

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  1. Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: leMatin 01.12.21 - 15:49

    Von Skalierungseffekten durch die einfacheren/wenigeren Komponenten im Vergleich zu Verbrennern ist auch noch nichtmal ein Schimmer am Horizont zu sehen.
    Na hoffentlich tut sich da zumindest schnell was bei den Natrium-Akkus. Sonst sehe ich für viele sehr harte Zeiten - auch auf dem Gebrauchtmarkt - zukommen. Bei den hohen Anschaffungspreisen schlägt sich das absehbar spürbar (zusätzlich zur allgemeinen bereits bestehenden Knappheit) auf den Gebrauchtmarkt nieder.
    Die Koalitionäre sollten sich also schleunigst überlegen, wie man der breiten Masse der Gesellschaft in den kommenden 1-2 Jahrzehnten bezahlbare und *brauchbare* mobilität ermöglicht. Unsere Wirtschaft ist über Jahrzehnte unter dem Paradigma der Individualmobiliät gewachsen, was in meinen Augen bei den aktuell existierenden Plänen deutlich zu kurz kommt. In dem Tempo, wie hierzulande Projekte voranschreiten, wird der ÖPNV im Jahre 2100 noch nicht konkurrenzfähig sein. Wenn ich z.B. in Regensburg sehe, dass sich selbst die Wiedereröffnung eines Bahnhaltepunktes auf einer Bestandsstrecke entlang eines Gewerbegebiets nun insgesamt fast 10 Jahre hinziehen soll, was täglich den Verkehr tausender Autos einsparen könnte, schwant mir echt übles.

  2. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: unbuntu 01.12.21 - 15:59

    Wer hätte auch damit gerechnet? Staatlich angeordneter Wechsel zu einer anderen Technologie ist doch eine Goldgrube für diese Hersteller und Stromkonzerne. Und man hat nen tollen Grund, warum man die Preise anheben kann.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  3. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: schnedan 01.12.21 - 16:10

    Billiger wird im Kapitalismus eh nie was... außer keiner will es

  4. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: schnedan 01.12.21 - 16:12

    durch die einfacheren/wenigeren Komponenten
    So viel macht das nicht aus... zumindest nicht beim OEM

  5. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: Derriell 01.12.21 - 16:41

    Naja, eigentlich müssten E-Autos gar nicht so teuer sein. 1kwh Akkus kosten 100-150$. Mit 100kwh Rohkapazität (10-15k ¤) und einem Autopreis von 50000¤ bleibt noch viel übrig für den Rest vom Auto. Mit 100kwh kommt man sehr weit, 500km +-.
    Mit 50kwh kommt man auch weit. Man nehme einen Dacia Duster für 10000k ¤ mit Emotor statt Verbrenner und fügt für 7500¤ einen 50kwh Akku hinzu. Verkaufspreis liegt dann ungefähr bei 22000¤.

    Die E-Autos habe den Kostenvorteil vor allem im Unterhalt und der Wartung und sind auf 200-300k km gerechnet oft deutlich günstiger als ein Verbrenner. (wenn man günstig laden kann und nicht 70 Cent pri kmw zahlt).
    Der EMotor hat nur Kugellager die verschleissen und Kühlsysteme, die undicht werden können. Im Prinzip ist es sehr gut machbar, ein Auto kostengünstig und sehr wartungsarm zu konstruieren.

  6. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: violator 01.12.21 - 17:47

    Derriell schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Prinzip ist es sehr gut machbar, ein Auto
    > kostengünstig und sehr wartungsarm zu konstruieren.

    Ja, macht aber keiner weil man sich mit den Dingern halt dusselig verdienen kann. Lieber hohe Marge als hohe Absätze. Mit vielen günstigen Autos verdient man halt weniger.

  7. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: Kilpikonna 01.12.21 - 19:22

    Derriell schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die E-Autos habe den Kostenvorteil vor allem im Unterhalt und der Wartung
    > und sind auf 200-300k km gerechnet oft deutlich günstiger als ein
    > Verbrenner. (wenn man günstig laden kann und nicht 70 Cent pri kmw zahlt).
    > Der EMotor hat nur Kugellager die verschleissen und Kühlsysteme, die
    > undicht werden können. Im Prinzip ist es sehr gut machbar, ein Auto
    > kostengünstig und sehr wartungsarm zu konstruieren.

    Blöderweise haben aber auch E-Autos noch Systeme, die gewartet werden müssen, die unabhängig vom Antrieb sind. Klima, Bremsen, Scheibenwischergestänge, Radlager, Windschutzscheibe... Rate mal, in welchen Teil vom Auto ich bisher am wenigsten versenkt habe. Richtig, in den Antrieb.
    Bremsen rosten übrigens gerne mal fest, wenn man sie zu selten verwendet. Alle zwei, drei Jahre wieder mal.

  8. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: amagol 01.12.21 - 19:31

    Kilpikonna schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bremsen rosten übrigens gerne mal fest, wenn man sie zu selten verwendet.
    > Alle zwei, drei Jahre wieder mal.

    Da die Hersteller aber (im Gegensatz zur weitverbreiteten Annahme in Internetforen) nicht total doof sind, stellen aber auch passende Bremsbelaege fuer Autos her die kaum noch bremsen (egal ob E oder Hybrid). Das Rost-Problem gab es wohl vor allem bei den ersten Hybriden.

  9. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: pete.kl 01.12.21 - 20:11

    Leider ist mein Beitrag gelöscht worden obwohl die falschen Angaben beim Thread-Eröffner offensichtlich sind:

    Im Gegensatz zu seiner Unterstellung, dass E-Auto die Mobilität generell verteuern, ist es ziemlich klar, dass alle Neuwagen(inkl. Verbrenner) im Durchschnitt teurer wurden. Das hat insofern mit Abgas- und Sicherheitsvorschriften zu tun. Daneben sind die Kleinstwagen aus den Angeboten verschwunden(z.B. VWs Drillinge, oder Ford Ka). Auch sind bei den noch existierenden Kleinwagen die Versionen "nackter Hirsch" verschwunden. Über kurz oder lang werden sich auch die Verbrenner von den 10k EUR Grenze weit verabschieden und sich eher gegen 20k EUR verschieben.
    Hat also nix mit E-Autos zu tun. Des weiteren wünschte ich mir Fakten zu der Behauptung, dass sich die erhofften Skaleneffekte nicht einstellen würden. Ich halte das für ne Plumpe Unterstellung, denn tatsächlich wurden die Gewinne durch die Skaleneffekte bloss durch die Preissteigerungen von Ressourcen und Bauteilen aufgefressen. Skaleneffekte sind trotzdem vorhanden.

  10. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: luke93 01.12.21 - 20:29

    Es gibt ja gar keinen richtigen Gebrauchtmarkt bis jetzt. Durch die Förderung müsste man sein Fahrzeug deutlich unter Wert verräußern damit sich jemand dort bedient statt einfach selbst einen subventionierten Neuwagen zu bestellen.

  11. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: luke93 01.12.21 - 20:34

    Solange die staatliche Prämie existiert werden die Preise nicht sinken. Die Hersteller wären ja auch ziemlich dämlich die nicht von vorneherein in den Listenpreis einzurechnen. Vermutlich wären die Preise längst günstiger wenn die Förderprämie gekürzt würde oder ganz entfiele.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.21 20:35 durch luke93.

  12. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: Eheran 01.12.21 - 23:21

    >Vermutlich wären die Preise längst günstiger wenn die Förderprämie gekürzt würde oder ganz entfiele.
    Wäre es so, müsste man dafür nur ins Ausland gucken, wo es soetwas mitunter nicht gibt.

  13. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: Bermuda.06 02.12.21 - 08:08

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Derriell schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Im Prinzip ist es sehr gut machbar, ein Auto
    > > kostengünstig und sehr wartungsarm zu konstruieren.
    >
    > Ja, macht aber keiner weil man sich mit den Dingern halt dusselig verdienen
    > kann. Lieber hohe Marge als hohe Absätze. Mit vielen günstigen Autos
    > verdient man halt weniger.

    Nein weil kein Kunde ein super einfaches kleines und günstiges Auto kaufen möchte, weil man am Ende doch zu viele Abstriche machen müsste.

    Ansonsten wären die Straßen voll von Dacias oder kleinen E Autos von Nischenherstellern etc.

  14. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: Kadjus 02.12.21 - 10:06

    Derriell schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der EMotor hat nur Kugellager die verschleissen und Kühlsysteme, die
    > undicht werden können. Im Prinzip ist es sehr gut machbar, ein Auto
    > kostengünstig und sehr wartungsarm zu konstruieren.

    Und eine Wellenerdung, Frequenzumrichter, Getriebe und Differential, und einen Haufen kleine Nebenaggregate, die man aber auch schon vom Verbrenner kennt.

  15. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: pete.kl 02.12.21 - 10:24

    Bermuda.06 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > violator schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > Ansonsten wären die Straßen voll von Dacias oder kleinen E Autos von
    > Nischenherstellern etc.

    Ich wehre mich dieser Vorstellung, dass alle Kleinwagen kaufen wollen würden. Ist doch so nicht realistisch.

    Abgesehen davon, ist die Realität, dass mit den neusten Abgas- und Sicherheitsvorschriften der Kleinwagen nicht mehr wesentlich günstiger zu produzieren sind, als SUVs. Demgegenüber steht der Kunde, der seine Preisvorstellung noch immer stark an der Fahrzeuggrösse orientiert.

    Das geht schlussendlich nicht auf. Und die Entwicklung am Markt zeigt das auch ganz klar, dass kleinwagen entweder ganz vom Markt genommen werden, oder nur noch mit verhältnismässig teurer Ausstattung verkauft werden.

    Insofern werden Kleinwagen langfristig aussterben.

  16. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: rca66 03.12.21 - 05:18

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > stellen aber auch passende
    > Bremsbelaege fuer Autos her die kaum noch bremsen

    Das klingt nicht gut...

  17. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: Bondra81 03.12.21 - 06:33

    Kleinwagen sterben im Moment leider deshalb, weil es sich schlicht nicht mehr lohnt sie herzustellen, vor allem dank der EU.
    Das liegt an der Berechnung des Flottenverbrauchs an CO2. Da fließt das durchschnittliche Fahrzeuggewicht mit ein und da ist es dann besser schwere SUV mit 2t und 200g CO2 herzustellen als einen Kleinwagen mit 1200kg aber nur 100g CO2.
    Super Logik - danke EU....

  18. Re: Mit anderen Worten: E-Mobilität wird nicht günstiger.

    Autor: amagol 03.12.21 - 09:00

    rca66 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > amagol schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > stellen aber auch passende
    > > Bremsbelaege fuer Autos her die kaum noch bremsen
    >
    > Das klingt nicht gut...

    Weil du bremsen mit verzoegern gleichsetzt. Ein e-Auto (und Hybrid denke ich auch) wird langsamer weil Bewegungsenergie vom Motor wieder als "Strom" zurueckgewonnen wird. Da wird nicht gebremst (Bewegungsenergie durch Reibung in Waerme umgewandelt).

    Also keine Angst - mit meinem Tesla komme ich recht schnell zu stehen - aber das Bremspedal wird fast nur in Notfaellen so stark benutzt das tatsaechlich gebremst wird :)

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