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Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: Keridalspidialose 29.06.20 - 17:40

    Daran hat sich nie etwas geändert.

    Man hat sich jetzt nur entschieden die Akuzellen über das gesamte Fahrzeug zu verteilen, statt den kompletten Kofferraum damit zu füllen. Was natürlich den Herstellern entgegen kommt, denn diese Akkus können unmöglich wirtschaftlich ausgetauscht werden.

    Quasi das MacBook unter den Autos. Ist das Verschleißteil Akku Schrott, ist auch das Auto Schrott. Was könnten sie sich schöneres wünschen?

    Egal welche Technik, am meisten Ressourcen verbraucht die Herstellung des Autos.

    Am sinnvollsten wäre ein System dass erlaubt standardisierte Akkus zu "tanken". Leere Zellen an der Tankstelle raus, die dann dort geladen werden, neue voll geladene Zellen rein. Verschleiß der Akkus wird im Preis einberechnet. Das Fahrzeug ist nicht unbrauchbar wenn diese durch sind, weil sie nie Teil des Fahrzeugs waren.

    Man kann das Fahrezeug selbst laden, muss aber nicht.

    ___________________________________________________________



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.20 17:42 durch Keridalspidialose.

  2. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: Sharra 29.06.20 - 17:48

    Mit Wechselakkus hast du aber leider wieder jede Menge Probleme.
    Die Dinger sind schwer, also für Oma Erna gar nicht erst zu wechseln. Bei tausenden von verschiedenen Bautypen von Fahrzeugen, ist eine automatische Wechselstation so gut wie unmöglich.
    Wechselbare Akkus müssen "gepanzert" werden. > mehr Gewicht, weniger verfügbares Volumen.

    Die einzige Möglichkeit, dass man so etwas in der breiten Fläche etablieren könnte wäre folgende:

    Alle Fahrzeuge erhalten am selben Ort (vorzugsweise vorne oder hinten, auch wahlweise, wenn er gleich zugänglich ist) einen Einschubschacht. Dafür gibt es automatisierte Wechselstationen, die kein Mensch bedienen muss. Der Schacht ist nur in der Station zu öffnen. Dadurch kann man die Akkus selbst "fragiler" konstruieren.
    So, und das erklärst du jetzt allen Autobauern, dass sie sich auf ein einheitliches System einigen sollen.

  3. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: PeterTasse 29.06.20 - 18:05

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit Wechselakkus hast du aber leider wieder jede Menge Probleme.
    > Die Dinger sind schwer, also für Oma Erna gar nicht erst zu wechseln. Bei
    > tausenden von verschiedenen Bautypen von Fahrzeugen, ist eine automatische
    > Wechselstation so gut wie unmöglich.
    > Wechselbare Akkus müssen "gepanzert" werden. > mehr Gewicht, weniger
    > verfügbares Volumen.
    >
    > Die einzige Möglichkeit, dass man so etwas in der breiten Fläche etablieren
    > könnte wäre folgende:
    >
    > Alle Fahrzeuge erhalten am selben Ort (vorzugsweise vorne oder hinten, auch
    > wahlweise, wenn er gleich zugänglich ist) einen Einschubschacht. Dafür gibt
    > es automatisierte Wechselstationen, die kein Mensch bedienen muss. Der
    > Schacht ist nur in der Station zu öffnen. Dadurch kann man die Akkus selbst
    > "fragiler" konstruieren.
    > So, und das erklärst du jetzt allen Autobauern, dass sie sich auf ein
    > einheitliches System einigen sollen.

    Den Ansatz gab es vor Jahren schon mal. Das Unternehmen das genau das machen wollte hieß "Beter Place" und wollte einfache Akkutauschstationen einrichten. Reinfahren, Akku wird getauscht, rausfahren. Finde auch immer noch, das ist ne gute Idee gewesen und man hätte das ruhig weiter verfolgen können. Aber naja...freier Markt halt...

    https://www.spiegel.de/auto/aktuell/better-place-schneller-akkutausch-in-fuenf-minuten-a-883105.html

  4. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: Sharra 29.06.20 - 18:36

    Und welche Autobauer haben mitgezogen? Ach keine? Na sowas...

  5. Tauschakku ist Ressourcenverschwendung und löst kein existierendes Problem.

    Autor: FaLLoC 29.06.20 - 19:02

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Daran hat sich nie etwas geändert.
    >
    > Man hat sich jetzt nur entschieden die Akuzellen über das gesamte Fahrzeug
    > zu verteilen, statt den kompletten Kofferraum damit zu füllen.

    Nein. Sie liegen jetzt konzentriert im Unterboden, sorgen für einen niedrigen Schwerpunkt, dienen der Karosserieaussteifung und erhöhen damit die Sicherheit.

    > Was
    > natürlich den Herstellern entgegen kommt, denn diese Akkus können unmöglich
    > wirtschaftlich ausgetauscht werden.

    In etwa so wirtschaftlich wie ein Motortausch bei einem Verbrenner.

    > Quasi das MacBook unter den Autos. Ist das Verschleißteil Akku Schrott,

    Wird er aber nicht sein. Er hat dann, wenn das restliche Auto schrott ist, nur noch 75% der ursprunglichen Kapazität, wird aus dem Auto ausgebaut und verbringt die nächsten 20-30 Jahre als Wall-Box in einem autonomen Niedrigenergiehaus.

    > ist auch das Auto Schrott.

    Ist der Motor oder die Karosserie/ Schrott, ist auch das Auto schrott. Meistens.

    > Egal welche Technik, am meisten Ressourcen verbraucht die Herstellung des
    > Autos.

    ...und beim Batterieauto verbraucht die Herstellung des Akkus die allermeisten Ressourcen.

    > Am sinnvollsten wäre ein System dass erlaubt standardisierte Akkus zu
    > "tanken". Leere Zellen an der Tankstelle raus, die dann dort geladen
    > werden, neue voll geladene Zellen rein.

    Machbar. Superteuer, superineffizient, super Umweltsauerei und vorallem keinem Autofahrer vermittelbar.

    Fest verbauter Akku: 1 Akku pro Auto.

    Wechselakku: 2-4 Akkus pro Auto. Mindestens.

    Akkus, die gerade unterwegs/verbaut sind
    + Akkus, die gerade geladen werden müssen und nicht zum Einbau verfügbar sind
    + Akkus, die gerade geladen sind und auf den Einbau warten.

    Du willst wirklich ein System vorschlagen, bei dem der Bedarf des am ressourcenhungrigsten und fertigungsaufwändigsten Bauteil mal eben verdreifacht wird?

    > Verschleiß der Akkus wird im Preis einberechnet. Das Fahrzeug ist nicht unbrauchbar wenn
    > diese durch sind, weil sie nie Teil des Fahrzeugs waren.

    Du willst damit ein Problem lösen, das es nicht gibt. Moderne Akkus schaffen - ohne Probleme - 1000 bis 2000 Ladezyklen. Der oben erwähnte Model 3 schafft damit theoretisch 500'000 bis 1'000'000 km. Wieviele Autos kennst du, die mehr als 300'000km alt werden?

    --
    FaLLoC

  6. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: Mailerdeamon 29.06.20 - 19:14

    Worin soll das Problem bestehen den Akku zu tauschen?

    Geht in 5 Minuten. Schrauben ab, Kabel ab, Akku ab.

    Die einzelnen Zellen lassen sich auch tauschen, wird meines Wissens auch gemacht, u.a. bei Renaults Leihakkus.

  7. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: derLaie 29.06.20 - 19:47

    Die Energiedichte ist in den Letzten Jahrzehnten um ein vielfaches angestiegen. Nen dünnes Smartphone hat mittlerweile um die 4000-5000 mAh. Das waren vor 10 Jahren noch 1600 mAh bei den größeren Modellen.

    Wechselakkus sind Unsinn wenn man die Entwicklung in den nächsten 5-10 Jahren mit einrechnet. Ds was kommt ist ja heute schon im Labor und deshalb gut absehbar. Da lohnt sich ne Investition in Wechseltechnologie nicht. Tesla hat es selber ja mal vorgestellt und dann aber schon kurze Zeit später eingestellt. [www.youtube.com]

    Es gibt übrigens Teslas mit mehr als einer Millionen km auf der Uhr und dem ersten Akku. In den ersten 100 Tkm verliert man gut 5% und dann immer weniger. Bei 1 Million sind es dann ca. 20% wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Je größer die Akkus werden desto seltener werden sie geladen und desto geringer der Verschleiß. Zudem können größere Akkus mit mehr Ladestrom geladen werden. Man bekommt mehr km pro Minute in den Akku da mehr Zellen parallel geschaltet sind.

    Wenn man sich wirklich damit auseinandersetzt sind Wasserstoffautos und Hybride einfach nur ein Mittel der alten Automobilindustrie de Wandel zu bremsen weil sie sich selber nicht so schnell ändern können bzw. wollen. Kostet ja alles Geld. Die Preise der Autos in der Vergangenheit konnte man nur realisieren wenn man eine bestimmte Anzahl an Autos mit den selben Maschinen bauen wird.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.20 19:58 durch derLaie.

  8. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: recluce 30.06.20 - 03:14

    Mailerdeamon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Worin soll das Problem bestehen den Akku zu tauschen?
    >
    > Geht in 5 Minuten. Schrauben ab, Kabel ab, Akku ab.
    >
    > Die einzelnen Zellen lassen sich auch tauschen, wird meines Wissens auch
    > gemacht, u.a. bei Renaults Leihakkus.

    Es ist kein Problem, z.B. geht das beim Tesla Model S in 90 Sekunden. Es gab sogar eine erste Wechselstation für Akkus, mit der Tesla seinerzeit das Modell "Akkuwechsel am Freeway" getestet hat. Ergebnis: nicht notwendig, auch weil die Akku-Kapazität während der Prototypen- und Einführungsphase des Model S preiswerter und somit dann größer wurde. Gleichzeitig wurden die Schnell-Lader immer effizienter.

    Einzelne Zellen werden bei Tesla gewechselt, wenn ein Zelldefekt auftritt (im Unterschied zur gleichmäßigen Akku-Alterung).

  9. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: orsg2 30.06.20 - 10:15

    Übrigens hat sich die Energiedichte von Wasserstoff seit dem Urknall auch noch nie verbessert :-)

    Pro kg betrachtet ist die zwar super, pro Volumen betrachtet aber sogar schlechter als Akkus. Man kanns natürlich komprimieren, aber das macht den Umgang mit dem Zeug nicht unbedingt unkomplizierter oder energetisch effizienter, wie im Artikel beschrieben.

  10. Re: Die Energiedichte von Akkus ist immernoch extrem schlecht.

    Autor: Fernando-05 02.07.20 - 06:14

    Die EU entscheidet in welchem Winkel wir pissen müssen, warum soll es kein einheitliches System für Akkus geben?

    Bald eine Million TESLA Autos!
    https://www.live-counter.com/tesla-motors/

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