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Niemand hat die Absicht einen Wasserstoff "Golf" zu bauen

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Niemand hat die Absicht einen Wasserstoff "Golf" zu bauen

    Autor: gomos 29.06.20 - 20:28

    Der Zug ist längst abgefahren, das wissen auch die Hersteller, das weiß der Staat, das wissen bald auch die Konsumenten die immer noch an den bezahlbaren Wasserstoffantrieb im 0815 PKW glauben und darauf warten.

    Alle großen Hersteller investieren inzwischen Milliarden in reine Elektrofahrzeuge. Fahrzeuge mit Brennstoffzelle sind eine absolute Randerscheinung. Allein die Summen die VW mittlerweile in Entwicklung und Produktion von BEV investiert hat sprechen doch eine deutliche Sprache. Das lässt sich nicht mehr zurückdrehen, diese Investitionen müssen sich mittelfristig auszahlen. Dafür werden die auch sorgen, notfalls mit Lobbyarbeit. Bei Daimler, BMW, Ford sieht es doch nicht anders aus.

    Das Papier der Bundesregierung "Die Nationale Wasserstoffstrategie" liest sich für mich auch nicht so als würde die Regierung das anders sehen. Von daher verstehe ich die Aufregung nicht so ganz.

    Da steht unter anderen:

    "Einige Anwendungsbereiche, zum Beispiel im Luft- und Seeverkehr oder Industrien mit prozessbedingten Emissionen, werden sich auch langfristig nicht ausschließlich oder nur mit großem Aufwand direkt mit Strom versorgen lassen. Insbesondere in der Luftfahrt, zu
    Teilen im Schwerlastverkehr, bei mobilen Systemen für die Landes- und Bündnisverteidigung und in der Seeschifffahrt sind viele Routen und Anwendungen nicht rein elektrisch darstellbar. Deshalb müssen die derzeit eingesetzten fossilen Einsatzstoffe und Energieträger durch auf erneuerbarem Strom basierende Alternativen, wie z.B. durch PtX-Verfahren hergestelltes Kerosin, ersetzt werden"

    "Die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen kann u.a. im Öffentlichen Personennahverkehr
    Busse, Züge), in Teilen des Straßenschwerlastverkehrs (LKW), bei Nutzfahrzeugen (z. B. für den Einsatz auf Baustellen oder in der Land- und Forstwirtschaft) oder in der Logistik (Lieferverkehr und andere Nutzfahrzeuge wie Gabelstapler) die batterieelektrische Mobilität ergänzen und den Ausstoß von Luftschadstoffen sowie CO2-Emissionen erheblich senken. Auch in bestimmten Bereichen bei PKWs kann der Einsatz von Wasserstoff eine Alternative sein. Der Einsatz im Straßenverkehr setzt den bedarfsgerechten Aufbau der erforderlichen Tankinfrastruktur voraus"

    "Die wasserstoff- und PtX-basierte Mobilität ist für solche Anwendungen eine Alternative, bei denen der direkte Einsatz von Elektrizität nicht sinnvoll odertechnisch nicht machbar ist. Dazu gehören auch militärische Anwendungen, bei denen die Interoperabilität zwischen Bündnispartnern gewährleistet sein muss"

    Viel kann könnte, ergänzen, in Teilen... Der Fokus liegt aber eindeutig nicht auf normalen PKW oder nur im Verkehrssektor.

    "... Etwa mit Blick auf die Brennstoffzellentechnologie ist es das Ziel, den deutschen Maschinen- und Anlagenbau zu stärken und bei der Verbesserung der Kosten-, Gewichts- und Leistungsparameter von Brennstoffzellen-Komponenten (Stacks, Drucktanks u.a.) im globalen Wettbewerb eine Führungsrolle einzunehmen"

    Es kann nicht schaden auch in diesem Sektor zu Investieren. Ich glaube schon dass es Weltweit einen wachsenden Markt für Brennstoffzellentechnologie gibt, in der Prozessindustrie, Luftfahrt, Schifffahrt, Züge und die deutsche Industrie da eine führende Rolle übernehmen kann.

    7-9 Milliarden sind doch nicht viel, verteilt auf die Verschiedenen Bereiche und über Zeiträume von 10 Jahren schon gar nicht. Die Mittel sind unabhängig von den Förderungen für reine BEV.

    Wie viel fließen denn allein in die erhöhte Kaufprämie bis 2025?. Oder die zusätzlichen 300 Millionen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wie viel in Zellforschung?

  2. Re: Niemand hat die Absicht einen Wasserstoff "Golf" zu bauen

    Autor: Captain 29.06.20 - 21:50

    Die Automobilindustrie investiert vor allem in Fahrzeuge, die zu schwer und übermotorisiert sind. Wenn ich z.B. lesen muss, was für Leistung ein Fahrzeig haben muss, damit es in 2,5 Sekunden auf 100 beschleunigen kann und das auch noch als erstrebenswert dargestellt wird, dann muss ich mich fragen, wann die unsägliche Energievernichterei endlich ein Ende hat.

  3. Re: Niemand hat die Absicht einen Wasserstoff "Golf" zu bauen

    Autor: ulink 29.06.20 - 22:01

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...was für Leistung ein
    > Fahrzeig haben muss, damit es in 2,5 Sekunden auf 100 beschleunigen kann
    > und das auch noch als erstrebenswert dargestellt wird, dann muss ich mich
    > fragen, wann die unsägliche Energievernichterei endlich ein Ende hat.

    Jedoch: Bei einem BEV ist das bezüglich des "Verbrauchs" relativ irrelevant, ob man in 2.5s oder 5s oder 10s von 0 auf 100 beschleunigt. Du verwechselst (kurzfristige) Leistung und Energie, die auch zum größten Teil nicht "vernichtet" wird sondern in kinetische umgewandelt wird. Alles halb so wild, gleichwohl unnötig, aber lass doch den paar Leuten den Spass.

  4. Re: Niemand hat die Absicht einen Wasserstoff "Golf" zu bauen

    Autor: MrAndersenson 30.06.20 - 13:22

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Automobilindustrie investiert vor allem in Fahrzeuge, die zu schwer und
    > übermotorisiert sind. Wenn ich z.B. lesen muss, was für Leistung ein
    > Fahrzeig haben muss, damit es in 2,5 Sekunden auf 100 beschleunigen kann
    > und das auch noch als erstrebenswert dargestellt wird, dann muss ich mich
    > fragen, wann die unsägliche Energievernichterei endlich ein Ende hat.

    Marketinggewäsch damit Bleifüsse & Petrolheads auf eAutos "abgehen".

    "Fetterer" eMotor -> mehr Energierückgewinnung.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromotorische_Bremse#Kraftfahrzeuge

    Kraftfahrzeuge
    [...] Die Bremsleistung und das Maß der Rekuperation sind abhängig von der Leistung der elektrischen Maschinen, [...]

  5. Re: Niemand hat die Absicht einen Wasserstoff "Golf" zu bauen

    Autor: Ach 30.06.20 - 13:45

    Joa, bei nem Verbrenner hat es nie interessiert, da war es cool, aber bei dem BEV ist es plötzlich ein Weltuntergang, wobei der BEV bis zu 70% der Beschleunigungsenergie rekuperiert. Wie so viele der Kritik aus der Petrolnerd-Ecke scheint das einmal mehr emotional bemalter Blödsinn. Wenn das mit dem Gewicht nicht landet, probiert mans mal wieder mit dem Lithium, oder mit den Arbeitsumständen beim Kobolt, Kupfer hatten wir schon lange nicht mehr um die Elektromotoren selber anzuschwärtzen, bis man plötzlich feststellt, dass auch H2BEVs von Elektromotoren angetrieben werden. Es ist schon wirklich bizarr, das während diesem lcherlichen Verleumdungsquatsch die Treibstoffindustrie ebenso von Lithum und Kobolt gebraucht macht, und zwar im Gegensatz zur Batterie Industrie in einer nicht mehr recycelbaren, also unwiederbringlichen Form.

    Wann hat diese ganze verlogene Kritik denn endlich mal ein Ende? Müssen die alle erst mal pleite gehen, bevor sich da mal irgendeiner nur bequemt, nach vorne zu schauen oder was? Es interessiert sich doch eh keiner mehr für die Stinke-Vergangenheit, die Zukunft ist längst klar.

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