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WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

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  1. WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Xstream 04.07.19 - 19:34

    Die Reichweite von WLAN ist bei weitem nicht ausreichend um z.B. vor einem Stau hinter einer langen Autobahnkurve gewarnt zu werden.

  2. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Eheran 04.07.19 - 19:42

    Danke für den qualifizierten Beitrag.

  3. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Shismar 04.07.19 - 19:52

    Wie viele Kilometer vorher muss denn ihr Auto gewarnt werden damit es noch bremsen kann? Bei Supertankern rechnet man mit maximal sechs Kilometern. Ich hoffe ihr SUV ist etwas schneller.

  4. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Xstream 04.07.19 - 20:35

    Laut Faustformel von Tempo 250 ca. 400 Meter. WLAN + keine direkte Sichtverbindung wird das niemals schaffen.

  5. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: pferdinand 04.07.19 - 21:33

    Wer bei schlechter Sicht mit Tempo 250 unterwegs ist, hat vermutlich noch ganz andere Probleme. Aber gut... 400m sind jedenfalls auch ohne direkte Sichtverbindung keinesfalls unmöglich. Das hängt dann sehr von Geometrie und Umgebung (Stichwort Reflektionen), da kann schon ein anderes Fahrzeug, eine Schilderbrücke oder ähnliches Wunder bewirken. Von "niemals" würde ich in dem Fall sicher nicht reden.

    Davon abgesehen, ist hier das Hauptproblem die hohe Trägerfrequenz und die wäre bei LTE-V2X die gleiche. Damit hat man also (fast) nichts gewonnen.

  6. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: brainslayer 04.07.19 - 21:50

    pferdinand schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer bei schlechter Sicht mit Tempo 250 unterwegs ist, hat vermutlich noch
    > ganz andere Probleme. Aber gut... 400m sind jedenfalls auch ohne direkte
    > Sichtverbindung keinesfalls unmöglich. Das hängt dann sehr von Geometrie
    > und Umgebung (Stichwort Reflektionen), da kann schon ein anderes Fahrzeug,
    > eine Schilderbrücke oder ähnliches Wunder bewirken. Von "niemals" würde ich
    > in dem Fall sicher nicht reden.
    >
    > Davon abgesehen, ist hier das Hauptproblem die hohe Trägerfrequenz und die
    > wäre bei LTE-V2X die gleiche. Damit hat man also (fast) nichts gewonnen.

    streich das fast. du liegst exakt richtig. man hat gar nichts gewonnen. denn die ausgangsleistung ist auch die selbe wie bei wlan. hier geht es nur darum wieder auf geschlossene technologien zu setzen damit alle fleissig abkassieren können. an sonsten was die reichweiten betrifft. es geht hier darum das alle fahrzeuge die sich im verkehr befinden miteinander kommunzieren. bei wlan hätten sogar handies mit sensorik mithelfen können. damit überspringt man das reichtweitenproblem. weil es gerade bei der stauproblematik doch eher um dichteren verkehr geht. wenn keine sau auf der autobahn ist muss man auch nicht kommunizieren weil kein stau eintreffen wird

  7. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Xstream 04.07.19 - 22:03

    > Davon abgesehen, ist hier das Hauptproblem die hohe Trägerfrequenz und die wäre bei LTE-V2X die gleiche. Damit hat man also (fast) nichts gewonnen.

    Doch weil LTE eben entweder car to car eingesetzt werden kann oder unter Nutzung des bestehenden Netzes (und dann gleichzeitig in einem niedrigeren Frequenzband).

  8. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: pferdinand 04.07.19 - 22:45

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch weil LTE eben entweder car to car eingesetzt werden kann oder unter
    > Nutzung des bestehenden Netzes (und dann gleichzeitig in einem niedrigeren
    > Frequenzband).

    Und das wird einem mit 11p verboten? Wäre mir neu. ein LTE-V2X Modem ist genauso eine andere Technologie, das wird so schnell nicht mit dem Infrastruktur-Modus integriert. Mode 3 will da sowieso niemand ernsthaft. Zumal auch LTE-V2X auf den ETSI-Protokollstack ab Layer-3 setzen würde und damit nicht-IP mit all seinen Vor- und Nachteilen. Das "Argument" ist leider nur oberflächlich plausible Propaganda.

  9. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: quasides 05.07.19 - 06:13

    das ganze thema ist ziemliche propaganda.
    man möchte autos vernetzen wozu aber weis so keiner so genau.

    für echten sicherheitsgewinn, zb notbremsungen wird jede lösung wegen der latenzen wohl zu langsam sein. wirklich unter 300ms wird sich wohl kaum was abspielen, im idealfall.
    gibts interferenzen ist man schnell bei 500ms allein fürs übertragunsweg.
    dann noch latenz der sensorik, des EA, der CPU und software, 2mal

    ob das wirklich schneller als reaktion sein wird darf bezweifelt werden. die goldene kuh für sicherheit wirds wohl nicht.

    wohl aber eher für maut und parksysteme und darauf wirds hinauslaufen. nebst gesetzlichen zwangs zur telekom zu gehen, brave new world

  10. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: pferdinand 05.07.19 - 09:13

    quasides schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > man möchte autos vernetzen wozu aber weis so keiner so genau.

    Nee, direkt (also ohne eigenes Backend) vernetzen will vermutlich aktuell gar keiner so richtig. Aber man kann halt auch nicht nichts tun, wenn Experten behaupten, man könnte damit Leben retten. Also wird halbherzig so getan, als gäbe es etwas zu vernetzen.

  11. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: pferdinand 05.07.19 - 09:21

    quasides schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > für echten sicherheitsgewinn, zb notbremsungen wird jede lösung wegen der
    > latenzen wohl zu langsam sein. wirklich unter 300ms wird sich wohl kaum was
    > abspielen, im idealfall.
    > gibts interferenzen ist man schnell bei 500ms allein fürs übertragunsweg.
    > dann noch latenz der sensorik, des EA, der CPU und software, 2mal

    Wo die Zahlen herkommen, möchte ich gern mal wissen. 802.11p hat in fast allen relevanten Fällen Latenzen von unter 10ms, meist sogar unter einer Millisekunde, wenn das Übertragungsmedium nicht übermäßig ausgelastet ist. Multihop sieht das etwas anders aus, aber davon war ja bisher nicht die Rede. Selbst normales LTE in Kombination mit einem Verteildienst in der Cloud kann von Fahrzeug zu Fahrzeug Latenzen von unter 100ms in den meisten Szenarien schaffen. Hier gibt es je nach Anbieter ein paar Unterschiede, möglich ist das aber selbst mit langweiligem LTE und ohne zusätzliche Optimierungen.

    Davon abgesehen hat Vernetzung den großen Vorteil, dass man Informationen bekommt, die man eben gerade noch nicht selbst wahrnehmen kann. Wenn ich ein Hindernis schon selbst sehe oder mit den Sensoren erfassen kann, dann brauche ich Kommunikation höchstens noch dazu, dass es mir mitteilt, was es vorhat. Den Ist-Zustand kann ich dann selbst messen - schon klar.

  12. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Eheran 05.07.19 - 09:51

    Theoretisch könnte man so z.B. den Fahrbahnzustand live überwachen und Glatteisbildung sofort weiterleiten und es würde quasi nie mehr Unfälle wegen Glatteis geben. Sofern wenigstens ein paar Autos langfahren und nicht ne Stunde niemand, wo die Straße dann "nicht überwacht" wäre und der Zustand für das 1. Auto dann wieder wie heute wäre.

    Da gibt es schon echt ziemlich coole Möglichkeiten, insbesondere mit dem autonomen Fahren.

  13. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Pornstar 05.07.19 - 10:16

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Laut Faustformel von Tempo 250 ca. 400 Meter. WLAN + keine direkte
    > Sichtverbindung wird das niemals schaffen.


    Kann überhaupt nicht sein. Fahre regelmäßig über 250 und brauche maximal sechs von den gesteichelten langen Linien bis zum stillstand. Wer bei so einer Formel noch 3 Sekunden Reaktionszeit rein rechnet fährt per se auch keine 250kmh.

  14. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: DooMMasteR 05.07.19 - 10:47

    bullshit, bei 250 km/h kann man mit rund 300 m bei Fahrzeugen mit viel Anpressdruck (aerodynamisch) auch mit 280m Minimum rechnen.
    Inkl. Reaktionszeit sind das aber sicher immer >300m bis man still steht.

    Menschen die sich irgendetwas anderes einreden sind einfach nicht ernst zu nehmen und haben die Kontrolle über ihr Leben verloren.

  15. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: Xstream 05.07.19 - 20:08

    Rein physikalisch kann man mit guten Reifen auch ohne Anpressdruck in ca. 190 Metern zum stehen kommen.

  16. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: logged_in 05.07.19 - 22:27

    > Die Reichweite von WLAN ist bei weitem nicht ausreichend um z.B. vor einem Stau hinter einer langen Autobahnkurve gewarnt zu werden.

    Für solch eine Warnung dürfte ein einfacher Broadcast mit hoher Sendeleistung ausreichend sein.

    Ich meine, wenn ein AP ohnehin mehre male pro Sekunde seine Beacons (SSID) sendet, dann kann er ja ruhig ein paar Warnpakete mit höherer Sendeleistung dazwischenpacken, oder nicht? Und wenn die Empfänger das schon in der Firmware verarbeiten können, ohne Antworten zu müssen, dann haben wir nicht das Problem, dass man sich erst verbinden muss.

    Notfalls können die ja auch weitergereicht werden. So könnte man sagen, dass jedes KFZ, welches so ein Warnpaket mit einer Signalstärke von 45 bis 55 dBm empfängt, es weiterbroadcasten muss, nachdem es eine Hopcount im Paket erhöht hat. Nach 4 Hops ist Schluss. Nur mal als Beispiel. Diese Lösung ist so sicher quatsch, aber es gibt genügend Raum um ernsthaft zum Forschen.

  17. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: cpt.dirk 07.07.19 - 16:29

    Niemand sagt etwas von Isostrahlern?
    4 Richtantennen (für jede Himmelsrichtung) haben einen deutlich höhreren Antennengewinn und noch weitere Vorteile.

  18. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: DooMMasteR 07.07.19 - 17:54

    Im ISM musst du aber EIRP einhalten...

  19. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: quark2017 07.07.19 - 20:02

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Reichweite von WLAN ist bei weitem nicht ausreichend um z.B. vor einem
    > Stau hinter einer langen Autobahnkurve gewarnt zu werden.

    Wie kann man nur so einen Stuss schreiben, ohne sich vorher mal ein klein wenig informiert zu haben.
    Danke für diese Fake-News Verbreitung.

    Und nun für alle diejenigen, die an der Wahrheit interessiert sind:
    Das Car2x-WLAN ist kein 802.11abg oder so. Sondern läuft unter 802.11p (pWLAN).

    Dieses hat unter anderem folgende Features in der Spezifikation:
    - Reichweite von 800m
    - auch oberhalb von 500km/h Relativgeschwindigkeit

    D.h. es könnten zwei Fahrzeuge sich mit über 250 km/h entgegen kommen UND sogar noch voreinander zum Stillstand kommen.

  20. Re: WLAN war dafür von Anfang an untauglich. Richtige Entscheidung.

    Autor: cpt.dirk 08.07.19 - 00:14

    Die Vorteile eines Richtdesigns dürften die Nachteile eines Isodesigns doch deutlich überwiegen, denke ich, vor allem bei gleicher Sendeleistung.

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