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Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Don't_Care 05.04.16 - 13:25
...muss man sich zum Abfahren jetzt in noch engere Lücken zwängen?
Ich nehme an, dass das am Ende nicht mehr nur 3 LKW sondern am besten mit allen gemacht werden soll.
Für LKW und die Umwelt sicher ein Vorteil, für Autofahrer aber nur nervig. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: notthisname 05.04.16 - 13:28
Deshalb machen die ja Platz, wenn man rechts blinkt und halten einen Sicherheitsabstand zu dem neuen Fahrzeug im Konvoi ein.
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Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Don't_Care 05.04.16 - 13:44
Wenn das so schnell geht wie im Video - kann ich mit leben.
Dem ist aber sicherlich nicht so.
Die können ja nicht ständig den Abstand ändern, nur weil grad einer blinkt.
Wie oft sind man die Leute, die blinkend durch die Gegend fahren? -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Bouncy 05.04.16 - 13:51
Als würden Autofahrer die rechte Spur nutzen, Mittelspurkriecher allenorts, rechts wird generell nicht gefahren wenn ein LKW am Horizont anfängt leicht erahnbar zu werden. DAS ist nervig.
Außerdem bedeutet eine bessere Platzausnutzung der Spur natürlich, dass der verfügbare Platz ansteigt. Also was genau stört dich nun? -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: bofhl 05.04.16 - 13:58
notthisname schrieb:
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> Deshalb machen die ja Platz, wenn man rechts blinkt und halten einen
> Sicherheitsabstand zu dem neuen Fahrzeug im Konvoi ein.
Wer's glaubt! Komischerweise sind diese Verhalten nur bei solchen Testfahrten aufzufinden - sonst wird zwar genauso eng aufgefahren, aber Platz-machen gibts nicht! Eher trifft man solche, die selbst auf die linke Fahrbahn ausscheren - und natürlich sich einen Sch... um die dort-befindlichen PKWs scheren! - und ihre "Kollegen" mal flott (für Schnecken) überholen! Kürzlich durfte ich auf einer 3-spurigen Autobahn 3 LKWs nebeneinander erleben - netterweise schienen die lebhaft miteinander zu reden.
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1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.16 14:00 durch gs (Golem.de). -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Don't_Care 05.04.16 - 14:01
Bouncy schrieb:
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> Als würden Autofahrer die rechte Spur nutzen, Mittelspurkriecher allenorts,
> rechts wird generell nicht gefahren wenn ein LKW am Horizont anfängt leicht
> erahnbar zu werden. DAS ist nervig.
> Außerdem bedeutet eine bessere Platzausnutzung der Spur natürlich, dass der
> verfügbare Platz ansteigt. Also was genau stört dich nun?
Zum einen sehen sich die von dir angesprochenen "Mittelspurkriecher" umso mehr im Recht, da rechts schlicht kein Platz mehr ist,
zum anderen bezog sich mein Post wirklich hauptsächlich aufs Abfahren.
Und wenn da nur ne Wand ist, durch die man sich erstmal durchquetschen muss ist das ein Problem.
Ganz lustig wird es bei den Leuten, die man ja ab und an vor sich hat und sofort weiß: Das Navi sagte gerade: "Bitte rechts". -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: cuthbert34 05.04.16 - 14:18
Don't_Care schrieb:
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> Wenn das so schnell geht wie im Video - kann ich mit leben.
> Dem ist aber sicherlich nicht so.
> Die können ja nicht ständig den Abstand ändern, nur weil grad einer
> blinkt.
> Wie oft sind man die Leute, die blinkend durch die Gegend fahren?
Ich fahr jeden Tag Autobahn und die meisten Fahrer sind doch heute so degeneriert, dass gar nicht mehr geblinkt wird. Wird eh Zeit, dass der menschliche Fahrzeugführer ganz schnell verschwindet. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Prypjat 05.04.16 - 15:31
Rechts ist immer Platz.
Zwischen den LKWs liegen meistens mehrere Hundert Meter Platz, aber anstatt der PKW Fahrer von der mitteleren Spur auf die rechte Spur fährt, bleibt er stoisch in der Mitte und zwingt jeden, der schneller als 120 fährt auf die linke Spur.
Das führt dazu, dass der Nachfolgende schnellere Verkehrsteilnehmer ausgebremst wird.
So kann kein Verkehrsfluß entstehen.
Und wenn ich sehe, was für Abenteuerliche Manöver beim abfahren der Autobahn vollzogen werden, erstaunt es mich, dass die Statistik der Verkehrstoten in Deutschland immer noch sinkt.
Wenn ich diesen Konvoi von LKWs auf der rechten Spur sehe, dann muss ich als Autofahrer doch einschätzen können, ob ich es noch schaffe diesen Konvoi zu überholen, bevor meine Ausfahrt kommt. Wenn ich es nicht schaffe, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, dann hänge ich mich an den Konvoi ran und verliere eine halbe Minute Zeit meines Lebens, aber nicht mein Leben.
Ich kann die Vollpfosten nicht verstehen, die mit 160 km/h an LKWs vorbeiziehen, um dann direkt auf die Ausfahrt zuzuschießen und das im allerletzten Moment.
Ohne das diese Wissen können, ob ein anderer Verkehrsteilnehmer sich im toten Winkel des LKWs befindet. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Abdiel 05.04.16 - 16:09
Die Lücken sind doch immer noch große genug, um zum Abfahren die Spur zu queren. Mit ein bisschen vorausschauender Fahrweise, ist das überhaupt kein Problem. Aber die notorischen Mittelspurfahrer rechtfertigen...
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Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Abdiel 05.04.16 - 16:14
Die Leute ignorieren vor allem vollkommen, dass es ein Rechtsfahrgebot gibt. Auch mit 200 km/h muss man auf der rechten Spur fahren, solange kein Überholvorgang stattfindet.
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Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: M.P. 05.04.16 - 16:15
Du meinst also den "Autopiloten" der Fahrzeuge im Glied des Platoons wird das Verhalten menschlicher LKW-Fahrer gegeben, um PKW-Fahrer zu ärgern?
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Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: M.P. 05.04.16 - 16:17
Wenn da aber eine nahtloses Platoon von 15 LKWs mit einem Abstand von vielleicht 10 Metern fährt.... 14 davon mit Autopilot...
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Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: matok 05.04.16 - 17:04
Prypjat schrieb:
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> der PKW Fahrer von der mitteleren Spur auf die rechte Spur fährt, bleibt er
> stoisch in der Mitte und zwingt jeden, der schneller als 120 fährt auf die
> linke Spur.
> Das führt dazu, dass der Nachfolgende schnellere Verkehrsteilnehmer
> ausgebremst wird.
> So kann kein Verkehrsfluß entstehen.
Für Verkehrsfluss würde vor allem sorgen, wenn man ein allgemeines Tempolimit auf 130 festlegt. Denn es bedeutet weniger Dynamik und damit mehr Fluss und weniger Stress. Naja, spätestens bei einem vollautomatisierten Verkehr wird es auch in Deutschland soweit sein. In Dingen, die die Automobilwirtschaft betreffen, sind wir nunmal etwas hinterher. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: zZz 05.04.16 - 18:54
Don't_Care schrieb:
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> Zum einen sehen sich die von dir angesprochenen "Mittelspurkriecher" umso
> mehr im Recht, da rechts schlicht kein Platz mehr ist
Einfach mal im Ausland auf einer Autobahn fahren, das ist richtig entspannend im Vergleich zu Deutschland.
Der typische deutsche Aggro-Autofahrer hat eher Angst, den schnelleren Hintermann vorbei zu lassen und dazu kurz auf die rechte Spur auszuweichen. Er weiss ja, dass der nachkommende Verkehr, ihn nicht mehr nach links lassen wird. Schön Stoßstange an Stoßstange, alle links fahrend, alle über den Vordermann schimpfend. Was freue ich mich immer, wenn ich auf französische oder österreichische Autobahnen komme, wo man deutlich sittsamer fährt. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Prypjat 06.04.16 - 07:09
Das Glaube ich eher weniger, denn bei 15 LKWs wäre es eine geschätzte Konvoilänge von ca. 2 km.
Dann wäre aber die flexibilität des Platoons nicht mehr gegeben. Die Kommunikation zwischen 15 LKWs wäre auch nicht so ohne. Da ist es Sinnvoller kleine Gruppen fahren zu lassen. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: M.P. 06.04.16 - 09:12
Maximale LKW-Gespannlänge knapp 19 Meter + ca 10 Meter Abstand => ca 30 Meter pro LKW.
Macht bei 15 LKWs 450 Meter ....
Gigaliner haben knapp 26 Meter max. Länge. Das wären dann immer noch weniger, als 600 Meter...
Edit - nach Anschauen des Symbolbildes zum Artikel:
Da sind anscheinend Sattelzüge (max 16,5 m) abgebildet.
Auf meinem Bildschirm nachgemessen etwa 23 mm Länge des Zuges und 15 mm Abstand, was etwa 10,7 m Abstand zwischen den Fahrzeugen ergibt....
Da kann man sich für das Abfahren mit einem PKW schon mit Mühe dazwischenschlängeln.
Ich denke aber, daß es dabei auf der linken Spur zu mehr Störungen kommt, weil man schon dort die Geschwindigkeit signifikant absenken muss. Mit viel Geschwindigkeitsüberschuss kann man in eine solch enge Lücke nicht hinein...
EDIT2: Nach meinem Verständnis der aktuellen Gesetzeslage würde ich das Einfahren in eine solch enge Lücke für verboten halten....
3 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.16 09:28 durch M.P.. -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Bouncy 06.04.16 - 10:32
zZz schrieb:
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> Was freue ich mich immer, wenn ich auf
> französische oder österreichische Autobahnen komme, wo man deutlich
> sittsamer fährt.
nur weil man in enge Grenzen gepresst wird, wird man dadurch nicht sittsamer. Es ist schlicht panische Angst vor knallharter Strafe. Klar, letztlich ist der Effekt derselbe, aber irgendwo will ich dann doch nicht ständig den Polizeiapparat im Nacken haben, da ärgere mich lieber mit vielen dummen, aber dafür in ihrer Entscheidung freien Mitmenschen herum... -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: Bouncy 06.04.16 - 10:45
matok schrieb:
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> Für Verkehrsfluss würde vor allem sorgen, wenn man ein allgemeines
> Tempolimit auf 130 festlegt. Denn es bedeutet weniger Dynamik und damit
> mehr Fluss und weniger Stress.
Im Gegenteil, der andauernde Stress bei diesem Zwang ist mir im Ausland immer wirklich sehr unangenehm, so zu fahren ist imho einfach belastend. Der Fluss wird erhöht, ja, aber ebenso der Stressfaktor und die Reisedauer, womit imho auch erklärt werden kann, warum nirgends auf der Welt aufgrund von Tempolimits nachweislich weniger Unfälle passieren. Unterm Strich hat man dadurch rein gar nichts gewonnen.
Den Fluß dagegen könnte man durch mehr Zwang das Rechtsfahrgebot einzuhalten erhöhen, ganz ohne die negativen Auswirkungen eines 130er Limits. Leider ist die Polizei dazu nicht fähig, die können höchstens eine Radarpistole halten, alles andere scheint sie maßlos zu überfordern... -
Re: Als wäre die rechte Spur nicht dicht genug...
Autor: M.P. 06.04.16 - 15:12
Bei mir ist es eher umgekehrt: Ich atme immer auf, wenn ich die Grenze erreicht habe.
Auf deutschen Autobahnen beobachte ich mich immer dabei, daß ich nach 1..2 Stunden "Heulen mit der Meute" selber zum Teil des Wolfsrudels werde, zu nah auffahre, drängele und nervös werde....
Am schlimmsten wird man bedrängt, wenn man fähig ist, die Zahlen auf den Geschwindigkeitsbegrenzungsschildern korrekt abzulesen, und in entsprechende Fahrgeschwindigkeit umzusetzen....
Auf der auf 100 km/h begrenzten A40 wenn sie mal frei ist einen LKW mit (GPS-)Tempo 100, also tacho 108 zu überholen ist fast lebensgefährlich....



