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Slow Clap

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  1. Slow Clap

    Autor: Whizzler 12.12.16 - 22:38

    Wow, 3 Prozent - und wundern wenn alles Neuland ist.. ich weiß, das ist ein typischer Stammtischkommentar, aber irgendwo doch wahr.

    Meine Generation hört nichts anderes als Flexibilität hier und Privatvorsorge da - und jedem in meiner "Gehaltsklasse", wohlgemerkt Elektrofachkraft, sollte klar sein, dass es später gerade mal für GruSi reichen wird. Währenddessen schöpfen die Unternehmer ihre Gewinne ab und reinvestieren den Großteil im Ausland oder in die eigenen Taschen.
    Ich weiß nicht wie seriös diese Quelle ist, aber da ich das auch auf anderen Seiten lese denke ich doch, es stimmt:

    "Nach jüngsten Zahlen der Bundesbank hatten Deutschlands Unternehmen (ohne Banken) Ende Juni liquide Mittel in Höhe von rund 465 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es gut 396 Milliarden."
    http://www.rundschau-online.de/wirtschaft/oekonomen-besorgt-firmen-investieren-in-deutschland-zu-wenig-25108262

    Als Ursache wird die Unattraktivität des deutschen Standorts, aufgrund von Lohnnebenkosten, Fachkräftemangel, erneuerbaren Energien etc. pp. genannt. Aber wie soll ich, als kleiner, frisch aus der Ausbildung geschlüpfter Elektroniker das glauben, wenn mir GruSi bevorsteht - und einem Herrn Winterkorn für 2015 knapp 28 Millionen gegeben werden?

    Ich glaube, Herr Winterkorn würde auch mit 1 Mio. auskommen - und der Rest gäbe der Belegschaft n ordentliches Weihnachtsgeld, vll sogar ne Betriebsrente (um ehrlich zu sein, ich hab kA was man bei VW so verdient und ob sowas nicht schon vorhanden ist).

    Es wird wesentlich zu wenig reinvestiert, von dem, was die Unternehmen an Gewinnen abschöpfen - und der Fachkräftemangel ist meiner Ansicht nach zu gewissen Teilen eine Folge davon - nebst qualitativ minderwertigem dualem System, wo dir die Berufsschullehrer sagen "was du hier nicht lernst, lernst du im Betrieb" und der Betrieb dir sagt "was du hier nicht lernst, lernst du in der Berufsschule".
    Am Ende sieht es so aus, dass Elektroniker für Geräte und Systeme 3 Std. Religion aber nur 2 Std. Englischunterricht haben. Lehrer, die dir 15 Seiten über Mikroprozessoren zum Lesen geben und erwarten, dass mans dann kapiert hat.

    Und zurück zum Artikel: Ich habe gelesen, dass der Großteil der Forschungsinvestitionen deutscher Unternehmen eben nicht in Deutschland, sondern im Ausland stattfindet.
    Und: Wenn die europäische Union die Mitgliedsstaaten dazu aufruft, min. 3% des BiP in Forschung und Entwicklung zu investieren (im Jahr 2000!) - und es ja durchaus wirtschaftlich, technologisch rückständigere EU-Mitgliedsstaaten gibt - sind 3% im Jahr 2016 für Deutschland ein Armutszeugnis sondergleichen!

    Der Abschweif in die Lohnkosten mag zur Kenntnis genommen werden oder nicht - derartige Themen lassen mich gerne abdriften. Die Kernaussage bleibt ohnehin. Armutszeugnis!

  2. Re: Slow Clap

    Autor: Eheran 12.12.16 - 22:46

    Ich finde ebenfalls, dass das keine Erfolgsmeldung ist. Scheinbar geht der Trend zumindest etwas nach oben, immerhin...

    >reinvestieren den Großteil im Ausland
    Tja, das wird ein Hauptproblem sein, solange es viel billigere Arbeitskräfte und Standorte gibt. Dass das aber auch die Kaufkraft hier senkt und zu Problemen führt scheint bei solchen Entscheidungen keine Rolle zu spielen.

  3. Re: Slow Clap

    Autor: DrWatson 12.12.16 - 23:03

    Whizzler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, 3 Prozent - und wundern wenn alles Neuland ist..

    Was wäre denn angemessen deiner Meinung nach?
    6 Prozent? 20 Prozent? 50 Prozent?

    Du kannst ja mal überlegen, wie hoch die Investitionsquote in Deutschland ist.
    Das meiste Geld, das in Deutschland verdient wird, wird direkt wieder verkonsumiert, nur ein kleiner Teil geht in Investitionen und davon das meiste um verschleiß zu ersetzen.

    > Ich glaube, Herr Winterkorn würde auch mit 1 Mio. auskommen - und der Rest
    > gäbe der Belegschaft n ordentliches Weihnachtsgeld

    Und die Belegschaft forscht dann mit dem Weihnachtsgeld oder wie kann man sich das vorstellen.

    > Es wird wesentlich zu wenig reinvestiert, von dem, was die Unternehmen an
    > Gewinnen abschöpfen - und der Fachkräftemangel ist meiner Ansicht nach zu
    > gewissen Teilen eine Folge davon -

    Wie viel wird denn an Gewinnen abgeschöpft und wie viel wird reinvestiert?

    > Und zurück zum Artikel: Ich habe gelesen, dass der Großteil der
    > Forschungsinvestitionen deutscher Unternehmen eben nicht in Deutschland,
    > sondern im Ausland stattfindet.

    Was mich interessieren würde: Woran könnte das denn liegen deiner Meinung nach?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.12.16 23:06 durch DrWatson.

  4. Re: Slow Clap

    Autor: Whizzler 13.12.16 - 06:39

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Whizzler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wow, 3 Prozent - und wundern wenn alles Neuland ist..
    >
    > Was wäre denn angemessen deiner Meinung nach?
    > 6 Prozent? 20 Prozent? 50 Prozent?

    Einen Vergleich mit führenden Ländern machen und dementsprechend mehr.

    >
    > Du kannst ja mal überlegen, wie hoch die Investitionsquote in Deutschland
    > ist.
    > Das meiste Geld, das in Deutschland verdient wird, wird direkt wieder
    > verkonsumiert, nur ein kleiner Teil geht in Investitionen und davon das
    > meiste um verschleiß zu ersetzen.
    >

    Das meiste Geld wird in ausländische Steueroasen verschifft oder wandert in private Taschen. Angesichts Panamaleaks etc. sehe ich mich bei dieser Aussage jetzt auch nicht in der Beweiapflicht.

    > > Ich glaube, Herr Winterkorn würde auch mit 1 Mio. auskommen - und der
    > Rest
    > > gäbe der Belegschaft n ordentliches Weihnachtsgeld
    >
    > Und die Belegschaft forscht dann mit dem Weihnachtsgeld oder wie kann man
    > sich das vorstellen.

    Winterkorn war eine der Führungskräfte, bei den anderen dürfte es ebenso viel zu holen geben.

    > > Es wird wesentlich zu wenig reinvestiert, von dem, was die Unternehmen
    > an
    > > Gewinnen abschöpfen - und der Fachkräftemangel ist meiner Ansicht nach
    > zu
    > > gewissen Teilen eine Folge davon -
    >
    > Wie viel wird denn an Gewinnen abgeschöpft und wie viel wird reinvestiert?

    Muss ich mir jetzt die Mühe machen und nachgoogeln? Es ist weithin bekannt dass die reinvestitionsquote unter 5% liegt, zumindest bei den großen.

    > > Und zurück zum Artikel: Ich habe gelesen, dass der Großteil der
    > > Forschungsinvestitionen deutscher Unternehmen eben nicht in Deutschland,
    > > sondern im Ausland stattfindet.
    >
    > Was mich interessieren würde: Woran könnte das denn liegen deiner Meinung
    > nach?

    Am völlig unrealisierbaren Konstrukt des ewigen Wachstums und der Geldgeilheit vereinzelter Personen.

  5. Re: Slow Clap

    Autor: DrWatson 13.12.16 - 07:10

    Whizzler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Whizzler schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wow, 3 Prozent - und wundern wenn alles Neuland ist..
    > >
    > > Was wäre denn angemessen deiner Meinung nach?
    > > 6 Prozent? 20 Prozent? 50 Prozent?
    >
    > Einen Vergleich mit führenden Ländern machen und dementsprechend mehr.

    Deutschland gehört mit Südkorea, Israel, Finnland, Japan und Schweden zu den führenden Ländern was Forschung angeht. Der Spitzenreiter Südkorea liegt bei 4,2% des BIP, Israel bei 4%. Finnland, Japan und Schweden liegen auch etwa bei 3%.

    > Das meiste Geld wird in ausländische Steueroasen verschifft oder wandert in
    > private Taschen. Angesichts Panamaleaks etc. sehe ich mich bei dieser
    > Aussage jetzt auch nicht in der Beweiapflicht.

    Mach dich nicht lächerlich. Der geschätzte Schaden durch Steuerbetrug in Deutschland beträgt etwas mehr als 1% des BIP und davon ist das meiste Umsatzsteuerbetrug durch Kleingewerbetreibende.

    > > Wie viel wird denn an Gewinnen abgeschöpft und wie viel wird
    > reinvestiert?
    >
    > Muss ich mir jetzt die Mühe machen und nachgoogeln? Es ist weithin bekannt
    > dass die reinvestitionsquote unter 5% liegt, zumindest bei den großen.

    "Es ist weithin bekannt" = "Hab ich mir gerade ausgedacht"


    > Am völlig unrealisierbaren Konstrukt des ewigen Wachstums und der
    > Geldgeilheit vereinzelter Personen.

    Da hat offenbar ein besonders schwerer Fall von Stammtisch zugeschlagen.

  6. Re: Slow Clap

    Autor: moppi 13.12.16 - 07:22

    du brauchst da nicht argumentiern

    jeder über 40 ist der Festen überzeugung jeder unter 30 ist faul, dumm und neutorisch überzahlt. 8,50 stunde sind eine frechheit es sollten maximal nur 1,50 sein. die wohnen eh nur bei mama.

    ich weiss das die strukturen augeweicht werden müssen. und vorallem müssen endlich mal neue technolgien aktzepiert werden. ohne wenn und aber ... weil damit würde auch die forschung extrem nach vorne kommen. aber wenn wir nur zaudern und "früher war alles besser" weiter skandiern und die jungen weiterhin abdrängen. da ältere ihre vorteile weiter ausbauen auf kosten der jungen. es kann nur nach hinten los gehen.

    wenn ich gerade an diskusion voin den E-Perso denke, liest sich das gerade wie ein stammtisch mit 70 jährigen die endlich die gute alte zeit wieder haben wollen und der perso ist eh kacke... ein stein mit keilschrift reicht ja auch :\ (also im übertrieben sinne)

    also es wird noch 10 jahre gut gehen, aber dann denke ich wird es in deutschland eher berg abgehen. vorallem da nun alle die ihr wissen weiter geben könnten in rente sind. aber in ihrer welt abhängen ohne kontakt zu den jungen

    hier könnte ein bild sein

  7. Re: Slow Clap

    Autor: BangerzZ 13.12.16 - 08:06

    Na von höheren Forschungsausgaben hättest du in deiner "Gehaltsklasse, wohlgemerkt Elektrofachkraft" direkt eh nichts.

  8. Re: Slow Clap

    Autor: Cerdo 13.12.16 - 08:08

    moppi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also es wird noch 10 jahre gut gehen, aber dann denke ich wird es in
    > deutschland eher berg abgehen. vorallem da nun alle die ihr wissen weiter
    > geben könnten in rente sind. aber in ihrer welt abhängen ohne kontakt zu
    > den jungen
    Wer wirklich was kann, kann es auch "den jungen" beibringen. Die anderen reden meist nur, wie unfähig die jungen doch sind, obwohl sie selbst nicht viel mehr können (wenn überhaupt - Dunning-Kruger-Effekt).

    Zum Thema: die 3% mögen ein wichtiger Meilenstein sein, aber noch lange kein Grund sich auszuruhen. Die Hochschulen sind immernoch hoffnungslos unterfinanziert. An manchen Fakultäten haben sich die Studierendenzahlen etwa verdoppelt, ohne dass für sie Platz wäre.

  9. Re: Slow Clap

    Autor: Niaxa 13.12.16 - 11:30

    Mach dich nicht lächerlich schreit da Bub in den Raum und nennt dann mal schnell ne 1% Marke ^^.

    Nur so nebenbei mal... Man kann das gar nicht beziffern. Wenn man genau wüsste wie viele Steuern hinterzogen wurden, dann wüsste man ja auch von wem. Dann wiederum würden diese Steuern auch nicht hinterzogen.

    Dennoch gehen die Schätzungen der meisten Experten (selbsternannt oder nicht) bei 50 - 100 Miliarden los. Bei round about 550 Miliarden +-50, sind das dann doch etwas mehr als deine 1%. Schlimmsten Falls sind es dann doch eher 10% und mehr.

    Das Kleingewerbetreibende so viel mehr steuern als die Reichen hinterziehen, halte ich für ein Gerücht. Ein Uli H. steckt mal schnell 50-100 Kleingewerbetreibende locker in die Tasche was das angeht und der ist bei weitem noch nicht der schlimmste.

    Den Rest kann man ja vernachlässigen was du schreibst. Das erscheint mir schlüssig. Aber von Steuerbetrug hast du so viel Ahnung wie ich. Gar keine!

  10. Re: Slow Clap

    Autor: DrWatson 13.12.16 - 12:58

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mach dich nicht lächerlich schreit da Bub in den Raum und nennt dann mal
    > schnell ne 1% Marke ^^.

    Gut viellecht hätte ich 1% bis 3% schreiben sollen.


    > Nur so nebenbei mal... Man kann das gar nicht beziffern. Wenn man genau
    > wüsste wie viele Steuern hinterzogen wurden, dann wüsste man ja auch von
    > wem. Dann wiederum würden diese Steuern auch nicht hinterzogen.

    Man kann zumindest mal kritisch darüber nachdenken ob Aussagen wie "Das meiste Geld wird in ausländische Steueroasen verschifft" realistisch sind. Nichts anderes war gemeint mit "mach dich nicht lächerlich"

    > Dennoch gehen die Schätzungen der meisten Experten (selbsternannt oder
    > nicht) bei 50 - 100 Miliarden los.

    Klar, nach oben ist die Skala offen, aber die Hans-Böckler-Stiftung (100 Mrd) ist schon eine der pessimistischsten die ich gfunden habe.

    > Bei round about 550 Miliarden

    Woher kommt die Zahl?

    > Das Kleingewerbetreibende so viel mehr steuern als die Reichen
    > hinterziehen, halte ich für ein Gerücht. Ein Uli H. steckt mal schnell
    > 50-100 Kleingewerbetreibende locker in die Tasche was das angeht und der
    > ist bei weitem noch nicht der schlimmste.

    1) Schon mal darüber nachgedacht, was die alltäglichste Form der Steuerhinterziehung ist?
    2) Wie viele Einkommensmillionäre (Uli Hoeneß) und wie viele Kleingewerbe gibt es in Deutschland?

    > Den Rest kann man ja vernachlässigen was du schreibst. Das erscheint mir
    > schlüssig. Aber von Steuerbetrug hast du so viel Ahnung wie ich. Gar keine!

    Im vergleich zu "Whizzler"?

  11. Re: Slow Clap

    Autor: Niaxa 13.12.16 - 13:54

    Beim Rest habe ich ja geschrieben, das es schlüssig ist. Und die 550 Milliarden habe ich mal als Schnitt genommen. Steuereinnahmen DE der letzten Jahre und dann halt irgendwas dazwischen gewählt.

    Natürlich gibt es mehr Kleinunternehmen. Diese können aber auch keine zig Millionen hinterziehen, welche die gar nicht einnehmen. Noch dazu bescheißen hier sicher keine 100%. Wenn Unternehmen wie VW (weis mans?) hier bescheißen, reichen eine Hand voll solcher Unternehmen aus um alle kleinen zu überrunden.

    Aber wie gesagt, wir schätzen uns hier um Kopf und Kragen ;-). Und auch Whizzler hat hier wenig Kompetenz ^^.

  12. Re: Slow Clap

    Autor: Whizzler 13.12.16 - 17:42

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann zumindest mal kritisch darüber nachdenken ob Aussagen wie "Das
    > meiste Geld wird in ausländische Steueroasen verschifft" realistisch sind.
    > Nichts anderes war gemeint mit "mach dich nicht lächerlich"

    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61781/vermoegensverteilung

    Dann erklärs mir doch, warum die Vermögensverteilung immer ungerechter wird. Und es macht ja wohl durchaus einen Unterschied, ob ein kleines Mittelstandsunternehmen oder Kleingewerbe ein paar tausend, oder ein Uli Hoeneß oder sonst einer von diesen Kapitalmonarchen mal ein paar Mille hinterzieht.

    Und ja, ich hab keine sonderliche BWL-Kompetenz - aber auch ich bin fähig Statistiken auszuwerten - und nach denen werden die Armen ärmer, die Reichen reicher - ist doch wohl n kausaler Zusammenhang.
    Ich kann nicht argumentieren, der Wirtschaftsstandort Deutschland sei wegen Lohnnebenkosten unattraktiv - aber gleichzeitig irgendeinem Vollhorst Millionen in den Rachen stopfen.


    BangerzZ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na von höheren Forschungsausgaben hättest du in deiner "Gehaltsklasse,
    > wohlgemerkt Elektrofachkraft" direkt eh nichts.

    Nein, direkt sicher nicht. Aber angenommen wir hätten durch Forschung und anderweitig entsprechende Reinvestierung der Unternehmen in den Standort Deutschland ein Monopol, wie der Asienraum auf die Chipherstellung...muss ich es weiter spinnen oder reicht der Gedankenansatz?

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mach dich nicht lächerlich. Der geschätzte Schaden durch Steuerbetrug in
    > Deutschland beträgt etwas mehr als 1% des BIP und davon ist das meiste
    > Umsatzsteuerbetrug durch Kleingewerbetreibende.

    Steuerbetrug ist ein Straftatbestand. Ich zielte eigtl eben nicht darauf ab, sondern auf die Steuerschlupflöcher, wie z.B. versteuern des Gewinns in Liechtenstein oder Luxemburg. Ich weiß nicht, wie man anhand meines Beispiels von z.B. Winterkorn, der diese Pension ja legal bekommen hat, auf Steuerhinterziehung kommt.

    Statt meine Argumentation in den Boden stampfen zu wollen und die Kernaussage, wenn sie auch anscheinend trotz Hinweises nicht Hauptbestandteil meines Beitrags war, hätte ich mir mehr Diskussion erwünscht, statt ein von oben herab wie das von Dr. Watson.

    Warum z.B. die Aussage über ewigen Wachstum, obwohl dieser im Grundgesetz verankert ist ( (Art. 109 Abs. 2 GG), ein
    > " Da hat offenbar ein besonders schwerer Fall von Stammtisch zugeschlagen."
    hervorruft, ist mir schleierhaft. Ich kenne nicht wirklich viele Stammtischparolen in denen das GG halbwegs zitiert wird.
    Und die Zahlen über Löhne und Pensionen der Großkopferten haben wir Schwarz auf Weiß.

    Natürlich ist das alles am Thema vorbei - aber irgendwo auch nicht - schließlich hängt das alles zusammen (bin ich jetzt wieder in Beweispflicht, kausale Zusammenhänge, Monopolistische Firmen entwickeln weniger Neuheiten etc?)

    Ich bleibe bei meiner Meinung, dass nicht genug geforscht wird und 3%, vor allem in Anbetracht der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben, Überbevölkerung, Konkurrenz durch höhere staatl. Subventionierung (China) und weiss der Geier, einfach zu wenig sind.

    Guten Abend!

  13. Re: Slow Clap

    Autor: DrWatson 13.12.16 - 19:19

    Whizzler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann zumindest mal kritisch darüber nachdenken ob Aussagen wie "Das
    > > meiste Geld wird in ausländische Steueroasen verschifft" realistisch
    > sind.
    > > Nichts anderes war gemeint mit "mach dich nicht lächerlich"
    >
    > www.bpb.de
    >

    Warum hören die Vermögensvergleiche immer im Jahr 2007 auf?

    Um mal ein paar aktuellere Daten in den Raum zu werfen: [www.bpb.de]

    > Dann erklärs mir doch, warum die Vermögensverteilung immer ungerechter
    > wird.

    Dann erklärs mir doch, warum die Vermögensverteilung immer weniger ungleich wird. (Siehe aktuelle Daten)

    > BangerzZ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Na von höheren Forschungsausgaben hättest du in deiner "Gehaltsklasse,
    > > wohlgemerkt Elektrofachkraft" direkt eh nichts.
    >
    > Nein, direkt sicher nicht. Aber angenommen wir hätten durch Forschung und
    > anderweitig entsprechende Reinvestierung der Unternehmen in den Standort
    > Deutschland ein Monopol, wie der Asienraum auf die Chipherstellung...muss
    > ich es weiter spinnen oder reicht der Gedankenansatz?

    Die Chipindustrie in Korea und Taiwan ist durch einseitige Förderung so groß geworden. In Deutschland haben wir dafür die Autoindustrie, die einseitig gefördert wird.


    > Steuerbetrug ist ein Straftatbestand. Ich zielte eigtl eben nicht darauf
    > ab, sondern auf die Steuerschlupflöcher, wie z.B. versteuern des Gewinns in
    > Liechtenstein oder Luxemburg. Ich weiß nicht, wie man anhand meines
    > Beispiels von z.B. Winterkorn, der diese Pension ja legal bekommen hat, auf
    > Steuerhinterziehung kommt.

    Der Panama-Leaks-Satz hat das so aussehen lassen.

    > Warum z.B. die Aussage über ewigen Wachstum, obwohl dieser im Grundgesetz
    > verankert ist ( (Art. 109 Abs. 2 GG), ein

    Ok, aber dann wundert es mich schon, wieso du Forschung forderst und dann sagst, dass ewiges Wachstum nicht möglich ist. Forschung führt ja nur wieder zu Wachstum.

    >
    > Natürlich ist das alles am Thema vorbei - aber irgendwo auch nicht -
    > schließlich hängt das alles zusammen (bin ich jetzt wieder in
    > Beweispflicht, kausale Zusammenhänge, Monopolistische Firmen entwickeln
    > weniger Neuheiten etc?)
    >
    > Ich bleibe bei meiner Meinung, dass nicht genug geforscht wird und 3%, vor
    > allem in Anbetracht der globalen Herausforderungen wie Klimawandel,
    > Artensterben, Überbevölkerung, Konkurrenz durch höhere staatl.
    > Subventionierung (China) und weiss der Geier, einfach zu wenig sind.
    >
    > Guten Abend!

    Wie gesagt: Deutschland steht schon sehr weit oben in der Liste was Forschung angeht und wir wären sicher noch weiter oben, wenn man nicht Bereiche wir Nuklear- oder Genforschung von vornherein ausschließen würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.12.16 19:20 durch DrWatson.

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