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"Alternative Mobilität auf dem Land"

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  1. "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Extrawurst 05.05.22 - 10:40

    Wird nur funktionieren, wenn die Wege generell kürzer werden - man also nicht für jeden Kuhmist wie Arztbesuch oder Lebensmittelkauf mehrere Kilometer durchs Nirwana muss. Dann könnte man nämlich (wie in den Jahrtausenden zuvor auch) alles laufen. Und das ohne massiven Zeitverlust, denn die Lebenszeit rechnen viele ÖPNV-Befürworter selten in den Vergleich mit ein.

    Aber die Wege lassen sich nur verkürzen, wenn Gewerbe, Industrie und allgemeine Daseinsfürsorge (wieder) aufs Land kommt.

    Solange das nicht der Fall ist, bleibt ein privater PKW alternativlos.
    Wer was anderes sagt, lügt sich selbst in die Tasche - oder ist einfach ein Städter.

  2. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Netzweltler 05.05.22 - 10:43

    ++

  3. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 10:55

    > Solange das nicht der Fall ist, bleibt ein privater PKW alternativlos.
    > Wer was anderes sagt, lügt sich selbst in die Tasche - oder ist einfach ein Städter.

    Oder wohnt in Gronau und fährt G-Mobil
    Oder hat sich ein E-Lastenrad mit Velomobil zugelegt



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.22 10:56 durch Keep The Focus.

  4. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: xSureface 05.05.22 - 11:00

    Du vergisst, dass dafür auch die Bevölkerungsdichte auf dem Land steigen müsste. Ein Arzt der sich ins Dorf setzt und 400 Patienten betreut, die nur 2-3 mal im Jahr hingehen, rentiert sich schlicht nicht. Wenn du fürs Land 20 mal so viele Ärzte brauchst pro Person, dann lohnt sich das nicht.

  5. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 11:36

    Früher gabs 2/3 Dörfer weiter mindestens einen Arzt, einen Bäcker, Metzger, Tante Emma Laden.
    Mehrmals pro Woche fuhr u.a. der Bäcker die Dörfer ab und haben ihre Waren verteilt.
    Meine Oma hatte nichtmal einen Führerschein.

    Heute fährt hier "jeder" alleine 3 mal so weit in die nächste Stadt zum Lidl.
    Ach, und der noch nicht ausgestorbene 3km entfernte Bäcker wird heute auch mit dem Auto angefahren.

  6. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Tom29 05.05.22 - 11:55

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird nur funktionieren, wenn die Wege generell kürzer werden - man also
    > nicht für jeden Kuhmist wie Arztbesuch oder Lebensmittelkauf mehrere
    > Kilometer durchs Nirwana muss. Dann könnte man nämlich (wie in den
    > Jahrtausenden zuvor auch) alles laufen. Und das ohne massiven Zeitverlust,
    > denn die Lebenszeit rechnen viele ÖPNV-Befürworter selten in den Vergleich
    > mit ein.
    >
    > Aber die Wege lassen sich nur verkürzen, wenn Gewerbe, Industrie und
    > allgemeine Daseinsfürsorge (wieder) aufs Land kommt.
    >
    > Solange das nicht der Fall ist, bleibt ein privater PKW alternativlos.
    > Wer was anderes sagt, lügt sich selbst in die Tasche - oder ist einfach ein
    > Städter.

    Du ignorierst bei dieser Aussage wohl gekonnt die Tatsache, dass unsere Vorfahren, meine Großeltern zum Beispiel, gerne einfach 10km mit dem Fahrrad in die Schule gefahren sind und bei weitem nicht alles so nah war wie du es darstellt.

    Heute empfinden die meisten Menschen 3km einfach mit dem Fahrrad schon fast als Zumutung.

  7. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Tia Lapis 05.05.22 - 12:18

    Ist es. Selbst 50cm sind bei vielen Wetterlagen eine Zumutung

  8. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: nightmar17 05.05.22 - 13:10

    ++
    Korrekt.
    Ich lebe auf dem Land und ohne Auto geht hier nix. Außer du arbeitest im Umkreis von 10km, dann schafft man das auch mit dem Rad.
    Busse fahren hier nur für Schüler und nicht in jede Richtung.
    Ich fahre ca. 30km (Arbeit hin und zurück).
    Bus gibt es nicht. Mit dem Rad ist mir das in den meisten Tagen doch zu weit. Außerdem gibt es hier nicht überall Radwege und mit dem Rad auf der Hauptstraße, wo die Autos 100kmh fahren, da habe ich auch keinen Nerv zu.

    Der nächste Supermarkt ist 5km entfernt, das würde ich eventuell mit dem Lastenfahrrad schaffen, müsste aber zwei mal zum einkaufen los, weil ein Wocheneinkauf da nicht rein passt.

  9. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: lestard 05.05.22 - 13:30

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange das nicht der Fall ist, bleibt ein privater PKW alternativlos.
    > Wer was anderes sagt, lügt sich selbst in die Tasche - oder ist einfach ein
    > Städter.

    Damit machst du es dir auch zu einfach. Es wird sicherlich immer Leute geben, die "unbedingt" ein eigenes Auto brauchen aber für viele andere gäbe es sehr wohl auch Alternativen.
    Es gab ja auch schon Zeiten, wo nicht jeder ein eigenes Auto hatte.
    Als meine Eltern noch jünger waren, fuhr ein Bus vom Betrieb durch die Dörfer und hat die Leute früh eingesammelt und Abends wieder zurückgefahren.
    Auch heute gibts ja Gegenden, wo jeder zweite bei "dem einen großen" Arbeitgeber angestellt ist.
    Und im Gegensatz zu früher könnte man heute mit Digitalisierung das auch optimieren. Da könnten mehrere Betriebe sich die Busse teilen und die Routen könnten intelligent geplant werden, je nach Bedarf. Da wäre viel Optimierungspotential.
    Oder beim Einkauf: Bei meinen Eltern auf dem Dorf kommen 2x die Woche Verkaufsautos vom Bäcker und Fleischer und einmal die Woche auch ein "Gemischtwarenladen". Und auch hier ließe sich viel Optimieren: Du klickst dir deinen Wocheneinkauf online zusammen und an 2 Tagen die Woche kannst du den am Dorfzentrum abholen. Win-Win: Du musst nicht selber fahren und statt 20 Autos fährt nur noch 1 Klein-Laster.
    Auch Ärzte sind kein prinzipielles Problem. Ich kenne es so, dass ein Arzt über die Dörfer tingelt und jeweils an einem Wochentag in einem Dorf Sprechstunden anbietet. Wenn du bloß dein Rezept brauchst und es jetzt nicht super dringend ist, gehst du halt an diesem Tag zum Arzt.
    Klar: Spezial-Ärzte fahren nicht aufs Dorf. Ist aber auch nicht notwendig weil diese ja auch viel seltener aufgesucht werden müssen.
    Auch Urlaub ist ein lösbares Problem. Wenn es ein erstklassiges Bahnangebot gäbe, würde ein Taxi genügen um die Leute zum Bahnhof zu bringen und von dort gehts in die Welt. Klar: ist eine andere Art von Urlaub aber keine schlechte (sofern eben die Infrastruktur stimmt).
    Und für alle anderen Fälle, die es natürlich gibt, wo man individuell ein Auto benötigt, kann man einen ausreichend großen Bestand an Car-Sharing-Autos bereit halten. Auch hier kann Digitalisierung helfen: Je zeitiger du planst, desto günstiger ist das Auto. Wenn du ganz plötzlich und ungeplant eins brauchst, gibts auch eins aber dann eben etwas teurer. Und so kannst du die Kapazitäten relativ gut planen.
    Ließe sich alles einrichten, braucht aber 1) die Bereitschaft der Leute, da auch mitzumachen und manche Dinge eben mal anders zu machen, als man das immer schon gemacht hat und 2) eine fähige Politik, die die Rahmenbedingungen vernünftigt stellt.
    Wie realistisch beides ist, kann ja jeder für sich entscheiden, aber aus meiner Sicht gibt es zumindest keine prinzipiellen Gründe dagegen.

  10. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: BlindSeer 05.05.22 - 13:40

    Du hast grundsätzlich recht und zeigst tolle Modelle auf (bis auf den Arzt, wenn es akut ist oder das Taxi. Das würde hier wahrscheinlich um die 50¤ Kosten zum Bahnhof), aber eben auch alles im Konjunktiv "Wenn es so wäre" und antwortest damit auf ein "Solange das so ist". Letzterer Punkt wäre ja nicht mehr so, wenn es so wäre wie du es nennst. ;)
    UND auch du unterwirfst das Leben der Arbeit und akuter Planung, willst Leben und Spontanität daraus tilgen. DA wirst du auf Widerstand stoßen. Die Bahn ist derzeit so schlecht eben WEIL sie sauteuer ist, sobald man spontan sein will (und derzeit arg unzuverlässig).

  11. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Tia Lapis 05.05.22 - 18:58

    Praktisch niemand will Sharing Economy - weil das immer nur zu versifften Fahrzeugen etc führt. Genau deshalb wollen Leute ihr eigenes Fahrzeug. Und genau deshalb sind Züge und Busse auch so unbeliebt - dreckig stinken unbequem und voller Idioten mit denen man nichts zu tun haben will.

  12. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 19:03

    lösbares Problem, weil hier nicht stinkt oder dreckig ist

  13. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Tia Lapis 05.05.22 - 19:21

    Wie willst du das lösen und das unbequem und die anderen Menschen lösen?

  14. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 19:39

    ich würde einfach mal beim Verkehrsunternehmen nachfragen wie die das lösen

  15. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Tia Lapis 05.05.22 - 20:04

    Und wie soll das antworten wenn es eben genau diese Probleme nicht löst? DU hast in den Raum gestellt das sich das lösen lässt...

  16. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 20:07

    > Und wie soll das antworten wenn es eben genau diese Probleme nicht löst?

    "es"?
    Ich gehe mal davon aus, dass Verkehrsbetriebe wissen was sie machen. Daher werden sie dir die Lösung der Probleme sicher erklären können.

  17. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Tia Lapis 05.05.22 - 20:37

    Keep The Focus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und wie soll das antworten wenn es eben genau diese Probleme nicht löst?
    >
    > "es"?
    > Ich gehe mal davon aus, dass Verkehrsbetriebe wissen was sie machen. Daher
    > werden sie dir die Lösung der Probleme sicher erklären können.

    Die Verkehrsbetriebe lösen diese Probleme aber NICHT. Also wieso sollten sie eine Lösung wissen? Du drückst dich einfach vor einer Antwort...

  18. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: lestard 05.05.22 - 22:20

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > UND auch du unterwirfst das Leben der Arbeit und akuter Planung, willst
    > Leben und Spontanität daraus tilgen.
    Also von "wollen" kann keine Rede sein. Wenn ich es mir wünschen könnte, würden alle Leute 5 eigene Autos fahren und alles ist prima. Aber die Welt hat halt Grenzen und ist kein Wunschkonzert. Die Welt besteht aus Kompromissen und ich mache mir Gedanken, wie diese aussehen könnten.

  19. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: lestard 05.05.22 - 22:23

    Gerade das würde ich auf dem Land als geringes Problem sehen. Wenn Jeder Jeden kennt und weiß, wer vorher das Auto gefahren ist und wer für die Sauerei verantwortlich ist...

  20. Re: "Alternative Mobilität auf dem Land"

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 23:47

    natürlich lösen sie es, weil ich bei mir einen nicht stinkenden und nicht dreckigen habe

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