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Fangen wir mal bei der Industrie an

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  1. Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: lala1 05.05.22 - 08:21

    Solange sich bei der Industrie nichts ändert und alles auf Greenwashing hinaus läuft wird nix. Solange Profit überall auf der obersten Stufe des zu Erreichenden steht wird nix.
    Am Ende ist es so, dass die meisten Klimagase deswegen entstehen weil Profite maximiert werden sollen oder "Wachstum" produziert werden soll ... auf die eine oder andere Art.

    Aber Hauptsache wir jubeln den Leuten Elektroautos unter und hoffen dass damit alles geklärt ist.
    Da kann man auch weiterhin Benziner fahren ... wenn man nur ein Glühbirnchen im großen Spiel ist, dann sollte man sich mal um die Flutlichter zuerst kümmern. Naja habe da keine Hoffnung - die Menschheit hats noch nie geschafft sich mal um ihre Probleme tatsächlich zufriedenstellend zu kümmern.

  2. +1

    Autor: tomate.salat.inc 05.05.22 - 08:26

    Das traurige daran ist ja, dass viele dieses Greenwashing mit Ihren E-Autos noch aktiv fördern. Denn plötzlich hast du CO2-Emissions-Zertifikate die man an die Firmen verkaufen kann.

    Hier geht es nicht um Umweltschutz - gings noch nie. Das hier ist Lobbyismus in Perfektion.

  3. Re: +1

    Autor: pete.kl 05.05.22 - 09:05

    E-Autos sind kein Greenwashing. Der neusten wissenschaftliche Stand besagt, dass ein E-Auto bei gleichbleibender Nutzungsweise deutliche Umweltvorteile bringt.

    Natürlich ist "keine Mobilität" noch umweltfreundlicher, aber "keine Mobilität" taugt einfach nicht als gesellschaftliches Gesamtkonzept. Wer das versucht durchzuboxen, wird am Ende weniger erreichen, weil es in der Gesellschaft nicht akzeptiert wird. Wir sehen es ja an den "ich-klebe-mich-an-die-Strasse-Dullies", die keinerlei ökologisches Ziel erreichen und nur Hass auf die Ökologische Bewegung schüren.

  4. Re: +1

    Autor: xSureface 05.05.22 - 09:22

    Genau. E-Autos sind Lobbyismus. Deswegen waren die Deutschen ja auch so bestrebt, E-Autos so schnell wie möglich aufn Markt zu bekommen. Die Autolobby wurde gezwungen E-Autos zu bauen. Nicht anders rum.

  5. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: EWCH 05.05.22 - 09:55

    > Am Ende ist es so, dass die meisten Klimagase deswegen entstehen weil
    > Profite maximiert werden sollen oder "Wachstum" produziert werden soll ...
    > auf die eine oder andere Art.

    Das Gegenteil ist richtig.:Hoher Resourcenverbrauch bedeutet immer auch hohe Kosten.
    Profite werden gesteigert wenn effizienter produziert wird. Das war die treibende Kraft hinter
    den immensen Effizienzgewinnen von der Dampfmaschine bis zum G&D Kraftwerk heutzutage.

  6. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: Azzuro 05.05.22 - 10:35

    An sich ist "die Industrie" die größte CO2 Quelle und das Abschieben der Verantwortung auf den einzelnen Verbraucher (tatsächlich gehen "Dein persönlicher CO2-Fußabdruck"-Kampagnen gerade von der Industrie aus) problematisch.

    Dennoch sind wir ja nicht bei Captain Planet, wo irgendwelche bösen Menschen einfach so aus Spaß die Umwelt verschmutzen. Stattdessen produziert die Industrie Güter, welche wir Menschen konsumieren. Und der einzige Grund, warum die Industrie überhaupt etwas produziert (und dabei CO2 ausstößt) ist, weil jemand dieses produzierte Teil kauft. Ja, der Hersteller ist dafür verantwortlich wieviel CO2 bei der Herstellung eines Smartphones in die Luft geblasen wird. Aber der Austoß wäre Null wenn das gar nicht produziert werden würde. Und stattdessen der einzelne sagt: Mein iPhone ist noch gut, ich brauche nicht nach zwei Jahren ein neues.

    Jeder einzelne kann also dafür sorgen, dass die Industrie weniger CO2 ausstößt - nämlich indem Sie einfach weniger produziert. Das Problem ist leider unser Wirtschaftssystem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.22 10:37 durch Azzuro.

  7. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: Katsuragi 05.05.22 - 10:44

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange Profit überall auf der obersten Stufe des zu
    > Erreichenden steht wird nix.

    Das ist gar nicht verkehrt, denn Profit ist der Treiber von Unternehmen und es funktioniert gut. ABER: es wäre geradezu dumm für Unternehmen, ihren Profit absichtlich für andere Ziele zu opfern, z.B. Umweltschutz, Mitarbeiter-Löhne, Arbeitssicherheit...

    Deswegen müssen die Politik und Exekutive Rahmenregeln vorgeben, innerhalb derer der Profit maximiert werden darf. Sklavenarbeit ist ja auch verboten, sonst würde es jeder machen. Und an solchen Vorgaben hakt es leider, denn schwarze Köfferchen für Politiker sind billiger als neue Umweltschutzbedingungen (da ist sie wieder, die Profitmaximierung).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.22 10:45 durch Katsuragi.

  8. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: BlindSeer 05.05.22 - 10:46

    Bei der Systemkritik bin ich bei dir. Aber die Industrie hat den Blick auf absolutes Shareholder Value gesetzt (eine Perversion des eigentlich guten Gedankens der Beteiligung). Wenn du also die Marge steigern kannst, indem du mehr CO2 ausstößt (bzw. eben auf eine Technik setzt die dazu führt, um es korrekt zu sagen), dann wird es so gemacht werden.
    Auch die Doktrin des ewigen Wachstums funktioniert nicht. Das einzige was versucht ewig zu wachsen ist Krebs.

  9. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: BlindSeer 05.05.22 - 10:49

    Das stimmt so nicht ganz. "Autos kaufen keine Autos" wurde nicht von den Gewerkschaften geprägt, sondern kam von Henry Ford. Dieser sah ein, dass damit Leute Autos kaufen können, diese auch entsprechend verdienen müssen. Nur ist dieser Fokus weg gerückt auf "Was sollen denn die Shareholder sagen?". Es gab wirklich mal einen Seitenblick auf soziale Verantwortung und Auswirkungen seitens der Industrie.

  10. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: Netzweltler 05.05.22 - 10:52

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Am Ende ist es so, dass die meisten Klimagase deswegen entstehen weil
    > > Profite maximiert werden sollen oder "Wachstum" produziert werden soll
    > ...
    > > auf die eine oder andere Art.
    >
    > Das Gegenteil ist richtig.:Hoher Resourcenverbrauch bedeutet immer auch
    > hohe Kosten.
    > Profite werden gesteigert wenn effizienter produziert wird. Das war die
    > treibende Kraft hinter
    > den immensen Effizienzgewinnen von der Dampfmaschine bis zum G&D Kraftwerk
    > heutzutage.
    Schon mal was vom Rebound-Effekt gehört? Einsparungen an einer Stelle werden durch mehr Verbrauch an anderer Stelle (über-)kompensiert.
    Bestes Beispiel Auto: Der Verbrauch der einzelnen Autos wurde gesenkt, aber durch den Verkauf von mehr Autos ist der Gesamtverbauch - und damit die Gesamtemissionen - gestiegen.

  11. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: lala1 05.05.22 - 11:05

    Ähm ob "profitgierig" gleich "böse" ist ist Interpretationssache aber man kann sich an allen 5 Fingern abzählen, dass ewiges Wachstum auf irgendjemandes Kosten geht.
    Du trittst auch als Adovcatus Diaboli auf indem du die Industrie aus der Verantwortung nimmst.
    Dieses unterschwellige "du musst das ja nicht kaufen" ist Unsinn und hat nie funktioniert denn es werden oft Dinge hergestellt die niemand braucht und diese werden dann über Werbung angepriesen um ein Bedürfnis zu wecken.
    Das ist ein Henne-Ei Problem. Zum Beispiel braucht eigentlich keiner der in der Stadt lebt einen SUV ... aber die Dinger werden gebaut und angepriesen. Die Leute sehen viele Vorteile um den Kauf dieser Autos vor sich selbst zu rechtfertigen.
    Vor 40 Jahren hat fast keiner einen SUV in der Stadt und alle kamen auch um die Runde.

    Natürlich kann ich dafür sorgen, dass wenig CO² ausgestoßen wird aber mal ehrlich ... eine Kerze gegen ein Stadion Flutlicht ... da pfeiffe ich doch auf mein CO² und zeige lieber auf die richtigen Probleme.

  12. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 11:41

    > Fangen wir mal bei der Industrie an

    Nein, fangen wir überall an, weil überall etwas passieren muss

  13. Re: +1

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 11:49

    > Natürlich ist "keine Mobilität" noch umweltfreundlicher, aber "keine Mobilität" taugt einfach nicht als gesellschaftliches Gesamtkonzept

    Du als jemand, der das fehlende eigene Auto als "keine Mobilität" hinstellt, bist ein Riesenproblem.

    Es gibt nämlich zahlreiche Alternativen, u.a. (E-)Fahrrad, (E-)Velomobil, ÖPNV (ja auch auf dem Land, siehe G-Mobil), Microcars, Carsharing, Fußgehen.

    All die Möglichkeiten ignorierst du. Automobilindustrie, Ignoranz, Unwissenheit. Ich weiß es nicht.

    Trotzdem wird mit dem SUV zum 0,5-3km entfernten Bäcker oder Arbeitsstelle gefahren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.22 11:54 durch Keep The Focus.

  14. Re: +1

    Autor: snboris 05.05.22 - 12:13

    Keep The Focus schrieb:

    > Trotzdem wird mit dem SUV zum 0,5-3km entfernten Bäcker oder Arbeitsstelle
    > gefahren.

    Hast Du da Zahlen, wie viele das machen?
    Oder ist das das übliche Grünenstammtischgewäsch?

  15. Re: +1

    Autor: xSureface 05.05.22 - 12:16

    SUVs sind inzwischen so groß, dass er die ganzen Kleinwagen nicht mehr sehen kann. Nicht jeder fährt nen SUV. ich sehe auf der Autobahn und Landstraße immer wieder sehr viele Kleinwagen. Ich nehme auch mal an, dass sich der Bestand an SUVs eher an die 30-40% Orientiert, Rest sind Kleinwagen und Limousinen.
    Wenn ich vor die Wohnung auf die 13 Parkplätze schaue, sehe ich sogar nur einen SUV da stehen.

  16. Re: +1

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 12:23

    ne, aber unsere Gemeinde kannst der Liste hinzufügen

  17. Re: +1

    Autor: snboris 05.05.22 - 12:27

    Die Frage ist: was ist denn überhaupt ein SUV?
    Ist ein Toyota Aygo X auch schon einer?
    Mercedes GLA?
    Fiat 500X
    oder geht das erst beim BMW X5 los?

    Es gibt einfach keine genaue Definition.
    Und jeder meckert über jeden, der ein grösseres Auto fährt als er selbst.

    Am besten, wir fahren alle nur noch Trabant.
    Einheitsauto.
    Dann gibt es keine Neiddebatten mehr.

    Obwohl: http://www.kindzierski.eu/trabant_fantasien.html

  18. Re: +1

    Autor: Keep The Focus 05.05.22 - 12:40

    dass ihr euch jetzt mit einzelnen SUV Modellen korinthenkackt und mit Kampfbegriffen wie "Neiddebatte" um euch werft sagt doch alles

  19. Re: Fangen wir mal bei der Industrie an

    Autor: BlindSeer 05.05.22 - 12:49

    Keep the Focus und dann fordern den Fokus zu verlieren. ;) Eigentlich ist jede wirtschaftliche Betrachtung bei den 80% anzufangen, da die 20% in der Regel viel Kosten bei weniger Nutzen haben. NUn haben wir 1% der Weltbevölkerung die 50% des CO2 in die Luft pusten, so in etwa so viel wie die unteren 2/3. Bei wem fängt man effektiver an? Den 2/3 oder dem 1%?

  20. Re: +1

    Autor: Ach 05.05.22 - 12:51

    Keep The Focus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass ihr euch jetzt mit einzelnen SUV Modellen korinthenkackt und mit
    > Kampfbegriffen wie "Neiddebatte" um euch werft sagt doch alles

    Das man in einem Wald von Vorwürfen selbst nach mehrfachem durchwühlen deiner Ausführungen keinen einzigen konstruktiven Beitrag endtdeckt, sagt noch viel mehr.

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