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  5. › Fußgängerschutz: Elektroautos sollen…

Überregulierung

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  1. Überregulierung

    Autor: Michael_HA 16.11.16 - 08:36

    Es gibt meines Wissens nach weltweit keinen Fall, bei dem ein Fußgänger, unschuldig oder nicht, ernsthaft von einem Elektrofahrzeug verletzt wurde, dass sich an die StVO gehalten hat.

    Elektroautos sind nicht geräuschlos! Langsam fahrend bei 10-20km/h unterscheidet es sich kaum von einem Audi A8 oder gut gedämmten Neuwagen.
    Und langsamer ist es die Aufgabe aller Verkehrsteilnehmer aufeinander acht zu geben.
    Da bleibt nur Anfahren, Parklpatzgekurve etc. wo so oder so besonders auf umherstreunende Verkehrsteilnehmer geachtet werden muss.

    Die bereits "musizierenden" Elektroautos sind im Alltag nicht besser als solches zu erkennen, denn das Gedudel ist nicht zuzuordnen.
    Versucht mal das Geräusch einer ZOE oder eines Leaf im Alltagskuddelmuddel zu erkennen und zu lokalisieren und dann stellt euch vor, dass ihr das unterbewusst als "Gefahr" oder "herannahendes Auto" erkennen sollt. Schwierig.

    Ich fahre seit ca. 100.000 Kilometern elektrisch und hatte noch nie einen Moment, in dem ein Geräusch irgendwas gebracht hätte, außer Irritationen.

    Imho: Lasst es.
    Michael

  2. Re: Überregulierung

    Autor: Berner Rösti 16.11.16 - 08:43

    Michael_HA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt meines Wissens nach weltweit keinen Fall, bei dem ein Fußgänger,
    > unschuldig oder nicht, ernsthaft von einem Elektrofahrzeug verletzt wurde,
    > dass sich an die StVO gehalten hat.

    Es gibt meines Wissens nach "weltweit" keinen einzigen Fall, bei dem irgend ein Verkehrsteilnehmer verletzt wurde, wenn sich alle Beteiligten sich an die StVO gehalten haben.

  3. Re: Überregulierung

    Autor: Michael_HA 16.11.16 - 08:49

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael_HA schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt meines Wissens nach weltweit keinen Fall, bei dem ein Fußgänger,
    > > unschuldig oder nicht, ernsthaft von einem Elektrofahrzeug verletzt
    > wurde,
    > > dass sich an die StVO gehalten hat.
    >
    > Es gibt meines Wissens nach "weltweit" keinen einzigen Fall, bei dem irgend
    > ein Verkehrsteilnehmer verletzt wurde, wenn sich alle Beteiligten sich an
    > die StVO gehalten haben.

    Touché ;-)

  4. Re: Überregulierung

    Autor: Test_The_Rest 16.11.16 - 08:50

    Aber TO hat schon Recht.

    Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, arbeitet man daran, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren so leise wie möglich zu bekommen.

    Bei niedrigen Geschwindigkeiten (wie im Artikel angesprochen) hört man auch einen PKW mit Verbrennungsmotor nicht mehr.

    Besonders nicht bei den üblichen Umgebungsgeräuschen.
    Nachts mag das noch sein, aber selbst dann sind wahrscheinlich die Abrollgeräusche der Reifen noch lauter.

    Und jetzt, da man endlich nahezu geräuschlose Fahrzeuge hat, will man künstlichen Lärm zur Pflicht machen?

    IMHO absurd...

  5. Re: Überregulierung

    Autor: Dr.Zoidberg 16.11.16 - 08:52

    Das ist deine Meinung basierend auf deinen Erfahrungen.
    Weite deinen Horizont! Gerade in der Übergangsphase wo Elektroautos und -LKWs/Busse Exoten sind, ist unser Hirn noch nicht dran gewöhnt dass ein Fahrzeug lautlos beschleunigt.

    All die unklaren Situation in Städten zwischen Auto und Fußgänger/Radfahrer, im Dunklen, im Regen, kein Sichtkontakt zum Fahrer, da ist für den Fußgänger der lauter werdende Motor ein Indiz, für das baldige Beschleunigen.

    Ich bin selbst schon fast vor einen Hybridbus gelaufen. Ganz einfach: Blick nach links, da steht ein Bus, Blick nach rechts frei. Also geh ich, Tja der Bus ist angefahren, was mein Hirn wegen des fehlenden Lärms als stehenden Bus verarbeitet hat.
    Ich fahre selber regelmäßig E-autos. Das lautlose Fahren ist doch immer wieder überraschend für andere.

  6. Re: Überregulierung

    Autor: chefin 16.11.16 - 08:59

    Das ist falsch. Die StVO ist nicht konfliktfrei. Wobei hier der §1 ausschlaggebend ist, das man IMMER einen Fehler findet. Heist also, egal wem du jemals weh getan hast, egal in welcher Situation, egal wie stark, du warst schuld weil du eine Regel verletzt hast.

    §1 der StVO ist so schwammig, das würde man das aufs gesamte Leben umlegen, kein Hersteller jemals eine Verantwortung für Produkte übernehmen muss. Immer der welcher es nutzt wäre dann schuld. Beim Auto gilt schon das Starten des Motors als Schuld für alles was danach passiert. Ja..sogar wenn das Auto aufgrund technischen Versagens losrollt bekommt der Fahrer bzw der welcher zuletzt benutzt hat die Schuld dafür. Selbst ein Marder der deine Bremsleitung anbeist und so zu Bremsversagen führt wird dem Fahrer zugerechnet.

    Ja..unter solchen Voraussetzungen hat man natürlich immer eine regel verletzt. Lässt man aber §1 aussen vor, ist die Strassenverkehrsordnung nicht konfliktfrei. zB darfst du nicht die Vorfahrt erzwingen. Wenn ich also links kommend durchfahre und du rechts kommend meinst Vorfahrt zu haben, bist du trotzdem Mitschuld weil du dir die Vorfahrt erzwungen hast. Und mit §1 hättest du so fahren müssen das du rechtzeitig anhalten kannst, folglich bist du praktisch alleine schuld.

    Natürlich wägen Gerichte ab, was aber heute dazu führt, das es nur noch um die Prozente geht. Schuld sind grundsätzlich beide.

    Tja...bringt uns nur nicht weiter, weil das bedeutet, man kann nur sicher Auto fahren, wenn man garnicht fährt.

  7. Re: Überregulierung

    Autor: Peter Brülls 16.11.16 - 10:22

    Michael_HA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt meines Wissens nach weltweit keinen Fall, bei dem ein Fußgänger,
    > unschuldig oder nicht, ernsthaft von einem Elektrofahrzeug verletzt wurde,
    > dass sich an die StVO gehalten hat.

    http://www.greencarreports.com/news/1038249_do-hybrids-hit-pedestrians-more-often-nhtsa-report-may-say-so

    Wenn sich übrigens alle an die StVO hielt, wären deutlich weniger Autos unterwegs. Stichwort defekte Scheinwerfer und mangelnde Säuberung der Autos von Eis und Schnee.

    Solange Autofahrer nicht einmal das hinkriegen (und ausreichenden Abstand beim Überholen von Radfahrern), braucht man erst gar nicht davon reden, dass die Grundidee nicht diskussionswürdig ist, weil alle ja nur aufpassen müssten.

  8. Re: Überregulierung

    Autor: Berner Rösti 16.11.16 - 12:30

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber TO hat schon Recht.
    >
    > Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, arbeitet man daran, Fahrzeuge mit
    > Verbrennungsmotoren so leise wie möglich zu bekommen.
    >
    > Bei niedrigen Geschwindigkeiten (wie im Artikel angesprochen) hört man auch
    > einen PKW mit Verbrennungsmotor nicht mehr.

    Ich wurde tatsächlich schon einmal fast von einem (elektrisch) anfahrenden Prius fast über den Haufen gefahren.

    Und das ist eine der wichtigsten Punkte dabei, die gerade für einen Fußgänger relevant sind: Ein Auto mit Verbrennungsmotor, das aus dem Stand heraus losfährt, hörst du immer, da der Motor zunächst angelassen werden muss und dann mit höherer Drehzahl den Wagen vom Stillstand in Bewegung versetzt.

    Mag sein, dass du einen besonders leisen Wagen, der in Schrittgeschwindigkeit von hinten angeschlichen kommt, nicht mitbekommst. Aber aus meiner Erfahrung heraus, sind es mehr die anfahrenden Wagen, die du da nicht mehr bemerkst. Eben stand er noch, plötzlich ist er neben dir.

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