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Nur 880 Nm?

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  1. Nur 880 Nm?

    Autor: Kadjus 25.11.21 - 08:36

    Das Drehmoment kommt mir sehr wenig vor. Rennfahrzeuge brauchen in der Regel jenseits der 10.000 Nm Gesamtantriebsmoment.

  2. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: Rocketeer 25.11.21 - 08:52

    Meinst du das ironisch?
    Ich frage nur, der Lancia Delta Integrale S4 von '85 hatte "nur" 290Nm, ein Mercedes C63 AMG kommt auf stolze 630Nm...
    Wüsste keinen Motor, der auf 1.000 kommt, geschweige denn 10.000Nm, zumindest nicht in einem PKW...

  3. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: Kadjus 25.11.21 - 09:03

    Das Drehmoment am Motor ist praktisch irrelevant, solange die Getriebeuntersetzung nicht bekannt ist.
    Das Achsmoment bringt das Fahrzeug vorwärts. Und da schafft jeder Kleinwagen über 2000 Nm im ersten Gang.

  4. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: theFiend 25.11.21 - 09:12

    Ja, nur misst man das halt nicht so, bzw. macht die Angaben nicht so... und das schon seit ewigkeiten...

  5. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: gelöscht 25.11.21 - 09:17

    Und deshalb ist auch der Eingangspost des Threaderstellers vollkommen sinnlos.

  6. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: Kadjus 25.11.21 - 09:21

    Nur dass man es immer schon so gemacht hat, ändert nichts daran, dass es schon immer Quatsch war.
    Beim Verbrenner hat das noch so halbwegs funktioniert, weil die Getriebeuntersetzungen sehr ähnlich waren. Beim E-Antrieb ist das aber kompletter Blödsinn.

  7. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: theFiend 25.11.21 - 09:53

    Kadjus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur dass man es immer schon so gemacht hat, ändert nichts daran, dass es
    > schon immer Quatsch war.

    Es geht ja meistens darum das der geneigte Leser eine Relation zu selbst erlebten Werten herstellen kann. Auch PS ist heute ein überkommener Wert, steht aber trotzdem noch häufig da, einfach weil jemand dann vermuten kann wie viel mehrleistung ein anderes Fahrzeug hat, in relation zum selbst erlebten.

    Wenn man aus irgendwelchen gründen dann technische Ansprüche hat, findet man diese Auskünfte sicher auch in irgendwelchen Datenblättern. Da müsste man sich dann halt die Mühe machen die zu suchen...

  8. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: Kadjus 25.11.21 - 10:16

    Die Untersetzungsverhältnisse findet man leider nur sehr selten.
    Hersteller geben die üblicherweise nicht an. Kann ja eh kaum einer was mit anfangen ;)

  9. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: RacingPhil 25.11.21 - 10:26

    Drehmoment an der Antriebsachse anzugeben ist völlig sinnlos. Generell ist die Angabe eines Drehmomentwertes (ohne Drehzahl) in den meisten Fällen sinnlos, da es sich über die Drehzahl verändert. Ein Diagramm mit Drehmomentverlauf über Drehzahl hat erst Aussagekraft.
    Drehmoment beschleunigt übrigens kein Auto. 1.000.000 Nm bei 0,01U/min nutzen einem gar nichts. 880Nm bei 5500U/min aber sehr wohl, dann kommt man nämlich auf die ca. 500KW / 680PS. Womit wir bei dem Punkt wären - Leistung beschleunigt ein Auto.
    Daher macht es manchmal Sinn die Leistung an der Antriebsachse (oder am Rad) anzugeben. (Motorleistung minus Verlustleistung)

  10. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: Kadjus 25.11.21 - 10:29

    Naja genau genommen ist des die Kraft, die das Fahrzeug beschleunigt. Dabei wird Arbeit verrichtet.
    Du hast natürlich recht, dass ein Diagramm Drehmoment über Drehzahl sinnvoll wäre. Da die Drehzahl direkt proportional zur Geschwindigkeit ist, kann ich an der ab eh nix ändern.

  11. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: chefin 25.11.21 - 15:28

    RacingPhil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Drehmoment an der Antriebsachse anzugeben ist völlig sinnlos. Generell ist
    > die Angabe eines Drehmomentwertes (ohne Drehzahl) in den meisten Fällen
    > sinnlos, da es sich über die Drehzahl verändert. Ein Diagramm mit
    > Drehmomentverlauf über Drehzahl hat erst Aussagekraft.
    > Drehmoment beschleunigt übrigens kein Auto. 1.000.000 Nm bei 0,01U/min
    > nutzen einem gar nichts. 880Nm bei 5500U/min aber sehr wohl, dann kommt man
    > nämlich auf die ca. 500KW / 680PS. Womit wir bei dem Punkt wären - Leistung
    > beschleunigt ein Auto.
    > Daher macht es manchmal Sinn die Leistung an der Antriebsachse (oder am
    > Rad) anzugeben. (Motorleistung minus Verlustleistung)

    Nun so ganz Sinnlos nicht, wenn der E-Motor mit fester Untersetzung arbeitet und mehr oder weniger direkt antreibt. zB Radnabenmotoren mit 500Nm sind unterdimensioniert, da ihre 500Nm immer direkt wirken. Während der Verbrenner mit seinem Getriebe 2000-4000 oder sogar mehr Drehmoment an dieses Rad bringt. Ein 400KW Rennmotor mit 650Nm und passender Untersetzung bringt dann so 6000-8000Nm an die Reifen.

    Deswegen ist das Motordrehmoment nur solange eine ausssagekräftige Größe wie man die Gesamtauslegung kennt. Leistung muss ja noch zusammen mit der Drehzahl einhergehen. Elektromotoren drehen viel weniger als Verbrenner. Will ich also aus den Werten ablesen wie schnell etwas beschleunigt, muss ich eben Übersetzung mit einrechnen.

    Allerdings und da täuscht sich dann Kadjus, haben E-Antriebe sehr wohl Getriebeuntersetzungen. Die drehen mit ca 3000 bei höchster Leistung oder sogar mehr. Der Reifen bei 200 dreht halt nur 500U/min roundabout. 240 dann halt 600. Immer noch eine 1:5-1:6 Untersetzung und damit aus 850Nm dann 4500 geworden an der Achse.

    Und oftmals wird heute auch 2 Gang Getriebe dazu gebaut, genau damit der E-Antrieb auch seine 10.000 an die Achse schmeissen kann, wenn nötig, wie es die Verbrennerkollegen machen.

    Kommt also drauf an, was man genau erörtern will. Aber derart unterschiedliche Antriebskonzepte sind eben nicht nur mit einer Zahl vergleichbar. Sonst müsste mein Doblo jeden Benziner mit 200PS schlagen mit seinen 100PS. Er hat nämlich 300Nm Motordrehmoment. Aber halt nur 2500U/min also Arbeitsdrehzahl, eben mehr eine LKW-Auslegung. So drückt er zwar gut aus dem Keller, aber erreicht keine all zu hohe Endgeschwindigkeit. Deswegen sollte man sich immer auch anschauen, was man gerade vergleicht. Hier eben ein Rennsportgerät der Oberklasse und da ist egal wieviel Motorleistung, wenn das Drehmoment an der Achse passt.

    Sonst hätte Porsche bei solchen Rennen viel mehr geholt. Aber mehr als 160 bekommen die Rallykisten ganz selten drauf. Und für solche Abschnitte nutzt man dann lange Übersetzungen und schwache leichte Fahrzeuge verlieren auf diesen Abschnitten Zeit. Aber die holen sie später locker wieder rein.

  12. Re: Nur 880 Nm?

    Autor: Kadjus 25.11.21 - 16:11

    Heutige E-Motoren für PKW haben so übliche Eckdrehzahlen um die 5-6000rpm und Spitzendrehzahl um die 16-18000rpm. Raddrehzahl bei 130km/h sind so üblicherweise 1100-1200rpm.
    2-Gang Getriebe sind noch äußerst selten. Meines Wissens fährt bisher nur der Taycan mit sowas rum. Prototypen und Ankündigungen gibt's natürlich zu Hauf.
    Üblich ist eine Festuntersetzung.
    Die Antriebsauslegung ist normalerweise Traktionsgrenze beim Anfahren. Dann bestimmt die geplante Leistung die Eckdrehzahl (bis dahin ist das volle Moment verfügbar). Dann geht's in die Feldschwäche, wobei bei konstanter Leistung die Drehzahl um etwa Faktor 3 erhöht wird, was die Höchstgeschwindigkeit definiert.
    Das ergibt sich aus der Praktikabilität und ein paar Sicherheitsmaßnahmen, damit bei irgendeinem Defekt keine Gefahr für Menschen entsteht.
    Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

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