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Der Hype um Tesla ist vorbei

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  1. Der Hype um Tesla ist vorbei

    Autor: RemoCH 05.11.17 - 09:52

    Lange Zeit gab es von Tesla nur Jubelmeldungen. Egal was dort gemacht wurde, war einen Bericht wert. Egal ob sinnig oder unsinnig. Ich erinnere mich noch an die Meldung von Tesla über die Fahrassistenzsysteme, die als Weltneuheit angepriesen wurden, obwohl die Luxus-Modelle von BMW, Mercedes in ähnlicher Weise auch schon hatten. Die Medien entblödeten sich nicht, das als Beispiel für den Niedergang der deutschen Automobilindustrie zu sehen. (Gut, mit dem Dieselskandal hatten sie durchaus Gründe geschaffen, Prügel zu beziehen)

    Großmaul Musk wollte ab September 5000 Model 3 pro Monat montieren. Seitdem waren es wenige 100. Nun sollen es ab März so viele sein. Experten bezweifeln das. Wohl zurecht. Denn bei kritischer Berichterstattung wäre schon früher klar geworden: Vieles von dem, was Elon Musk von sich gibt, hält einer kritischen Prüfung nicht stand.

  2. Re: Der Hype um Tesla ist vorbei

    Autor: matzems 05.11.17 - 10:47

    Vorbei ist das falsche Wort, hat eine Delle bekommen. Aktuell macht Tesla monatlich viel Verlust. Nun müssen die Strom geben damit das Model 3 endlich läuft. Die Aktien sind zwar gesunken aber nach wie vor werden die zu "gehypten" Preisen verkauft. Habe meine auch erstmal mit Gewinn verkauft. Denke die fallen noch etwas. Wenn die Produktion des Model 3 endlich läuft werde die vielleicht wieder steigen und ich auch wieder einsteigen bei Tesla Aktien.
    Wie schnell und krass halbtote/bankrotte US Firmen mit Produkten der nächsten Generation aufsteigen können hat einst Apple bewiesen die sogar ihre aus Verzweiflung ihren Chef Steve rausgeschmissen haben und kurz vor dem aller letzten Herzschlag Steve doch wieder zurück geholt haben.
    Von unten steht es sich oft wieder am besten auf.

  3. Re: Der Hype um Tesla ist vorbei

    Autor: Anonymer Nutzer 05.11.17 - 12:10

    Selbst wenn Tesla letztlich darüber in die Pleite stolpert, so what. Das Thema wurde von Tesla massiv beworben und so erst so omnipräsent. Tesla hat auch gezeigt, dass E-Autos sehr wohl sex appeal haben können, was die klassischen Autobauer ja immer versucht hbaen anders darzustellen. Alle E-Auto "Studien" und Prototypen waren augenfällig auf besonders häßlich, unbequem und ätzend gemacht, damit der sex appeal weiter bei den röhrenden Verbrennern bleibt, während E-Fahrzeuge wie lächerliche Kabinenroller von Steve Urkel präsentiert wurden: https://de.wikipedia.org/wiki/General_Motors_EV1

    Auch die Patente und Investitionen wären nicht aus der Welt, gerade das US Insolvenzrecht ermöglicht Firmen einen Neuanfang, die Pleite ist dort nicht automatisch das Ende. NIcht zuletzt GM durchlief ja selbst ein Insolvenzverfahren, wurde dadurch alte Schulden los und steht heute besser da als vorher.

    Und schließlich - so läuft es halt mit Technologiesprüngen. So war es schon bei der Eisenbahn, als im Pionierfieber binnen wenigen Jahren ganz Nordamerika und Westeuropa mit Schienen überzogen wurde. Wirklich hunderte Firmen gingen dann in den Ruin. Die Infrastruktur blieb aber, wurde dann in aller Regel verstaatlicht und dient uns bis heute als wichtiges Rückgrat unseres Verkehrs. In den ersten 10 Jahren des Eisenbahnzeitalters wurden mehr Eisenbahnstrecken neu gebaut als in den letzten 100 Jahren zusammen genommen.

    Oder auch die Dot-Com-Blase. Klar gingen dann viele in den Ruin. Aber die Glasfasernetze die zB spekulativ um die ganze Welt gezogen wurden und nach dem Insolvenzverfahren für wenig Geld aufgekauft wurden, die waren das Rückgrat für den Boom der Digitalisierung der letzten 15 Jahre. Erst damit wurde Traffic so spottbillig und erst damit konnten aus Studentenprojekten wie Facebook und Google weltumspannende Konzerne werden, auch die Netzneutralität ist überhaupt nur deshalb zu Flatratepreisen für Endkunden finanzierbar.

    Letztlich haben die Zeche die vielen Anleger bezahlt, die in diese Infrastruktur und tausende dark fibres investiert haben, deren Investment aber mit der Insolvenz der jeweiligen Firmen wertlos wurde. So sind auch die heutigen Backbonebetreiber entstanden. Beispielsweise Tata Communications, das sich das weltweit größte Netz aus Ozeankabeln aus der Insolvenzmasse zahlreicher Unternehmen für Trinkgelder zusammen gekauft hat und damit alleine ca. 1/4 des gesamten, globalen Internetverkehrs transportiert.

    Wären die ursprünglichen Investoren nicht im Rahmen der Dot-Com-Pleite in den Ruin gegangen, sondern hätten überlebt und würden nun langsam ihre Investments zurück wollen bzw. ordentliche Renditen auf ihre Investments wollen, dann wäre Traffic viel, viel, viel teurer und die gesamte Digitalwirtschaft, wie wir sie kennen, so nicht denkbar.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es rückblickend mit den Pionieren der Elektromobilität ähnlich läuft. Die Ladestationen von Tesla, die ganzen Patente, all das geht nicht mehr weg und bleibt, selbst wenn Tesla als Unternehmen von Musk scheitern sollte. Das würde nicht einer gewissen Ironie entbehren. Denn der namensgebende Nikola Tesla war zwar einer der Pioniere der Elektrotechnik (überhaupt), konnte aber zeitlebens nicht wirtschaftlich von seiner Forschung profitieren, der hochgelobte Edison hingegen war kein besonders begnadeter Tüftler und hat im Großen und Ganzen einfach das plagiiert, was andere vor ihm erforscht haben. Aber er war gewitzt genug sich dazu alle Rechte zu sichern und das ganze klug zu vermarkten und wurde damit "stinkreich" und ging, eigentlich unverdient, als ein großer Erfinder in die Geschichte ein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.11.17 12:15 durch ermic.

  4. Re: Der Hype um Tesla ist vorbei

    Autor: matzems 05.11.17 - 20:17

    @ermic
    Du hast voll recht, aber Elon Musk halte ich auch fur einen cleveren Geschäftsmann (im Gegensatz zu Nikolai Tesla).
    Tesla gibt es seid ca. 10 Jahren, und nun stockt die Produktion des neuen Models. Gibt schlimmeres.

  5. Re: Der Hype um Tesla ist vorbei

    Autor: Dwalinn 06.11.17 - 10:29

    Klar gibt es schlimmeres.... Aber Musk hat wirklich viel auf dem Erfolg vom Model 3 gesetzt. Die schnelle Veröffentlichung ohne ausreichende Prüfung war sicherlich auch nicht einfach nur Unwissenheit sondern eher eine Notwendigkeit um sich relevant zu halten... nun passiert aber genau das was nicht hätte passieren dürfen... das Model verschiebt sich (zumindest in relevanten Stückzahlen) um mehrere Monate.

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