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Kosten/Nutzen?
Autor: chefin 04.11.21 - 16:23
Hier wird viel geld investiert, von dem man noch nicht weis, ob es in 10 Jahren wirklich noch benötigt wird.
Zwar reden alle immer davon das Akku alternativlos wäre, aber jeder der mal nachrechnet, merkt, das schon der aktuelle Fahrzeugbestand in Akku nicht mehr zu produzieren ist. Und selbst wenn man nun jedes Quentchen aus dem Boden quetscht und es in Akku presst, so nach 10 jahren sind diese Akkus hinüber und müssen ausgetauscht werden. Entweder indem man das Auto tauscht oder den Akku im Auto.
Da sind aber noch keine Flugzeuge und Schiffe mit Akku unterwegs. Und es sind noch keine Akkupuffer gesetzt. Auch die Heizungen basieren dann noch auf Brennstoffe. Also muss noch sehr viel mehr an Strom erzeugt werden und transportiert.
Möglich ist es, das wir das alles stemmen, aber mein Gefühl sagt mir, das wir den leichten Weg wählen, der weniger Komforteinbussen hat: Efuel. Das mag ineffizient sein, aber komfortabel und wenig optische Nebenwirkungen. Irgendwo in Brandenburg wo alle 25km ein Hof steht, kann man Windräder hinknallen ohne das es jemanden stört. Im Meer oder in der Sahara kann man viel Strom erzeugen, ohne jemanden zu nerven. Aber hier her transportieren, das nervt viele. 20 Jahre um eine Stromtrasse zu bauen, weil soviele Klagen durchzufechten sind. Wie sollen wir also in 10 Jahren auf E-Autos umsteigen und keine Verbrenner mehr zulassen?
Das wird so nicht kommen. Zwar werden wir den Verbrauch an gespeichertem Kohlenstoff stark reduzieren können. Aber heute zu sagen es wird 100% alles Akku halte ich für gewagt.
Und das führt dazu, das wir Installationen bezahlen müssen, die nur wenige benötigen, viele dann nicht mehr brauchen. So wie diese elendige Kabel-TV Geschichten in Mietwohnungen. Wo man zwangsweise KabelTV mieten muss, obwohl man es nicht nutzt. -
Und bis da hin?
Autor: M.P. 04.11.21 - 16:39
Weiter fossilen Kraftstoff?
Naja... Da lohnt sich das mit dem eFuel nicht mehr, wenn wir alle noch 20 Jahre Verbrenner fahren.
Beim 40. Ahrtal wird man fragen "lohnt sich der Aufwand des Wieder Aufbauens noch? In 2 Jahren kommt doch eh die nächste Jahrhunderflut" -
Re: Und bis da hin?
Autor: Mandri 05.11.21 - 21:27
M.P. schrieb:
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> Beim 40. Ahrtal wird man fragen "lohnt sich der Aufwand des Wieder
> Aufbauens noch? In 2 Jahren kommt doch eh die nächste Jahrhunderflut"
Die Frage stellt sich heute schon. -
Re: Und bis da hin?
Autor: Eierspeise 06.11.21 - 11:27
Mandri schrieb:
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> M.P. schrieb:
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> > Beim 40. Ahrtal wird man fragen "lohnt sich der Aufwand des Wieder
> > Aufbauens noch? In 2 Jahren kommt doch eh die nächste Jahrhunderflut"
>
> Die Frage stellt sich heute schon.
Und wie der aufgeklärte Bürger weiß, waren andere Faktoren weitaus entscheidender als das bisschen Klima. -
Re: Und bis da hin?
Autor: JackOfAllRaidz 08.11.21 - 14:27
Eierspeise schrieb:
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> Mandri schrieb:
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> > M.P. schrieb:
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> > > Beim 40. Ahrtal wird man fragen "lohnt sich der Aufwand des Wieder
> > > Aufbauens noch? In 2 Jahren kommt doch eh die nächste Jahrhunderflut"
> >
> > Die Frage stellt sich heute schon.
>
> Und wie der aufgeklärte Bürger weiß, waren andere Faktoren weitaus
> entscheidender als das bisschen Klima.
Diese Faktoren gabs aber schon seit mehreren Dekaden, ich erinner mich immer nur an Hochwasserbekämpfung an größeren Flüssen (Oder) und immer an die Kombination mit Schneeschmelzen.
Wenn das nicht so ist (mein Gedächnis ist nicht so prall) wäre ich über Sciencesites-links zu sehr dankbar. -
Re: Und bis da hin?
Autor: Muhaha 08.11.21 - 14:32
JackOfAllRaidz schrieb:
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> Diese Faktoren gabs aber schon seit mehreren Dekaden, ich erinner mich
> immer nur an Hochwasserbekämpfung an größeren Flüssen (Oder) und immer an
> die Kombination mit Schneeschmelzen.
> Wenn das nicht so ist (mein Gedächnis ist nicht so prall) wäre ich über
> Sciencesites-links zu sehr dankbar.
Hochwasser gab es immer mal wieder, keine Frage. Der Unterschied zu früher: Stärkere Bodenversiegelung in Kombination mit häufigeren und ergiebigeren Regenfällen durch Klimaerwärmung ergibt jetzt mehr gefährliche Hochwasserlagen.
Was zu tun ist, ist also klar: Kurzfristig weniger Böden versiegeln und langfristig die Temperaturen nicht steigen lassen.



