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  5. › Gerichtsurteil zu eBay-Auktion: BMW…

Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

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  1. Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: ildottore 10.07.20 - 12:30

    ...muss man erstmal haben. Und sich für EUR 13.000 dann durch die Instanzen zu prügeln um am Ende dann mit einer Kostenrechnung von ~EUR 9.500 dazustehen.

  2. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: ibsi 10.07.20 - 12:31

    Was genau findest Du dreist? Und warum darf jemand nicht klagen wenn er meint im Recht zu sein?

  3. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: miguele 10.07.20 - 12:35

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau findest Du dreist? Und warum darf jemand nicht klagen wenn er
    > meint im Recht zu sein?


    Weil das einfach pervers ist wenn jemand ausversehen wohl die eBay Auktionseinstellunge falsch gesetzt hat und dann 13.000¤ "Schadensersatz" zahlen soll.
    Gehen wir mal von einer Privatperson aus, die das Auto verkaufen wollte, dann können 13.000¤ "Strafe" einen durchaus in den Ruin treiben, nur weil da ein gieriger Mensch versucht aus dem Fehler Profit zu erlangen.
    Ekelhaft ist das.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.20 12:36 durch miguele.

  4. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: budweiser 10.07.20 - 12:36

    Weil auch dem Käufer nunmal klar sein musste dass der Verkäufer den Wagen nicht ernsthaft für 1¤ verkaufen wollte. Menschen machen nunmal Fehler und diesen hier sehr offensichtlichen Fehler zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen ist ekelhaft. Recht hin oder her.

  5. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: LH 10.07.20 - 12:36

    ildottore schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...muss man erstmal haben. Und sich für EUR 13.000 dann durch die Instanzen
    > zu prügeln um am Ende dann mit einer Kostenrechnung von ~EUR 9.500
    > dazustehen.

    Ich erinnere mich an andere Fälle, in denen der klagende durchaus Recht bekommen hat. Es kommt eben auf den Einzelfall an. Der Gesetzgeber sieht jedenfalls die Möglichkeit zur Klage, wenn jemand eine bereits laufende Auktion einfach einseitig beendet, durchaus vor.

    Nicht ganz klar ist mir aber dieser Absatz:
    "Jemand bot 1 Euro und erhielt - automatisiert - den Zuschlag. Vor dem regulären Ende wurde die Auktion durch den Verkäufer beendet. "

    Diese beiden Sätze widersprechen sich aus meiner Sicht. Wenn der Käufer für 1 EUR den Zuschlag erhielt, ist die Auktion hierdurch und nicht durch den Verkäufer beendet worden, zudem endete sie regulär, aber vor Ablauf des Auktionszeitraums, was bei Sofortkäufen aber eben durchaus gewollt ist.

  6. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: LH 10.07.20 - 12:38

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil auch dem Käufer nunmal klar sein musste dass der Verkäufer den Wagen
    > nicht ernsthaft für 1¤ verkaufen wollte. Menschen machen nunmal Fehler und
    > diesen hier sehr offensichtlichen Fehler zu seinem eigenen Vorteil
    > auszunutzen ist ekelhaft. Recht hin oder her.

    Bei einem Sofortkauf kann man sicher so argumentieren, allerdings ist die Aussage "nicht ernsthaft für 1¤ verkaufen wollte" nicht allgemein eine gute Begründung für den Abbruch eine Auktion, schließlich muss man eine Auktion nicht mit einem solch niedrigen Betrag starten lassen. Es haben durchaus schon Leute Autos für niedrige Beträge abgeben müssen, weil niemand - bei einer Auktion - mehr geboten hat.
    Man muss am Ende aufpassen, was man tut, oder man sollte in diesen Umfeldern nicht agieren, schon gar nicht mit so teuren Waren. Auch der Verkäufer hat eine Sorgfaltspflicht.

  7. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: budweiser 10.07.20 - 12:43

    Ich verstehe es so dass es eine reguläre Auktion war mit 1¤ Startpreis. Der Käufer bot dann einen Betrag und war Höchstbietender. Der Verkäufer hat dann die Auktion beendet (mgl. unter der Hand verkauft oder sich es anders überlegt). Wenn man dann beim Beenden der Auktion nicht aufpasst wird der Artikel dann zum aktuellen Preis (=1¤) an den Käufer verkauft.

    Das ist eine Falle in die schon viele getappt sind und bisher war die Rechtssprechung zu Gunsten der Kläger (vgl. Porsche-Felgen für 1¤? https://www.aufrecht.de/beitraege-unserer-anwaelte/e-commerce/nach-dem-porsche-jetzt-die-alufelgen-gibt-es-denn-wenigstens-porsche-felgen-fuer-1-euro-bei-ebay.html)

    Deswegen beim Beenden von Auktionen immer erst einen Kumpel bitten jeden zu überbieten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.20 12:46 durch budweiser.

  8. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: Pornstar 10.07.20 - 12:51

    Tja hätte er mal zwei Euro geboten, dann wären die Richter auf der Seite des Käufers gewesen...

  9. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: ildottore 10.07.20 - 12:52

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau findest Du dreist? Und warum darf jemand nicht klagen wenn er
    > meint im Recht zu sein?

    Ich finde dreist, bei einem offensichtlichen Erklärungsirrtum auf einem Vertragsschluss zu bestehen.

    Und klagen darf er wie ein Wilder. Ich darf es nur trotzdem dreist finden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.20 12:53 durch ildottore.

  10. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: lestard 10.07.20 - 12:53

    Ich nehme an, dass wenn wirklich eine Versteigerung stattgefunden hätte, also auch noch jemand anderes mindestens ein anderes Gebot abgegeben hätte, dann würde das Urteil auch anders ausfallen. Aber im konkreten Fall ging es ja darum, dass eben keine Versteigerung stattfand, aufgrund eines Fehlers beim Einstellen des Angebots.

  11. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: Sportstudent 10.07.20 - 13:02

    Andersherum gefragt: findest du das angezettelte Verfahren etwa nicht dreist?

  12. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: Sportstudent 10.07.20 - 13:05

    Nein, denn dann würde der Auktionswert noch immer bei 1¤ stehen bleiben.
    Man kann auf ebay schon lange keine festen Gebote, z.B. 50¤ oder 100¤ abgeben. Stattdessen erhöht sich der Preis immer um jeweils 50ct (weil er der einzige Bieter war, blieb der Preis auf 1¤ stehen, was normal ist). Allerdings ist die Abgabe von Maximalgeboten möglich, wonach sich der Preis automatisch bis auf das abgegebene Gebot (z.B. 50¤ oder 100¤) um jeweils 50ct erhöht.

    Im vorliegenden Fall hat der Verkäufer es offenbar versäumt, einen Mindestpreis im Falle der Auktion einzustellen, wonach der Zuschlag erst erteilt wird, wenn eben dieser Wert erreicht ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.20 13:06 durch Sportstudent.

  13. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: sigii 10.07.20 - 13:32

    Das mag sein, aber hier im konkreten Fall sicherlich nicht.

    Und in diesem konkreten Fall ist das einfach assozial.

  14. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: unbuntu 10.07.20 - 13:50

    In jedem normalen Katalog steht normalerweise in den AGBs dass Preise bei offensichtlichen Irrtümern nicht gelten, gibts sowas bei ebay nicht auch?

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  15. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: yinyangkoi 10.07.20 - 13:56

    So gierig, ekelhaft

  16. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: Hotohori 10.07.20 - 14:15

    Dann hast du es leider falsch verstanden.

    Hier geht es darum, dass eine Auktion versehentlich als Sofort Verkaufen für 1 Euro eingestellt wurde.

    Als es dann zur Abwicklung des Kaufs kam, hat der Verkäufer vermutlich das Ganze abgebrochen.

  17. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: Hotohori 10.07.20 - 14:17

    Herje, ist der Artikel wirklich so missverständlich geschrieben?

    Es war eben keine Auktion wie es der Verkäufer gerne gehabt hätte sondern ein Sofort Verkauf für 1 Euro. Und wegen dieses Bedienirrtums des Verkäufers ging es vor Gericht.

  18. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: Dieselmeister 10.07.20 - 14:19

    Nein, es war ein Sofortkauf von 1¤ und die Richter argumentieren, dass in der Artieklbeschriebung sogar ersichtlich war, dass der Verkäufer das Ding nicht für 1 ¤ verkaufen wollte. Willenserklärung, BGB. Wird jedem Kaufmannslehrling schon im ersten Lehrjahr beigebracht. Der Fall hier war sehr eindeutig. So habt es auch der Richter gesehen.

  19. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: budweiser 10.07.20 - 14:27

    Falsch, es war eine reguläre Auktion, die vorzeitig beendet wurde.

    > Herje, ist der Artikel wirklich so missverständlich geschrieben?
    Scheint so.

  20. Re: Die Dreistigkeit, das auch noch einzuklagen...

    Autor: sav 10.07.20 - 14:28

    Is er tatsächlich, eben durch diese wirre Konstruktion:
    "Jemand bot 1 Euro und erhielt - automatisiert - den Zuschlag. Vor dem regulären Ende wurde die Auktion durch den Verkäufer beendet. "
    Entweder die Aktion wurde automatisiert durch das System beendet, weil jemand mit einem Euro den Zuschlag - als Sofortkauf - bekam oder der Verkäufer hat die Auktion vor dem regulären Ende von sich aus beendet, aus welchen Gründen auch immer und durch das vorzeitige Beenden bekamt der 1 Euro bieter den Zuschlag. In diesem Satz werden aber einfach zwei Sachen in einen Topf geworfen, weshalb der wirkliche Sachverhalt nicht klar ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.20 14:28 durch sav.

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