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Ganz im Sinne der Autoindustrie

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  1. Ganz im Sinne der Autoindustrie

    Autor: Mingfu 27.03.17 - 09:34

    Die Automobilhersteller beherrschen das vollautomatisierte Fahren derzeit nicht ansatzweise mit der dafür notwendigen Sicherheit. Wenn bei Unfällen allein der Hersteller in die Haftung genommen würde, könnten sie ein solches System überhaupt nicht anbieten.

    Demzufolge ist es im Interesse der Automobilindustrie, dass für die Unzulänglichkeiten der Technik vor allem der Fahrer in Form von Aufsichtspflichten haftet. Damit braucht man nicht noch Jahre von Entwicklung finanzieren, sondern kann auch die jetzigen, bestenfalls rudimentär funktionierenden Systeme schon unters Volk bringen und so jede Menge Beta-Tester erhalten, die sogar noch dafür bezahlen.

    Im Verkehrsministerium läuft es halt stets gut geschmiert...

  2. Re: Ganz im Sinne der Autoindustrie

    Autor: AbandonAllHope 27.03.17 - 10:52

    Ich habe mich mal ein bisschen mit der Software beschäftigt. Ein Hauptproblem liegt darin, das autonome Systeme nicht den unterschied kennen, ob da nichts ist oder ob sie einfach nur nichts sehen. Leute fahren in unübersichtlichen oder unbekannten Verkehrssituationen vorsichtiger (-> Verifikation). Autonome Systeme erkennen nur die freie Fahrt und brettern durch. Auch die Hardware ist einfach noch zu schlecht (besser: zu billig).

    Zudem erhalten Menschen visuelle Sekundärinformationen. Wir können etwa einen Radfahrer von einem betrunkenen Radfahrer unterscheiden. Autonome Systeme nicht.

  3. Re: Ganz im Sinne der Autoindustrie

    Autor: JoePhi 27.03.17 - 11:02

    AbandonAllHope schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zudem erhalten Menschen visuelle Sekundärinformationen. Wir können etwa
    > einen Radfahrer von einem betrunkenen Radfahrer unterscheiden. Autonome
    > Systeme nicht.

    Ist das so in Deinem Beispiel? Das System hat eben mehr als visuielle Sensoren ... von daher ist es einfach nur eine Frage der Programmierung, ob so etwas erkannt werden kann, oder nicht. Die Sensorik ist deutlich besser, als die menschliche ... die Frage ist nur, ob diese interpretiert werden kann ... und dann könnte ohne Probleme eine Person, die eben nicht mehr voll zurechnungsfähig ist, erkannt werden und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden ....

    *******************
    'Zitate in der Signatur sind wirklich albern und überflüssig.'

    P. Machinery

  4. Re: Ganz im Sinne der Autoindustrie

    Autor: matok 27.03.17 - 20:12

    AbandonAllHope schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zudem erhalten Menschen visuelle Sekundärinformationen. Wir können etwa
    > einen Radfahrer von einem betrunkenen Radfahrer unterscheiden. Autonome
    > Systeme nicht.

    Dafür sehen die vielen Sensoren des Fahrzeugs viel mehr, als ein Mensch und der Computer kann das auch noch alles gleichzeitig verarbeiten. Den toten Winkel z.B. hat das Fahrzeug sicherlich besser im Auge, als ein Mensch. Insgesamt ist die Sensorik des Fahrzeuges vermutlich dem Menschen überlegen. Und weil die Systeme von Anfang an gar nicht am Limit fahren werden, sondern Puffer und defensive Fahrweise programmiert ist, sind sie auf eine Bewertung anderer Teilnehmer gar nicht angewiesen.

    Und zum Thema des Threadstarters: Es klingt vielleicht so, als wäre es im Interesse der Automobilindustrie. Allerdings ist es eher ein klassisches Eigentor. Wenn Deutschland mit diesen Regeln keinen Markt für autonomes Fahren bietet, ja wie sollen solche Produkte dann reifen? Oder besser, wo sollen sie reifen. Das wird das Ausland sein, dass sicherlich sinnvollere Regeln finden wird, z.B. China. Die chinesischen Automobilunternehmen (die besitzen z.B. Volvo) werden sich freuen, wenn man ihnen einfach so das Feld überlässt.
    Im Auto der Zukunft spielen zwei Dinge eine Hauptrolle. Das ist die Akkutechnik und das ist die Software. Beides jetzt schon keine Paradedisziplinen Deutschlands. Wenn dann noch solche Regeln dazu kommen.... siehe Nokia.

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