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Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

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  1. Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: Xstream 17.08.18 - 13:28

    Kommt schon da geht doch noch was! /s

    Das ist doch komplett absurd. Wie soll das denn in der Praxis funktionieren? Ein Mieter will eine Ladestation einbauen. Wenn er nicht schon davon abgeschreckt wird dass er dann eventuell in ein paar Jahren (wenn er vielleicht dort gar nicht mehr wohnt!) für einen kompletten Umbau der Infrastruktur im Haus haften darf geht er auf seinen Vermieter zu. Der wiederum kann es nicht ablehnen, muss aber gleichzeitig erst die Eigentümergemeinschaft fragen und die sind natürlich dagegen, weil sie sonst ein Teil der Kosten tragen müssen auch wenn sie selbst keine Ladestation wollen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.08.18 13:31 durch Xstream.

  2. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: schap23 17.08.18 - 13:32

    Warum sollte auch der Mensch, der nur einen Abstellplatz für sein Fahrrad möchte, Tausende Euro hinblättern, damit der andere seinen Tesla S laden kann?

  3. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: 1st1 17.08.18 - 13:42

    Derjenige, der in so einem Haus die erste Ladestation installieren will, ist im Nachhineim der Dumme. Daher bedeuten diese Gesetzesvorschläge eher sowas wie Mikado. Wer zuerst bewegt, verliert.

  4. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: Xstream 17.08.18 - 13:59

    Muss er ja nicht aber was spricht gegen eine first come first serve Regelung?

    Wer zuerst eine Ladestation haben will muss sie genehmigt kriegen, dazu wird die zur Verfügung stehende Anschlussleistung geteilt durch ein drittel der Stellplätze und das darf er dann installieren. Derjenige der dann die erste Station bauen will nachdem die Gesamtkapazität vergeben ist hat Pech gehabt und darf den Ausbau zahlen. Vorteil davon wäre, dass es ohne zusätzliche Kosten einen starken Anreiz gäbe sofort 1/3 der Stellplätze mit Stationen auszurüsten da sich niemand die Zukunft verbauen will.

  5. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: HeroFeat 17.08.18 - 15:14

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn er nicht schon davon abgeschreckt wird dass er dann eventuell in ein
    > paar Jahren (wenn er vielleicht dort gar nicht mehr wohnt!) für einen
    > kompletten Umbau der Infrastruktur im Haus haften darf

    Ich würde schon vermuten das die Möglichkeit in mitbezahlen zu lassen mit dem Ende des Mietverhältnisses erlischt. Wenn du also einen Nachbarn bevor er auszieht bestichst, das er als Strohmann sich so ein Ding aufstellen lässt, dann hast du vermutlich Glück.

  6. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: Oktavian 17.08.18 - 17:24

    > Muss er ja nicht aber was spricht gegen eine first come first serve
    > Regelung?

    Die Eigentumsrechte der Miteigentümer des Hauses. Ihnen gehört das Haus zu gleichen Teilen und damit auch die freien Kapazitäten und die Potentiale, die sich daraus schöpfen lassen. Diese Eigentumsteile können sich nicht einfach ein paar unter den Nagel reißen, nur weil sie schneller sind. Genau aus diesem Grund ist ja bei solchen Beschlüssen in der Regel Einstimmigkeit Voraussetzung, da jeder Teil des Eigentums betroffen ist.

    Wenn also der Gesetzgeber in die Eigentumsrechte eingreift, muss er es so tun, dass den anderen Miteigentümern kein Schaden entsteht. Die von den anderen genutzten Potientiale, die ihnen dann nicht mehr zur Verfügung stehtn, wäre aber genau so ein Schaden.

  7. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: Jogibaer 17.08.18 - 18:21

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Derjenige, der in so einem Haus die erste Ladestation installieren will,
    > ist im Nachhineim der Dumme. Daher bedeuten diese Gesetzesvorschläge eher
    > sowas wie Mikado. Wer zuerst bewegt, verliert.

    Deswegen steht im Artikel folgendes: "Zwar muss der Mieter zunächst die Kosten selbst tragen, doch bei Folgekosten, wie sie für Eigentümer auftreten könnten, wären Streitigkeiten zu erwarten. Der Entwurf schlägt dazu vor, dass beide Parteien eine entsprechende Vereinbarung treffen, um solche Fälle vorab zu regeln."

    Wenn man als Mieter also eine Ladesäule installieren lässt und dafür bezahlt, sollte man mit dem Vermieter eine schriftliche Vereinbarung abschließen dass man für Folgekosten wie Erweiterung etc. nicht aufkommen muss.

  8. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: Oktavian 17.08.18 - 18:41

    > Wenn man als Mieter also eine Ladesäule installieren lässt und dafür
    > bezahlt, sollte man mit dem Vermieter eine schriftliche Vereinbarung
    > abschließen dass man für Folgekosten wie Erweiterung etc. nicht aufkommen
    > muss.

    Tja, und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Einerseits hat der Mieter einen Anspruch, einen Anschluss installieren zu dürfen. Er kann den Vermieter und ggf. darüber auch die Eigentümergemeinschaft zwingen, gegen ihren ausdrücklichen Willen dem zuzustimmen.

    Andererseits kann der Vermieter eine solche Vereinbarung zur völligen Folgekostenfreistellung natürlich ablehnen. Der Mieter bliebe in dem Fall mit dem Kostenrisiko alleine.

    Mit ist dann noch schleierhaft, wie der Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft auf ihren Kosten sitzen bleiben soll, falls der Mieter zukünftig ausfällt (Insolvenz, Tod, unbekannt verzogen, etc.). Auch ich mir noch unklar, wie die Verpflichtung zur Nachfinanzierung von einem Eigentümer auf den nächsten übergeht. Da die Kosten ja schwer zu kalkulieren sind, wird das spannend, wie man die einpreisen soll in den Verkaufspreis.

    Zudem, werden solche Lasten ins Grundbuch eingetragen (und damit ein netter Nebenverdienst für den Notar)? Reicht da ein Protokoll der Eigentümerversammlung? Wie lange zurück muss ein Neueigentümer dann diese Protokolle recherchieren?

    Ich verstehe immer mehr, warum Teilung von Häusern ein deutscher Spezialweg geblieben ist. Das schafft eine Menge Ärger. Eigentumswohnungen kombinieren auf elegante Weise die Nachteile von Eigentum mit den Nachteilen von Miete.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.08.18 18:42 durch Oktavian.

  9. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: Seismoid 17.08.18 - 23:09

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit ist dann noch schleierhaft, wie der Vermieter bzw. die
    > Eigentümergemeinschaft auf ihren Kosten sitzen bleiben soll, falls der
    > Mieter zukünftig ausfällt (Insolvenz, Tod, unbekannt verzogen, etc.).
    Tod -> Erben
    "unbekannt verzogen" -> extrem selten; aber innerhalb der 30 Jahre Verjährungsfrist sicher lösbar
    Insolvenz -> irrelevant, da dieses Risiko wie überall sonst im Leben sowieso immer+überall gilt

    > Auch
    > ich mir noch unklar, wie die Verpflichtung zur Nachfinanzierung von einem
    > Eigentümer auf den nächsten übergeht. Da die Kosten ja schwer zu
    > kalkulieren sind, wird das spannend, wie man die einpreisen soll in den
    > Verkaufspreis.
    Ganz normal wie bei jedem Kauf. Sollte aber wohl sicher explizit im Kaufvertrag erwähnt werden.

  10. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: BRB 21.08.18 - 10:14

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wenn man als Mieter also eine Ladesäule installieren lässt und dafür
    > > bezahlt, sollte man mit dem Vermieter eine schriftliche Vereinbarung
    > > abschließen dass man für Folgekosten wie Erweiterung etc. nicht
    > aufkommen
    > > muss.
    >
    > Tja, und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Einerseits hat der
    > Mieter einen Anspruch, einen Anschluss installieren zu dürfen. Er kann den
    > Vermieter und ggf. darüber auch die Eigentümergemeinschaft zwingen, gegen
    > ihren ausdrücklichen Willen dem zuzustimmen.
    >
    > Andererseits kann der Vermieter eine solche Vereinbarung zur völligen
    > Folgekostenfreistellung natürlich ablehnen. Der Mieter bliebe in dem Fall
    > mit dem Kostenrisiko alleine.
    >
    > Mit ist dann noch schleierhaft, wie der Vermieter bzw. die
    > Eigentümergemeinschaft auf ihren Kosten sitzen bleiben soll, falls der
    > Mieter zukünftig ausfällt (Insolvenz, Tod, unbekannt verzogen, etc.). Auch
    > ich mir noch unklar, wie die Verpflichtung zur Nachfinanzierung von einem
    > Eigentümer auf den nächsten übergeht. Da die Kosten ja schwer zu
    > kalkulieren sind, wird das spannend, wie man die einpreisen soll in den
    > Verkaufspreis.
    >
    > Zudem, werden solche Lasten ins Grundbuch eingetragen (und damit ein netter
    > Nebenverdienst für den Notar)? Reicht da ein Protokoll der
    > Eigentümerversammlung? Wie lange zurück muss ein Neueigentümer dann diese
    > Protokolle recherchieren?
    >
    > Ich verstehe immer mehr, warum Teilung von Häusern ein deutscher Spezialweg
    > geblieben ist. Das schafft eine Menge Ärger. Eigentumswohnungen kombinieren
    > auf elegante Weise die Nachteile von Eigentum mit den Nachteilen von Miete.

    Wenn der Vermieter keiner Kostenübernahme zustimmt, der Mieter dennoch nicht auf den Anschluss verzichten will, kann er den Anschluss nach Auflösung des Mietverhältnisses ja zurückbauen lassen.

    Gleiches sollte auch für den Wohnungseigentümer gelten. Sind die Folgekosten für den Wohnungseigentümer, der sich zuerst eine Box hingestellt hat plötzlich zu hoch, kann er auch hier den Anschluss entfernen lassen.

  11. Re: Abgelehnt wegen zu wenig Komplexität

    Autor: quasides 22.08.18 - 19:54

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte auch der Mensch, der nur einen Abstellplatz für sein Fahrrad
    > möchte, Tausende Euro hinblättern, damit der andere seinen Tesla S laden
    > kann?


    weil er eine strasse befährt die zu 100% von den autofahrern finanziert wurden vielleicht?

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