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Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

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  1. Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: Joey5337 18.08.18 - 13:05

    (Ja, die gibt es auch mit 21 und 18kW Anschlussleistung - aber drunter reicht es nicht mehr zum Duschen.)

    Und das ist offensichtlich kein so großes Problem.

    Autos sind Stehzeuge. Fast alle Autos stehen 20 oder mehr Stunden am Tag einfach nur rum.
    Da kann man auch mit kleinerer Leistung laden.
    Die Tesla-Supercharger mit XXX kW sind zu Hause einfach unnötig.

    Die allermeisten Auto-Fahrer kommen abends heim und brauchen das Auto erst am nächsten morgen wieder voll, d.h. man hat ca. 10 Stunden Zeit zum Laden. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von <100 km pro Tag, entsprechend 20kWh sind das 2 kW. Das kann man aus einer normalen Haushaltssteckdose laden!

  2. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: elf 18.08.18 - 21:18

    Denk ich mir grundsätzlich auch. Ne Wallbox mit 11 oder 22kW brauchen die wenigsten.
    Aber 2,2kW Dauerleistung über die ganze Nacht ist auch nicht ohne, erst recht nicht in größeren Tiefgaragen. In unserer vermieteten Tiefgarage passen 80 Fahrzeuge. Das macht läppische 176kW zusärtzliche Leistung, die am Haus ankommen können müssen.
    Mit der angestrebten Regelung kann man jetzt aber immerhin auf jeden Fall einen Anschluss legen.

  3. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: Niaxa 19.08.18 - 12:02

    Es geht nicht darum, ob man das Auto die meiste Zeit des Tages am rumstehen hat. In DE gibt es über 11,5 Millionen Familien mit mindestens einem ledigen Kind im Haushalt. Da braucht man sehr oft zwei Autos und die nicht nur um zur Arbeit zu kommen. Unter der Woche Einkaufen, Wochenendseinkauf, Schule, Kindergarten, Arzt, Arbeit, Fussball für den Kleinen, Fussball Vater (in meinem Fall), andere Hobbys, Essen gehen, Schwimmen gehen, sonstige Unternehmungen für Freizeit und Kinderbespaßung uvm. Dann kommen erst Wochenendsausflüge und co. dazu.

    Klar steht das Auto zeitlich gerechnet auch viel rum, aber eben nie 20 Stunden am Stück. Ich weiß echt nicht wer Bock darauf hat, plötzlich 5 Mal am Tag daran zu denken, wie der Ladestand der Karre ist. Deswegen ist E auch einfach noch nichts für die meisten Leute. Die wollen wie ich vielleicht ein oder zwei Mal die Woche an das Auto denken müssen und selbst dann, soll es wenn möglich gleich wieder voll sein, da man wenn dran gedacht wird, sein Auto einfach braucht.

    Und auch Singlehaushalte sind nicht pure Arbeiterdrohnen , ohne Hobbys und Bedürfnisse. Auch deren Autos stehen nicht Tag und Nacht daheim. Als ich noch Single war, hatte ich ebenfalls keinen Bock mir jeden Tag Gedanken um den Ladestand meines Autos zu machen. Da fährt man an die Tanke und nach 10 Minuten Aufenthalt ist das Thema Auto wieder für eine Woche mindestens abgehakt.

    Soll heißen, ein Auto hat was mit Bequemlichkeit und spontaner Mobilität zu tun. Soll wiederum heißen, das weder die Fahrleistung jedes Elektroautos, noch die Ladeleistung der SC Stationen ausreichend sind. Und da ist es der denkbar ungünstige Weg, noch lahmarschigere Ladestationen etablieren zu wollen. Zumindest wenn man möchte, das E nicht nur ein Nischenprodukt für ne Hand voll Leute bleibt.

    Laden auf 100% muss weitaus schneller gehen und auch wenn's mit dem Thema nichts zu tun hat, die Reichweiten müssen enorm gesteigert werden, damit die Leute mit E was anfangen können. Und erst dann interessiert überhaupt der Preis des ganzen. Also wenn man schon alles auf die privaten Haushalte auslagern will, dann richtig.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.18 12:05 durch Niaxa.

  4. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: Joey5337 19.08.18 - 12:16

    Gerade diese Zweitwagen, mit denen man hauptsächlich in der Stadt rumkutschiert, die Kinder irgendwohin bringt oder abholt, sind die prädestinierten Elektroautos.
    Abends auf den eigenen Parkplatz stellen und einstecken reicht. Im Gegenzug dafür muss man mit diesem Auto nie an eine andere Tankstelle.

    Die große Familienkutsche für Wochenendausflüge, mit der man auch mal in den Urlaub oder zum Möbelhaus fährt, ist meiner Meinung nach noch auf lange Zeit ein Verbrennungsmotor (ob Diesel, Benzin oder Gas spielt hier keine Rolle).

  5. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: Joey5337 19.08.18 - 12:31

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [..]
    > Laden auf 100% muss weitaus schneller gehen und auch wenn's mit dem Thema
    > nichts zu tun hat, die Reichweiten müssen enorm gesteigert werden, damit
    > die Leute mit E was anfangen können. Und erst dann interessiert überhaupt
    > der Preis des ganzen. Also wenn man schon alles auf die privaten Haushalte
    > auslagern will, dann richtig.

    Genau das ist technologisch quatsch und verhindert Elektromobilität, weil die nach dieser Maxime konstruierten Autos dann riesige Batterien haben müssen und viel zu teuer (und unwirtschaftlich) sind.
    Bei Elektromobilität heißt es imho nicht entweder-oder, sondern auch.

    Aus wirtschaftlicher Sicht Verbrenner:
    - wenn ich nur ein Auto habe
    - wenn ich z.B. Außendienstmitarbeiter (mit vielen Tsd Kilometern) bin
    - Als Langstrecken-/Reise-/Urlaubsauto

    Elektro als Zweitwagen, Stadtfahrzeug etc. geht sofort!
    Wir könnten heute schon 10 Mio Elektrofahrzeuge haben. Die Technik ist da und ausgereift.

    Reichweitenangst, Schnellladefähigkeit und die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes spielen dabei keine Rolle. Das funktioniert und wäre gut genug.
    Die Probleme werden uns von der Presse eingeredet. Die testen dann z.B. wie man mit dem Elektroauto von Hamburg nach Kempten kommt etc. Und dann gibt es natürlich - oh Wunder - irgendwelche Probleme.

  6. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: Niaxa 19.08.18 - 12:39

    Dieser Zweitwaagen ist meistens die Familienkutsche. Bei uns ist es der SUV. Und der wird fast ausschließlich benutzt, wobei das andere Fahrzeug benutzt wird um mich zur Arbeit und zurück zu bringen, zum Verein und zurück, wie auch alle Fahrten, wo man eben nicht alle Einpacken muss.

    Sprich eher das letztere wäre für mich ein Eler. Ich wünsche mir aber zwei Eler :-). Weil ich die Idee geil finde, aber leider noch nicht weit genug entwickelt. Für das Arbeitsauto wären mir ebenfalls 300KM Safe ausreichend, wenn ich aber auch in relativ kurzer Zeit die 300 KM wieder zur Verfügung habe.

  7. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: Niaxa 19.08.18 - 12:53

    Natürlich spielt die Reichweite und die Ladegeschwindigkeit eine Rolle, da die Leute eben auch gerade an das Auto, das wenig benutzt wird, nicht pausenlos denken müssen wollen. Einmal in der Hitze des Gefechts nicht ans anstöpseln gedacht und man steht mit der Karre. Ein Auto ist auch Luxus, damit will doch keiner mehr Arbeit haben als unbedingt notwendig. Und so lange es Autos gibt, die eben genau das bieten, werden auch diese gekauft. Vor allem bei den Preisen aktuell und den ganzen Mitbringsel wie Homestation zum Laden, nicht gleichbleibende Reichweite, da Kälte/Wärmeabhängig, Radio, Heizung etc.

    Gerade für den Zweitwagen sind die Leute doch eher zu weniger Aufwand bereit.

    Nicht falsch verstehen. Ich freue mich enorm über jeden Fortschritt in diesem Bereich. Da müssen aber eben auch noch einige kommen. Ansonsten muss man sich eben doch auf andere Technologien konzentrieren, bevor man sogar gesetzlich eingreift bei einer Technik, die nicht mal zu 10% ausgereift, sondern lediglich eine gute Idee ist.

  8. Und die werden dann abgebaut?

    Autor: Oh je 19.08.18 - 14:19

    Falls nicht denkst du dann nochmal drüber nach.

  9. Re: Und die werden dann abgebaut?

    Autor: chefin 20.08.18 - 09:02

    Auch Durchlauferhitzer muss man sich genehmigen lassen. Ein normaler Hausanschluss der nicht dafür ausgelegt ist, hat 35A Vorsicherung. Ein 24KW DLH zieht ungefähr 35A. Es wäre schlicht nicht möglich, da noch irgendwas anderes in der Wohnung zu benutzen ausser Licht.

    Mindestens sind also 50A oder 63A Anschlüsse nötig. Das Problem des Lastmanagement gabs da auch schon. Damals galt zeitweise das kommt zuerst duscht zuerst Prinzip. Manche haben dann einfach nur eine Zulassung eines Boilers bekommen. Der geht mit seinen 6KW eigentlich immer.

    DLH sind Auslaufmodelle, wer immer es kann, vermeidet es Wasser mit Strom heiss zu machen. Ausser beim Wasserkocher und Kaffeemaschine sowie wenn es sprudeln kochen muss, versucht man Öl, Gas, Holz zu nutzen. Weil 1 KWh Strom nunmal 26-28ct kostet, ein KWh Gas 5,5ct, Öl 9ct, Holz je nach dem um die 4-4,5ct. Wirkunsggrade sind zwar bei fossilen Brennstoffen kleiner, aber 90% erreicht man normalerweise schon. Aber selbst bei 80% wäre es noch deutlich billiger. Wobei Nur Holz so weit runter rutschen könnte. Ölbrenner unter 90% sind nicht mehr zulässig, Gas stehen regulär bei 94%-98%.

    Daher sind auch Neubauten bei weitem nicht mehr so stark angebunden wie früher. Unser gestiegener Stromverbrauch kommt nicht aus Peaklasten sondern aus Dauerleistung wie Gefrierschränken, Standby Geräten, Computer.

  10. Re: Und die werden dann abgebaut?

    Autor: elf 20.08.18 - 10:35

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch Durchlauferhitzer muss man sich genehmigen lassen. Ein normaler
    > Hausanschluss der nicht dafür ausgelegt ist, hat 35A Vorsicherung. Ein 24KW
    > DLH zieht ungefähr 35A. Es wäre schlicht nicht möglich, da noch irgendwas
    > anderes in der Wohnung zu benutzen ausser Licht.

    Erschwerend kommt beim Vergleich DLH vs. Wallbox hinzu:
    Ein DLH läuft nur, solange man (kochend) Heißwasser zapfen möchte. Das ist selten länger als 10-20 Minuten. Es können also durchaus auch mehrere DLH an einem Stromkreis hängen, solange nur einer gleichzeitig aktiv ist. Bei der Wallbox zieht man aber auch mal 2h lang mit 22kW Leistung, wenn man 40kWh (ca. 150-250km) laden möchte. Während dieser Zeit kann halt dann keine andere Wallbox am selben Stromkreis mit 35A-Sicherung laden, ohne dass die Sicherung fliegt. Das ist dann ein Problem, wenn nach Feierabend zwischen 17:00 und 19:00 Uhr nach und nach alle E-Autos an ihrer jeweiligen Wallbox angeschlossen sind.

    Dabei brauchen die wenigsten täglich einen Schnelllader zu Hause. So eine schnöde 2,2kW-Haushaltsdose reicht für die allermeisten, um den täglichen Verbrauch (Durchschnitt: 35km/d=ca.7kWh=3,5h*2,2kW laden) wieder aufzufüllen. Aber selbst die steht wohl in den meisten Tiefgaragen nicht zur Verfügung, weil das eben eine bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum bedeutet, der ein Großteil der WEG nicht zustimmt, solange sie selbst keinen Strom an ihrem TG-Stellplatz benötigen. Mit der neuen Regelung könnte sich das ändern. Wer *täglich* mehrere 100km fährt, für den ist meiner Meinung nach ein E-Auto ohnehin noch nicht geeignet. Eine Wallbox anschließen kann derjenige aber trotzdem.

  11. Re: Ein elektrischer Durchlauferhitzer hat 24 kW

    Autor: BRB 21.08.18 - 09:53

    elf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denk ich mir grundsätzlich auch. Ne Wallbox mit 11 oder 22kW brauchen die
    > wenigsten.
    > Aber 2,2kW Dauerleistung über die ganze Nacht ist auch nicht ohne, erst
    > recht nicht in größeren Tiefgaragen. In unserer vermieteten Tiefgarage
    > passen 80 Fahrzeuge. Das macht läppische 176kW zusärtzliche Leistung, die
    > am Haus ankommen können müssen.
    > Mit der angestrebten Regelung kann man jetzt aber immerhin auf jeden Fall
    > einen Anschluss legen.

    Im Prinzip würden die 2,2 kW wahrscheinlich ausreichen. Man kann sich aber ausrechnen, wie das Ganze ablaufen wird: die Installationskosten einer 22 kW Wallbox ist relativ überschaubar. Daher wird es so kommen, dass viele sich direkt die größtmögliche Box installieren lassen, grade auch um für die Zukunft abgesichert zu sein, und vor Allem wenn der Nachbar auf dem Stellplatz nebenan, auch eine 22 kW installiert hat.

    Da wird dann auch ab 17:00 mit der größtmöglichen Leistung geladen werden, selbst wenn das Auto die komplette Nacht nur herumsteht. Dazu kommt, dass immer mehr E-Autos die vollen 22 kW auch nutzen können.

  12. Re: Und die werden dann abgebaut?

    Autor: bofhl 21.08.18 - 10:22

    elf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chefin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auch Durchlauferhitzer muss man sich genehmigen lassen. Ein normaler
    > > Hausanschluss der nicht dafür ausgelegt ist, hat 35A Vorsicherung. Ein
    > 24KW
    > > DLH zieht ungefähr 35A. Es wäre schlicht nicht möglich, da noch
    > irgendwas
    > > anderes in der Wohnung zu benutzen ausser Licht.
    >
    > Erschwerend kommt beim Vergleich DLH vs. Wallbox hinzu:
    > Ein DLH läuft nur, solange man (kochend) Heißwasser zapfen möchte. Das ist
    > selten länger als 10-20 Minuten. Es können also durchaus auch mehrere DLH
    > an einem Stromkreis hängen, solange nur einer gleichzeitig aktiv ist. Bei
    > der Wallbox zieht man aber auch mal 2h lang mit 22kW Leistung, wenn man
    > 40kWh (ca. 150-250km) laden möchte. Während dieser Zeit kann halt dann
    > keine andere Wallbox am selben Stromkreis mit 35A-Sicherung laden, ohne
    > dass die Sicherung fliegt. Das ist dann ein Problem, wenn nach Feierabend
    > zwischen 17:00 und 19:00 Uhr nach und nach alle E-Autos an ihrer jeweiligen
    > Wallbox angeschlossen sind.

    Darum gibt es ja Wallboxen mit Akkus - diese Boxen laden dann deren Akkus sobald kein Nutzer angeschlossen ist, also oft untertags. Einige dieser Wallboxen lassen sich sogar koppeln oder an externe Groß-Akkus anschließen.

  13. Re: Und die werden dann abgebaut?

    Autor: elf 21.08.18 - 10:43

    @bofhl
    Wusste ich nicht, danke.
    Ich denke aber, dass eine solche Lösung bei der Installation dann doch so teuer wird, dass sich das in der Tiefgarage nur wenige leisten. Wenn man wirklich mal schnell laden muss, macht man das dann eben an den öffentlichen Ladestationen. Zumindest ist das meine Denke, wie ich das machen würde. Beim Verbrenner ist man letzteres ja gewohnt.
    Aktuell steht bei mir kein Neukauf eines Autos an, aber wenn wäre mein nächstes Fahrzeug wohl ein PHEV. Wenn ich allein entscheiden könnte ein BEV und würde, trotzdem ich ein eigenes Grundstück mit eigener Garage und bereits vorhandener einfacher Haushaltsteckdose habe, keine Wallbox installieren. So billig sind die Dinger nun auch wieder nicht.

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