1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Gesetzesvorschlag: Regierung fordert…

First come, first serve!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. First come, first serve!

    Autor: Xstream 17.08.18 - 14:07

    Wo ist das Problem die maximale Ladeleistung auf ein Drittel der Stellplätze aufzuteilen und ein Recht auf die Installation einer passenden Steckdose festzuschreiben? Der 1/3 + 1te der eine Station will darf die Kosten für den Ausbau tragen oder muss sich dann mit den anderen zusammentun. So werden die Leute dazu angeregt eine Station zu installieren ohne irgendwelche Subventionen. Im Gegensatz zu dieser Regelung bei der jeder bestraft wird der sich möglichst früh eine Ladestation einrichtet.

  2. Re: First come, first serve!

    Autor: Oktavian 17.08.18 - 17:15

    > Wo ist das Problem die maximale Ladeleistung auf ein Drittel der
    > Stellplätze aufzuteilen und ein Recht auf die Installation einer passenden
    > Steckdose festzuschreiben? Der 1/3 + 1te der eine Station will darf die
    > Kosten für den Ausbau tragen oder muss sich dann mit den anderen
    > zusammentun.

    Das Problem ist, dass die freie Kapazität allen Eigentümern zu gleichen Teilen gehört. Genau aus diesem Grund war bislang bei solchen Änderungen Einsimmigkeit Voraussetzung.

    Nun wäre es hochgradig unfair, wenn ein paar Eigentümer sich auf Basis eines Gesetzes freie Kapazitäten unter den Nagel reißen könnten, die aber allein gleichermaßen und zu gleichen Teilen gehören. Die hier vorgeschlagene Lösung trägt genau dem Umstand Rechnung. Zwar können die schnellen zunächst auf einen Kostenvorteil spekulieren, mittelfristig müssen sie aber wie bei allen baulichen Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum ihren fairen Anteil tragen.

    > So werden die Leute dazu angeregt eine Station zu installieren
    > ohne irgendwelche Subventionen. Im Gegensatz zu dieser Regelung bei der
    > jeder bestraft wird der sich möglichst früh eine Ladestation einrichtet.

    Nein, niemand wird bestraft, es werden nur keine Kostenvorteile für die Schnellen eingeräumt. Dies würde auch vor Gericht schwer haltbar sein, da damit massiv in das Eigentumsrecht der Miteigentümer eingegriffen würde. Der Staat würde hier über Eigentum entscheiden, das ihm einfach nicht gehört.

    Und ja, ich halte die ganze Konstruktion von Eigentumswohnungen für einen großen Unsinn, den es so auch nur in Deutschland gibt. Überall anders gehört ein Haus einer Person (oder einem Unternehmen), aber da wird nichts geteilt. Diese unsägliche Teilung provoziert Massen an Problemen. Eigentumswohnungen kombinieren auf elegante Weise die Nachteile des Eigentums mit den Nachteilen der Miete.

  3. Re: First come, first serve!

    Autor: chefin 20.08.18 - 09:51

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo ist das Problem die maximale Ladeleistung auf ein Drittel der
    > Stellplätze aufzuteilen und ein Recht auf die Installation einer passenden
    > Steckdose festzuschreiben? Der 1/3 + 1te der eine Station will darf die
    > Kosten für den Ausbau tragen oder muss sich dann mit den anderen
    > zusammentun. So werden die Leute dazu angeregt eine Station zu installieren
    > ohne irgendwelche Subventionen. Im Gegensatz zu dieser Regelung bei der
    > jeder bestraft wird der sich möglichst früh eine Ladestation einrichtet.

    Es geht nicht drum, das dein alleiniges Eigentum hier reguliert wird. Im Einfamilienhaus hast du freie Hand. Aber die meisten haben eben kein Einfamilienhaus sondern eine Eigentumswohnung in Gemeinschaft. Stellflächen und Infrastruktur gehören daher allen zu gleichen teilen. Und Kosten für deren Erhaltung sind daher an alle aufzuteilen. Kommt nun einer und will Zusatzleistung aus dem Stromnetz, benachteiligt er den anderen Besitzer. Nicht jeder kann jederzeit das Geld aus dem Ärmel schütteln um sich für 40-60 Tausend ein Auto zu holen.

    Weil du also gerade finanziel etwas klamm bist ziehen alle an dir vorbei. Ich zb würde bei einer solchen Regelung sofort eine billige Wallstation beim Chinesen kaufen, hauptsache billig und 50KW DC. Und montieren. Dieser 50KW gehören dann mir. Zwar werde ich kein E-Auto holen, weil es absolut nicht zu meinem Fahrprofil passt, selbst der Zweitwagen muss mindestens 500km Reichweite für mindestens 6 Fahrten im Jahr haben.

    So, und dann kommst du, aber hast keine Leistung mehr frei, musst also nun neuen Hausanschluss finanzieren. Tja, oder du mietest meine Station. Die Wahl zwischen 100Euro Benutzungsgebühr + Stromkosten stehen 40.000 Euro Hausanschlusskosten dagegen. Soviel dürfte es kosten, wenn die Stromleitung zum Haus verstärkt werden müsste. 100-150 tausend kostet es, wenn das Haus einen eigenen Trafo hat und am 20KV Netz hängt. Dann muss dieser Trafo getauscht werden. Wird ab ca 20 Wohneinheiten so gemacht. 20 Wohneinheiten mit 35A = 700A/350A und damit erreicht man die Grenze wo es noch wirtschaftlich ist. Die 350A sind der Gleichzeitigkeitsfaktor, den das E-werk normalerweise annimmt(50%) und seine Leitung drauf auslegt. Dickere Kabel legt man nicht, weil eben dann der Haustrafo sich lohnt.

    Und das willst du in ein Gesetz giesen? Du hast das Zeug zum Politiker mit solchen Regelungen. Das dürfte sich in einer Liga mit Vorratsdatenspeicherung, Leistungsgesetz etc befinden

  4. Re: First come, first serve!

    Autor: Xstream 20.08.18 - 10:24

    50 kW würdest du bei 1/3 der verfügbaren Gesamtleistung aber eben nicht bekommen...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. CAREL Deutschland GmbH, Gelnhausen
  2. Hays AG, Hannover
  3. ERGO Group AG, Düsseldorf
  4. neam IT-Services GmbH, Paderborn

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de