1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Gigafactory Berlin: IG Metall…
  6. Thema

nützt nur nix...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

Neues Thema


  1. Re: nützt nur nix...

    Autor: NaruHina 02.01.22 - 08:57

    Arbeitet halt nicht jeder in der IT Branche wo man sich den AG nahezu aussuchen kann.

    Gewöhnliche Elektroniker, Chemiker, industiremechaniker, lakierer, etc. Sind relativ leicht austauschbar, und werden meistens nur über Leiharbeitsfirmen überhaupt eingestellt. Dabei werden in der gesamten Metall und Elektro Industrie derlei Fachkräfte gesucht.

    Allerdings mache ich mir da bei Tesla wenig Gedanken, es gibt genug Firmen in der Branche ohne Tarifvertrag, die aber Arbeitsbedingungen nahe an einem solchen haben oder diese in manchen Punkten leicht übertreffen, letztere Gruppe findet dann auch leichter Leute.

  2. Re: nützt nur nix.

    Autor: NaruHina 02.01.22 - 09:03

    Die letzten beiden Tarifverträge waren eher schlecht als gut…

    Und auch davor war es inflations bereinigt, nahe an einer Null Nummer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.22 09:04 durch NaruHina.

  3. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: NaruHina 02.01.22 - 09:11

    Einen Vertrag kann zunächst mal jeder abschließen, betriebliche Verträge zwischen Betriebsrat und Chefetage sind auch in Firmen deren beschäftigte von der igm vertreten werden nix neues.
    Dabei haben die auch mit Tarifvertrag einen großen Gestaltungsspielraum, dass können u.a. zusätzliche Prämien sein, mehr Gehalt, mehr Urlaub, Zuschüsse fürs Essen, aber auch mehr Arbeitsstunden fürs gleiche Geld als der Tarifvertrag vorgibt sein, und diverse andere Dinge…

  4. Re: nützt nur nix...

    Autor: murphsen 02.01.22 - 10:28

    Ver.di hat mittlerweile den Ruf sehr arbeitgeberfreundlich zu sein und sich wenig bis gar nicht um die Mitglieder zu kümmern. Findet sich unter jedem Artikel über die Streiks bei Amazon wieder.
    Die GDL ist in der allgemeinen Wahrnehmung auch ziemlich unten durch.
    Ich teile die Einschätzung von Rulf.

  5. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: Hivel 02.01.22 - 11:07

    demon driver schrieb:
    ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > Tarifverträge können nur die Tarifparteien abschließen, Gewerkschaften und
    > Arbeitgeberverbände oder Einzelunternehmen, das ist ....


    Auch wenn ich hier falsch zitiere, sowohl weil ich das sonst mache, als auch weil ich das mit dem Touchscreen ätzend finde , möchte ich gerne anmerken, dass es auch Tarifpartner gibt die hier gerne vergessen werden:
    Es gibt im Metall Bereich sowohl über die Innungen (das wird hier nicht greifen ), als auch über die Handelskammern in der Regel einen Tarifvertrag. Mitgliedschaften in diesen Bereichen sind für Arbeitgeber obligatorisch.
    Nur weil MA das oft nicht wissen wird da zu wenig drauf verwiesen, auch wenn z.b. hier in der Region der Fachkräftemangel dieses fixierte nievau eh überflügelt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.22 11:16 durch Hivel.

  6. Ist eigentlich egal

    Autor: fanreisender 02.01.22 - 11:37

    Die Frage der Tarifverträge innerhalb von Arbeitgeberverbänden ist letztendlich ein Kompromiss.

    Gewerkschaftliche Arbeit ist nicht an Tarifverträge gebunden. Durch die Tarifverträge befinden sich lediglich alle Beteiligten nicht ständig im Dauerkonflikt. Das hat sich bewährt, zumindest in Deutschland.

    Das mit der Bewährung gilt aus meiner Sicht für die gesamte gewerkschaftliche Arbeit in Deutschland. Klar, dem einen sind die Gewerkschaften nur Schoßhunde, dem anderen lästige Störquellen. Für Beides gibt es Einzelbeispiele. Aber insgesamt stimmt das Gleichgewicht weitestgehend.

  7. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 12:10

    > Gewöhnliche Elektroniker, Chemiker, industiremechaniker, lakierer, etc.
    > Sind relativ leicht austauschbar, und werden meistens nur über
    > Leiharbeitsfirmen überhaupt eingestellt.

    Möchtest Du ernsthaft sagen, meistens (also in mehr als 50% der Fälle) finden Neueinstellungen zum Chemiker, Elektroniker oder Lackierer nur über Leiharbeiter statt? Denk über diese Aussage noch einmal nach.

    Zudem, wer hats erfunden? Richtig, die SPD. Unter Schroeder wurde Leiharbeit in Deutschland massiv gestärkt, vorher war das eher ein Randphänomen.

    > Allerdings mache ich mir da bei Tesla wenig Gedanken, es gibt genug Firmen
    > in der Branche ohne Tarifvertrag, die aber Arbeitsbedingungen nahe an einem
    > solchen haben oder diese in manchen Punkten leicht übertreffen, letztere
    > Gruppe findet dann auch leichter Leute.

    Das Problem ist häufig die Lokalität. Ein Grund, warum in der IT die Bedingungen so viel besser sind, ist die hohe Flexibilität der Angestellten und die Vielzahl der potentiellen Arbeitgeber. Wer in Wolfsburg wohn und Autos zusammenbauen möchte, hat halt nicht sonderlich viel Auswahl. Wenn er nicht zu VW geht, steht ein Umzug an. Und, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt, "woanners is och Scheiße".

  8. Re: nützt nur nix...

    Autor: demon driver 02.01.22 - 12:13

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Arbeitet halt nicht jeder in der IT Branche wo man sich den AG nahezu
    > aussuchen kann.

    Richtig. Und selbst in der IT-Branche kommt es noch sehr auf die Region an, und welche Arbeitswege man in Kauf nehmen möchte, welche Wahl man hat.

    > Gewöhnliche Elektroniker, Chemiker, industiremechaniker, lakierer, etc.
    > Sind relativ leicht austauschbar, und werden meistens nur über
    > Leiharbeitsfirmen überhaupt eingestellt. Dabei werden in der gesamten
    > Metall und Elektro Industrie derlei Fachkräfte gesucht.

    Ja...

    > Allerdings mache ich mir da bei Tesla wenig Gedanken, es gibt genug Firmen
    > in der Branche ohne Tarifvertrag, die aber Arbeitsbedingungen nahe an einem
    > solchen haben oder diese in manchen Punkten leicht übertreffen, letztere
    > Gruppe findet dann auch leichter Leute.

    Ich gehe auch davon aus, dass Tesla nicht die schlechtesten Löhne zahlen wird.

    Bei den Arbeitsbedingungen insgesamt wäre ich nicht so sicher, wenn man die diversen Berichte der letzten paar Jahre aus den USA kennt*. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, reale Arbeitszeiten und sowas. Und da kann man auch nicht einfach sagen, ach, das sind die USA, hier wird das ganz anders laufen. Die US-Unternehmen, die ich in D von innen gesehen habe, haben in D US-amerikanische Vorgaben umgesetzt, die mir strenger erschienen als die deutschen Firmen, deren Produktionsbetrieb ich kennengelernt habe. Wenn da bei einem US-Unternehmen in der US-Produktion Probleme sind, ist zu bezweifeln, dass das in D sehr viel besser werden wird. Da muss schon ganz oben das nötige Bewusstsein fehlen.

    Die Gewerkschaft kann gerade da dann wertvolle Unterstützung leisten. Kann sie natürlich allein schon über den Betriebsrat, wenn's denn ein gewerkschaftsgeführter wird, aber über einen Tarfifvertrag, der regelmäßig neu verhandelt werden muss, gäbe es da viel weiter reichende Möglichkeiten.

    * https://www.theguardian.com/technology/2017/may/18/tesla-workers-factory-conditions-elon-musk *** https://electrek.co/2020/05/21/tesla-employees-fear-unsafe-conditions-at-factory-call-it-modern-day-sweatshop/ *** https://www.businessinsider.com/tesla-workers-reveal-what-customers-should-know-about-working-there-2019-11#salespeople-dont-always-have-all-the-answers-5 *** https://www.businessinsider.com/ex-tesla-employees-reveal-the-worst-parts-of-working-there-2019-9#stock-price-fluctuations-7

  9. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: demon driver 02.01.22 - 12:18

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einen Vertrag kann zunächst mal jeder abschließen, betriebliche Verträge
    > zwischen Betriebsrat und Chefetage sind auch in Firmen deren beschäftigte
    > von der igm vertreten werden nix neues.
    > Dabei haben die auch mit Tarifvertrag einen großen Gestaltungsspielraum,
    > dass können u.a. zusätzliche Prämien sein, mehr Gehalt, mehr Urlaub,
    > Zuschüsse fürs Essen, aber auch mehr Arbeitsstunden fürs gleiche Geld als
    > der Tarifvertrag vorgibt sein, und diverse andere Dinge…

    Klar, das geht. Nennt sich dann Betriebsvereinbarung. Ist aber kein "Tarif" oder "Tarifvertrag" im formalen Sinn.

  10. Re: nützt nur nix...

    Autor: whopper 02.01.22 - 12:38

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > [...] Schmarotzer, Minderleister und Drückeberger, die von mir und
    > meiner
    > > Arbeitsleistung mitfinanziert werden wollen [...]
    >
    > Genügt schon... Manchmal vergesse ich, mit wem ich rede, wenn da 'Oktavian'
    > steht. Danke für die Selbstauskunft zur Gedächtnisauffrischung.
    >


    Made my day.
    Gruss von so nem Schmarotzer/ BR bzw. PR.

  11. Re: nützt nur nix...

    Autor: demon driver 02.01.22 - 12:51

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja... wenn ich mir anschaue, was Verdi so alles in den letzten 20 Jahren
    > abgesegnet hat, würde ich sagen, keine Vertretung wäre zumindest nicht
    > schlechter gewesen, als das, was man jetzt tarifvertragsgebunden alles
    > schlucken muss.
    > Wenn die Arbeitgeber "Ausbeutung JETZT" brüllen, kreischt Verdi "JA
    > GENAU!!" hinteher.

    Sorry, aber das ist doch Unfug. Viele scheinen sich noch nie darüber Gedanken gemacht zu haben, welche äußeren Bedingungen die Einflussmöglichkeiten der Gewerkschaften hart begrenzen, und tun so, als wäre ein schlechtes Verhandlungsergebnis ausschließlich dem fehlenden Willen und/oder Geschick der Gewerkschaft in den Verhandlungen zuzuschreiben. Oder als würden Gewerkschaften ernsthaft auch schon mal die Sache der Arbeitgeber machen.

    Wir haben in Deutschland eine ganz andere, zahmere Gewerkschaftskultur als etwa in Frankreich, so viel ist richtig. Das hat auch die Gesetzgebung so bewirkt, gegen die im 20. Jahrhundert auch nicht mehr nennenswert angekämpft wurde, etwa was das restriktive deutsche Streikrecht angeht, wonach "politische Streiks" verboten sind, Generalstreik sowieso. Da kann der Gesetzgeber einfach mal das Rentenalter erhöhen, und Streiks als Reaktion der Beschäftigten kommen gar nicht erst in Frage.

    Und natürlich kann es auch mal sein, dass einzelne Verhandlungen schon mal schlechter ausgehen, als sie müssten, weil die Verhandlungsführer nicht alles rausgeholt haben, was drin gewesen wäre. Einer Gewerkschaft systematisches Versagen vorzuwerfen, weil es auch über lange Zeit keine guten Abschlüsse gab (und ich weiß, wovon du sprichst, auch aus eigener Anschauung), ist völlig falsch.

    In den dreißig vierzig Jahren sind im Wesentlichen zwei Faktoren für schlechte Tarifergebnisse verantwortlich. Erstens ökonomische Zwänge. Globalisierung und verschärfte internationale Konkurrenz setzt auch die Firmen seitdem immer mehr unter Druck. In den letzten zehn, fünfzehn Jahren merken wir das nicht ganz so sehr, weil wir ein ungewöhnlich lang andauerndes Konjunkturhoch haben, aber wenn z.B. ein Großunternehmen mit Haustarif glaubhaft mit Massenentlassungen drohen kann, für den Fall, dass die Gewerkschaft auf ihren Forderungen beharrt, und dann auch die Betriebsräte sagen, liebe Gewerkschaft, ist zwar scheisze, aber wir müssen uns da etwas zurücknehmen, die meinen das ernst, dann hat sich Verhandlungsspielraum erschöpft.

    Der erste Faktor ist also die Globalökonomie. Und der zweite ist eben der Organisationsgrad in einer Branche. Ich wiederhole mich, aber es ist nun mal so: eine Gewerkschaft kann nur fordern, was sie im Ernstfall mit einem Erzwingungsstreik durchsetzen kann. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Und was ein Erzwingungsstreik durchsetzen kann, das hängt ausschließlich vom Organisationgrad ab, und an der Streikbereitschaft in den Betrieben. Derweil haben viele Gewerkschaften, auch ver.di, in den letzten zwei, drei Jahrzehnten mehr Mitglieder verloren als gewonnen, und manche Branchen sind ohnehin traditionell nur schwach organisiert. Da ist es dann halt so, dass keine sensationell tollen Verhandlungsergebnisse rumkommen. Weil die Rahmenbedingungen so sind, wie sie sind.

    Und nein, ohne Gewerkschaften wäre auch dort ganz sicher nichts besser geworden.

    Und dagegen hilft es nicht, über die Gewerkschaften zu schimpfen und so unentschlossene Beschäftigte weiter von den Gewerkschaften wegzutreiben, dagegen helfen nur mehr Mitglieder.

    Zumal die Mitglieder es sind, die sowohl bei der Erarbeitung der Forderung als auch bei der Annahme eines Verhandlungsergebnisses in einem demokratischen Verfahren mitwirken, und deren Votum letztlich entscheidet, ob das Ergebnis angenommen wird oder ob man in den Erzwingungsstreik gehen will.

  12. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 12:54

    > Made my day.
    > Gruss von so nem Schmarotzer/ BR bzw. PR.

    Auch noch PR, das wird ja immer schlimmer. Gleich zwei Minderleister-Kriterien in nur einer Abkürzung.

  13. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: thinksimple 02.01.22 - 13:10

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rulf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wenn tesla nicht dem arbeitgeberverband beitritt gelten auch keine
    > > tarifverträge...
    >
    > In dem Fall kann man die Gewerkschaft den Abschluss eines
    > Firmentarifvertrags fordern und das auch mit Streiks untermauern. Das ist
    > letztlich genau das, was Ver.di bei Amazon versucht. Die Frage ist halt, ob
    > ausreichend Organisationsgrad besteht, so dass ein Streik entsprechend hohe
    > Produktionsausfälle erzeugt, die Druck auf den Arbeitgeber ausüben. Das
    > gelingt Ver.di bei Amazon wiederum nicht.

    In der Autoindustrie reicht eine gewisse Anzahl an den richtigen Stellen......

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  14. Re: nützt nur nix...

    Autor: demon driver 02.01.22 - 13:12

    murphsen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ver.di hat mittlerweile den Ruf sehr arbeitgeberfreundlich zu sein und sich
    > wenig bis gar nicht um die Mitglieder zu kümmern. Findet sich unter jedem
    > Artikel über die Streiks bei Amazon wieder.
    > Die GDL ist in der allgemeinen Wahrnehmung auch ziemlich unten durch.
    > Ich teile die Einschätzung von Rulf.

    Das mag ja sein, aber wer sich als Beschäftigter von diesem unverdienten "Ruf" beeinflussen lässt, ist selber schuld. Dass unter jedem Amazon-Artikel Leute gegen ver.di hetzen, ist richtig, aber das bedeutet nicht, dass diese Leute auch nur einen Funken Ahnung hätten. Wer als Arbeitnehmer gegen Gewerkschaften hetzt, schießt sich selbst ins Knie. Denn wenn er so dabei mithilft, dass bei den nächsten Tarifverhandlungen die Gewerkschaft noch weniger Mitglieder in den Betrieben hat, dann werden die Ergebnisse nochmal schlechter ausfallen.

    Dabei ist dieser Zusammenhang so einfach, dass ihn wirklich jeder verstehen könnte.

    Und es ist ja auch nicht so, dass Gewerkschaften Verhandlungsergebnisse gegen ihre Mitglieder durchsetzen würden. Es gibt sowohl für die Abstimmung der Forderungen als auch für die Zustimmung zu einem Verhandlungsergebnis demokratische Verfahren. Die Mitglieder wissen in der Regel, ob ein Verhandlungsergebnis, auch wenn's eher bescheiden aussieht, durch weitere Streiks noch verbessert werden kann, und entscheiden dementsprechend.

    Eine Gewerkschaft, die "arbeitgeberfreundlich" wäre, würde ihre Mitglieder deutlich schneller verlieren, als es bei den meisten Gewerkschaften einschließlich ver.di in den letzten Jahren ohnehin der Fall war. Gewerkschaften werden von den Mitgliedern finanziert, nicht von den Arbeitgebern. (Und dass ver.di sich nicht um die Mitglieder kümmern würde, kann ich aus den letzten 25 Jahren in den Betrieben, in denen ich gearbeitet habe, auch auf der individuellen Ebene nicht bestätigen. Es gab die meiste Zeit über einen guten Draht zur jeweils zuständigen Bezirksstelle.)

    Gewerkschaften brauchen mehr Mitglieder, dann können sie mehr erreichen. Es ist wirklich so einfach.

  15. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 13:33

    > In der Autoindustrie reicht eine gewisse Anzahl an den richtigen
    > Stellen......

    Ja, ist das nicht schlimm? Eine vergleichsweise kleine Anzahl kann die Mehrheit der Belegschaft quasi in Geiselhaft nehmen und erpresserisch ihre Forderungen durchsetzen.

    Man sollte dies reglementieren, so dass nur dann eine Gewerkschaft zum Streik aufrufen kann, wenn sie eine nennenswerte Anzahl an MA in diesem Unternehmen repräsentiert.

  16. Re: nützt nur nix...

    Autor: demon driver 02.01.22 - 13:47

    whopper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oktavian schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > [...] Schmarotzer, Minderleister und Drückeberger, die von mir und meiner
    > > > Arbeitsleistung mitfinanziert werden wollen [...]
    > >
    > > Genügt schon... Manchmal vergesse ich, mit wem ich rede, wenn da 'Oktavian'
    > > steht. Danke für die Selbstauskunft zur Gedächtnisauffrischung.
    >
    > Made my day.
    > Gruss von so nem Schmarotzer/ BR bzw. PR.


    Schade, Oktavian kam mir zuvor mit seinem vorhersehbaren Geblöke. Klar, PR ist bei Leuten mit beschäftigtenfeindlicher Agenda natürlich der allerletzte Abschaum; im öffentlichen Dienst ist ja per se schon nur, wer nicht arbeiten will und nicht gut genug ist für die Wirtschaft, und dann auch noch PR...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.22 13:48 durch demon driver.

  17. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 13:52

    > Dass unter jedem
    > Amazon-Artikel Leute gegen ver.di hetzen, ist richtig,

    Dann sind wir uns da ja schon mal einig.

    > Denn
    > wenn er so dabei mithilft, dass bei den nächsten Tarifverhandlungen die
    > Gewerkschaft noch weniger Mitglieder in den Betrieben hat, dann werden die
    > Ergebnisse nochmal schlechter ausfallen.

    Du missverstehst die Kritik. Ich möchte keine Tarifverhandlungen. Ich möchte nicht, dass eine Gewerkschaft sich anmaßt, in meinem Namen verhandeln zu können. Ich möchte frei mit meinem Arbeitgeber meine Bedingungen aushandeln können. Aus diesem Grund käme ich nie auf die Idee, in einem Unternehmen anzufangen, das Tarifverträge abschließt.

    Und ja, es gibt AT, aber faktisch ist es in Unternehmen, die Tarifverträge abgeschlossen haben, für die Leistungsträger deutlich schwieriger, angemessen bezahlt zu werden.

    > Eine Gewerkschaft, die "arbeitgeberfreundlich" wäre, würde ihre Mitglieder
    > deutlich schneller verlieren, als es bei den meisten Gewerkschaften
    > einschließlich ver.di in den letzten Jahren ohnehin der Fall war.

    Noch schneller?

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74814/umfrage/mitglieder-der-gewerkschaft-verdi-seit-2001/

    Die Mitgliederzahl hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigen im tertiären Sektor deutlich gestiegen. Besser kann man doch wohl kaum das Missfallen der Beschäftigten ausdrücken.

    Oder, um es anders auszudrücken, die Gewerkschaften sterben aus. Sie sind ein Fossil aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Damals waren sie sinnvoll, aber mehr und mehr haben sie sich überlebt. Sie verpassen den Wandel, und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

    Nur 15% der Mitglieder von Gewerkschaften sind unter 30, über 40% stehen kurz vor der Verrentung.

    > Gewerkschaften brauchen mehr Mitglieder, dann können sie mehr erreichen. Es
    > ist wirklich so einfach.

    Und einfache Lösungen haben meist eins gemeinsam: Sie sind falsch.

  18. Re: nützt nur nix...

    Autor: demon driver 02.01.22 - 13:54

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du missverstehst die Kritik.

    Nein.

    > Ich möchte keine Tarifverhandlungen.

    Das wissen wir. Es ist irrelevant.

  19. Re: nützt nur nix...

    Autor: thinksimple 02.01.22 - 14:01

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dass unter jedem
    > > Amazon-Artikel Leute gegen ver.di hetzen, ist richtig,
    >
    > Dann sind wir uns da ja schon mal einig.
    >
    > > Denn
    > > wenn er so dabei mithilft, dass bei den nächsten Tarifverhandlungen die
    > > Gewerkschaft noch weniger Mitglieder in den Betrieben hat, dann werden
    > die
    > > Ergebnisse nochmal schlechter ausfallen.
    >
    > Du missverstehst die Kritik. Ich möchte keine Tarifverhandlungen. Ich
    > möchte nicht, dass eine Gewerkschaft sich anmaßt, in meinem Namen
    > verhandeln zu können. Ich möchte frei mit meinem Arbeitgeber meine
    > Bedingungen aushandeln können. Aus diesem Grund käme ich nie auf die Idee,
    > in einem Unternehmen anzufangen, das Tarifverträge abschließt.
    >
    > Und ja, es gibt AT, aber faktisch ist es in Unternehmen, die Tarifverträge
    > abgeschlossen haben, für die Leistungsträger deutlich schwieriger,
    > angemessen bezahlt zu werden.
    >
    > > Eine Gewerkschaft, die "arbeitgeberfreundlich" wäre, würde ihre
    > Mitglieder
    > > deutlich schneller verlieren, als es bei den meisten Gewerkschaften
    > > einschließlich ver.di in den letzten Jahren ohnehin der Fall war.
    >
    > Noch schneller?
    >
    > de.statista.com
    >
    > Die Mitgliederzahl hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert.
    > Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigen im tertiären Sektor deutlich
    > gestiegen. Besser kann man doch wohl kaum das Missfallen der Beschäftigten
    > ausdrücken.
    >
    > Oder, um es anders auszudrücken, die Gewerkschaften sterben aus. Sie sind
    > ein Fossil aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Damals waren sie
    > sinnvoll, aber mehr und mehr haben sie sich überlebt. Sie verpassen den
    > Wandel, und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
    >
    > Nur 15% der Mitglieder von Gewerkschaften sind unter 30, über 40% stehen
    > kurz vor der Verrentung.
    >
    > > Gewerkschaften brauchen mehr Mitglieder, dann können sie mehr erreichen.
    > Es
    > > ist wirklich so einfach.
    >
    > Und einfache Lösungen haben meist eins gemeinsam: Sie sind falsch.


    Am besten wäre für AN wie dich das du alles selbst verhandelst. Aber du dann nicht an den Errungenschaften die andere erkämpft haben partizipieren darfst. Also kein Kündigungsschutz, Arbeitszeitrecht, Urlaubsrecht Lohnfortzahlung usw usf....
    Bist ja schon groß, oder?
    Aber genau solche maulen dann und verweisen plötzlich auf diese Rechte, die von Gewerkschaften errungen wurden, wenn der AG sie dann feuern will......Da werden die großen Jungs dann plötzlich zu weinerlichen Kleinkindern.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  20. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 14:02

    > > Ich möchte keine Tarifverhandlungen.
    >
    > Das wissen wir. Es ist irrelevant.

    Und das ist es, weil Du das so sagst, oder?

    Offensichtlich ist es nicht irrelevant, denn wenn ich mir die Mitgliederzahlen der Gewerkschaften so angucke und die Altersstruktur, dann scheine ich mich in sehr guter Gesellschaft zu befinden. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der unter 50jährigen sieht keinen Vorteil in einer Mitgliedschaft und möchte nicht von Gewerkschaften vertreten werden.

    Gewerkschaften sind eben ein Fossil des letzten und vorletzten Jahrhunderts, sie sterben gerade aus. Man kann regelrecht dabei zugucken.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Lead SAP ABAP Entwickler (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, München
  2. SAP ABAP/UI5 Entwickler (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Osnabrück
  3. SAP Analytics Cloud Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Mannheim
  4. Gruppenleitung Geoinformatik (m/w/d)
    Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE), Peine

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 115€ (UVP 135€)
  2. 159€ (UVP 299€)
  3. (u. a. MSI RTX 3090 Ti für 1.249€, Gigabyte RTX 3090 für 1.099€, XFX RX 6900 XT für 799€)
  4. 899€ (günstig wie nie)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Microsoft Dev Box: Eine eigene Maschine für jeden Entwickler
Microsoft Dev Box
Eine eigene Maschine für jeden Entwickler

Entwicklermaschinen on demand wie Microsofts Dev Box können für ein besseres Miteinander von Admins und Entwicklern sorgen. Wir zeigen, wie man startet und welche Vor- und Nachteile die Dev Box hat.
Eine Anleitung von Holger Voges

  1. Activision Blizzard Britische Kartellbehörde besorgt um Spielemarkt
  2. Open Source Microsoft stellt seine 1.500 Emojis quelloffen
  3. Rechenzentren Microsoft tauscht Server künftig nur alle sechs Jahre aus

Mindaugas Mozuras: Niemand hat je ein perfektes Stück Software geschrieben
Mindaugas Mozuras
"Niemand hat je ein perfektes Stück Software geschrieben"

Chefs von Devs "Effizienz, Pragmatismus und Menschlichkeit" sind für den VP of Engineering der Onlineplattform Vinted die wichtigsten Aspekte bei der Führung eines Entwicklerteams.
Ein Interview von Daniel Ziegener

  1. Ransomware-Angriff Wenn plötzlich nichts mehr geht
  2. Code-Genossenschaften Mitbestimmung und Einheitsgehalt statt Frust im Hamsterrad

Retro Computing: Warum habe ich 2001 kein iBook gekauft?
Retro Computing
Warum habe ich 2001 kein iBook gekauft?

Die Geschichte eines PC-Fehlkaufes und ein Blick auf die Apple-Alternative 20 Jahre später.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. OpenCore Legacy Patcher Entwickler wollen MacOS Ventura auf Uralt-Macs bringen
  2. Apple MacOS Ventura kann nicht mehr bei Analog-Modems helfen
  3. Apple MacOS Ventura will Passwörter abschaffen