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nützt nur nix...

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  1. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 14:09

    > Am besten wäre für AN wie dich das du alles selbst verhandelst. Aber du
    > dann nicht an den Errungenschaften die andere erkämpft haben partizipieren
    > darfst. Also kein Kündigungsschutz, Arbeitszeitrecht, Urlaubsrecht
    > Lohnfortzahlung usw usf....

    Wäre ich vollkommen einverstanden mit.

    > Aber genau solche maulen dann und verweisen plötzlich auf diese Rechte, die
    > von Gewerkschaften errungen wurden, wenn der AG sie dann feuern
    > will......

    Wenn mein AG nicht mehr mit mir zusammenarbeiten möchte, dann sagt er es mir halt. Wir haben im Vertrag Fristen für eine Kündigung, und daran halten wir uns beide.

    Ich sehe die Beziehung zu meinem AG als eine Beziehung auf Zeit, die so lange hält, wie wir beide Vorteil davon haben. Wenn mein AG der Überzeugung ist, besser ohne mich klarzukommen, dann möchte ich da auch gar nicht mehr arbeiten. Wäre das nicht gruselig, eigentlich nicht mehr gewollt und gebraucht zu werden, und nur noch geduldet zu werden, weil man dummerweise mal nen Vertrag gemacht hat, aus dem man nicht mehr rauskommt.

    Und ja, die Situation gab es auch schon mal, in der mein damaliger Chef mich angerufen hat, wir haben über die Arbeits- und Auftragssituation gesprochen, und er hat mich gebeten, mir doch was neues zu suchen. Das habe ich dann auch gemacht.

  2. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 14:11

    > im öffentlichen Dienst ist ja per se schon nur, wer
    > nicht arbeiten will

    Es gibt eigentlich zwei Motivationen: Nicht leisten können oder nicht leisten wollen. Da muss man schon differenzieren.

    > und dann
    > auch noch PR...

    Ja, die Kombination ist schon ziemlich cool. Die Minderleister haben sich ihre Könige gewählt.

  3. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: gaym0r 02.01.22 - 14:17

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rulf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > einkommensicherheit hat erstmal nix mit der gewerkschaft sondern nur mit
    > > der zahlungsfähigkeit des arbeitgebers zu tun [...]
    >
    > Du willst uns also erzählen, dass Arbeitgeber grundsätzlich von sich aus
    > für kaufkraftstabile Gehälter sorgen, bzw. nur dann nicht, wenn sonst
    > Zahlungsunfähigkeit droht? Es gibt da keine Spielräume, bei denen
    > Tarifverträge helfen könnten, sie nach oben hin zu verschieben?

    Bei meinem alten AG wollte der Betriebsrat auf Teufel komm raus den firmeninternen Tariflohn für mich durch drücken - wäre dann weniger als ich bekommen hätte und es ging um Fairness ggü. den anderen Mitarbeitern, die keine Argumente für ihr Gehalt haben ausser "Tariflohn".

  4. Re: nützt nur nix...

    Autor: thinksimple 02.01.22 - 14:18

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Am besten wäre für AN wie dich das du alles selbst verhandelst. Aber du
    > > dann nicht an den Errungenschaften die andere erkämpft haben
    > partizipieren
    > > darfst. Also kein Kündigungsschutz, Arbeitszeitrecht, Urlaubsrecht
    > > Lohnfortzahlung usw usf....
    >
    > Wäre ich vollkommen einverstanden mit.
    >
    > > Aber genau solche maulen dann und verweisen plötzlich auf diese Rechte,
    > die
    > > von Gewerkschaften errungen wurden, wenn der AG sie dann feuern
    > > will......
    >
    > Wenn mein AG nicht mehr mit mir zusammenarbeiten möchte, dann sagt er es
    > mir halt. Wir haben im Vertrag Fristen für eine Kündigung, und daran halten
    > wir uns beide.
    >
    > Ich sehe die Beziehung zu meinem AG als eine Beziehung auf Zeit, die so
    > lange hält, wie wir beide Vorteil davon haben. Wenn mein AG der Überzeugung
    > ist, besser ohne mich klarzukommen, dann möchte ich da auch gar nicht mehr
    > arbeiten. Wäre das nicht gruselig, eigentlich nicht mehr gewollt und
    > gebraucht zu werden, und nur noch geduldet zu werden, weil man dummerweise
    > mal nen Vertrag gemacht hat, aus dem man nicht mehr rauskommt.
    >
    > Und ja, die Situation gab es auch schon mal, in der mein damaliger Chef
    > mich angerufen hat, wir haben über die Arbeits- und Auftragssituation
    > gesprochen, und er hat mich gebeten, mir doch was neues zu suchen. Das habe
    > ich dann auch gemacht.

    Dann solltest du dich selbständig machen....Hättest doch nur Vorteile dadurch.....
    Aber so ganz glaube ich dir nicht das du im Falle des Falles auf dein Recht von Urlaub, Lohnfortzahlung etc verzichtet...
    Genausowenig auf UV, BG usw.....
    Wenn mal was passiert sagt man gerne "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern".
    Gewerkschaften haben viel erkämpft und geleistet. Und sie sind für jene die halt in deinen Augen "nicht gross sind" die Möglichkeit was zu erreichen....Wer meint als Einzelkämpfer durch die Welt zu reisen mag es vielleicht was schönes sein...Aber die arbeiten ja auch gerne nur alleine..

    US Verhältnisse zu haben wäre aber nichts feines.....Da ist meistens jeder sich selbst der nächste. Wenn man mal Jahre dort war will man es nicht hier so haben...

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  5. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 14:29

    > Dann solltest du dich selbständig machen....Hättest doch nur Vorteile
    > dadurch.....

    Hab ich mal durchgerechnet, lohnt sich nicht. Zudem arbeite ich gerne in einem arbeitsteiligen Unternehmen. Ich möchte kein Marketing machen. Ich möchte keine Buchhaltung machen. Ich möchte keine Reiseplanung machen. Ich möchte keinen Vertrieb machen.

    Ich möchte das machen, was ich gut kann, und das in meiner ganzen Arbeitszeit. Dadurch erwirtschafte ich viel mehr, als wenn ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Zeit mit Tätigkeiten verbringe, die ich weder gut kann noch sonderlich mag.

    Ich habe Kollegen, die sind exzellente Buchhalter, Marketing-Spezialisten, Vertriebler, Reiseplaner.

    > Aber so ganz glaube ich dir nicht das du im Falle des Falles auf dein Recht
    > von Urlaub, Lohnfortzahlung etc verzichtet...

    Ich habe nicht gesagt, dass ich auf diese Punkte verzichte, aber ich möchte sie verhandeln können. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, meinem AG das Angebot zu machen, Lohnfortzahlung gibt es erst ab dem 4. Krankheitstag. Ich darf mich 1-3 Tage selbst krankmelden, bekomme aber in der Zeit keinen Lohn und erst ab Tag 4 mit Attest gibt es Lohnfortzahlung. Dafür zahlt mit im Gegenzug mein AG 2% mehr Lohn (den Gegenwert von 4 Tagen). Das wäre doch ein valider Verhandlungspunkt, warum nicht.

    Urlaub verhandelt man doch eh schon lange. Wer hat denn nur den gesetzlichen Anspruch von 20 Tagen im Jahr? Da haben wir doch alle noch ein Schippchen draufgelegt und etwas mehr verhandelt.

    > Gewerkschaften haben viel erkämpft und geleistet.

    Ja, es sind Konstrukte aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Nur sie verpassen immer mehr den Wandel in der modernen Arbeitswelt. Sie sind (noch) lebende Fossilien, denen man gerade beim Sterben live zugucken kann. Fast schon bemitleidenswert.

    > Und sie sind für jene die
    > halt in deinen Augen "nicht gross sind" die Möglichkeit was zu
    > erreichen

    Klar, wer meint, andere bezahlen zu wollen, dass sie für einen reden, kann das ja tun. Nur anscheinend haben immer weniger Leute Lust dazu.

    Traurig wird es immer, wenn Gewerkschaften meinen, in Unternehmen reinreden zu können, in denen die faktisch keine Verhandlungsmacht haben, in denen sie faktisch keine Mitglieder haben. Das ist dann schon ziemlich zum Fremdschämen. Aber okay, das scheint eher eine Spezialität von Verdi zu sein.

    > US Verhältnisse zu haben wäre aber nichts feines

    Das ist jetzt erst mal eine steile Behauptung. Ja, da gibt es einiges, das ich ungerne importieren möchte, aber es gibt auch viele Punkte, die besser geregelt sind.

  6. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: demon driver 02.01.22 - 14:36

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Rulf schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > einkommensicherheit hat erstmal nix mit der gewerkschaft sondern nur mit
    > > > der zahlungsfähigkeit des arbeitgebers zu tun [...]
    > >
    > > Du willst uns also erzählen, dass Arbeitgeber grundsätzlich von sich aus
    > > für kaufkraftstabile Gehälter sorgen, bzw. nur dann nicht, wenn sonst
    > > Zahlungsunfähigkeit droht? Es gibt da keine Spielräume, bei denen
    > > Tarifverträge helfen könnten, sie nach oben hin zu verschieben?
    >
    > Bei meinem alten AG wollte der Betriebsrat auf Teufel komm raus den
    > firmeninternen Tariflohn für mich durch drücken - wäre dann weniger als ich
    > bekommen hätte und es ging um Fairness ggü. den anderen Mitarbeitern, die
    > keine Argumente für ihr Gehalt haben ausser "Tariflohn".

    Ich verstehe den Zusammenhang hier nicht. Kann ja sein, aber was hat dieser eine seltsame Betriebsrat mit den grundsätzlichen Spielräumen bei den Gehältern zu tun, und damit, dass Tarifverträge grundsätzlich für ein höheres Lohnniveau sorgen, als wenn es keine gibt, und dass Arbeitgeber von sich aus eher nicht für höheres Lohnniveau sorgen? Dazu gibt es auch Statistiken.

  7. Re: nützt nur nix...

    Autor: whopper 02.01.22 - 17:57

    Sozialdarwinismus at it's best, einfach nur ekelhaft.
    AN, welche nicht "gross genug" sind, können nicht, wollen nicht, sind nicht geschickt genug beim Verhandeln und sollen halt schlucken. Die Grossen werden schon ausreichend Krümel übrig lassen.
    Und wenn's nicht gefällt, geh doch, is doch nur ein Arbeitsvertrag.

    Bin ich zu masochistisch veranlagt, um so eine, auch bei uns in der Dienststelle verbreitete Aussage, ohne zu widersprechen stehen zu lassen.

    Nach unten treten war schon immer einfacher.

  8. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 18:27

    > Sozialdarwinismus at it's best, einfach nur ekelhaft.
    > AN, welche nicht "gross genug" sind, können nicht, wollen nicht, sind nicht
    > geschickt genug beim Verhandeln und sollen halt schlucken. Die Grossen
    > werden schon ausreichend Krümel übrig lassen.

    Ja nu, mit Gewerkschaften läuft es dann genau anders herum, es wird ständig zum Nachteil der oberen Lohngruppen verhandelt (Einmalzahlungen, fixe Erhöhungbeträge, variable Erhöhungen mit Sockel, etc.). Aus Perspektive der Gewerkschaften verständlich, in den unteren Gruppen sind mehr Beschäftigte, also auch mehr potentielle Mitglieder. In der Konsequenz werden die oberen Lohngruppen ständig geopfert in den Verhandlungen.

    Die Konsequenz hat gerade Verdi in den letzten Jahren immer wieder zu spüren bekommen, aber auch andere Gewerkschaften. Die oberen Lohngruppen treten aus und machen ihre eigenen Vereine auf, sei es Cockpit, Ufo, GDL, Marburger Bund, etc. Die Leistungsträger haben einfach keinen Bock mehr, ständig vernachlässigt zu werden. Solidarität ist eben keine Einbahnstraße.

    Und dann wird es wirklich lustig mit den Gewerkschaften, wenn plötzlich die große Verdi neu gegründete kleine Gewerkschaften bis aufs Blut bekämpft, wenn die sich nicht unterordnen wollen. Man betreibt politische Lobby-Arbeit bis zu Verleumdung, um die kleinen Gewerkschaften zu entmündigen und rauszudrängen.

    > Und wenn's nicht gefällt, geh doch, is doch nur ein Arbeitsvertrag.

    Ich handhabe das so. Wenn mir mein AG nicht gefällt, dann suche ich mir halt einen neuen. Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Ich will mich niemandem aufdrängen. Deshalb ist meine erste Frage an meinen Chef im Jahresgespräch auch immer: "Bist Du zufrieden mit unserem gemeinsamen Engagement, oder wäre es Dir lieber, wenn wir den Arbeitsvertrag auflösen?" Mein Chef muss nicht irgendwas erfinden, konstruieren, um mich loszuwerden. Wenn er mir sagt, er sieht in der weiteren Zusammenarbeit keine Zukunft, bin ich froh, das zu wissen, dann finde ich halt was neues.

  9. Re: nützt nur nix...

    Autor: whopper 02.01.22 - 21:05

    Dann mach.

    Fakt bleibt: Nicht jeder/jede kann das, nicht jeder will das.
    In manchen Augen sind dann solche AN einfach Opfer.
    Ein paar von denen wühlen sich "nach oben" und werden dann "Leistungsträger" genannt.
    Der Rest soll halt auf Trickle-Down hoffen....nö, finde ich. Lieber dran arbeiten, dass die traditionellen Gewerkschaften den Sprung ins heute schaffen.
    Seit Team Gerhard ist das noch schwieriger geworden.

    Die Gewerkschaften müssen mehr bieten, als das Argument der Verhandlungsmacht.

    Allein schon, damit Oktavian, der grosse, mit Glück gesegnete Junge unrecht hat *kleiner Scherz*.

    Darauf erstmal "Vater, Mutter, Kind" von Audio 88 & Yassin.

  10. Re: nützt nur nix...

    Autor: Oktavian 02.01.22 - 22:56

    > nö, finde ich. Lieber dran
    > arbeiten, dass die traditionellen Gewerkschaften den Sprung ins heute
    > schaffen.

    Ja, manche glauben auch, das mit der CDU oder der SPD hinzubekommen. Oder dem ZDF.

    Ich lehne mich da entspannt zurück und schaue den oben genannten Organisationen plus Verdi beim Sterben zu. Sie hatten alle ihre Chance, sie hatten ihre Zeit, ihr Zenit ist vorbei, sie sind zum Selbstzweck verkommen, und sie scheiden dahin. Größte Chance zum Wandel sehe ich eigentlich noch beim ZDF.

    Wäre das nicht traurig, Verdi verliert gegen das Traumschiff. ;-)

    > Seit Team Gerhard ist das noch schwieriger geworden.

    Witzig, oder? Er hat mit Hartz gemeinsam Deutschland tatsächlich weitgehend krisenfest bekommen und dem Arbeitsmarkt ziemlichen Schwung verpasst. Deutschland galt noch in den 90ern als der alte, kranke Mann Europas, und Schröder hat die Sache rumgerissen. Er war halt einfach in der falschen Partei. Ich könnte mir vorstellen, Scholz schafft das auch, und ich könnte mir vorstellen, man wird ihn in der Partei dafür hassen.

    Keine Partei zelebriert die Demontage ihrer eigenen Führung besser als die SPD. Grundeinstellung der SPD ist doch, Willy war der einzig wahre Chef, danach kamen nur noch Luschen.

    > Die Gewerkschaften müssen mehr bieten, als das Argument der
    > Verhandlungsmacht.

    Wenn ich mir die Mitgliederzahlen bei Verdi so angucken, sie sollten sich sehr damit beeilen. Verdi hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert. Ein Großteil der jetzigen Mitglieder steht unmittelbar vor der Verrentung, neue Mitglieder zu finden ist schwierig bis aussichtslos.

    Man könnte fast vermuten Amazon spielt auf Zeit gegen Verdi. Die Frage ist, was passiert früher, die weitgehende Automatisierung der Lager oder der Tod Verdis?

  11. Re: nützt nur nix...

    Autor: Ach 03.01.22 - 00:03

    Die Sicherheit seiner IT-Arbeitsstelle mit der einer Facharbeiterstelle oder gar der einer ungelernten Lohnarbeiterstelle auf eine Stufe zu stellen, und sich gegenüber jenen Arbeitnehmern als "großen Jungen" darstellen, der aus puren Selbstbewusstsein und Ausstrahlung keine Gewerkschaft braucht und alle anderem deshalb genauso wenig Gewerkschaften bräuchten?

    Also ja, solchen Off-Ansichten begegnet man von Zeit zu Zeit, aber von nem Akademiker kommt das jetzt ehrlich ganz schön überraschend.

  12. Re: nützt nur nix...

    Autor: whopper 03.01.22 - 09:58

    Hach, streiten mach doch Spass.:)
    "Witzig", auf so ne Böhmermann-artige Weise find ich u.a. die Irrungen und Wirrungen SPD auch. Zum Glück macht es auch Spass, sich über arrogante (und selbst das ist zumindest nachvollziehbar für mich, von wegen "nur die eigenen Schäfchen ins trockene bringen, alles andere ist mir egal") Meinungen lustig zu machen, von wegen "Recht kommt".

    So, 2 Stunden Kaffee-Pause zu Ende, ich sorge Mal weiter dafür, dass tatsächlich ENDLICH Jahresgespräche eingeführt werden.*lach*

  13. Re: nützt nur nix.

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:03

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die letzten beiden Tarifverträge waren eher schlecht als gut…
    >
    > Und auch davor war es inflations bereinigt, nahe an einer Null Nummer.

    immer noch besser, als reallohnverluste ohne gewerkschafft hinzunehmen...
    im übrigen gibt es einen guten grund für zukünftige tesla mitarbeiter, der IG metall tarif ist von haus aus schon ziemlich hoch, teilweise wohl sogar höher als das was tesla bereit ist zu zahlen.

  14. Re: nützt nur nix...

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:13

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NaruHina schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Arbeitet halt nicht jeder in der IT Branche wo man sich den AG nahezu
    > > aussuchen kann.
    >
    > Richtig. Und selbst in der IT-Branche kommt es noch sehr auf die Region an,
    > und welche Arbeitswege man in Kauf nehmen möchte, welche Wahl man hat.
    >
    > > Gewöhnliche Elektroniker, Chemiker, industiremechaniker, lakierer, etc.
    > > Sind relativ leicht austauschbar, und werden meistens nur über
    > > Leiharbeitsfirmen überhaupt eingestellt. Dabei werden in der gesamten
    > > Metall und Elektro Industrie derlei Fachkräfte gesucht.
    >
    > Ja...
    >
    > > Allerdings mache ich mir da bei Tesla wenig Gedanken, es gibt genug
    > Firmen
    > > in der Branche ohne Tarifvertrag, die aber Arbeitsbedingungen nahe an
    > einem
    > > solchen haben oder diese in manchen Punkten leicht übertreffen, letztere
    > > Gruppe findet dann auch leichter Leute.
    >
    > Ich gehe auch davon aus, dass Tesla nicht die schlechtesten Löhne zahlen
    > wird.
    >
    > Bei den Arbeitsbedingungen insgesamt wäre ich nicht so sicher, wenn man die
    > diversen Berichte der letzten paar Jahre aus den USA kennt*. Arbeitsschutz
    > und Arbeitssicherheit, reale Arbeitszeiten und sowas. Und da kann man auch
    > nicht einfach sagen, ach, das sind die USA, hier wird das ganz anders
    > laufen. Die US-Unternehmen, die ich in D von innen gesehen habe, haben in D
    > US-amerikanische Vorgaben umgesetzt, die mir strenger erschienen als die
    > deutschen Firmen, deren Produktionsbetrieb ich kennengelernt habe. Wenn da
    > bei einem US-Unternehmen in der US-Produktion Probleme sind, ist zu
    > bezweifeln, dass das in D sehr viel besser werden wird. Da muss schon ganz
    > oben das nötige Bewusstsein fehlen.
    >
    > Die Gewerkschaft kann gerade da dann wertvolle Unterstützung leisten. Kann
    > sie natürlich allein schon über den Betriebsrat, wenn's denn ein
    > gewerkschaftsgeführter wird, aber über einen Tarfifvertrag, der regelmäßig
    > neu verhandelt werden muss, gäbe es da viel weiter reichende
    > Möglichkeiten.
    >
    > * www.theguardian.com *** electrek.co ***
    > www.businessinsider.com#salespeople-dont-always-have-all-the-answers-5 ***
    > www.businessinsider.com#stock-price-fluctuations-7
    hehe ich glaube ja fast, nach 2-3 jahren wird musk ein gewerkschaftsfreund werden... die erste zeit wird er rumkotzen warum wir in deutschland so komisch sind und wie es sein kann, dass man nach 8h den stift (bzw den hammer) fallen lässt und was das denn mit bezahlten krankentagen soll und mindestens 24 tagen urlaub etc. aber irgendwann wird auch bei dem der groschen fallen, wenn man die leute nicht so verheizt wie in den usa, bekommt man am ende mehr leistung für weniger geld, sprich mehr produzierte autos, mit weniger belegschaft, einfach weil die leute zwar nicht 12h am stück schuften, aber dafür keine 40-50 krankheitstage haben und sich die übrigen tage nicht nur mit schmerzmitteln über wasser halten können.

  15. Re: nützt nur nix...

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:26

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dass unter jedem
    > > Amazon-Artikel Leute gegen ver.di hetzen, ist richtig,
    >
    > Dann sind wir uns da ja schon mal einig.
    >
    > > Denn
    > > wenn er so dabei mithilft, dass bei den nächsten Tarifverhandlungen die
    > > Gewerkschaft noch weniger Mitglieder in den Betrieben hat, dann werden
    > die
    > > Ergebnisse nochmal schlechter ausfallen.
    >
    > Du missverstehst die Kritik. Ich möchte keine Tarifverhandlungen. Ich
    > möchte nicht, dass eine Gewerkschaft sich anmaßt, in meinem Namen
    > verhandeln zu können. Ich möchte frei mit meinem Arbeitgeber meine
    > Bedingungen aushandeln können. Aus diesem Grund käme ich nie auf die Idee,
    > in einem Unternehmen anzufangen, das Tarifverträge abschließt.
    >
    > Und ja, es gibt AT, aber faktisch ist es in Unternehmen, die Tarifverträge
    > abgeschlossen haben, für die Leistungsträger deutlich schwieriger,
    > angemessen bezahlt zu werden.
    >
    > > Eine Gewerkschaft, die "arbeitgeberfreundlich" wäre, würde ihre
    > Mitglieder
    > > deutlich schneller verlieren, als es bei den meisten Gewerkschaften
    > > einschließlich ver.di in den letzten Jahren ohnehin der Fall war.
    >
    > Noch schneller?
    >
    > de.statista.com
    >
    > Die Mitgliederzahl hat sich in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert.
    > Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigen im tertiären Sektor deutlich
    > gestiegen. Besser kann man doch wohl kaum das Missfallen der Beschäftigten
    > ausdrücken.
    >
    > Oder, um es anders auszudrücken, die Gewerkschaften sterben aus. Sie sind
    > ein Fossil aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Damals waren sie
    > sinnvoll, aber mehr und mehr haben sie sich überlebt. Sie verpassen den
    > Wandel, und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
    >
    > Nur 15% der Mitglieder von Gewerkschaften sind unter 30, über 40% stehen
    > kurz vor der Verrentung.
    >
    > > Gewerkschaften brauchen mehr Mitglieder, dann können sie mehr erreichen.
    > Es
    > > ist wirklich so einfach.
    >
    > Und einfache Lösungen haben meist eins gemeinsam: Sie sind falsch.

    samma was verstehst du denn unter angemessebner bezahlung? nur so mal am rande!
    AT fängt im telekom konzern z.B. bei ~105.000,-¤ an nur mal so als beispiel... ein normaler System engineer in einer boom region kommt so auf ca. sagen wir ~60-65k... beim telekom konzern bist du da bei vergleichbaren stellen schnell mal bei 75k (übrigens je nach entity im konzern mit nur 36h die woche), bei bayer siehts im übrigen ähnlich aus... also ca. 10k mehr als der durchschnitt und wenn ich den median nehme, ist der unterschied vermutlich sogar noch größer...
    so und jetzt du!

  16. Re: nützt nur nix...

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:28

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Ich möchte keine Tarifverhandlungen.
    > >
    > > Das wissen wir. Es ist irrelevant.
    >
    > Und das ist es, weil Du das so sagst, oder?
    >
    > Offensichtlich ist es nicht irrelevant, denn wenn ich mir die
    > Mitgliederzahlen der Gewerkschaften so angucke und die Altersstruktur, dann
    > scheine ich mich in sehr guter Gesellschaft zu befinden. Die weitaus
    > überwiegende Mehrzahl der unter 50jährigen sieht keinen Vorteil in einer
    > Mitgliedschaft und möchte nicht von Gewerkschaften vertreten werden.
    >
    > Gewerkschaften sind eben ein Fossil des letzten und vorletzten
    > Jahrhunderts, sie sterben gerade aus. Man kann regelrecht dabei zugucken.
    es haben auch überwiegend junge und "dynamische" leute FDP gewählt, wie sich die FDP auf das lohnniveau und die arbeitsbedingungen in deutschland auswirken wird, können wir uns alle vorstellen! -___-

  17. Re: nützt nur nix...

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:35

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Dann solltest du dich selbständig machen....Hättest doch nur Vorteile
    > > dadurch.....
    >
    > Hab ich mal durchgerechnet, lohnt sich nicht. Zudem arbeite ich gerne in
    > einem arbeitsteiligen Unternehmen. Ich möchte kein Marketing machen. Ich
    > möchte keine Buchhaltung machen. Ich möchte keine Reiseplanung machen. Ich
    > möchte keinen Vertrieb machen.
    >
    > Ich möchte das machen, was ich gut kann, und das in meiner ganzen
    > Arbeitszeit. Dadurch erwirtschafte ich viel mehr, als wenn ich einen nicht
    > unerheblichen Teil meiner Zeit mit Tätigkeiten verbringe, die ich weder gut
    > kann noch sonderlich mag.
    >
    > Ich habe Kollegen, die sind exzellente Buchhalter, Marketing-Spezialisten,
    > Vertriebler, Reiseplaner.
    >
    > > Aber so ganz glaube ich dir nicht das du im Falle des Falles auf dein
    > Recht
    > > von Urlaub, Lohnfortzahlung etc verzichtet...
    >
    > Ich habe nicht gesagt, dass ich auf diese Punkte verzichte, aber ich möchte
    > sie verhandeln können. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, meinem AG das
    > Angebot zu machen, Lohnfortzahlung gibt es erst ab dem 4. Krankheitstag.
    > Ich darf mich 1-3 Tage selbst krankmelden, bekomme aber in der Zeit keinen
    > Lohn und erst ab Tag 4 mit Attest gibt es Lohnfortzahlung. Dafür zahlt mit
    > im Gegenzug mein AG 2% mehr Lohn (den Gegenwert von 4 Tagen). Das wäre doch
    > ein valider Verhandlungspunkt, warum nicht.
    >
    > Urlaub verhandelt man doch eh schon lange. Wer hat denn nur den
    > gesetzlichen Anspruch von 20 Tagen im Jahr? Da haben wir doch alle noch ein
    > Schippchen draufgelegt und etwas mehr verhandelt.
    >
    > > Gewerkschaften haben viel erkämpft und geleistet.
    >
    > Ja, es sind Konstrukte aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Nur sie
    > verpassen immer mehr den Wandel in der modernen Arbeitswelt. Sie sind
    > (noch) lebende Fossilien, denen man gerade beim Sterben live zugucken kann.
    > Fast schon bemitleidenswert.
    >
    > > Und sie sind für jene die
    > > halt in deinen Augen "nicht gross sind" die Möglichkeit was zu
    > > erreichen
    >
    > Klar, wer meint, andere bezahlen zu wollen, dass sie für einen reden, kann
    > das ja tun. Nur anscheinend haben immer weniger Leute Lust dazu.
    >
    > Traurig wird es immer, wenn Gewerkschaften meinen, in Unternehmen reinreden
    > zu können, in denen die faktisch keine Verhandlungsmacht haben, in denen
    > sie faktisch keine Mitglieder haben. Das ist dann schon ziemlich zum
    > Fremdschämen. Aber okay, das scheint eher eine Spezialität von Verdi zu
    > sein.
    >
    > > US Verhältnisse zu haben wäre aber nichts feines
    >
    > Das ist jetzt erst mal eine steile Behauptung. Ja, da gibt es einiges, das
    > ich ungerne importieren möchte, aber es gibt auch viele Punkte, die besser
    > geregelt sind.
    nenne mir EINEN echten validen punkt!
    das einzige was mir einfällt ist wenn man wirklich wirklich wirklich gut ist (so top entwickler im silicon valley), dass man aktien optionen als prämie bekommt, damit man nicht zur konkurenz geht... aber das betrifft wirklich die allerwenigsten arbeitnehmer in den USA... selbst in der IT gilt dort hire'n'fire... du musst wirklich mehr als top sein um in den usa nicht in der personalmasse unterzugehen und das sind nunmal nicht die normalen angestellten.

  18. Re: Arbeitgeberverband spielt keine Rolle

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:46

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > In der Autoindustrie reicht eine gewisse Anzahl an den richtigen
    > > Stellen......
    >
    > Ja, ist das nicht schlimm? Eine vergleichsweise kleine Anzahl kann die
    > Mehrheit der Belegschaft quasi in Geiselhaft nehmen und erpresserisch ihre
    > Forderungen durchsetzen.
    >
    > Man sollte dies reglementieren, so dass nur dann eine Gewerkschaft zum
    > Streik aufrufen kann, wenn sie eine nennenswerte Anzahl an MA in diesem
    > Unternehmen repräsentiert.
    ich sehe das problem nicht, wenn diese geringe anzahl es hinkriegt, dass die löhne steigen und die bedingungen sich verbessern, sollte man ihnen huldigen!
    das ist btw auch nichts anderes als was die arbeitgeber machen, wenn man keine alternative hat, "ja tut mir leid, wir können deine gehaltsvorstellungen leider nicht befriedigen, aber du kannst ja gerne einen vertrag wo anders unterschreiben..." so werden die löhne ja in weniger boomenden regionen unnötig gedrückt, warum sollten die arbeitnehmer nicht das gleiche machen dürfen.
    es ist nunmal ein fakt, dass die gehälter z.B. im osten oft 30% niedriger ausfallen, als in den boomregionen im westen und süden!

  19. Re: nützt nur nix...

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:50

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Sozialdarwinismus at it's best, einfach nur ekelhaft.
    > > AN, welche nicht "gross genug" sind, können nicht, wollen nicht, sind
    > nicht
    > > geschickt genug beim Verhandeln und sollen halt schlucken. Die Grossen
    > > werden schon ausreichend Krümel übrig lassen.
    >
    > Ja nu, mit Gewerkschaften läuft es dann genau anders herum, es wird ständig
    > zum Nachteil der oberen Lohngruppen verhandelt (Einmalzahlungen, fixe
    > Erhöhungbeträge, variable Erhöhungen mit Sockel, etc.). Aus Perspektive der
    > Gewerkschaften verständlich, in den unteren Gruppen sind mehr Beschäftigte,
    > also auch mehr potentielle Mitglieder. In der Konsequenz werden die oberen
    > Lohngruppen ständig geopfert in den Verhandlungen.
    >
    > Die Konsequenz hat gerade Verdi in den letzten Jahren immer wieder zu
    > spüren bekommen, aber auch andere Gewerkschaften. Die oberen Lohngruppen
    > treten aus und machen ihre eigenen Vereine auf, sei es Cockpit, Ufo, GDL,
    > Marburger Bund, etc. Die Leistungsträger haben einfach keinen Bock mehr,
    > ständig vernachlässigt zu werden. Solidarität ist eben keine
    > Einbahnstraße.
    >
    > Und dann wird es wirklich lustig mit den Gewerkschaften, wenn plötzlich die
    > große Verdi neu gegründete kleine Gewerkschaften bis aufs Blut bekämpft,
    > wenn die sich nicht unterordnen wollen. Man betreibt politische
    > Lobby-Arbeit bis zu Verleumdung, um die kleinen Gewerkschaften zu
    > entmündigen und rauszudrängen.
    >
    > > Und wenn's nicht gefällt, geh doch, is doch nur ein Arbeitsvertrag.
    >
    > Ich handhabe das so. Wenn mir mein AG nicht gefällt, dann suche ich mir
    > halt einen neuen. Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Ich will mich
    > niemandem aufdrängen. Deshalb ist meine erste Frage an meinen Chef im
    > Jahresgespräch auch immer: "Bist Du zufrieden mit unserem gemeinsamen
    > Engagement, oder wäre es Dir lieber, wenn wir den Arbeitsvertrag auflösen?"
    > Mein Chef muss nicht irgendwas erfinden, konstruieren, um mich loszuwerden.
    > Wenn er mir sagt, er sieht in der weiteren Zusammenarbeit keine Zukunft,
    > bin ich froh, das zu wissen, dann finde ich halt was neues.

    sorry wenn ich schon 100.000 euro bekomme, brauche ich nicht nochmal 5000 mehr im jahr, da sind dann 1000 mehr im jahr für einen der nur 30.000 bekommt schon sehr viel sinnvoller.

  20. Re: nützt nur nix...

    Autor: lock_ 03.01.22 - 11:56

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > nö, finde ich. Lieber dran
    > > arbeiten, dass die traditionellen Gewerkschaften den Sprung ins heute
    > > schaffen.
    >
    > Ja, manche glauben auch, das mit der CDU oder der SPD hinzubekommen. Oder
    > dem ZDF.
    >
    > Ich lehne mich da entspannt zurück und schaue den oben genannten
    > Organisationen plus Verdi beim Sterben zu. Sie hatten alle ihre Chance, sie
    > hatten ihre Zeit, ihr Zenit ist vorbei, sie sind zum Selbstzweck verkommen,
    > und sie scheiden dahin. Größte Chance zum Wandel sehe ich eigentlich noch
    > beim ZDF.
    >
    > Wäre das nicht traurig, Verdi verliert gegen das Traumschiff. ;-)
    >
    > > Seit Team Gerhard ist das noch schwieriger geworden.
    >
    > Witzig, oder? Er hat mit Hartz gemeinsam Deutschland tatsächlich weitgehend
    > krisenfest bekommen und dem Arbeitsmarkt ziemlichen Schwung verpasst.
    > Deutschland galt noch in den 90ern als der alte, kranke Mann Europas, und
    > Schröder hat die Sache rumgerissen. Er war halt einfach in der falschen
    > Partei. Ich könnte mir vorstellen, Scholz schafft das auch, und ich könnte
    > mir vorstellen, man wird ihn in der Partei dafür hassen.
    >
    > Keine Partei zelebriert die Demontage ihrer eigenen Führung besser als die
    > SPD. Grundeinstellung der SPD ist doch, Willy war der einzig wahre Chef,
    > danach kamen nur noch Luschen.
    >
    > > Die Gewerkschaften müssen mehr bieten, als das Argument der
    > > Verhandlungsmacht.
    >
    > Wenn ich mir die Mitgliederzahlen bei Verdi so angucken, sie sollten sich
    > sehr damit beeilen. Verdi hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert. Ein
    > Großteil der jetzigen Mitglieder steht unmittelbar vor der Verrentung, neue
    > Mitglieder zu finden ist schwierig bis aussichtslos.
    >
    > Man könnte fast vermuten Amazon spielt auf Zeit gegen Verdi. Die Frage ist,
    > was passiert früher, die weitgehende Automatisierung der Lager oder der Tod
    > Verdis?

    die agenda 2010 hat kaum zur krisenfestigkeit der BRD beigetragen, es wurden einige dinge ausgebügelt die unverantwortlich waren, niemand muss bis ans ende 5000,-¤ im monat arbeitslosen geld bekommen, wenn er nur 2 jahre genug verdient hat, die effekte die deutschland krisenfest gemacht haben, gehen auf eine schon fast abgeschlossene industrielle umstruktueriung zurück und einige zufälle... kein einziger politiker, darf sich das auf sein brust schreiben.

    sinnvoller wäre eine transformation der gewerkschaften und ein umdenken beim deutschen michel, der immer noch an trickle-down glaubt und an den "heiligen" neoliberalismus und das mit einer noch tieferen inbrunst als "plumber joe" in den usa!

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