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  5. › Gigafactory: Tesla baut Riesenakku…

Schlecht geschrieben

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  1. Schlecht geschrieben

    Autor: hamtitampti 19.09.16 - 09:42

    Liebe Golem Redaktion. Leider sind die Leser hier keine Techniker.
    Ein Diagramm über den Lastverlauf über einen Tag würde vielen Leuten das Leben einfacher machen.

    Leute
    In der Nacht hat man etwa 50% Stromverbrauch, der dann zwischen 6 und 8 auf 100% raufknallt.
    Weil man Kraftwerke aber nicht so schnell regeln kann (Atomkraftwerk 24 Stunden, Kohle 6 stunden, Gas 10 min) wird daher der Strom "knapp"
    Knapp heißt auch dass es teuer wird.
    Wird dir teilweise der Strom um 0500 und 0600 noch geschenkt "negative Energiepreise" - teilweise 150euro / MWh so zahlst du um 0800 meist 500-1000 Euro / Mwh
    der Tagesschnitt ist übrigends um 28 Euro / MWH

    Davon Leben in Österreich alle Kaprun Pumpspreicherkraftwerke. Die Kaufen Strom billig in der Nacht ein (oder bekommen sogar geld dafür) um ihn dann in der Frühe oder Mittags "gut bezahlt" zu verkaufen.
    Ein 80MhW Akku mit 20MWh Kapazität heitß: Ich kann das Ding in 4 Stunden Laden und in 4 Stunden Entladen !

    Privatkunden wissen davon noch nichts. Die bekommen einfach einen "summenstrom" verkauft um etwa 28 Euro / Mwh !

    Wenn man konservativ rechnet und sagt:
    1* 80MWh *28 Euro laden = 2240 Euro
    1* 80MWh * 100 Euro entladen = 8000 Euro
    = 5760 Euro Profit / Tag
    = 2,1 Mill Euro / Jahr
    = 21 Mill Euro / 10 Jahre => das entspricht 3650 Lastzyklen was die Kapazität dann auf 70% drückt.

    Tesla verkauft die 10KWh Powerwall für 3500 USD
    eine 80MWh anlage wird daher 8000 Powerwalls sein, das sind dann 28 Mill USD in Summe

    Nein das ist keine Subvention für Tesla. Das ist Marktwirtschaft. Das ist für den Versorger Kosteneffektiv & rentabel und fördert seine Versorgungssicherheit.

    Leider gibts das in DE nicht, weil durch das EEG (Energieumlage) diese Preise einfach den Kunden zwangsdraufgedrückt werden.
    Aber teuer heißt nicht dass es das Problem nicht gibt. Daher tun die Kohle&Atomkraftwerke kraftwerke einfach in der Nacht bis zu 20%-40% des Dampfes "äh der Energie" anstatt ihn zu benutzen durch den Rauchfang jagen.
    "Es lebe die CO2 Bilanz"
    Aber irgendwie muss es ja geklöst werden. Und zahlen tun das alle in der Form der "EEG umlage" !
    Willkommen in der Grünen wirklichkeit.
    Und solange das EEG dieses billige Totsichere Einkommensystem schützt werden hier keine Akkus kommen !
    Das nenn ich Umweltschutz

  2. Re: Schlecht geschrieben

    Autor: Ach 19.09.16 - 10:14

    Batterie-Speicherkraftwerk Berlin-Steglitz

    >Vor der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das Stromnetz in West-Berlin als Inselsystem von der Bewag betrieben. 1986 wurde in Berlin-Steglitz (Welt-Icon) das bis heute in Deutschland größte Batterie-Speicherkraftwerk als Energiereserve und zur Frequenzstabilisierung in Betrieb genommen. Die Anlage hatte eine Spitzenleistung von 17 MW, welche nach Vollladung 20 Minuten lang abgegeben werden konnte, und konnte im optimalen Fall in Summe 14,4 MWh an elektrischer Energie speichern. Die Batterie bestand aus 7080 Bleiakkumulatoren in 12 parallelen Strängen zu je 590 Zellen.


    Batterie-Speicherkraftwerk Hannover

    >Die Kooperationspartner Daimler AG mit ihrer hundertprozentigen Tochter ACCUMOTIVE und enercity (Stadtwerke Hannover AG) werden noch im Jahr 2016 mit dem Bau eines neuen Batteriespeichers beginnen. Es handelt sich dabei um ein Ersatzteillager für elektromobile Batteriesysteme. Rund 3000 der für die aktuelle smart electric drive Fahrzeugflotte vorgehaltenen Batteriemodule werden am enercity-Standort Herrenhausen zu einem Stationärspeicher gebündelt. Mit einer Speicherkapazität von insgesamt 15 MWh ist die Anlage eine der größten Europas. Der Energiespeicher wird nach Fertigstellung am deutschen Primärregelenergiemarkt vermarktet.


    Batteriespeicher Feldheim

    >Im brandenburgischen Feldheim wurde im September 2015 ein Batteriespeicher mit 10 MW Leistung und einer Speicherkapazität von 5 MWh in Betrieb genommen. Das Projekt kostete 12,8 Millionen Euro. Der Speicher stellt Regelenergie für das Stromnetz bereit, um damit Schwankungen, die durch Windkraft- und Solarkraftanlagen entstehen, ausgleichen zu können, was bislang mit fossilen Kraftwerken erfolgt ist. Der Speicher wird von der Firma Energiequelle betrieben.


    Batteriespeicher von Steag

    >Steag plant in den Jahren 2016 und 2017 sechs Batterie-Speicherkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 15 MW zu errichten, die 2016 und 2017 in Betrieb genommen werden sollen. Es handelt sich um Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Aufgestellt werden sollen sie in Nordrhein-Westfalen an den Kraftwerks-Standorten Herne, Lünen und Duisburg-Walsum sowie in Bexbach, Fenne und Weiher im Saarland. Der erste dieser Speicher wurde in Lünen errichtet und im Juli 2016 in den Probebetrieb überführt.

    Nur um mal die Größten zu nennen, die man hierzulande findet.

    Siehe: Wikepedia: Batterie-Speicherkraftwerk

  3. Re: Schlecht geschrieben

    Autor: hamtitampti 19.09.16 - 13:29

    Southern California Edison = 14 Millionen Privatkunden
    Deutschland = 80 Millionen Privatkunden -> Fast 6 mal so groß

    Southern California Edison => 80 MHw Batterie Systeme in Bau bis Ende 2016
    Deutschland = 100Mwh ? (die paar die die oben sind ?)
    auf DE übertragen wäre das 480 MwH "vergleichbar zu sein"
    Und Southern California Edison hat schon angekündigt auf 1000 MhW upgraden zu wollen. Das wär 100% bedarf der kompletten Regelleistung.
    und ein paar Kilometer südlich:

    San Diego Gas & Electric has a larger, 120 MWh battery project planned with AES and Samsung, which is expected to be operational at the end of January 2017.

    In DE braucht man 7000 positive und 5500 MWh negative Regelleistung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_(Stromnetz)

    Regelleistung ist ein Business. Nur nicht in DE. Da zahlt das das EEG.

  4. Re: Schlecht geschrieben

    Autor: Ach 19.09.16 - 14:55

    Es ging nicht um die Menge des bereitgestellten Speichers, es ging darum, dass die Aussage, dass sich in De. niemand um Speicher bemühen würde, so nicht ganz hinkommt. Die auf Wikipedia gelisteten Speicherkraftwerke sind in jeder Fall ganz ernst gemeinte Projekte und keine Schaustücke, und es sieht auch nicht so aus, als ob diese Entwicklung abgeschlossen sei. Im Gegenteil bekommt man den Eindruck, dass es gerade erst los ginge.

    Kritik wo Kritik hingehört, aber in dem Fall scheint sich Batteriespeicher mittlerweile selbst unter den gegebenen und schwierigen Umständen zu lohnen. Wäre mal interessant das zu ergründen warum das so ist.

  5. Re: Schlecht geschrieben

    Autor: hamtitampti 19.09.16 - 20:01

    Aus ihrer sicht ist das verständlich, aber es ist nicht real.
    Leider ist es so, dass in DE die Netzbetreiber (TEnnet,. ..) für die Bereitstellung der Regelleistung verantwortlich sind. Die wird ausgeschrieben, und nicht durch einen Markt bereitgestellt.
    Das läuft so ab: ein Kernkraftwerk oder Kohlekraftwerk sagt: Ich kann 500 MWh postive Regelleistung liefern - für die nächsten Monate ob gebraucht oder nicht, kostet das Summe X

    Diese Summe X wird dann jedem Stromkunden einfach per EEG umlage auf die Stromrechnung geknallt.
    Und das Kraftwerk tut dann ab sofort immer 500 Mwh mehr verbrennen und die Überschuss Energie einfach beim Wärmetauscher abdampfen.

    Gaskraftwerke wären ja eine alternative, aber die sind zu teuer!! Daher werden Sie eingemottet!
    Und warum sind Gaskraftwerke zu teuer?
    Weil Gaskraftwerke einfach Kraftwerke sind. Sogenannte Reservekraftwerke. Die muss man auch bezahlen wenn Sie keinen Strom produzieren. Und wenn die einfach 50% vom Tag sinnlos herumstehen dann wird das unrentabel.
    siehe hier:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kraftwerksbranche-in-aufruhr-26-grosse-kraftwerke-zur-stilllegung-angemeldet/8900468-2.html


    Nein, das EEG Gesetz bring den Markt um. Aber das ist ja alles gewollt damit man Wind und Solar querfinanziert.
    Und solange das EEG Gesetz so ist, wird sich daran nichts ändern.
    Tesla hat das erkannt. Tesla setzt intensiv darauf dass die Kunden Flexible Stromtarife bekommen werden.

    Dh. alle 15 Min andere preise, getrieben nach Angebot und Nachfrage.
    Nur traut sich das die Politik nicht zu sagen. Man redet lieber über Smartmeter, über Flexiblen Stromverbrauch, über "Energiesparen" mit Smartmeter (also ob das Waschen mit der Waschmaschine in der Nacht Strom spart) und weil man soviel Energie spart-> ja auch über die Kostenersparnis!

    Ich habe vor Jahren schon Regierungen dahingehend Beraten (AT/DE) und das ist ein Wahnsinn wie hier getrickst und betrogen wird. Und wie leichtfertig man die stabilen Stromnetze mit politischen kurzfristigen Wahlkampfthemen an die Grenze des Kollapses bringt. Und mit Stromeffizienzverordnungen die zwar gut gemeint aber kontraproduktiv sind, weil sie nur an der Effizienz drehen aber nicht auf die Netzrückwirkung Rücksicht nehmen (weil das mehr kosten würde)

    Nein,die Leute werden Sich an dynamische Strompreise gewöhnen müssen.
    Und auch daran, dass die Solarzellen nicht einfach "alles was herunterkommt" in das Netz eingespeisen dürfen.
    Und auch daran, dass die Netzrückwirkungen (Stromverbrauchs Klirrfaktor) ein teil der Stromrechnung sein wird.
    Damit die Politiker das angehen wird zuerst einen Netzzusammenbruch benötigt. Erst wenn es das Verbundnetz mal Runterreißt und das dann "ohne witz" heißt: 2 Tage keinen Strom in ganz Europa, dann werden die Richtigen Entscheidungen getroffen.

    Hatte man früher 1-2 Kritische Situationen pro Jahr im Europäischen Verbundnetz, so hat man mittlerweile 1-2 / Woche. Es ist nur noch eine frage der Zeit, bis das mal schiefgeht.

    Und das das nur 2 Tage dauert ist ein Optimum Fall. Ich weiß von 3 Kraftwerken in AT die "Schwarzstart" fähig sein sollten, bei deinen man in den letzten Jahren "erfolglos" den Schwarzstart getestet hat, und trotz X-facher Nachbesserung das noch immer nicht klappt. Und dort sind auch so lustige Annahmen wie: Das Telefonieren mit dem Handy funktioniert noch und das Internet geht auch.

    Es gibt nur ganz ganz wenige Schwarzstart fähige Kraftwerke. in AT sind es 3. in DE soweit ich weiß um die 10.
    AT: Pumpspeicher Kaprun + Pumpspeicher Malta
    AT: Donaukraftwerk Wien Freudenau
    Die frage ist allerdings, ob es reicht, dass ein Pumpseicherkraftwerk wie Kaprun das nach 4 Stunden Maximallast leer ist reicht, um ein Kohlekraftwerk (24 Stunden) und ein Atomkraftwerk (48 Stunden) mit Strom zu versorgen bis es Strom liefert mag ich nicht einschätzten.

    Und was einem Atomkraftwerk 2 tage ohne Strom passiert hat man ja in Japan gesehen. Weil dann ist der Diesel leer. Und ein Atomkraftwerk Schwarzstartfähig & selbst erhaltend zu machen, das hat man in Tschernobyl gesehen.

  6. Re: Schlecht geschrieben

    Autor: Ach 20.09.16 - 00:23

    Deine Kritik an der Energiepolitik in Ehren, aber auf die Batteriespeicher bezogen, beißen sich die Aussagen etwas mit der Realität. Die Kraftwerke bestehen nicht aus Luft, die stehen ja da. Man kann sie besuchen und sogar anfassen. Sie sind in das Stromnetz eingebunden und sie werden aktiv dafür verwendet die Stromfrequenz zu stabilisieren, anfangs nur in Berlin und inzwischen in immer mehr Städten. Offensichtlich haben die sich also bewährt und das Interesse wächst.

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