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Der Rodungsstopp ...

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  1. Der Rodungsstopp ...

    Autor: Muhaha 19.02.20 - 15:54

    ... war Folge eines Formfehlers des brandenburgischen Umweltministeriums. Hätte man da einfach die entsprechenden gesetzlichen Fristen eingehalten, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit die ganze Sache relativ fix und mühelos über die Bühne gegangen, hätten beide Vereine keine Möglichkeit gehabt hier nennenswerte Verzögerung zu verursachen.

    Denn das brandenburgische Umweltministerium hat diesem Wald keine besondere Schutzwürdigkeit zugesprochen. Das ist keine Naturaue, die Fläche war als Nutzholzfläche ausgewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass entsprechende Widersprüche zur Baugenehmigung erfolgreich sind, ist nicht hoch, um es mal höflich auszudrücken.

    Stattdessen jetzt wieder ein medial aufgeblasener Shitstorm, wo jeder Honk eindrucksvoll seine gesammelte Ahnungslosigkeit unter Beweis stellen darf. Von verblendeten Naturschutz-Fanatikern, über "Armes Deutschland"-Jammerern bis hin zu Leuten, die alles hassen, was auch nur ansatzweise mit der Partei "Die Grünen" zu tun haben könnte. Auch wenn es das in Wahrheit gar nicht tut.

    Bravo, brandenburgisches Umweltministerium, ganz großes Kino!

  2. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: AllDayPiano 19.02.20 - 16:19

    Du wohnst in einem baufälligen Haus. Realistisch betrachtet wird es in 30 Jahren abgerissen, weil eine Sanierung kaum sinnvoll ist. Dieses Haus liegt in der geplanten Trasse einer Umgehungsstraße, die noch nicht genehmigt ist, aber man davon ausgehen kann, dass dies passieren wird. Man führt Gespräche mit Dir, die Dich entsprechend entschädigen und grundsätzlich bist Du damit einverstanden. Da die Genehmigung noch fehlt, bekommst du allerdings noch keine Entschädigung. Die Genehmigung kann erst erfolgen, wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist.

    Montag morgens wachst Du von Baulärm auf. Ein Bagger fängt gerade an, deine Gartenhütte abzureißen. Deine Einfahrt ist bereits mit Kies zugeschüttet. Dachdecker springen schon oben auf dem Dach herum und fangen an, die Dachziegeln herauszunehmen.

    Wie würdest Du diese Situation bewerten?

  3. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: LH 19.02.20 - 16:36

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie würdest Du diese Situation bewerten?

    Vermutlich als unsinnigen Vergleich, der mit der Situation nichts zu tun hat.

  4. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: Muhaha 19.02.20 - 16:54

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie würdest Du diese Situation bewerten?

    Du brauchst Dich gar nicht um lustige Bildnisse bemühen. Ich verstehe sehr gut, warum man die Rodung stoppen ließ. Meiner Ansicht nach hat das OLG richtig entschieden. Ersma alles auf Halt, bis entsprechende Formalien eingehalten wurden.

  5. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: chewbacca0815 19.02.20 - 17:02

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Ansicht nach hat das OLG richtig entschieden. Ersma alles auf Halt, bis entsprechende Formalien eingehalten wurden.

    Die Fläche ist doch schon einmal gerodet worden für die Schaffung eines Industriegebietes, dass dann doch nicht kam. Die Fichten dort sind Wildwuchs durch Windaussaat. Was an diesem "Acker" soll den Jahrhunderte alter Baumbestand sein?

  6. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: Muhaha 19.02.20 - 17:13

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was an diesem "Acker" soll den Jahrhunderte
    > alter Baumbestand sein?

    Nichts. Und nichts dergleichen habe ich behauptet. Der Wald war bei der Entscheidung des OLGs irrelevant. Ein Formfehler durch das brandenburgische Umweltministerium. DAS hat das OLG moniert und entsprechend handeln lassen.

    Was nun den Wald betrifft ... die Entscheidung des Umweltministeriums war nur der Form halber falsch, in der Sache aber richtig. Die Fläche ist nicht schützenswert, weil sie als Nutzholzfläche ausgewiesen ist und die Bäume so oder so zum Fällen vorgesehen sind.

    Wenn man etwas im Kontext Naturschutz kritisieren könnte, dann wäre das der Punkt Flächenversiegelung, aber zum einen scheint das bei den Protesten keine Rolle zu spielen und zum anderen hat Tesla die Schaffung entsprechender Ausgleichsflächen zugesagt. Was passiert, wenn Tesla das nicht umsetzt, ist mir leider nicht bekannt. Gibt es eine Frist, bis zu der Tesla den neuen Wald gepflanzt haben soll?

  7. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: gorsch 19.02.20 - 17:28

    > Ersma alles auf Halt, bis entsprechende Formalien eingehalten wurden.

    Warum diese Haltung? Warum muss in Deutschland jede noch so unsinnige Formalie eingehalten werden? Wir wären alle ärmer, wenn das wirklich immer so geschehen würde. Sapere Aude!

  8. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: AllDayPiano 19.02.20 - 17:36

    Naja weil halt gewisse Teile eines Verfahrens Vorschrift sind, und mit der Rodung gegen Gesetze verstoßen wurde.

  9. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: jimbokork 19.02.20 - 17:50

    vermutlich wird noch nach flächen dafür gesucht ... sonst hätte die damit bestimmt schon angefangen ... ;-)

    der mist ist einfach zeitlich viel zu ambitioniert durchgewunken worden, das gericht hat zurecht den stopp verhängt.

  10. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: Tet 19.02.20 - 19:01

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie würdest Du diese Situation bewerten?

    Du wohnst in einer erntereifen Kiefernplantage?

  11. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: gadthrawn 19.02.20 - 19:06

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Meiner Ansicht nach hat das OLG richtig entschieden. Ersma alles auf
    > Halt, bis entsprechende Formalien eingehalten wurden.
    >
    > Die Fläche ist doch schon einmal gerodet worden für die Schaffung eines
    > Industriegebietes, dass dann doch nicht kam. Die Fichten dort sind
    > Wildwuchs durch Windaussaat. Was an diesem "Acker" soll den Jahrhunderte
    > alter Baumbestand sein?


    Das wurde in den 40 wenn gerodet. Weiter etwa 80 Prozent des Deutschen Waldes, da Baumaterial zum Wiederaufbau fehlte. In den 60 wenn würde Wald wieder aufgeforstet. So ein Wald ist das. Danach nicht mehr gerodet - man kann mit den Bäumen erst nach etwa 120 Jahren etwas anfangen...

  12. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: ip_toux 19.02.20 - 19:26

    jimbokork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vermutlich wird noch nach flächen dafür gesucht ... sonst hätte die damit
    > bestimmt schon angefangen ... ;-)
    >
    > der mist ist einfach zeitlich viel zu ambitioniert durchgewunken worden,
    > das gericht hat zurecht den stopp verhängt.

    Doe Flächen gibt es bereits! Spree zum Beispiel, man muss sich nur mal informieren.

  13. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: Muhaha 19.02.20 - 20:02

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Warum diese Haltung? Warum muss in Deutschland jede noch so unsinnige
    > Formalie eingehalten werden?

    Weil das eine sinnvolle (!) Formalie ist. Was nützt Dir ein Einspruchsrecht bei Bauvorhaben, wenn im Vorfeld bereits nicht mehr rückgängig zu machende Tatsachen geschaffen werden?

    > Wir wären alle ärmer, wenn das wirklich immer
    > so geschehen würde. Sapere Aude!

    Oh bitte, mir kommen gleich die Tränen ...

  14. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: AllDayPiano 19.02.20 - 20:44

    Kiefern werden zwischen 300-600 Jahre alt, erreichen ihre volle Wuchshöhe nach so um die 120 Jahre.

    Und nein, ich wohne nicht in einer nicht im Ansatz erntefreifen Kiefernplantage, aber bin scheinbar Zuschauer einer erntereifen RTL Daily Soap hier.

  15. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: ssj3rd 19.02.20 - 21:53

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du wohnst in einem baufälligen Haus. Realistisch betrachtet wird es in 30
    > Jahren abgerissen, weil eine Sanierung kaum sinnvoll ist. Dieses Haus liegt
    > in der geplanten Trasse einer Umgehungsstraße, die noch nicht genehmigt
    > ist, aber man davon ausgehen kann, dass dies passieren wird. Man führt
    > Gespräche mit Dir, die Dich entsprechend entschädigen und grundsätzlich
    > bist Du damit einverstanden. Da die Genehmigung noch fehlt, bekommst du
    > allerdings noch keine Entschädigung. Die Genehmigung kann erst erfolgen,
    > wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist.
    >
    > Montag morgens wachst Du von Baulärm auf. Ein Bagger fängt gerade an, deine
    > Gartenhütte abzureißen. Deine Einfahrt ist bereits mit Kies zugeschüttet.
    > Dachdecker springen schon oben auf dem Dach herum und fangen an, die
    > Dachziegeln herauszunehmen.
    >
    > Wie würdest Du diese Situation bewerten?

    Die Antwort kann hier nur 42 lauten

  16. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: gorsch 19.02.20 - 21:57

    > Weil das eine sinnvolle (!) Formalie ist. Was nützt Dir ein Einspruchsrecht bei Bauvorhaben, wenn im Vorfeld bereits nicht mehr rückgängig zu machende Tatsachen geschaffen werden?

    Es ist eben nicht sinnvoll, ein Verfahren für einen Einspruch zu eröffnen, der keine Aussicht auf Erfolg hat, nur der Formalität halber. Das ist einfach nur Zirkus auf Kosten der Allgemeinheit.

    In der Praxis werden Formalitäten - auch in Deutschland - oft nicht eingehalten, weil das im Interesse aller Beteiligten ist.

    Es gibt aber auch Querulanten die sich sinnlos durch das System klagen, was "formell" ja möglich ist. Wenn das jeder tun würde, würde das System durch Überlastung kollabieren, der Formalität halber.

  17. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: gorsch 19.02.20 - 22:09

    Wenn das wirklich so Vorschrift wäre, hätte die Vorinstanz doch nicht gegenteilig entschieden. So offensichtlich ist das alles nicht. Wo steht bitte, dass die Baugenehmigung vorliegen muss, um den Wald zu roden, wofür es ja eine Genehmigung vom Umweltamt gab?

  18. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: pythoneer 19.02.20 - 22:15

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn das wirklich so Vorschrift wäre, hätte die Vorinstanz doch nicht
    > gegenteilig entschieden. So offensichtlich ist das alles nicht. Wo steht
    > bitte, dass die Baugenehmigung vorliegen muss, um den Wald zu roden, wofür
    > es ja eine Genehmigung vom Umweltamt gab?

    Nirgends steht das. Und AllDayPiano wiederholt das gebetsmühlenartig ohne auf Kritik dahingehen einzugehen und mal was mit Substanz (so wie Quellen) einzugehen. Da wird dann einfach immer wieder das gleiche Behauptet ohne jemals auf Kritik (wie hier https://forum.golem.de/kommentare/automobil/gruenheide-umweltbewegung-agiert-bei-tesla-fabrik-ungluecklich/unglueckliches-agieren/132736,5597993,5598127,read.html#msg-5598127 ) die mit Quellen belegt ist einzugehen. Da sollte man sich dann vielleicht auch nicht mehr so viel Mühe geben – auf eine Diskussion mit Erkenntnisgewinn scheint das nicht ausgelegt zu sein.

  19. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: AllDayPiano 19.02.20 - 22:40

    Nur weil ich keine Handy Suchtel bin, die alle fünf Minuten zwanghaft und hysterisch das Forum nach Antworten abklappert, mir Erkenntnisresistenz zu bescheinigen, grenzt schon stark an Arroganz.

    Gute Nacht.

  20. Re: Der Rodungsstopp ...

    Autor: Muhaha 19.02.20 - 23:15

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist eben nicht sinnvoll, ein Verfahren für einen Einspruch zu eröffnen,
    > der keine Aussicht auf Erfolg hat, nur der Formalität halber. Das ist
    > einfach nur Zirkus auf Kosten der Allgemeinheit.

    Das ist das Gesetz, mein Lieber. An das sich alle (!) zu halten haben. Du, ich, das brandenburgische Umweltministerium.

    > In der Praxis werden Formalitäten - auch in Deutschland - oft nicht
    > eingehalten, weil das im Interesse aller Beteiligten ist.

    Hier ist es aber NICHT im Interesse aller Beteiligten. Verstehst Du das nicht? Im Interesse aller (!) Beteiligten muss hier zuerst die Einspruchsfrist eingehalten werden. Die Rodung hätte nicht mehr rückgängige Fakten geschaffen.

    > Es gibt aber auch Querulanten die sich sinnlos durch das System klagen, was
    > "formell" ja möglich ist. Wenn das jeder tun würde, würde das System durch
    > Überlastung kollabieren, der Formalität halber.

    "Wenn das jeder tun würde" ist kein Argument, sondern Geschwätz. Denn das System kollabiert nämlich nicht, weil es eben NICHT jeder tut :)

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