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Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

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  1. Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: schap23 19.02.20 - 17:01

    Nur weil Elektromobilität derzeit In ist und sich die Politiker mit der Ansiedlung von Tesla schmücken wollen, kann man nicht von dem gesetzlich vorgegebenen Verfahren abweichen. Wenn man die Vorschriften zur Umweltverträglichkeitsprüfung lockern will, muß man das für alle machen, sei es Autohersteller oder Kohleunternehmen.

    Mit einer vorläufigen Rodungsgenehmigung werden Tatsache geschaffen, die später nicht rückgängig gemacht werden können. Sollte das Verfahren später zu einer Ablehnung führen, ist eine Aufforstung kaum ein Ausgleich. Bis die Bäume wieder gewachsen sind, vergehen Jahrzehnte.

    Nicht die Umweltverbände sondern die zuständigen Behörden reagieren extrem ungeschickt. Deutschland ist nicht China sondern ein Rechtsstaat. Da bekommt man die Genehmigung für so ein Vorhaben nicht in Tagen oder wenigen Wochen.

  2. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: Anduko 19.02.20 - 18:23

    All das was dort gemacht wird ist rechtlich korrekt.
    Der Wald wäre doch sowieso dieses oder nächstes Jahr gefällt worden. Auch ohne Tesla...

  3. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: andrec 19.02.20 - 18:50

    Wäre er das? Woher stammt diese Information?
    Ich habe da so meine Zweifel.
    Für gewöhnlich wird Nutzholz eher nicht hektarweise geerntet, sondern in Einheiten, die eine gleichzeitige Wiederaufforstung ermöglichen ohne große Brachflächen zu hinterlassen. Oft werden in solchen Plantagen auch nur einzelne Bäume entnommen, um dem Rest die Möglichkeit zu geben, sich besser zu entwickeln, um damit am Ende besseres Geld zu verdienen.

    Ich halte das Vorgehen der Grünen Liga für korrekt, sofern es tatsächlich um die Einhaltung rechtlicher Vorgaben geht.
    Solche vergleichsweise extrem großflächigen Rodungen zu genehmigen ohne sicher sein zu können, dass am Ende tatsächlich der Bau stattfindet (die endgültige Genehmigung für den Bau steht ja immer noch aus) macht absolut keinen Sinn.
    Da hat sich offensichtlich jemand den Scheuer Andi zum Vorbild genommen - der hat ja auch irgendwie was mit Autos zu tun

  4. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: gadthrawn 19.02.20 - 19:01

    Anduko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > All das was dort gemacht wird ist rechtlich korrekt.
    > Der Wald wäre doch sowieso dieses oder nächstes Jahr gefällt worden. Auch
    > ohne Tesla...


    Nö. Die Bäume waren erst nach 120 Jahren erntereif. Das waren noch 60 Jahre. Zudem ist das ursprünglich zur Wiederaufforstung nach 2 Weltkrieg angepflanzt worden. Wie viele deutscher Wälder...

  5. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: Copper 20.02.20 - 17:24

    Kann man so nicht sagen. Erntereif ist ein Baum, wenn es der Grundstückseigentümer für sinnvoll erachtet.
    Und das kann durchaus variieren. Denn je nachdem, was man aus dem Holz macht, ist manchmal etwas jüngeres Holz mit dünneren Stämmen eher gefragt als 120-jähriger Bestand.

    Fakt ist: Nachdem es sich um eine Nutzpflanzung handelt, kann der Wald quasi jederzeit abgeholzt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob und inwieweit für die Abholzung (Rodung mglw. doch) überhaupt eine Genehmigung notwendig ist.
    In anderen Gegenden (bayerischer Wald) sind die einzigen, die den aufgrund Käferbefall abzuholzenden Bäumen nachtrauern, die Waldbauern selber, weil die Holzpreise im Keller sind.

  6. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: das-emu 20.02.20 - 18:12

    Umtriebszeit von Kiefern beträgt 80-140 Jahren. D.h nach dieser Zeit werden die LETZTEN Bäume des bestandes gefällt. (Aussnahmen sind s.g. Samenbäume) solch alte Kiefern benötigen aber 7 Meter abstand zum nächsten Baum, d.h dazwischen muss schon früher immer wieder im laufe der Jahre ausgemistet werden.

    Je nach Waldbaulichen zielen ist das aber nicht massgebend. Will man Industrieholz (Papier zb) braucht man nicht solange zu warten. Denn: 120 Jahre alte Kiefern erntet man nicht mit dem Vollernter, (zu dick, zu schwer) die müssen manuel gelegt werden. Ein 60 Jahrer alter bestand räumt man mit dem Vollernter in kurzer Zeit ab.

  7. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: iSkelzor 20.02.20 - 18:47

    Ich finde es ja sehr schön, dass hier die Forstjuristen zusammenkommen und sich austauschen. Am Ende reden wir aber immer noch über ein paar Hektar künstlichen, monokulturellen Wald, der sowieso irgendwann gefällt wird. Und weil Leute nichts besseres zu tun haben, als sich künstlich aufzuregen, werden Gerichte beschäftigt und Geld verbrannt.

    Ich meine was ist das für eine Wohlstandsgesellschaft - denen geht es doch allen irgendwie zu gut.

    Und dann dieser Artikel - "Über Elektromobilität muss man reden" - wir reden seit Jahren darüber - jetzt wird was gemacht und das ist gut so.

  8. Re: Rechtlich korrektes Vorgehen ist erforderlich unabhängig vom Antragssteller

    Autor: das-emu 20.02.20 - 21:20

    Na versteh mich nicht falsch. Ich komme beruflich aus dem Forst und sage: weg damit.

    Mir geht es um die Leute die behaupten wollen, der "Wald" wäre erst mit 120 Jahren schlagreif. Das ist in vielerlei hinsicht einfach falsch. Am besten sind jene die sogar meinen, man könne mit einer Kiefer die nicht 120Jahre alt ist nichts anfangen.

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