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Unglückliches Agieren?

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  1. Unglückliches Agieren?

    Autor: Fregin 19.02.20 - 16:23

    Das ist aber sehr euphemistisch. Dämlich triffts weit besser. Man ist prinzipiell erstmal dagegen, egal um was es geht. Um Umweltschutz gehts da nicht.

  2. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: AllDayPiano 19.02.20 - 16:31

    So ein Unfug!

    Das Umweltrechliche Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Damit ist jetzt doch überhaupt noch nicht rechtssicher festgestellt, dass die Rodung zulässig ist.

    Jeder andere Mensch dürfte keinen Zweig an einem toten Baum abschneiden, bevor das Verfahren abgeschlossen ist. Anders sieht es aber scheinbar der Bauträger, der trotz alledem die Harvester losrennen lässt.

    Das OVG hat klar festgestellt, dass für alle die gleichen Spielregeln zu gelten haben. Und das bedeutet, dass erst gerodet werden darf, wenn das Verfahren abgeschlossen ist.

    Und diese bombastische Verzögerung sind etwa 14 Tage! Also lasst mal die Kirche im Dorf. Das OVG will bis Ende Februar abschließend urteilen.

  3. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: sav 19.02.20 - 17:20

    Ist nicht das Problem, dass wenn die bis Ende Februar nicht fertig werden mit der Rodung, sie erst im September /Oktober weiter machen dürfen? Vielleicht war es aber auch Ende März. 🤷‍♂️

  4. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: jimbokork 19.02.20 - 17:34

    dann wurde das ganze verfahren zu spät begonnen, auch von tesla.

    von november bis ende februar ist nicht einmal ein halbes jahr, angesichts der größenordnung des vorhabens ist das verblüffend ambitioniert/kurzfristig



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.02.20 17:38 durch jimbokork.

  5. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: Herr Unterfahren 19.02.20 - 17:49

    >>Jeder andere Mensch dürfte keinen Zweig an einem toten Baum abschneiden, bevor das Verfahren abgeschlossen ist. Anders sieht es aber scheinbar der Bauträger, der trotz alledem die Harvester losrennen lässt.

    "Harvester" ist hier ein gutes Stichwort.
    Der Wald, wenn man davon sprechen mag, ist so oder so erntereif. Das passiert fast täglich mit dutzenden solcher Baumflächen überall in Deutschland. Und keiner klagt dagegen.

    Was nach der Ente mit dem Gelände geschehen soll, wird natürlich erst im März entschieden. Aber die Bäume kommen so oder so weg.

  6. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: jimbokork 19.02.20 - 17:56

    nur wenn er übereif/faulig wäre. warum wurde der noch nicht gerodet? richtig weil die palet/holzpreise gerade im keller sind(u.a. lascher winter), damit ist er weiterhin eine anlage für den nächsten kälteeinbruch und kein zu spottpreisen verschacherbares gut.

  7. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: pythoneer 19.02.20 - 18:56

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Unfug!
    >
    > Das Umweltrechliche Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

    Richtig.

    > Damit ist jetzt doch überhaupt noch nicht rechtssicher festgestellt, dass
    > die Rodung zulässig ist.

    Richtig. Muss es aber auch nicht. Nicht jeder Amtsakt muss von einem Gericht rechtssicher festgestellt werden. Wenn ich einen neuen Ausweis im Bürgeramt ausgestellt bekomme, dann muss kein Verwaltungsgericht rechtssicher feststellen ob das auch zulässig ist. Das Amt muss nur aufgrund einer rechtlichen Grundlage handeln.

    Das Landesamt für Umwelt hat die Zulassung des vorzeitigen Beginns für die Rodung des Waldes (91,56 Hektar) und bauvorbereitende Maßnahmen wie das Anlegen von Baustraßen zu diesem Gebiet nach Paragraph 8a Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt *¹.



    > Jeder andere Mensch dürfte keinen Zweig an einem toten Baum abschneiden,
    > bevor das Verfahren abgeschlossen ist.

    Das ist falsch. Tesla hat die Zulassung für das Roden vom Landesamt für Umwelt erhalten, nach Paragraph 8a Bundes-Immissionsschutzgesetz.

    > Anders sieht es aber scheinbar der
    > Bauträger, der trotz alledem die Harvester losrennen lässt.

    Das ist nun völlig falsch.

    > Das OVG hat klar festgestellt, dass für alle die gleichen Spielregeln zu
    > gelten haben.

    Das hat das OVG nicht festgestellt. Wäre auch der falsche Ort für so eine Feststellung. Für so etwas ist wohl eher das Bundesverfassungsgericht zuständig.

    > Und das bedeutet, dass erst gerodet werden darf, wenn das
    > Verfahren abgeschlossen ist.

    Wieder völlig falsch. Wenn man sich den originalen Beschluss des OVG vom 15.02.2020 *² mal durch lesen würde, dann wäre das auch offensichtlich. Die Rodung wurde gestoppt, damit Tesla nicht schon längst fertig ist – und somit keine Grundlage mehr besteht – bevor das Gericht nicht eine Entscheidung getroffen hat. Und die Entscheidung kann mit hoher Wahrscheinlichkeit lauten, dass alles seine Richtigkeit hat. Es geht hier nur um die Gewährung effektiven Rechtsschutzes indem nicht schon vor der Verhandlung keine Bäume mehr da stehen auch wenn der Antragssteller (Grüne Liga) verliert.

    > Und diese bombastische Verzögerung sind etwa 14 Tage! Also lasst mal die
    > Kirche im Dorf. Das OVG will bis Ende Februar abschließend urteilen.

    Es geht nicht um 14 Tage. Erstens hat das Gericht gesagt, dass es möglichst bald ein Urteil verkünden will und zwar in einem Rahmen, dass für einen positiven Ausgang für Tesla, diese noch regulär Roden dürfen. Das dürfen sie wohl noch bis zum 1. März – danach müsste Tesla sich wohl um eine Sondergenehmigung kümmern, da dann bereits die Vegetationsperiode begonnen hat und Rodungen erstmal ausgeschlossen sind. Das würde dann zu einer Verschiebung in den Herbst führen – und wie der Wirtschaftsminister schon angedeutet hat, in diesem Falle besteht durchaus die Möglichkeit, dass Tesla sich das ganze dann noch mal überlegt *³.

    *¹ https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/start/aktuelles/presseinformationen/detail/~13-02-2020-tesla-hat-zulassung-fuer-vorzeitigen-baubeginn-erhalten

    https://www.gesetze-im-internet.de/bimschg/__8a.html

    *² https://drive.google.com/drive/folders/1EgSjlZv-wniRTlqmk6mL0FfsOKnpGzcV

    *³ https://twitter.com/Micha_BILD/status/1230129349204086784



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.02.20 19:09 durch pythoneer.

  8. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: gadthrawn 19.02.20 - 18:58

    Herr Unterfahren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >>Jeder andere Mensch dürfte keinen Zweig an einem toten Baum abschneiden,
    > bevor das Verfahren abgeschlossen ist. Anders sieht es aber scheinbar der
    > Bauträger, der trotz alledem die Harvester losrennen lässt.
    >
    > "Harvester" ist hier ein gutes Stichwort.
    > Der Wald, wenn man davon sprechen mag, ist so oder so erntereif. Das
    > passiert fast täglich mit dutzenden solcher Baumflächen überall in
    > Deutschland. Und keiner klagt dagegen.
    >
    > Was nach der Ente mit dem Gelände geschehen soll, wird natürlich erst im
    > März entschieden. Aber die Bäume kommen so oder so weg.

    Sehr unerfahren. Der Wald wäre in 60 Jahren erntereif. Dann reist man sich nicht alles zum verbrennen raus...

  9. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: Tet 19.02.20 - 18:58

    jimbokork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nur wenn er übereif/faulig wäre. warum wurde der noch nicht gerodet?
    > richtig weil die palet/holzpreise gerade im keller sind(u.a. lascher
    > winter), damit ist er weiterhin eine anlage für den nächsten kälteeinbruch
    > und kein zu spottpreisen verschacherbares gut.

    Inwieweit ist das relevant. Den Verlust macht doch schließlich Tesla, egal ob die Baugenehmigung kommt oder nicht.

  10. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: Spiritogre 19.02.20 - 19:03

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Sehr unerfahren. Der Wald wäre in 60 Jahren erntereif. Dann reist man sich
    > nicht alles zum verbrennen raus...

    60 Jahre? Das sind Kiefern! In 60 Jahren wären die längst vermodert.

  11. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: gadthrawn 19.02.20 - 19:21

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gadthrawn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Sehr unerfahren. Der Wald wäre in 60 Jahren erntereif. Dann reist man
    > sich
    > > nicht alles zum verbrennen raus...
    >
    > 60 Jahre? Das sind Kiefern! In 60 Jahren wären die längst vermodert.

    Mit Bäumen kennst du dich nicht aus oder? Kiefern sind mit 120 Jahren erntereif.
    Kiefern werden in freier Natur unter normalen Bedingungen etwa 600 Jahre alt.
    Die 60 jährigen können praktisch nur verbrannt werden. Die kurzen Stückchen die da geschnitten werden lohnen sich nicht zum enthalten, entrinnen und damit nicht Mal zur Papier Herstellung ( die übrigens mittlerweile 65 Prozent Altpapier ausmacht, der Rest fast ausschließlich Abfälle aus Sägewerken)...

  12. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: jimbokork 19.02.20 - 23:01

    den verlust tragen wir alle, das dadurch freigesetzte co2 bleibt nicht auf musks hintern konzentriert ... ohne zwingenden grund brennstoffe früher als nötig zu verheitzen, auch nur den auffwand dafür zu betreiben ist geradezu besonders klimaschädlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.02.20 23:11 durch jimbokork.

  13. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: jimbokork 19.02.20 - 23:43

    ein die gleiche menge co2 bindender ersatzwald, auch wenn der qualitativ besser sein mag, wird bei dreifacher fläche _mindestens_ 30 jahre (hartholz laubbäume wie eichen und buchen wachsen sehr laaaaaaaagsam) auf gutem boden zur entstehung benötigen, um die gleiche co2 bindung zu erreichen, und dort ist kein guter boden, sondern märkischer sand, deswegen auch die vergleichsweise anspruchslose kiefernschonung, das wurde nicht aus unbedigter kifernliebe so gemacht und belassen.

    ... ohne zwingenden plausiblen grund der unbedingten notwendigkeit(z.b. dass menschen sonst erfrieren würden) hier brennstoffe/gebundenen kohlenstoff früher als unbedingt nötig abzubauen und zu co2 zu verheitzen ist geradezu besonders klimaschädlich. sogar brandrodungen in brasilien zur agraflächengewinnung sind warscheinlich im hinblick auf deren notwendigkeit (echter hunger) zweckmäßiger als der platz für ein luxus-suv-produktions-werk was zu über 50% seiner bebauungsfläche eine flächenversiegelten parkplatz haben soll. ... sry noch schädlicher gehts im eingriff kaum, da ist vielleicht sogar ein kies-tagebau mit ständig lauefender grundwasser abumpung eine ode an die natur gegen, denn wenn dort der abbau unwirtschaftlich erscheint, dann wird das loch im boden renaturiert ... bzw. was passiert mit dem geplanten werksgelände nachdem tesla vorbei ist?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.02.20 23:59 durch jimbokork.

  14. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: Copper 20.02.20 - 17:55

    Zudem scheinen hier einige Probleme mit den Begrifflichkeiten zu haben.
    Abholzen darf man quasi jederzeit, da Nutzwald. Ob und wie sinnvoll dies im einzelnen ist (Erntereife) ist Sache des Waldbauern. Ob der die Bäume nach 5, 60, 120 oder 300 Jahren umhaut, ist seine Entscheidung. Bin nichtmal sicher, ob man dafür eine Genehmigung braucht.
    Roden ist wieder was anderes, das wird ja üblicherweise dann gemacht, wenn man eben nicht wieder aufforsten möchte und die Fläche anderweitig nutzen. In dem Fall braucht man natürlich eine Genehmigung.

  15. Re: Unglückliches Agieren?

    Autor: Spiritogre 20.02.20 - 18:22

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit Bäumen kennst du dich nicht aus oder? Kiefern sind mit 120 Jahren
    > erntereif.
    > Kiefern werden in freier Natur unter normalen Bedingungen etwa 600 Jahre
    > alt.
    > Die 60 jährigen können praktisch nur verbrannt werden. Die kurzen Stückchen
    > die da geschnitten werden lohnen sich nicht zum enthalten, entrinnen und
    > damit nicht Mal zur Papier Herstellung ( die übrigens mittlerweile 65
    > Prozent Altpapier ausmacht, der Rest fast ausschließlich Abfälle aus
    > Sägewerken)...

    Die Frage mit den mit Bäumen nicht auskennen gebe ich zurück. In ganz Deutschland finden sich kaum zehn Bäume, die seit 600 Jahre leben. Nach 60 Jahren sind Kiefern ziemlich am Ende und schon ewig ausgewachsen.

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