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Globalisierung ist eben was tolles.

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  1. Globalisierung ist eben was tolles.

    Autor: Sharra 19.01.21 - 13:43

    Am Ende hocken ALLE da, und sind von einem einzigen Zulieferer eines Basisproduktes abhängig, der nicht, oder zu wenig liefern kann.
    Solange es funktioniert, ist es alles toll und billig. Und wenn es nicht klappt, rennt man zur Regierung, die das dann fixen soll.

  2. Re: Globalisierung ist eben was tolles.

    Autor: Linuxa 19.01.21 - 13:59

    Ich bin absolut kein Verfechter oder Verherrlicher von Globalisierung - eher im Gegenteil - aber ich würde das in diesem Fall weniger auf Globalisierung zurückführen, als auf die Tatsache, dass die Halbleiter-Entwicklung und Produktion inzwischen einen so hohen Grad an Komplexität erreicht hat, dass es weltweit nur eine Handvoll Unternehmen gibt, die da überhaupt noch mitspielen können. Dazu muss die Produktion sehr lange im Voraus geplant werden, gleichzeitig kann es seitens der Nachfrage große Turbulenzen geben, z.B. wenn eine neue Konsole auf den Markt kommt oder plötzlich alle meinen, das neue iPhone haben zu müssen. Verhält sich in der Autoproduktion natürlich ähnlich, nur werden dort nicht aus heiterem Himmel innerhalb weniger Wochen Dutzende Millionen an Einheiten abgesetzt. Bei Angebot und Nachfrage gibt es eben weniger Turbulenzen.

  3. Re: Globalisierung ist eben was tolles.

    Autor: Sharra 19.01.21 - 14:20

    Das hat mit der Komplexität wenig zu tun. Das hat mehr damit zu tun, dass die Firmen sich gegenseitig aufkaufen (oder von Investoren aufgekauft und zusammengeworfen werden). Am Ende ist noch einer am Markt, und mit dem steht und fällt die gesamte Branche.

    Wie viele Panel-Hersteller haben wir noch? Vor ein paar Jahren waren es doppelt so viele.
    Wie viele Plattenhersteller (Magnet) gibt es noch? Das waren mal mehr als ein Dutzend.
    Wie viele Produzenten für Flash-Speicher gibt es noch?

    Alles in dem Sektor wird immer weniger, und dann reicht ein einziges Problem in der Kette, und die ganze Sache fliegt der Welt um die Ohren.

  4. Re: Globalisierung ist eben was tolles.

    Autor: Max Level 19.01.21 - 14:28

    > Wie viele Panel-Hersteller haben wir noch? Vor ein paar Jahren waren es
    > doppelt so viele.
    > Wie viele Plattenhersteller (Magnet) gibt es noch? Das waren mal mehr als
    > ein Dutzend.
    > Wie viele Produzenten für Flash-Speicher gibt es noch?
    >
    > Alles in dem Sektor wird immer weniger, und dann reicht ein einziges
    > Problem in der Kette, und die ganze Sache fliegt der Welt um die Ohren.

    Das ist aber ne relativ simple spieltheoretische Folge des Kapitalismus bzw des freien Marktes. Da konkurrieren prinzipiell alle Teilnehmer miteinander um das Monopol. Jeder Player will eigentlich Monopolist sein, so wie jeder Erstligist prinzipiell Deutscher Meister sein will. Das ist auch keine Bösartigkeit, sondern ökonomisches Kalkül. Globalisierung erweitert da, strukturell gesehen, erstmal nur das Spielfeld, indem sie mehr Player und mehr Märkte zugänglich macht, aber die Regeln und die Spielmechaniken bleiben ja gleich.

  5. Re: Globalisierung ist eben was tolles.

    Autor: Linuxa 19.01.21 - 15:08

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hat mit der Komplexität wenig zu tun. Das hat mehr damit zu tun, dass
    > die Firmen sich gegenseitig aufkaufen (oder von Investoren aufgekauft und
    > zusammengeworfen werden). Am Ende ist noch einer am Markt, und mit dem
    > steht und fällt die gesamte Branche.
    >
    > Wie viele Panel-Hersteller haben wir noch? Vor ein paar Jahren waren es
    > doppelt so viele.
    > Wie viele Plattenhersteller (Magnet) gibt es noch? Das waren mal mehr als
    > ein Dutzend.
    > Wie viele Produzenten für Flash-Speicher gibt es noch?
    >
    > Alles in dem Sektor wird immer weniger, und dann reicht ein einziges
    > Problem in der Kette, und die ganze Sache fliegt der Welt um die Ohren.

    Aber warum kaufen Unternehmen sich denn gegenseitig auf? Natürlich ist es auch eine Antwort auf die steigende Komplexität. Im Halbleiterbereich, wie natürlich in den meisten hochtechnologischen Bereichen auch, steigt die Komplexität, Forschungs- sowie Entwicklungskosten seit Jahrzehnten konstant enorm an. Wir reden hier nicht von Bierbrauen oder der Herstellung von Büroklammern, wo Skaleneffekte keine überlebenswichtige Rolle spielen. Jede Industrie und Gewerbe hat eine bestimmte Untergrenze, wie klein die einzelnen Marktteilnehmer sein können, bevor die Kapitalanforderungen und Turbulenzen (jene Turbolenzen, die beispielsweise durch Verzögerungen in der Entwicklung Qimonda aus dem Rennen geworfen haben, die Intel aber aufgrund der Größe und Rückstellungen bisher noch überlebt hat) zu groß werden.

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